Wie Notstromversorgung in Wohnung realisieren ?

Sigi

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Hallo allerseits,

da ich so meine Bedenken habe, was eine sichere Stromversorgung im kommenden Winter angeht, möchte ich hier gerne eine Notstromversorgung einrichten, denn meine Heizung (GasTherme) funktioniert nicht ohne Strom. Wäre doch blöd, wenn ich das Gas in der Wand habe - aber mangels Strom frieren muss. Ferner sind alle Lichtquellen bereits auf Energiesparlampen umgerüstet. Also rel. gute Vorraussetzungen für eine Notstromversorgung. Ein Sinuswechselrichter mit 400 Watt Dauer gammelt schon seit Jahren im Keller vor sich hin. Es fehlt eigentlich nur noch ein vernünftiger Energiespeicher (Akku).

Wie klemme ich nun die Hausstromversorgung ab und die externe Stromversorgung an, so dass es keine Komplikationen gibt. Denn eine ausgefallenene Hausstromversorgung kommt ja ohne Vorwarnung wieder. Und die beiden Kreise sollten m.E. komplett voneinander getrennt sein. Der Sicherungskasten befindet sich innerhalb der Wohnung. Hat sowas schon mal jemand realisiert, oder weiss einen Link zu weiteren Informationen ?

Bin gespannt auf eure Antworten

Sigi
 
Im Prinzip müsste die Notstromversorgung hinter den Stromzähler und vor den Sicherungskasten - mit Selbstbasteln ist da wohl eher nix.
Wenn du selber nur für den Notfall etwas haben willst ginge doch ein Benzingenerator im Keller, der deine Heizung dann manuell versorgen könnte und eventuell ein paar einzelne Glühbirnen - allerdings halt komplett ohne Anbindung an den Hauskreis.
 
Benzingenerator im Keller? Eine ganz schlechte Idee und vermutlich sogar verboten aufgrund Feuergefahr.
 
dazu müsste man noch einiges wissen:
ist das deine wohnung, wo willst du das notstromaggregat aufstellen, hat der stellplatz genügend zu- und abluft, wie sieht es mit lärmdämmung aus, wohnst du im erdgeschoss (sonst vibrationsdämpfung), etc. etc.

dann hast du eventuell drehstromabnehmer oder alles wechselstrom?

fragen über fragen.

gatasa
 
Würde es nicht einfach ein zweites System tun? Beleuchtung mit 12V, die Gastherme separat per Wechselrichter anklemmen. Imho müsste man das einfach parallel schalten können (ich gebe da aber absolut keine Gewährleistung).

Wenn man die an die Einspeisung der Wohnung ranwill, kommt man relativ schnell mit den verplombten Schrauben in Berührung - da würde ich nicht groß rumbasteln.

Ich würde entweder ein zweites System für Beleuchtung und Heizung einbauen (staubsaugen und bügeln wirst du ja wohl nicht wollen...) oder aber einen der Stränge zu den Zimmern mit Notstrom versorgen. Nachteil: Du musst an die Leitungen oder die Abzweigdosen ran - wenn die zugegipst sind, könnte das lustig werden (Mietwohnung?).
Was man auch machen könnte, ist ein Umschalter zwischen Notstrom und "Dosenstrom". Anfangs alles normal, Notstrom getrennt. Wenn das Licht ausgeht, legst du den großen Hebel um und schaltest das Wohnzimmer (Küche, wasauchimmer) auf Notstrom um.
Dann kommt das Netz wieder, du merkst "Strom is wieder da" und weißt, dass du wieder auf Netz umschalten kannst.

Nur mal so ein paar Ideen, ich bin kein Elektriker. Und einen solchen würde ich bei so einer Angelegenheit zumindest mal einen Blick drauf werfen lassen.
 
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Blöde Frage: wo wohnst du, dass du dir über längere Stromausfälle Sorgen machen musst? Ich kann mich in Deutschland gerade mal an eine Handvoll Stomausfälle erinnern, der längste dauerte ne Stunde...
 
solange ich denken kann habe ich noch kein stromausfall (total) selber erlebt.
aber ich kann mich erinnern in münster kam es durch einen starken winter zu einem drei oder vier wöchigen ausfall.
ist auch durch die presse gegangen.
du solltest dir von den leuten tips holen.
aber bedenke immer man kann sich nicht vor allem schützen.

m.f.g.
 
unser Stromausfall 2005 im schönen Münsterland dauerte länger als ne Stunde :) ...aber zu deinem Problem --- solche Sachen solltest du von einem Elektriker machen lassen.
 
