Wenn ich Win7 in der VM installiere, müsste ich dieses ja irgendwann aktivieren lassen. Kann ich dann einfach Win7 neu installieren und ich hab wieder ein wenig Zeit?
Ja. Aber wie hier schon geschrieben wurde, kannst du den Timer auch verlängern oder kaufst dir besser eine weitere Lizenz irgendwann.
Belastet eine VM die SSD sehr (allgemein gefragt, damit sind keine aufwändigen Dateioperationen in der VM gemeint)?
Nein. Nicht mehr und nicht weniger als ein normales System eben braucht. Wenn du deine virtuelle Maschine laufend in einen virtuellen Ruhezustand versetzt, dann vielleicht. Aber selbst dann wird es noch viele Jahre dauern, bis du deine SSD durch hast. Mach dir um deine SSD keine Sorgen.
Ist es sinnvoll eine VM in eine RAMDisk zu installieren?
Macht bestimmt Spaß. Ein komplettes OS im RAM. Das dürfte ziemlich abgehen

Aber wie hier schon geschrieben wurde, braucht man unter 32GB RAM gar nicht anzufangen, über sowas nachzudenken.
Kann ein Programm aus einer VM ausbrechen (ich hab natürlich nicht vor absichtlich Viren zu installieren, aber die Frage stellt sich trotzdem)
In der Theorie ist das möglich, ja. Je hardwarenaher eine Virtualisierung läuft, desto leichter ist es in der Theorie möglich - und Virtualisierung sollte hardwarenah laufen, damit sie nicht quälend langsam ist. In der Praxis ist mir aber keine Attacke bekannt, die das tatsächlich schafft. Für einen Anfänger auf dem Gebiet kann man die Frage also eher mit "nein" beantworten. Mach dir keine Sorgen, was in der VM passiert. Da können auch 20 Trojaner wüten, deinem Host wird nichts passieren. Genau dafür sind VMs ja u.a. auch da
Gibt es sonst noch Dinge, die ich unbedingt beachten sollte?
Gasterweiterungen installieren bzw. die Treiber für die virtualisierte Hardware. Und möglichst alles nutzen, was an Hardwarebeschleunigung geht. Paravirtualisierte Netzwerkkarten, paravirtualisierte Speichercontroller, ... Das macht die Sache alles schön flott
Shared Memory wäre bei VMs kreuzgefährlich.
Nö, Quark. Im Gegenteil. Der Verwalter des Speichers kümmert sich darum und sobald eine virtuelle Maschine den Speicherbereich ändert, wird der Bereich kopiert und die Maschine schreibt nur noch in der Kopie rum. Datendeduplizierung halt. Schon eine etwas fortgeschrittenere Technik, aber z.B. VMware vSphere Hypervisor (ESXi) nutzt das standardmäßig. Linux mit seinem im Kernel integrierten KVM hat ebenfalls immer ein KSM (Kernel Samepage Merging) am laufen, der nach doppelten Blöcken im Speicher sucht und diese zusammenlegt. Funktioniert hevorragend und spart viel RAM. Sicherheitsprobleme erzeugt es keine, da keine virtuelle Maschine echten Zugriff auf den RAM hat und daher kann auch keine in RAM rumschreiben, der ihr nicht gehört.
Jetzt hab ich aber ein Problem. Ich muss ja im BIOS vorher die Virtualisierungseinstellungen einschalten. Dort finde ich zwei Punkte (aus dem Gedächtnis wiedergegeben):
"Intel Virtualization ...." Enabled und
"Intel Vt-d ... " Disabled
Theoretisch muss man gar nichts einschalten. Dann muss alles an Virtualisierung in Software laufen. Das ist lahm. Wie oben schon geschrieben, nutze alles an Hardwarebeschleunigung, was möglich ist. Auch hier beides einschalten. Allerdings unterstützt leider ziemlich wenig Software die Vorteile von VT-d, außer dem durchreichen von echter Hardware an virtuelle Maschinen, was du ja nicht vor hast. Trotzdem schadet es nicht, die Funktion anzuschalten.
Wie ist das eigentlich mit den Treibern: Jene Treiber, die ich in der VM installiere sind dann auch nur in der VM, richtig? Wenn ich also die VM wieder lösche, dann ist auch alles weg was ich jemals in der VM gemacht habe?
Genau. Deine virtuelle Maschine ist ein abgeschottetes System. Alles, was du in der VM machst, passiert nur in der VM und bleibt auch in der VM. Es ist eben wie ein eigener Rechner. Du kannst frickeln und kaputtmachen was du willst. Dein Host bekommt nichts mit.
Das einzige was mir bei der Installation der VirtualBox nicht gefallen hat, war dieser Netzwerktreiber der sich installiert hat. Klar, ist nötig damit ich das Netzwerksignal vom Host in die VM bringe - das verstehe ich ja. Nervig ist nur, dass dieser sich unter Netzwerk (also klick auf die Signalstärke balken im SysTray) mit "Nicht identifiziertes Netzwerk" meldet. Warscheinlich kann ich ihn auch ausschalten wenn ich gerade keine VM am Laufen habe?
Du kannst es dann deaktivieren, ja. Sollte aber eigentlich auch nicht wirklich stören. Und ja, andere Möglichkeiten gibt es nicht.
Gibt es irgendetwas zu beachten wenn ich mit der VM ins Internet will? Welche Einstellungen sind da zu empfehlen?
Bridge oder NAT als Netzwerkmodus. Suchs dir aus. Da dein Router eh schon NAT betreiben wird, kannst du eigentlich eine Bridge nehmen. Sonst gibt es nichts groß zu beachten.
Nur nochmal zum Verständnis: Ich kann jetzt zum Beispiel im "VM-Windows" die Registry zerballern und meinem Host kann nix passieren?
Mach was du willst

