[Win7] Virtuelle Maschine for Beginners

Lokheizer

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Hallo!


Ich hätte ein paar Fragen bezüglich VMs, die ich durch googlen nur unzureichend beantworten konnte (eventuell auch falsch gesucht). Die ganze Nacht habe ich mich damit beschäftigt, bin aber nicht wirklich zu einem Ergebnis gekommen.
Der Hintergrund:
Ich würde gerne eine VM installieren, in der ich Software gefahrlos testen kann weil es einfach mühsam ist, eventuelle Reste dieser Software vom Produktivsystem zu entfernen. Auch würde ich gerne einmal Linux ansehen, der Neugier wegen. Dabei stellen sich mir folgende Fragen:
  • Wenn ich Win7 in der VM installiere, müsste ich dieses ja irgendwann aktivieren lassen. Kann ich dann einfach Win7 neu installieren und ich hab wieder ein wenig Zeit?
  • Belastet eine VM die SSD sehr (allgemein gefragt, damit sind keine aufwändigen Dateioperationen in der VM gemeint)?
  • Ist es sinnvoll eine VM in eine RAMDisk zu installieren?
  • Kann ein Programm aus einer VM ausbrechen (ich hab natürlich nicht vor absichtlich Viren zu installieren, aber die Frage stellt sich trotzdem)
  • Gibt es sonst noch Dinge, die ich unbedingt beachten sollte?

Vielleicht sind die Fragen bescheuert, aber VMs sind Neuland für mich. ;)
 
Ich hatte ja auch nur geschrieben "funktioniert oft nicht". Außer der Karte muß da auch noch der Router bzw. Accesspoint mitspielen.
 
Dann hattest du wohl oft schlechte Accesspoints/Karten, die das nicht konnten.
 
Ich verlasse mich da z.B. auf die Problem-Analysen der Virtualbox-Entwickler.
 
Bridged funktioniert, sowohl mit der Intel 5100 als auch Intel 6300 (Die Lokheizer vermutlich hat). Auch ohne Promiscous.
Ja, ich hab die 6300 (das Centrino-Ultimate-teil halt), aber Bridged tut da nix. Kannst du mir erzählen, warum das nicht tut? NAT geht hingegen auf Anhieb und problemlos...
 

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Welcher Wlan-AP ist im Einsatz und ist da ein MAC-Filter aktiv?
Es handelt sich hierbei um einen PRGAV4202N2 und es ist kein MAC-Filter aktiv. Normalerweise hänge ich über einen Repeater auf dem Router, bin aber bei meinen Versuchen mit der VM über den direkte Weg gegangen um diesen als Fehlerquelle auszuschließen.
 
Hast Du die Möglichkeit, das Ganze testweise mal an/in einem anderen WLAN zu testen?
 
Ich frage mich, wofür wir da jetzt suchen. Im NAT läufts doch. Bridge wäre für einiges ganz nett aber bei den ersten VM-Gehverversuchen und nur etwas Spielerei wüsste ich nicht, was da fehlen sollte im NAT.
 
Mal was zum Sorgen machen wegen der SSD:

Habe auf nem T430s mit 16GB RAM und nem i5 eine VM (Linux fürs bauen von AndroidROM's) mit Hilfe von VMWare Workstation seit Mitte September 2013 laufen (100GB ist die virtuelle HDD groß) - auf der Samsung 840 Pro (256GB) wurden bis heute 3,70 TB geschrieben....
Und die VM läuft praktisch jeden Tag und baut auch jeden Tag was;)

Also absolut keine Sorgen machen....

Zum Vergleich:

Auf die 840 Pro 256Gb welche in meinem x230 seit Mitte November 2012 damit als Produktivsystem läuft (auch mit VM's) wurden bis heute 3,24 TB geschrieben...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Bridged ist schon notwendig wenn man mit Netzwerken spielt ohne den Raum mit Rechnern vollzustellen. Ich persönlich wähle immer diesen Modus wenn ich nicht mal beim Erstellen von VMs vergesse und bei der Voreinstellung NAT belasse.

Wenn man VM baut um diese mit diesem zu Arbeiten ist NAT wahrscheinlich bessere Wahl.

Habe nur VMware am Notebook genutzt aber ich hatte ich nie Probleme mit NAT oder Bridged, auch mit WLAN.
 
Hast Du die Möglichkeit, das Ganze testweise mal an/in einem anderen WLAN zu testen?
Jep, und zwar per Smartphone-Hotspot. Siehe da, wenn ich den Host mit dem Acces Point vom Smartphone verbinde geht auch Bridged in der VM. Wechsle ich wieder zurück auf den Router (also mein "Heimnetz") geht in der VM nichts mehr. Anscheinend macht der Router dicht, aber warum?

Ich hab seit August 2013 auch erst 2,6 GB auf meine SSD geschrieben. Der Wert ist seit meinen Spielereien mit den Virtuellen Maschinen auch nicht rapid angestiegen, also mach ich mir weniger Sorgen. ;)
 
Der Pirelli kann das offenbar nicht.
Aber wieso? Die Brücke entsteht ja auf meinem W530, sollte der Router da nicht sowieso "nur" das W530 "sehen"? Oje, jetzt merkt man, dass ich in Netzwerktechnik noch zuwenig fit bin (das ist dann wohl das nächste, was ich mir aneignen werde).
 
