Wero Zahlungssytem, eine Alternative zu Paypal und Co.?

Irgendein Haken ist immer dabei...

Ohne das jetzt als Alternative madig machen zu wollen, ist der beste Ansatz vielleicht der, diese Bezahldienste so selten wie möglich zu nutzen. Wenn ich sehe, dass inzwischen selbst Kleinstbeträge für ein paar Semmeln beim Bäcker ganz cool mit der Uhr oder dem Smartphone abgerechnet werden...
 
Irgendein Haken ist immer dabei...
Wenn ich sehe, dass inzwischen selbst Kleinstbeträge für ein paar Semmeln beim Bäcker ganz cool mit der Uhr oder dem Smartphone abgerechnet werden...
Genau das ist ja gewollt und wird auch so ganz offen kommuniziert. Mein Eindruck an der Bäckertheke ist, dass die Verkäuferinnen das auch sehr wohlwollend annehmen, wenn man die Tüte Brötchen mit dem Smartphone bezahlt. Ich selber hätte auch gar kein Problem damit (bezahle selber fast alles mit Smartphone). Das entscheidende Problem ist nur, dass Barzahlung als reine Alternative ganz abgeschafft werden soll bzw. in vielen Bereichen schon ist.
 
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ganz abgeschafft wird Cash wohl nicht, so lange es noch viele Menschen in DE gibt, die entweder keine Möglichkeit oder keinen Willen haben, anders zu zahlen.
Wie das in 20 oder mehr Jahren aussehen wird, weiß man nicht.
 
ganz abgeschafft wird Cash wohl nicht, so lange es noch viele Menschen in DE gibt, die entweder keine Möglichkeit oder keinen Willen haben, anders zu zahlen.

Das denke ich auch. Ich mag das auch nicht alles so schwarzmalen, wie es gerne von den ultimativen Verfechtern des reinen Bargelds getan wird. Es hat alles seine Vor- und Nachteile.

Mir geht es eher darum, dass darüber nachgedacht wird, was wo sinnvoll ist, und das Bezahlen von jedem Kleinscheiß ist es ganz sicher nicht. So btw. geht mir da dieses Nudging dazu tierisch auf den Zünder, wenn man wegen des Einsammelns der Münzen und dem damit verbundenen Aufwand z.B. Parkautomaten nur noch bargeldlos macht oder abseits des Finanziellen an Packstationen die Fächer nur per App öffnen kann statt wie bisher mit dem Abholausweis. Da muss man ja schon froh sein, wenn das Parkticket wenigstens noch mit der Bankkarte funktioniert.

Umgekehrt halte ich auch für witzlos, wenn jemand symbolisch mehrere tausend Euro in der Plastetüte spazierenträgt, um damit irgendwo bar zu bezahlen.
 
Schon gewusst. Bargeld kostet "extra". Einer muss es nachzählen, einer zur Bank bringen. Zeit das der Chef nicht hat für andere Dinge, sei es Familie oder sonst etwas anderes wichtigeres.
Und so ein Parkautomat will auch geleert werden. Das macht kein kostenloser Arbeitsklave...
Neulich kam raus, 1-2 städtische Angestellten hatten das Bargeld unterschlagen. War ein 6stelliger Betrag. Wer findet das raus ? Die Bank die sich ob der vielen kleinen Einzahlungen wundert. Nicht mal der eigene Arbeitgeber war das der sich wunderte, ob der Diskrepanz zwischen Gebührenerfassung und eingezahlter Beträge auf städtischem Konto.

Und jeder Ladenbesitzer kennt es aus eigener Erfahrung. Es wird geklaut von Angestellten oder man wird irgendwann auch mal ausgeraubt. Zack das ganze Bargeld weg.

Hier mal ein recht guter Beitrag vom ZDF ohne Werbung...