Es ist wie ein eigener Rechner. Nur dass es eben kein eigener Rechner ist. Abgeschottetes System. Du kannst die Registry im Gast auch komplett löschen, wenn du willst

Dann läuft dein Gast halt nicht mehr. Dein Host schon.
Ich werde zwar trotzdem vorsichtig sein, aber ein paar Sachen wollte ich schon immer mal testen.
Du brauchst nicht vorsichtig sein. Im Gegenteil. Wenn, dann sei lieber auf dem Host vorsichtig. In der VM - kann - nichts - passieren!

Im schlimmsten Fall musst du die VM halt neuinstallieren. Und dafür gibt es Snapshots, dann kannst du dir sogar das sparen und setzt einfach nur auf einen Snapshot zurück.
Die Maschine ist zuweilen noch nicht so sehr potent, ich hab ihr 4GB RAM, 25GB HDD und zwei meiner acht Threads von der CPU gegeben. Aber es funktioniert.
Was läuft darin? Windows 7 war das, oder? 4GB RAM sollte erstmal reichen, 25GB Speicher könnte knapp werden, aber müsste auch erstmal reichen. Gib ihr aber ruhig auch Zugriff auf 4 oder auch auf alle 8 Threads der CPU und begrenze vielleicht noch die maximale CPU Auslastung der virtuellen Maschine auf 90-95%. Dann noch die Gasterweiterungen/paravirtualisierten Treiber installieren und das Ding sollte schnell laufen

Ohne den Host lahmzulegen.
Als Netzwerkeinstellung habe ich NAT gewählt, somit kann von außen niemand in die Maschine hinein (sofern ich das richtig verstanden habe).
Da dein Router eh ein NAT und eine Firewall haben wird, kommt auch im Bridge-Modus keiner von außen rein und du sparst dir eine Ebene des NATings, wenn du hier auf Bridge gehst.
VT-d kannst Du auslassen, das wird nur gebraucht, wenn Du PCI-Geräte komplett in die VM übergeben willst.
Es kann noch ein bisschen mehr als das und damit unter anderem Speicherverwaltung für die VM stark beschleunigen. Allerdings nutzen diese Features kaum Virtualisierer. Anschalten schadet nicht.
Vorhin wollte ich Win7 x86 auf einem USB-Stick installieren und ausführen, was auch prinzipell funktioniert. Allerdings dauert der Boot einige Minuten und das System ist eigentlich fast unbenützbar. Aber der Stick hatte generell mit NTFS so seine Probleme... :huh:
Aber irgendwie mache ich mir schon ein wenig Sorgen um meine SSD...
Ih, Windows auf nem USB-Stick installieren? Dafür sind die Dinger viel zu langsam, was Datenraten und insbesondere die IOs angeht. Mach dir keine Sorgen um die SSD und pack es auf die SSD!