In der Eifel in (Pomster) gibt es sehr oft Stromausfälle, vor etwa einem Jahr hatten wir da 13 Stunden
keinen Strom!
 
Ne Notstromversorgung per Batterie schafft Hilfe für Minuten bis wenige Stunden und ne Versorgung per Aggregat funktioniert auch nur für ne kurze Zeit. Zumindest lassen sich damit keine Wochen realisieren.
 
Ich würde entweder eine USV nur für die Heizung vorschlagen, das Licht würde ich jetzt nicht so als wichtig sehen, aber dafür kann man evtl. ein paar Energiespar-Strahler im Baumarkt kaufen, die man ebenfalls direkt an die Steckdose anschließen kann (z.B. Schuko-Stecker, etc...)
Ansonsten, sollte man (mind. zusätzlich) immer ein paar gute LED-Taschenlampen im Haus haben.

Oder ein Stromaggregat, hier würde ich aber eine besseres kaufen, habe selbst vor drei Jahren einen günstigen Stromerzeuger gekauft, um im Winter die Heizung am Laufen halten zu können, falls wirklich mal für längere Zeit der Strom weg sein sollte, bzw. dass ich im Sommer die Umwelzpumpen der Solar-Anlage versorgen kann, nicht dass der Druck und die Hitze in den Platten so steigt, dass mir das ganze irgendwann mal leckt ;)

Wie gesagt, ich stecke dann einfach die Heizung nicht an den normalen Stromkreislauf an, sondern an den Stromerzeuger, bzw. eben die Solaranlage fürs Warmwasser im Sommer, falls es wirklich mal am Mittag zum Ausfall kommen sollte. Aber ich bin mir nicht sicher ob ich mir nochmal so ein günstiges Stromaggregat, welches man ja inzwischen in jedem Baumakrt nachgeworfen bekommt, kaufen würde. Wenn ich denke was eine Heizungspumpe, bzw. die Elektronik der Solaranlage kostet und evtl. durch eine Überspannung doch mal kaputt geht ... Aber damals war mir ein guter Stromerzeuger zu teuer, werde aber jetzt dann irgendwann doch nochmal tauschen ;) Aktuell hoffe ich einfach, dass der Strom hier in D nicht länger als ein bis zwei Stunden am Stück weg sein wird. Meistens dauert ja ein Stromausfall auch nur wenige Sekunden, bzw. Minuten.

P.S.: der längste Stromausfall, an den ich mich erinnern kann, war vor 3 oder 4 Jahren, da hat ein Nachbar mit seinem Traktor nicht aufgepasst und es irgendwie fertig gebracht die Stromleitung vom Dach zu holen ;) Das halbe Dorf hatte dann für ca. 4 Stunden keinen Strom, Glück für mich, mein Haus war nicht betroffen. Erst zwei Häuser weiter war der Strom weg, die waren irgendwie mit auf die Leitung gekoppelt.
 
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Hi, wieviel Euro bist du denn bereit auszugeben, denn die kleinen NSA aus dem Baumarkt taugen für 2-3 Glühbirnen.

Richtige NSA die auch Dampf haben fangen so bei 5.000,00€ an.

Wir hier im Kreis Steinfurt hatten mal ca. 5Tage keinen Strom und es ging auch ohne NSA.

Nobby
 
Blöde Frage: wo wohnst du, dass du dir über längere Stromausfälle Sorgen machen musst? Ich kann mich in Deutschland gerade mal an eine Handvoll Stomausfälle erinnern, der längste dauerte ne Stunde...
Euch scheint entgangen zu sein, dass mächtige Leute gerade im Übereifer an unserer Stromversorgung drehen, Stichwort Abschaltung einiger Atomkraftwerke. Also was jetzt kommen wird, ist mit vergangen Zeiten nicht mehr vergleichbar. Da ich ungefähr weiss, wie Stromnetze funktionieren, möchte ich vorsorgen. Frieren ist einfach nicht mein Ding - auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass in Japan was hochgehen könnte, war ja auch unendlich gering ...

Ich habe aber offensichtlich nicht an die Umwälzpumpe des Heizkreislaufes gedacht. Die wird richtig Strom ziehen und den Akku in kürzester Zeit leeren. Gemeinerweise ist die Therme nicht zum Ausstecken, sondern die ist fest angeschlossen. Ich kann also nicht mal die Stromaufnahme messen. Seltsamerweise schweigen sich auch die techn. Daten bzgl. Stromaufnahme der Therme aus. Ich muss also schon ans Wohnungsnetz, wenn ich die Therme erreichen will. Ausserdem wäre ein bischen Licht auch nicht verkehrt. Weiss jemand, wie viel Watt eine Umwälzpumpe für 3 Zimmer und ca. 70 qm hat ?

