IT-Chefs zu Windows 8: "Nein danke!"

Moin,

User stellen Störungstickets ein, weil ein Icon auf dem Desktop nicht mehr dort liegt, wo sie es erwarten.
Der Wechsel vom klassischen Startmenü zum Win8-Startbildschirm wird diese User in Katatonie verfallen lassen. Und ich rede hier nicht von 0,1% der User.

dem kann ich nur beipflichten. Meine User sind teilweise schon überfordert, wenn Excel geöffnet wird, und eine Frage nach aktualisierung der Daten gestellt wird oder wenn irgendein update von Adobe kommt.

P. S. Erst jetzt werden die letzten Clients (insgesamt ca. 30) auf Windows 7 umgestellt. Ich tue mir Win 8 keinesfalls in der Firma an, privat schon zweimal nicht.

mfg

Michael
 
Der User ist nicht schuld, kein Mechaniker darf erwarten, dass ein anders konzipierter Schalthebel akzeptiert wird, beim Rechner ists nicht anders.
Nur dass das in der Konsequenz nicht möglich ist. Beispiel: Office 2007ff: Habe bisher keine Firma gesehen, die das so umgestellt hat, dass der Ribbon weg ist und es aussieht wie 2003.
Sicher kann man ein paar Krückstöcke wie Schnellstartleisten anbieten, aber letztendlich ist das eine Schulungsthematik - und das ist übrigens beim Mechaniker genauso, da gibt's auch immer wieder neue Geräte an bzw. mit denen gearbeitet werden muss.
 
das ist übrigens beim Mechaniker genauso, da gibt's auch immer wieder neue Geräte an bzw. mit denen gearbeitet werden muss.
Krummer Vergleich! Dein Mechaniker wäre der PC-Spezialist, der sich selbstverständlich auf dem laufenden halten muss. Der Sprinterfahrer aber, der sein Geld mit dem Transport von Waren etc. verdient, braucht sich aber um die technischen Änderungen an seiner neuen Karre nicht zu kümmern und darf darauf vertrauen, dass er das Ding auch ohne Update fahren kann. Nur wenn er von Benzin auf Diesel "umgestiegen wird", sollte er das mitkriegen und beherzigen. Und der Mechaniker muss nichts über Warenzustellung wissen, auch wenn deren Struktur geändert wird.

:)
 
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Krummer Vergleich! Dein Mechaniker wäre der PC-Spezialist, der sich selbstverständlich auf dem laufenden halten muss. Der Sprinterfahrer aber, der sein Geld mit dem Transport von Waren etc. verdient, braucht sich aber um die technischen Änderungen an seiner neuen Karre nicht zu kümmern und darf darauf vertrauen, dass er das Ding auch ohne Update fahren kann. Nur wenn er von Benzin auf Diesel "umgestiegen wird", sollte er das mitkriegen und beherzigen. Und der Mechaniker muss nichts über Warenzustellung wissen, auch wenn deren Struktur geändert wird.

:)
Der Mechaniker war nicht meine Idee. Und wenn dem Fahrer ein anderer Fahrzeugtyp hingestellt wird, muss er auch damit klarkommen...
 
Dann stelle mal dem Paketdienst-Sprinterfahrer ein buntes Wohnmobil hin und vertraut darauf, dass er damit zurecht kommt - es ist ja neuer, moderner, komfortabler, größer und schöner :whistling:
 
Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich. ;-)

Wohnmobil und Pakettransporter sind nicht für den selben Zweck geschaffen - Windows 7 und 8 schon.
 
Wohnmobil und Pakettransporter sind nicht für den selben Zweck geschaffen - Windows 7 und 8 schon.
Sicher?
Windows 7 ist ein sehr gutes Desktop-Betriebssystem.
Windows 8 wurde deutlich auf Tablets ausgerichtet, worunter die Desktop-Verträglichkeit gelitten hat.
 
Dann stelle mal dem Paketdienst-Sprinterfahrer ein buntes Wohnmobil hin und vertraut darauf, dass er damit zurecht kommt - es ist ja neuer, moderner, komfortabler, größer und schöner :whistling:
Das vielleicht nicht. Aber dass er statt eine Sprinter mal einen Fiat Ducato oder Ford Transit hingestellt bekommt, wo der eine oder andere Hebel und Knopf an einer anderen Stelle sitzt, das schon.
 
Ich bin froh das wir mit mehreren hundert Clients bald auf Windows 7 sind. W8 werden wir wohl überspringen, privat habe ich schon W8 drauf. Ich sehe schon technische interessante Neuerungen wie zB. Speicherpools, Bitlocker schon in der Pro vorhanden. Auch auf der Serverseite sind schicke Sachen wie DHCP-Failover, neues HyperV mit LiveMigration etc.
 
