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Münsteraner CDU will Wero als Zahlungsmittel bei der Stadt einführen
Die CDU will Wero als zusätzliche Zahlungsoption für kostenpflichtige Online-Dienste der Stadt Münster einführen lassen.
ms-aktuell.de
Münster. Die CDU-Fraktion in Münster fordert eine zusätzliche Bezahlmöglichkeit für kostenpflichtige Online-Dienste der Stadtverwaltung. Bürgerinnen und Bürger sollen Urkunden, Meldeunterlagen und vergleichbare Verwaltungsleistungen künftig auch über Wero bezahlen können.
Bislang handelt es sich um einen politischen Antrag. Ob und wann die Stadt Münster das europäische Zahlungssystem tatsächlich in ihre digitalen Angebote integriert, ist noch offen.
Wero soll Kreditkarte und PayPal ergänzen
Nach Angaben der CDU beschränken sich die derzeit angebotenen digitalen Zahlungswege bei vielen städtischen Online-Services hauptsächlich auf Kreditkarten und PayPal. Wero soll diese Möglichkeiten nicht ersetzen, sondern als weitere Option ergänzen.
Die Fraktion begründet ihren Antrag mit einer größeren Auswahl für die Nutzerinnen und Nutzer. Zudem bezeichnet sie Wero als europäische und bankgestützte Alternative zu den bereits etablierten Zahlungsdiensten. Nach Ansicht des CDU-Fraktionsvorsitzenden Stefan Weber könnte die Stadt damit ihre digitale Unabhängigkeit stärken und den Zugang zu kostenpflichtigen Verwaltungsleistungen erleichtern.
Wero wird von der European Payments Initiative betrieben, einem Zusammenschluss europäischer Banken und Zahlungsdienstleister. Zahlungen werden direkt über ein verbundenes Bankkonto abgewickelt. Bei Online-Zahlungen erfolgt die Bestätigung je nach Endgerät über die Banking-App oder die Wero-App. Das Angebot ist in Deutschland verfügbar, allerdings hängt die Nutzung davon ab, ob die jeweilige Bank den Dienst unterstützt.
Stadt soll über verarbeitete Daten informieren
Neben der zusätzlichen Zahlungsoption fordert die CDU mehr Transparenz auf den Serviceseiten der Stadt. Dort soll künftig verständlich dargestellt werden, welche Zahlungsmethoden bei einer Leistung zur Verfügung stehen und welche Daten während des Bezahlvorgangs verarbeitet werden.
Damit verbindet die Fraktion ihren Antrag mit einer grundsätzlichen Debatte über Datenschutz und digitale Souveränität. Die Bezeichnung von Wero als besonders datensparsame Lösung ist zunächst die politische Einordnung der CDU. Nach Angaben des Anbieters werden bei Zahlungen nur die für die Abwicklung erforderlichen Informationen an Händler oder Dienstleister übertragen. Wero verweist außerdem auf europäische Banken- und Datenschutzstandards.
Bevor Wero bei der Stadtverwaltung eingesetzt werden könnte, müssten unter anderem die technische Integration, mögliche Kosten sowie datenschutzrechtliche Anforderungen geprüft werden. Wie die zuständigen politischen Gremien über den CDU-Antrag entscheiden, ist bislang nicht bekannt.