Ein Stromaggregat wäre schon geschickt, nur wird das wegen Lärm, Benzin und Abgas kaum vernünftig gehen. Bei der anderen Lösung müsste ich nur einen Akku anschaffen. Das wäre von den Kosten überschaubar. Ladegeräte wären auch vorhanden.

Nochmal zur Umschaltung: die Stromzähler sind im Treppenhaus, der Sicherungskasten in der Wohnung. Ein manueller Umschalter darin würde schon reichen. Dazu ein akustisches Signal, wenn der Netzstrom wieder da ist. Das wäre schon eine gute und brauchbare Lösung.

Ein Bekannter meint, den Sicherungsautomaten eines Stromkreises auf AUS und dann direkt in eine Netzsteckdose einspeisen. Dazu ein Kabel machen, was am Ende einen (220V führenden) Netzstecker haben würde. Die Lösung sei zwar etwas "gewagt", müsste aber gehen. Was meint ihr ?

Sigi
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Bekannter meint, den Sicherungsautomaten eines Stromkreises auf AUS und dann direkt in eine Netzsteckdose einspeisen. Dazu ein Kabel machen, was am Ende einen (220V führenden) Netzstecker haben würde. Die Lösung sei zwar etwas "gewagt", müsste aber gehen. Was meint ihr ?
Von so was würde ich in jedem Fall die Finger lassen !
 
Ne 80Ah Bleigelbatterie (keine Flüssigbatterie nehmen) kann grademal etwas über ne Stunde 500Watt liefern. Selbst nen preiswerter Benzinaggregat kommt auf 1000-2000W. Günstigerweise kombiniert man Batterie und den billigen Benzinaggregat (für ne saubere Sinusleistung) oder nimmt gleich ordentlichen Generator (Honda - leise und sehr gute Signalqualität).

Mit einer einzelnen Bleibatterie kommst du jedenfalls nicht weit... deine Heizung eventuell ne Weile (die Pumpe dürfte um die 25W ziehen) - also 10-20 Stunden nur die Pumpe. Wenn du noch beleuchten willst...
 
Hier in der Pfalz gab es schon öfter mal stundenweise Ausfälle. vergeht kaum ein Jahr ohne den ein oder anderen Ausfall. Bisher aber alles untragisch.

Zum Energieverbrauch der Pumpe: alle Verbraucher aus machen und nur das Ding laufen lassen. Dabei auf den Zähler und die Uhr schauen (zu dem du ja scheinbar Zugang hast) und schon kannste die Leistung ausrechnen.

Was ich praktisch finde: gasbetriebene Heizstrahler, da gibts auch so kompakte mit brauchbarer Leistung.

um die Pumpe mit Akkus zu versorgen, musst du erstmal auf die Spannung kommen und die dann wechselrichten. Mit 12V Bleibatterien (meine Wahl) brauchste rund 19 davon in Reihe.. oder eben ein paar parallel, wechselrichten, hochtransformieren und dann einspeisen. Alles nicht so der Hit.
 
die 5 tage hattet aber nur ihr im bereich steinfurt, metelen, schöppingen, horstmar und ochtrup. wir weicheier sind schon nach knapp 3 tagen wieder am stromnetz gewesen.
die heizung hat mir 2005 am wenigsten kopfzerbrechen bereiten, da wir einen kachelofen haben.

@Sigi
deine bastellösung bzw. die deines bekannten ist höchst gefährlich und im falle eines falles ein möglicher brandverursacher. wenn du wirklich diese ängste hast, solltest du nägel mit köppen machen und einen elektriker befragen. wäre zwar teurer als die bastelei aber nicht so lebensgefährlich.

und hast du eigentlich in deinem szenario bedacht, dass bei einem flächigen stromausfall auch die versorgung mit ferngas ausfallen wird? erfahrungen in steinfurt haben gezeigt, dass auch dort die pumpen für mehrere stunden oder tage ausgefallen sind, genauso wie die wasserversorgung.

wenn du kälteempfindlich bist, empfehle ich den einbau eines herdfeuers bzw. kanonenofens. und die bastelei lass einen fachmann machen.

gruß in't huus

gatasa
 
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