Aber wieso? Die Brücke entsteht ja auf meinem W530, sollte der Router da nicht sowieso "nur" das W530 "sehen"? Oje, jetzt merkt man, dass ich in Netzwerktechnik noch zuwenig fit bin (das ist dann wohl das nächste, was ich mir aneignen werde).

Ein DHCP-Server in einem Bridged VMnet liefert Adressen auch ins physische LAN, sprich an den Access Point. Da das zum Ausfall des Netzwerks führen kann, sollten virtuelle Server kein DHCP nutzen, sondern unveränderliche feste IP-Adressen.

Kurz: Der "primitive" Access Point im Smartphone ignoriert die von Bridge ausgelieferten DHCP-Adressen, (er "broadcastet" nur), aber der "professionelle" Router versucht verzweifelt herauszufinden, wer ihm da warum IP-Adressen versucht unterzujubeln, und macht dicht!

Beispiel:


  1. Ein Access Point mit DHCP-Server hat die IP-Adresse 192.168.30.1.
  2. Unser Host bekommt vom Acces Point die IP-Adresse 192.168.30.6.
  3. Ein virtueller Switch hat keine eigene IP, sondern reicht den WLAN-Adapter 192.168.30.6 an die VMs 192.168.30.50 und 192.168.30.51 weiter.

Dies kann er aber nur tun, wenn er selbst kein DHCP-Server wie der Access Point ist. Zwei DHCP-Server, das ist wie zwei Bälle auf dem Fußballfeld, der Schiedsrichter pfeift ab. Daher ist es richtig, den DHCP-Server der Brigde (per Protokoll) abzuschalten, und den VMs eine feste IP-Adresse im selben Subnet zuzuweisen, also hier 192.168.30.50 und 192.168.30.51.

Rein theoretisch kann der Access Point natürlich auch selbst via Bridged-Switch den VMs eine IP-Adresse zuweisen, aber das dauert und ist unsicher, da sie sich jedesmal ändert. Man kann sein Netzwerk auch "verbessern", in dem man dem WLAN-Adapter des Hosts selbst eine feste IP-Adresse zuweist, die sowohl im Subnet des Acces Points als auch im Subnet der VMs liegt. Spätestens, wenn man sich mit dem Laptop dann aber mal woanders einloggt, bekommt nun wieder Schwierigkeiten, weil die IP-Adressen des WLAN-Adapters als auch die VMs nicht im richtigen Subnet liegen.

NAT (Network Adress Translation) umgeht diese Falle, weil er sich nicht wie ein Switch (OSI-Layer 2), sondern wie ein Router (OSI-Layer 3) benimmt. NAT baut sein eigenes Virtuelles-LAN-"Subnet" auf, und kann so IP-Adressen von einem Subnet-Bereich in einen anderen transferieren. Deswegen braucht es nicht wie der VM-Switch einen DHCP-Server, und legt damit auch nicht den anderen DHCP-Server vom Access Point lahm.

Nun ist dieser DHCP-Server der VM-Brigde kein Fehler! Wenn man einen VM-Switch auf seinem Computer einrichtet, muss drei Arten unterscheiden:

  1. Globaler Switch (Greift über den physischen Netzwerkadapter auf den Access Point und das Internet zu und versorgt VMs mit Internet.)
  2. Host Only (Greift über den physischen Netzwerkadapter nur auf das Netzwerk des Hosts zu, kein Access Point, kein Internet, aber Netzwerkkommunikation mit dem Host)
  3. Private (Ignoriert den physischen Adpapter, VMs können nur untereinander kommunizieren)

Hat man also ein Netzwerk, dass nur auf dem Host oder nur unter den VMs "stattfindet" (2. und 3.), ist ein DHCP-Server auf dem Switch eine feine Sache, weil er allen VMs automatisch eine IP zuweist. Man braucht für solche VMs z.B. keinen Virenscanner, weil keine "Gefahr von außen" droht. So etwas macht man z.B., wenn man einen Server und einen Client auf zwei VMs installiert, und dann sich mit dem Client auf dem Server via virtuellem Switch anmeldet, dafür braucht man kein Internet.

Am sichersten fährt man also mit der VM-Bridge, wenn man den DHCP-Server definitiv abschaltet und den VMs feste IP-Adressen im Subnet des Access Points / Router zuweist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwar viel Text, aber auch wenn du Bridge benutzt hast du nur einen DHCP-Server. Es sei denn du hast einen selber installiert.
 
Zwar viel Text, aber auch wenn du Bridge benutzt hast du nur einen DHCP-Server. Es sei denn du hast einen selber installiert.