Windows 8 wurde deutlich auf Tablets ausgerichtet, worunter die Desktop-Verträglichkeit gelitten hat.

Genau das würde ich so nicht unterschreiben. Vielleicht fehlt uns allen nur der Weitblick und der Glaube, dass man einen Computer in vielen Anwendungsbereichen tatsächlich viel besser mit den Fingerspitzen und ohne Mausunterstützung nutzen kann? Ich kann mir durchaus vorstellen, dass in einigen Berufen das möglich wird, was uns Microsoft schon vor einigen Jahren vorgespielt hat: Der Tisch als Bildschirm.

Als Apple die Computermaus einführte, gab es Zweifler. Als Microsoft den "Start"-Button einführte, gab es Zweifler. Als Apple das iPAD vorgestellt hat, wollten viele nicht an den überwältigenden Erfolg glauben... (tbc)

Wenn Touchdisplays in ausreichender Menge und Qualität auf den Markt drängen und preislich attraktiv werden, sowie einige Programmierer, die mit den neuen Möglichkeiten etwas anzufangen wissen - dann werden sich auch ganz schnell IT-Manager finden, die auf den Zug aufspringen. Davon wird meiner Meinung nach der Erfolg von Win8 in den Unternehmensnetzen abhängen. Und wie sich das in der Zukunft entwickelt, kann man jetzt - so kurz nach Markteinführung - noch gar nicht vorhersagen. Also mal abwarten...

hajowito
 
zusätzlich dazu finde ich W8 auch auf non-touch gar nicht so schlecht. An die Metrooberfläche als "erweitertes Startmenü" kann man sich sehr schnell gewöhnen :)
 
Eh nicht. Es läuft auch ohne Touch wunderbar. Es ist im Moment halt nicht nur ein Präzisionsproblem bei den Multitouchmäuse / Trackpads und anderen neuen Eingabegeräten, sondern es sind noch Grundsatzfragen offen.
Man kann nämlich mit einem 3-D-Sensor -den man auf die Tastatur selbst knippst Mehrfachfingergesten in 1-10 cm ÜBER der Tastatur abfangen. Will heißen die neue Eingabe nicht nur ohne den ausgesteckten Arm zum Monitor sondern sogar ohne die Hand von der Tastatur weg zu nehmen. Und nur ein Durchbruch hier kann sofort ein Killer-Feature darstellen, dass alle haben wollen, wie früher mal die Mäuse
 
Das habe ich mir beim "Klicki-Bunti-Design" von Windows 8 auch gleich gedacht, W8 bringt wirklich nur Vorteile auf Tablets und die sind in Firmen selten.

Da geb ich dir vollends recht... bei mir auf Arbeit (wir sind ja so eine hypermoderne Agentur und müssen deshalb Windows 8 einführen), wurds auf bisher nur auf meinem Rechner installiert. Ganz nach dem Motto, der Praktikant kann jetzt erstma unser Versuchskaninchen spielen und dann schaun wir mal weiter :facepalm: Arbeite also seit 2 Tagen damit und das erste was ich mir dachte: TOTAL UNINTUITIV! Ganz ehrlich am Ende des Tages hab ich erstma ne viertel std nach dem Herunterfahren Button gesucht. Peinlich aber wahr...
 
Genau das würde ich so nicht unterschreiben. Vielleicht fehlt uns allen nur der Weitblick und der Glaube, dass man einen Computer in vielen Anwendungsbereichen tatsächlich viel besser mit den Fingerspitzen und ohne Mausunterstützung nutzen kann? Ich kann mir durchaus vorstellen, dass in einigen Berufen das möglich wird, was uns Microsoft schon vor einigen Jahren vorgespielt hat: Der Tisch als Bildschirm.
Aber das setzt eben Touchscreens voraus, und die sind im Businessbereich nicht weit verbreitet, und werden nicht mal eben in großer Stückzahl angeschafft.

Und bei klassischer Desktopnutzung bringt Win 8 nicht genug Neues, um den Umstieg zu rechtfertigen, wenn man die Umstellungs- und Schulungskosten für die Veränderungen in der UI einberechnet.

Und ich bezweifle, daß man ein Terminalprogramm, das einem Zugang zur Konsole auf einer Unix-Maschine bietet, per Touch besser bedienen kann. (Ja, sowas ist aktuell noch im Einsatz.)
Oder SAP (zumindest in der Version, die ich kenne).