Es geht auch um eine andere bislang verschwiegene Tatsache. Geschäftsführer brauchen oder wollen Schwarzgeld in der Kasse. Kenne ich auch aus eigener Erfahrung, hatte mal in einer Bäckerei gearbeitet.
Meine "Überstunden" wurden schwarz aus der Bargeldkasse bezahlt. Der eine oder andere Chef wird das auch machen oder noch andere Dinge wie Geld auf "andere Konten" überweisen.
 
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Schon gewusst. Bargeld kostet "extra". Einer muss es nachzählen, einer zur Bank bringen. Zeit das der Chef nicht hat für andere Dinge, sei es Familie oder sonst etwas anderes wichtigeres.

In der Regel macht das soweiso nicht der Chef, sondern die Verkäufer am Dienstende. Bargeldlos kostet auch Geld, nämlich die Gebühren für den Zahlungsdienstleister und die zahlt i.d.R. der Verkäufer.


Und da nützen solche anekdotischen Dinge eher weniger, sondern deuten auf unsaubere Geschäftspraktiken hin, und sei es nur, um Überstunden zu kaschieren. So btw. dürften das auch nicht die Mehrheit sein. Zumindest sind das nicht die schlagenden Argumente Bargeld vs. bargeldlosem Zahlen.

In der Gastronomie wird ja eher gemotzt, weil durch bargeldloses Zahlen die Trinkgelder geringer ausfallen. Aber auch das ist eher anekdotisch...
 
Wenn du wüsstest wie viel getrickst wird ;-)

Gibt es da mehr als Andeutungen?

Klar wird da immer gemauschelt, hat aber mit dem Thema trotzdem eher weniger zu tun, wenn solche Geschäftspraktiken üblich sind. Das ZDF hat sich jedenfalls mit seinem Niveau auch schon auf ein eher drittklassiges Niveau hin zu reißerischen Berichten entwickelt, die mit Sicherheit nicht der Normalfall sind, sondern trotz allem eher ein geringer Anteil.

So als OT zu OT gab es da u.a. einen Beitrag von ??? zur DB AG, bei denen sich für einen Eisenbahner alleine wegen des unterirdischen Niveaus sämtliche Fußnägel gerollt haben über den Quark, der dort abgesondert wurde. Wir haben echt hausgemachte Probleme und das begründet, aber der Quatsch war derart unsachlich und nur auf Skandal getrimmt, das hatte nichts mehr mit der Realität oder Kritik zu tun. Wer das für bare Münze nimmt, kann einem eigentlich nur leid tun. Und in dieser Liga sehe ich ehrlich gesagt auch den verlinkten Beitrag.
 
Schon gewusst. Bargeld kostet "extra". Einer muss es nachzählen, einer zur Bank bringen. Zeit das der Chef nicht hat für andere Dinge, sei es Familie oder sonst etwas anderes wichtigeres.
Also quasi Bargeld als natürlicher Feind der Familie, die Ursache dafür, dass Papi verhindert ist, mit Sören-Malte auf dem Spielplatz zu spielen oder nen Lego Technic Set zusammen zu basteln, weil er Bargeld zählen muss. :D
 
Das denke ich auch. Ich mag das auch nicht alles so schwarzmalen, wie es gerne von den ultimativen Verfechtern des reinen Bargelds getan wird. Es hat alles seine Vor- und Nachteile.

Mir geht es eher darum, dass darüber nachgedacht wird, was wo sinnvoll ist, und das Bezahlen von jedem Kleinscheiß ist es ganz sicher nicht. So btw. geht mir da dieses Nudging dazu tierisch auf den Zünder, wenn man wegen des Einsammelns der Münzen und dem damit verbundenen Aufwand z.B. Parkautomaten nur noch bargeldlos macht oder abseits des Finanziellen an Packstationen die Fächer nur per App öffnen kann statt wie bisher mit dem Abholausweis. Da muss man ja schon froh sein, wenn das Parkticket wenigstens noch mit der Bankkarte funktioniert.