Das ist ja das Problem:
  • VM-Programme installieren einen DHCP als Dienst im Host, der im Hintergrund mitläuft für die virtuellen Netzwerkkarten.
  • Hat man einen virtuellen Bridge-Netzwerkadapter oder Host-Only und wählt DHCP nicht explizit ab, benutzt VM-Adapter automatisch den DHCP dieses Dienstes.
  • Wenn jetzt noch ein Router mitläuft, hat man zwei DHCP-Server, was schon problematisch ist.
  • Benutzen die auch dasselbe Subnet, gibt es Chaos: Dann vergibt z.B. VM die IPs im physischen Netz.


  1. Will man den DHCP-Server der VM trotz des Routers mit dessen DHCP nutzen, muss man in den Netzwerkadapter "reingehen" und das Subnet so ändern, dass sich beide DHCP-Server nicht in das dasselbe Gehege kommen. Dann vergibt der Router die IP an den Host mit seiner physischen IP, und der VM-DHCP-Server die IPs an die VMs.
  2. Will man auf den VM-DHCP-Server im Host verzichten, wird der Router die DHCP-Adressen über die Bridge an die VM durchreichen.
  3. Verzichtet man völlig auf DHCP und vergibt die Subnet-Adressen physisch, kriegt man Probleme, wenn man sich unterwegs mal in einen anderen Router einloggen will.
  4. Verzicht man auf Internetanbindung der VM, kann man DHCP via Host-Only-Adapter benutzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bridged Networking heißt im Kontext von VMs, wir tun so als ob wir einen PC aufstellen. Für diese VM muss man dieselben Vorkehrungen treffen wie bei einem PC wenn wir Netzwerk einrichten, nur dass dabei keine Netzwerkkabel gezogen werden muss.

Das birgt natürlich dieselben Fallstricken aber auch Möglichkeiten ein Netzwerk zu konfigurieren.
 
Das ist ja das Problem:
  • VM-Programme installieren einen DHCP als Dienst im Host, der im Hintergrund mitläuft für die virtuellen Netzwerkkarten.
  • Hat man einen virtuellen Bridge-Netzwerkadapter oder Host-Only und wählt DHCP nicht explizit ab, benutzt VM-Adapter automatisch den DHCP dieses Dienstes.
  • Wenn jetzt noch ein Router mitläuft, hat man zwei DHCP-Server, was schon problematisch ist.
  • Benutzen die auch dasselbe Subnet, gibt es Chaos: Dann vergibt z.B. VM die IPs im physischen Netz.

Dieser Dienst ist nur für die VMs, nicht für lokale Netzwerk. Dieser Dienst betrifft auch nicht Bridged-Network. Man muss DHCP nicht abwählen.
 
Bridged Networking heißt im Kontext von VMs, wir tun so als ob wir einen PC aufstellen.

Nein, das ist nicht richtig: Eine Bridge ist ein Netzwerkadapter, der gleichzeitig Switch (Layer 2 - Ethernet) und Router (Layer 3 - TCP/IP) ist. Zum einen verbindet er den physischen Hardwareadapter (Layer 1) mit den virtuellen Hardwareadaptern der VM (Layer 1), dazu ist er in der Lage, IP-Adressen per DHCP zu verteilen, damit alle Adapater TCP/IP (Layer 3) realisieren können.

(Natürlich kann man einen PC auch so konfigurieren, das er eine Bridge realisiert. Wer sich direkt am PC per DSL einwählt, hat auch eine WAN-LAN-Bridge geschaffen, und wenn er anderen PC seine Internetverbindung zur Verfügung stellt, ist er ein Router.)

Dieser Dienst ist nur für die VMs, nicht für lokale Netzwerk. Dieser Dienst betrifft auch nicht Bridged-Network. Man muss DHCP nicht abwählen.

Der ist für die VM vorgesehen, aber Bridged heißt nun mal, dass die VMs gleichberechtigt in Netz agieren. Deshalb gibt es nun zwei DHCP-Server, die sich beharken, wenn sie im selben Subnet arbeiten. Man mus DHCP nicht abwählen, wenn es ein anderes Subnet ist, wie es z.B. vom Smartphone aus passiert. Der Smartphone-Access-Point verwendet ein anderes Subnet und geht außerdem davon aus, dass es außer ihm keinen weiteren DHCP-Server im Netz gibt, deshalb lässt er sich vom VM-DHCP-Dienst nicht stören.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, das ist nicht richtig: Eine Bridge ist ein Netzwerkadapter, der gleichzeitig Switch und Router ist. Zum einen verbindet er den physischen Hardwareadapter mit den virtuellen Hardwareadaptern der VM, dazu ist er in der Lage, IP-Adressen per DHCP zu verteilen, damit alle Adapater TCP/IP realisieren können.

Nein, das ist kein Router.

Der ist für die VM vorgesehen, aber Bridged heißt nun mal, dass die VMs gleichberechtigt in Netz agieren. Deshalb gibt es nun zwei DHCP-Server, die sich beharken, wenn sie im selben Subnet arbeiten. Man mus DHCP nicht abwählen, wenn es ein anderes Subnet ist, wie es z.B. vom Smartphone aus passiert.

Nein es gibt keine zwei DHCP-Server. Keine Ahnung woher du das hast, aber das ist einfach nicht der Fall.
 
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