Und die hausinternen Webanwendungen umzuschreiben, damit sie Touch-bedienbar sind, kostet Geld.
Ein großes deutsches Telekommunikationsunternehmen, für das ich jahrelang Support geleistet habe, hat es ja noch nicht mal geschafft, die eigenen Webanwendungen IE7+-konform zu gestalten ;)

Der *mögliche* Vorteil durch Touchbedienung wiegt für viele große Konzerne die damit einhergehenden Probleme und Kosten einfach nicht auf.
Das mag in ein paar Jahren anders aussehen, wenn die Branchengrößen wie SAP ihre Software umgestellt haben.

In kleineren, agileren Firmen kann das anders aussehen.
 
Eine wichtige Frage ist sicherlich auch wie viel Zeit die produktiv eingesetzt werden könnte verloren geht wenn man versucht (z.B. die Sekretärin, den Sachbearbeiter, oder eine andere Person bei der der Computer einfach nur funktionieren soll) auf eine völlig anderes Bedienkonzept umzuschulen. Und mit einer Schulung ist es ja nicht getan, man hat sich ja dann noch immer nicht daran gewöhnt. Bis sich da die selbe Routine einstellt wie beim gewohnten Betriebssystem kann das dauern.
 
...auf eine völlig anderes Bedienkonzept umzuschulen. Und mit einer Schulung ist es ja nicht getan, man hat sich ja dann noch immer nicht daran gewöhnt. Bis sich da die selbe Routine einstellt wie beim gewohnten Betriebssystem kann das dauern.
Wobei ich nicht so recht kapiere, warum Microsoft nicht so eine Art Win 7-Modus als Bedienmöglichkeit eingebaut hat. Bei Win 7 gibt es doch auch so etwas wie den XP-Modus (falls ich das richtig interpretiere: ich hatte nie XP und kenne es nicht). Win 8 scheint ja doch eher eine Version von Win 7 zu sein, nur diesmal in Richtung Allround-Betriebssystem.

Es sei denn...

Der einzige Grund, der mir dazu ernsthaft einfällt, und auch, warum Microsoft noch nicht einmal den App-Store für Upgrader zugänglich macht, sondern ihn strikt auf NBs und Tablets beschränkt, die von vornherein mit Win 8 ausgeliefert werden, ist, dass Microsoft vorhat, in viel grösserem Stil in den Hardwaremarkt einzusteigen, als es jetzt noch den Anschein hat, wenn man die bisher noch wenigen Microsoft-Hybridtablets betrachtet, die erst zögerlich auf dem Markt auftauchen, aber lange davor um so lautstärker angekündigt werden.

Motto: nur mit einem neugekauften Gerät kommst du an die neueste Software...

Wenn die Billyboys in Wirklichkeit - ganz nach dem Vorbild von Apple - vorhaben, in den nächsten Jahren den gesamten Markt aufzumischen, um mithife von Gesamtkonzepten aus Hard- und Software aus einem Haus auf dem mobilen Gebiet alles Nicht-Apfelige in die Finger zu kriegen (und am Ende vielleicht auch noch dieses in die Knie zu zwingen), wird alles auf den Kopf gestellt, was wir bisher kennen - sofern der Plan aufgeht.

Wobei so ein Quasi-Monopolist für Betriebssysteme sogar nicht so schlecht aufgestellt sein dürfte, das auch erreichen zu können, wenn er es konsequent durchzieht. Jedenfalls besser als jeder andere...
 
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Wobei ich nicht so recht kapiere, warum Microsoft nicht so eine Art Win 7-Modus als Bedienmöglichkeit eingebaut hat.
Das wäre auch mein Wunsch gewesen: Die bekannte Oberfläche UND Metro Seit an Seit.
Jeder nutzt, was er will und für sein Gerät die bessere Wahl ist.

Nach ein paar Jahren hätte sich durch die zunehmende Zahl an Touch-Geräten Metro langsam durchgesetzt, und dann hätte man mit Win 9 oder Win 10 komplett umsteigen können.



Microsofts Angst wird aber gewesen sein, daß zu viele veränderungsresistente Leute (so wie ich *g*) beim klassischen Desktop bleiben würden, und sich die Touchoberfläche von Win 8 nicht schnell genug durchsetzt, was Microsoft in der Konkurrenz zu iOS- und Android-Tablets geschadet hätte.

Nur: So nutzen Leute wie ich Windows 8 mit Classic Shell und co., und haben einen Hals auf Microsoft.
Ob es sich Microsofts Entscheidung letztlich wirklich positiv auf die Verwendung von Metro auswirkt wage ich zu bezweifeln.
 