Umgekehrt halte ich auch für witzlos, wenn jemand symbolisch mehrere tausend Euro in der Plastetüte spazierenträgt, um damit irgendwo bar zu bezahlen.
In Schweden können Obdachlose seit Jahren Spenden bargeldlos empfangen. Münzen oder Bargeld generell habe ich so gut wie nie dabei. Wenn Münzen anfallen, sammle ich die und gebe die 1-2x im Jahr bei der Bahnhofsmission ab.
Und der berühmte Bäcker...bei uns gibt es eine lokale Kette, die lieber bargeldlos zahlen lässt, auch wenns nur ein Brötchen ist.
nebenbei: die MA dort tragen nun endlich auch keine Plastikhandschuhe mehr, das ist aus hygienischer Sicht auch besser.

Bargeld durch die Gegend tragen tun viele, auch in größeren Summen....ich kenne da einige Leute.
Schon gewusst. Bargeld kostet "extra". Einer muss es nachzählen, einer zur Bank bringen. Zeit das der Chef nicht hat für andere Dinge, sei es Familie oder sonst etwas anderes wichtigeres.
naja, der Grund ist eher ein anderer, den du selber nennst:
...
Und jeder Ladenbesitzer kennt es aus eigener Erfahrung. Es wird geklaut von Angestellten oder man wird irgendwann auch mal ausgeraubt. Zack das ganze Bargeld weg.
oder auf dem Weg zur Bank, so schön abends um 21h00 im Dunkeln...
In der Regel macht das soweiso nicht der Chef, sondern die Verkäufer am Dienstende. Bargeldlos kostet auch Geld, nämlich die Gebühren für den Zahlungsdienstleister und die zahlt i.d.R. der Verkäufer.
:LOL: das wird sicher umgelegt auf den Kunden
....
In der Gastronomie wird ja eher gemotzt, weil durch bargeldloses Zahlen die Trinkgelder geringer ausfallen. Aber auch das ist eher anekdotisch...
ja, diese Diskussion wird immer wieder geführt, und auch hier gabs schon mal was dazu. Mich persönlich nervt es, wenn der Automat schon bestimmte %-Stufen vorgibt. Da bin ich eher geneigt, weniger zu geben.
 
das wird sicher umgelegt auf den Kunden

So oder so...

Mich persönlich nervt es, wenn der Automat schon bestimmte %-Stufen vorgibt. Da bin ich eher geneigt, weniger zu geben.

Ist ja auch (noch?) nicht die Regel.

Es finden sich wie gesagt immer Fälle für und gegen. Ob da nun Wohnungslose in Schweden das ultimative Paradebeispiel für ein Zahlungssystem a lá Wero sind, wage ich dabei zu bezweifeln. Die tätigen imho eher nicht die großen Geschäfte, wegen derer sich das lohnen würde.

Bei so Bäckern könnte man ja auch wieder sagen, wenn gerade die Ketten ihre Angestellten vernünftig bezahlten inklusive offiziellem Abrechnen und Auszahlen bzw. Abgelten der Überstunden, bräuchten sie nicht zu klauen. Wer die Ironie in diesem Satz findet, darf sie behalten, aber das soll nicht als Aufhänger für eine dann wirklich abdriftende Nebendiskussion werden. Es hat wie gesagt, alles seine Vor- und Nachteile.

Wero ist jetzt ein weiterer Anbieter mit offiziell nur europäischem Hintergrund. Ob sich das letzten Endes durchsetzt, werden wir sehen. Die Daten dazu fliegen jedoch genauso herum und wandern s.o. auf jeden Fall mal über Google.
 
aber bargeldlos zahlen mit Wero geht bisher nur im Netz, eben noch nicht an Terminals. Mal sehen, wann das kommt.
 
OK. Damit weiß Google, dass Du da warst (sofern Du kein uBlock Origin laufen hast). Aber sie erfahren nicht deine Zahlungsdaten.
 
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