Das ist nicht überraschend.
Betriebssystemmigrationen in Firmen sind aufwändig, teuer und verursachen zusätzlichen Stress, den keiner haben will. Also migriert man so selten wie möglich. Und wenn man migriert, dann nur auf eine Version, die schon gut abgehangen, sprich mindestens ein Jahr am Markt ist, damit seitens des Betriebssystems möglichst keine Überraschungen mehr zu erwarten sind und damit auch die Treiber- und die Softwareunterstützung für das neue Betriebssystem einen gewissen Reifegrad erreicht haben.
Da die meisten Firmen erst in den letzten anderhalb Jahren auf Windows 7 migriert sind, wird die nächste Massenmigration im Firmenbereich erst dann stattfinden, wenn der Support für Windows 7 endet - der volle Support geht bis Anfang 2015, der extended Support (=nur noch Sicherheitsupdates) bis Anfang 2020.
Insofern bin ich der Meinung, dass es für diesen Bereich im Prinzip völlig egal war oder ist, wie gut/schlecht Windows 8 ist, die Upgradebereitschaft bei Firmenkunden wäre so oder so sehr niedrig gewesen. Ich nehme an, dass Microsoft das genauso gesehen hat, was wiederum bei der Schwetpunktsetzung für Win 8 eine Rolle gespielt haben dürfte.
PS: Der einzige Bereich, in dem Windows 8 im Unternehmensumfeld für MS schon jetzt eine strategische Rolle spielen dürfte sind die reinen Tablets, um den Vormarsch der iPads in Unternehmen etwas einzudämmen.