Wer DDR4-RAM braucht, sollte sich sputen

Mornsgrans

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Heise schrieb heute, dass die Preise für DDR4-RAM steigen, weil die Produktion reduziert wird:

Wer also am überlegen ist, ob er noch RAM braucht, sollte sich besser zeitnah entscheiden.
 
Stimmt, wobei 256GB auch heutzutage reichen, sofern man keine modernen Spiele spielt oder Datensammlungen hat. Jedenfalls bei 80% der Anwender.
Ich denke, was bei dem Thema 256GB vs 512G für die Systemplatte oft übersehen wird, ist nicht die reine Kapazität, sondern die Performance. Es gilt weithin als etablierte Tatsache, das SSDs mit mehr Kapzität einfach bessere Leistung abrufen können. Selbst bei 1 vs 2 TB SSDs wird das in Benchmarks immer zutage gefördert. Hierbei besitzt die Aussage "Viel hielft viel" ausnahmsweise mal Gültigkeit.

Ich weiss Benchmarks sind synthetisch und im Alltag oftmals nicht repräsentativ genug, aber bei neueren Geräten möchte man die Extra Schwuppdizität nicht liegen lassen, warum auch. Ich für meinen Teil geb mich bei alten Geräte (pre 2015) auch mit 256GB zufrieden. Gar keine Frage. Lieber ne solide 256GB als ne me mittelmäßige 512er.

Mit dem total RAM, das dem System zur Verfügung steht verhält es sich ähnlich. Nicht nur unter Windows kann mehr verfügbarer RAM zu deutlich flüssigerer Arbeit im Alltag führen. Es ist ein bisschen wie mit Premium Benzin, klar ist das nicht notwendig. Aber mehr Oktan ist mehr Oktan. Und der Motor wird sich über ein hochwertig raffinierteres Benzin nicht beschweren, das ist ja mal klar.
 
die großen Datenmengen liegen doch sowieso auf dem NAS
Wenn meine Frau alleine lebte, wüsste sie nicht, was ein NAS ist, geschweige denn, wie man einen einrichtet. Man darf nicht davon ausgehen, dass jeder, der ein Notebook zu Hause hat, eine Backup-Infrastruktur im Nebenzimmer stehen hat.
 
Premium Benzin (...) Aber mehr Oktan ist mehr Oktan
OT, kann aber nicht unwidersprochen bleiben:

Die Oktanzahl hat nichts mit dem Energiegehalt des Sprits zu tun! Sie ist lediglich ein Maß dafür, wie hoch der Konstrukteur die Verdichtung des Motors festlegen kann, ohne dass es bei Verwendung des vorgeschriebenen Sprits zu Selbstzündungen kommt. Wer meint, höheroktanigen Sprit tanken zu müssen, um damit seinem Motor was Gutes zu tun, der irrt. Man kann es grob mit der Belastbarkeit von Lautsprecherboxen vergleichen: An einen Verstärker, der 2x 100 W liefert, sollte man auch Boxen hängen, die mit (mindestens) je 100 W belastbar sind, sonst können die Boxen Schaden nehmen. Wer meint, mit dem Anschluss von mit je 200 W belastbaren Boxen seiner Hifi-Anlage höhere Lautstärke zu entlocken, liegt falsch, macht zwar nix verkehrt, gibt aber unnötig Geld aus. Oder, wenn man auf das Auto Reifen montiert, die statt der vorgeschriebenen Zulassung bis 240 km/h eine für 270 km/ haben: Damit wird das Auto keinen Deut schneller.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie die Flughöhe einer Diskussion naturgemäss mit der Anzahl der Post immer weiter fällt, sich z.B. Verallgemeinerungen breit machen, die wiederum Widerspruchposts provozieren:
  • 640kB reicht für jeden und für alle Zeiten - hatten wir schon mal vor langer Zeit, hat nicht gestimmt
  • Eine 256GB SSD die im Benchmark 1% Mehrleistung zeigt, hilft jemandem der mehr als 256GB braucht kein bißchen
  • Der stark hinkende Oktanvergleich droht ausdiskutiert zu werden und eine OT Thread im Thread zu eröffnen
Nur meine 2 ct ...
 
Ok blödes Beispiel, zugegeben.

Was ich versucht habe zu verdeutlichen, war lediglich der Fakt dass der Trend zu RAM-hungrigen Applikationen, mehr browserbasiertem Arbeiten, mehr progressiven Webapps etc geht. Und das Schlagwort Office impliziert auch nicht mehr das Gleiche wie vor 10 Jahren. Office Applikationen reichen inzwischen von bis. Wenn man sich CRM, diverse Task Management, Projektmanagement und Kollaborations Tools anschaut, die 8h aktiv auf dem Desktop laufen, dazu zwei verschiedene Browser, Konferenzsoftware und und und, dann schafft man das vielleicht auch mit 16GB Ram, aber komfortabel ist das nicht, wenn die ganze Zeit hin und her geswapped wird im Hintergrund.
Ich tue mich schwer damit im Jahre 2026 eine neue Maschine mit nur 16GB verlöteten RAM anzuschaffen, wenn ich nicht absehen kann, welche Compute Power ich wirklich abrufen werden muss. Und keiner kauft wirklich gerne alle 18-24 Monate ein neues Gerät.

Eine 256GB SSD die im Benchmark 1% Mehrleistung zeigt, hilft jemandem der mehr als 256GB braucht kein bißchen
Benchmarks in allen Ehren, aber das ist nur ein Aspekt von vielen. Die Performance der SSD nimmt auch graduell ab, umso voller sie ist. Und 256 GB werden bekanntlich ja auch schneller voll. In meinem x220 reichen mir 256GB allemal als Systemplatte. Jeder kennt seine eigenen Pappenheimer. Aber im starken Kontrast zu einer Maschine anno 2011, denke ich dass wenn jmd einen zeitgemäßen Ferrari kauft, dann muss er ihn auch gelegentlich auf die Piste schicken.
 
Der Trend zu weniger RAM, den MS jetzt angekündigt hat, ist eh nur Augenwischerei. Das bedeutet lediglich, dass es mehr zur Minimal-Empfehlung geht, ohne an der Performance etwas deutlich zu verbessern. - Ob MS in dieser Ecke wirklich etwas schrauben wird, muss die Zukunft zeigen.
Abgesehen davon nutzt es kaum etwas, wenn MS an Windows etwas optimiert, die Softwareanbieter, wie z.B. Adobe, aber auch Mozilla jedoch immer mehr RAM für ihre Programme beanspruchen.
 
Ich glaube für ne privaten Surf-Laptop täten es 8GB, mit Linux und etwas Beherrschung vielleicht sogar 4-6GB.
Das Gamingtier mit seinen 32GB plus(!) 16GB VRAM nutze ich dennoch gerne, wenn es mal saftig sein soll.

Im Keller hingegen werkeln in Summe 48GB RAM in 3 Maschinen, für NAS und Virtualisierung. Der Trend bei mir geht also in Richtung Outsourcing von 'compute' vom Schreibtisch bzw Schoß in den Keller.
Irgendwo wird der RAM aber doch gebraucht, Web-Apps benötigen den dann eben im Rechenzentrum.

Ich gehe privat wie auch mit meiner Firma eher den Weg weg aus der cloud, rein in den Keller. Warum sollten die Daten außer Haus liegen?

Ich denke es wird allgemein eine Besinnung auf das wirklich Notwendige stattfinden und Rechner werden zielgerichteter gekauft.

Oder in 2 Jahren wird alles wieder spottbillig und man kauft mehr als man braucht.
 
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