Wer DDR4-RAM braucht, sollte sich sputen

Mornsgrans

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Heise schrieb heute, dass die Preise für DDR4-RAM steigen, weil die Produktion reduziert wird:

Wer also am überlegen ist, ob er noch RAM braucht, sollte sich besser zeitnah entscheiden.
 
War das Ganze halt auch noch absolute Nische, heute ist es ein Massenmarkt und ein PC fast schon Pflicht.

Du kannst aber heutzutage massenmarkttauglich einen 10 Jahre alten PC noch gut bis sehr gut für alltägliche Zwecke verwenden.

Mit einem Pentium II zu Core 2 Duo // Anfang Core-i Zeiten warst du schon sehr weit abgehängt.
 
Nicht wirklich, für die heutige Kaufkraft sind PCs doch deutlich günstiger, als früher.
Hast du z.B. 2007 für 2000€ ein T61 gekauft, würdest du heute halt 3000€ zahlen, mehr Geld, aber nicht "teurer".

Das ist genau so eine Augenwischerei wie mit den Spritpreisen.
Ja sie wirken teuer, aber im Vergleich von vor 20 Jahren kommst du mit dem jetzigen Stundenlohn nicht weniger weit, als damals, im Gegenteil..
Glaub 2012 war das, als die Suppe teurer war als jetzt.
 
Sieh dir den Gebrauchtmarkt an, selbst für uralte AM4 Systeme mit entsprechend alten Grafikkarten zahlst du heute unverschämte Preise. Es gab mal einen Markt für gebrauchte Teile die man fast hinterher geworfen bekam, so konnte man sich auch mit Mindestlohn noch einen halbwegs guten PC für seinen Nachwuchs basteln. Das fällt heute fast komplett weg bis auf wenige Ausnahmen.

Von Neuware mal ganz abgesehen.
 
Wenn ich mir ansehe, was wir vor 35 Jahren für das RAM-Aufrüsten ausgegeben haben, sehe ich bei den aktuellen Preisen eigentlich kein Problem. Hardware war zwischenzeitlich teils unverschämt günstig. Für die meisten Forenuser reichen 16 GB auch 2026 noch locker aus und die kann sich (fast) jeder leisten.
Vor 35 Jahren waren 16GB DDR4 RAM noch viel teurer. Wir sollten uns eigentlich freuen.
 
... so konnte man sich auch mit Mindestlohn noch einen halbwegs guten PC für seinen Nachwuchs basteln. Das fällt heute fast komplett weg bis auf wenige Ausnahmen.

Von Neuware mal ganz abgesehen.
Die Schnellsuche bei einem beliebten Refurbisher führt mich zu einem
HP ProDesk 600 G6
Grading: Gut
Prozessor: Intel Core i5 9500 @ 3,0 GHz
Datenspeicher: 250 GB SSD
Arbeitsspeicher: 16 GB DDR4
Formfaktor: Desktop
für 219,-
24" 1920*1200 Bildschirm, Maus und Tastatur kosten zusammen vielleicht 100,-
Summe: 319,- EUR

Mein Vater hat 1991 für einen mittelmässigen 386er mit 14" Farbbildschirm, Maus und Tastatur 3800,- DM (neu) bezahlt.
Damals war ein PC zwei Jahre später fast unbrauchbar.

Aber die Diskussion sollte man wohl in einem eigenen Thread führen.

Vor 35 Jahren waren 16GB DDR4 RAM noch viel teurer. Wir sollten uns eigentlich freuen.
Ich erinnere mich an einen ct-Artikel darüber, dass für die Berechnung eines Wettermodells 2GB RAM zur Verfügung standen. Das war für mich so, als hätte Porsche einen Sportwagen mit 20000 PS im Angebot. Einfach unvorstellbar.
 
Ich meinte eigentlich einen halbwegs ordentlichen PC zum Spielen, in den Fertigkisten passt ja meist nur eine 75W Grafikkarte ohne extra Stromanschlüsse rein und das ist halt schon echt am unteren Ende.
"halbwegs ordentliche Spiele-PCs" waren schon immer teuer.
Wenn ich bei GOG.com DLCs und Extras ausblende bin ich bei über 8000 Spielen. Wenn Geld nicht im Überfluss vorhanden ist, dann kann man circa 4000 davon mit schwacher Hardware spielen und trotzdem eine glückliche Kindheit haben.
 
vielleicht kommen wir ja mal wieder zurück in die Ära in der eine Anwendung, die 100 MB Speicher und 50 MB Ram benötigt nicht 400 MB Speicher und 350 MB RAM vergeudet, sowohl auf Mobilgeräten, als auch PCs.
Von mir aus gerne. Das Betriebssystem kann man auch heute schlank halten, auch wenn ein aktuelles Debian 64 Bit mit Grafischer Oberfläche bei 300 MB genutztem RAM liegt. Schlanke Mailprogramme findet man auch noch. Aber bei den Webbrowsern geht es nur in eine Richtung: Monopol und Ressourcenverbrauch. Ein neuer Browser wie Ladybird ist eine Totgeburt, hängt an einem einzigen Entwickler. Keiner der ohnehin nicht gepflegten so genannten schlanken Browser beherrscht die aktuellen Webtechnologien und sind damit unbrauchbar.

Ohne www reichen auch heute noch 512 MB RAM aus, aber mal ehrlich: Ein Rechner ohne Internet ist heute wie früher ein PC ohne Drucker...
 
Der Trend soll ja wieder weg von Progressive Web Apps für jeden Scheiß gehen, das wäre ja schon ein Anfang.
Wäre ja wie mit sparsamen Autos, theoretisch auch möglich, aber da Gertrude aus Gründen des Sicherheitsgefühls den dicken Kastenwagen fahren muss, statt einen Corsa/Polo wie früher, zahlt man entsprechend dafür.

Schön wäre es, merkt ihr denn schon etwas von MIcrosofts Ressourcenoptimierungen? Das soll sich ja denke ich auch in den RAM Verbrauch bemerkbar machen.
Ich sitze jedenfalls gerade hier am L15 hab einen Edge auf mit ThinkPad Forum und WhatsApp Web - beides sehr fordernde Seiten, wie wir wissen - und verbrauche alleine damit mehr RAM, als mein Gaming PC mit WIndows XP damals.
 
Ich kann mich so langsam des Gefühls nicht mehr erwehren, dass solche Nachrichten alle Nase lang lanciert, um einen Mangel darzustellen und dadurch einen Bedarf zu forcieren, der eigentlich nicht gegeben ist.
Vgl.: die Klopapierkrise 2020 oder Diamanten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann mich so langsam des Gefühls nicht mehr erwehren, dass solche Nachrichten alle Nase lang lanciert, um einen Mangel darzustellen und dadurch einen Bedarf zu forcieren, der eigentlich nicht gegeben ist.
Du kannst gerne an Deine Meinung glauben ;)

Micron hat bereits angekündigt dass die Speicherknappheit wachsen wird:
 
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
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