Meine Firma ist im Bereich Schulungen tätig. Bis vor nicht all zu langer Zeit auch in Zusammenarbeit mit den "Arbeitsämtern". So komme ich in den Genuss mit den entsprechenden Leuten "zusammen zu arbeiten" - und deren Schicksale kennen zu lernen. Leider ist meine besagte populistische Aussage nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel.
- Natürlich sind immer die Anderen schuld. Die Ämter, die bösen Arbeitgeber und ja selbst die bösen Banken.
- Keinen Job aber überschuldet bis über beide Ohren. Schuld an den Schulden sind alle - nur man selber nicht.
- Und trotzdem steht zu Hause der Flat TV, das Notebook und haben die Kinder die neuste PlayStation. Geraucht werden 4 Schachteln am Tag und das Geld reicht immerhin für die 4 Hunde oder Katzen die man hält.
- Der Job, den man angeboten bekommen hat, taugt nichts, denn man bekommt dort nur 50 Euro im Monat mehr, als man durch die Hilfe vom Staat bekommt.
- Die 15 jährige Tochter ist schwanger vom 16 jährigen Freund. Die Standard Ausrede ist immer "der Kondom ist geplatzt" - aber das bekommen wir schon hin, denn schließlich zahlt der Staat alles.
- Bestellt wird immer irgendwo was Neues, denn Hallo, die Kinder müssen ja dem Druck der Masse nachgeben - die Kinder brauchen die neusten Sachen und man selbst auch. Alte Inkasso Briefe landen eh ungeöffnet im Papierkorb.
Populistisch? Mag sein. Aber eher die Regel, statt der Ausnahme. Von 100 arbeitsloser habe ich 95 gehabt, welche sich gar keine große Mühe gegeben haben einen neuen Job zu finden. Unrasiert, ungepflegt, teilweise angetrunken zu einem Vorstellungsgespräch erschienen - mit einem Bewerbungsschreiben auf einem kariertem Blatt gekritzelt. Um dann - wenn es eine Absage gibt - wieder über den Staat und das System zu schimpfen. Und um dann wieder zu hause es sich auf der Couch gemütlich zu machen und sich mit der doch nicht so schlechten Situation zufrieden zu geben.
Oft wird die Arbeitslosigkeit an sich nun schon zu einem "Job" akzeptiert und auch ausgeführt!
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Was mich dabei am meisten stört. Es gibt tatsächlich Menschen, die keine Arbeit finden. Die wirklich unverschuldet in die Finanz Falle geraten sind. Menschen die wegen Krankheit Job und Geld verlieren. Eltern die ihren Kindern nichts kaufen können. Menschen, die so gerne jeden Job annehmen würden. Die gerne jede Umschulung mit Begeisterung und Energie machen würden um dann eine neue Chance zu bekommen.
Aber genau diese wirklich notdürftigen Menschen bekommen aus fehlenden Finanzmittel keine dringend benötigten Umschulungen, keine Reha bezahlt. Sie sind es, die dann unter der Masse der Schmarotzer leiden müssen. Das regt mich auf. Für die, die wirklich 40 Jahre geknechtet haben und dann auf einmal der Job weg ist - für die ist dann kein Geld mehr da.
Wir haben übrigens die Zusammenarbeit mit den "Job Center" aufgegeben. Grund - diese Missstände waren für mich einfach nicht mit an zu sehen.
So. Damit bin ich aber auch raus hier

.. das endet hier eh mit einer Schließung des Threads oder zu weiteren hin & her Gezanke