Bei Win 7 gibt es doch auch so etwas wie den XP-Modus (falls ich das richtig interpretiere: ich hatte nie XP und kenne es nicht).
der aber nichts mit der GUI von XP zu tun hat. Das ist eine Art Zwischenschicht, um alte SW unter W7 nutzen zu können
Das wäre auch mein Wunsch gewesen: Die bekannte Oberfläche UND Metro Seit an Seit.
ja, das wäre nett gewesen, allerdings verstehe ich die Vorgehensweise aus MS Sicht: die wollen Metro pushen. Und das geht halt nicht so gut wenn man den Startbutton noch anbietet :)
Ich nutze im Büro seit einiger Zeit zu Testzwecken Win 8. Das ist ein Entwicklungsrechner, der keinen Zugang zum Internet hat. Da finde ich Metro auch nicht den Knaller.
Zu Hause habe ich vor 2 Wochen upgedated. Da finde ich die Live-Kacheln durchaus klasse, und auch die ein oder andere Metro-App nutze ich regelmäßig. Alles andere läuft auf meinem normalen Desktop.
An die paar Gesten, die anfangs nicht wirklich intuitiv wirken, gewöhnt man sich sehr schnell, zumal MS jetzt ein update für die touch mouse rausgebracht hat, und man mit 2 Fingern sehr komfortabel durch die offenen Apps wechseln kann, oder sich das Charms-Menue holen kann :)

Unternehmen kümmert das erst mal nicht. Wir (>300.000 MA weltweit) sind gerade erst mal in der Umstellung XP -> W7. Bis da W8 kommt geh ich in Rente
 
Jeder nutzt, was er will und für sein Gerät die bessere Wahl ist.
Aber dann hätte Microsoft es doch leicht zulassen können, dass zB die Verwender älterer Tablets mit Touchscreen nach dem Upgrade (das sie gleichwohl pushen bis zum Gehtnichtmehr, zu Dumpingpreisen) vollen Zugang zu allen Bereichen von Win 8 hätten. Offenbar und offensichtlich will Microsoft das aber nicht.

Das muss doch tiefere Gründe haben.

Wenn ich meinen Gedanken weiterspinne, werden alle Hardware- und auch alle sonstigen Softwarehersteller in dieser Konzeption von Billys Zugangskontrolle zum Betriebssystem abhängig: das lässt er sich natürlich darüber hinaus bezahlen (egal ob direkt oder über den Konsumenten, der nur das im Store finden und nutzen kann, was Billy erlaubt, am Ende zahlt es ja doch der "Endnutzer"). Dadurch kann Freund Bill aber auch vorgeben, was verbaut, aufgespielt, verwendet werden darf: alle, die Software entwickeln oder Hardware bauen, sind nur noch ('selbstverantwortliche'=das Betriebsrisiko allein tragende) Zulieferer und verlängerte Werkbank von der lieben Big Brother Billy Corp., die - selbstverständlich - jedesmal und bei allem die Hand aufhält zum Abgreifen der anfallenden Tantiemen und Anteile und Erlaubniserteilungen.

Dazu noch eine diskrete Sendetätiglkeit jedes Geräts und jeder Software Richtung Silicon Valley, und "dein" Notebook, Tablet, Rechner, Smartphone, undundund, stellt "sich" vielleicht sofort ab, wenn "Unauthorisiertes" draufkommt, sei es als Hardware oder als Anwendung. Zumindest wird genau Buch geführt. Kann man vielleicht ja noch "brauchen" (Im nächsten Leben werd ich Abmahnanwalt, ich schwör!). Jetzt noch, wie es Ebay vormacht, kurz und knapp oder, je nachdem, in Trippelschrittchen die AGBs angepasst, und fertig ist der Goldesel 2.0, dass den Brüdern Grimm noch im Grab die Ohren schlackern, wie Märchen manchmal wahr werden...

Völlig undenkbar? Völlig unwahrscheinlich? Stevie hats doch schon vorgemacht! Ist sogar Lifestyle. Biste gleich was Besseres (übers.: wenn du dich entschliesst, mitzumachen=es dir leisten kannst, dich in erlauchter Gesellschaft gleichgesinnter Konsumenten einiger - sebstverständlich qualitativ guter - Massenprodukte nach Strich und Faden verarschen zu lassen...)
[Was die Qualität angeht, bleibt bei Billy natürlich sehr viel mehr Raum ...nach unten. Umso besser für ihn und seine "Brüder" (=Aktionäre)]

(PS: mit "du" bist natürlich nicht Du, moron, gemeint :) )
 
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