Warum mancher immer noch ältere Thinkpads bevorzugt

rumbero

Well-known member
Themenstarter
Registriert
9 Dez. 2007
Beiträge
1.301
Es gibt viele Thinkpad-Nutzer, die nach wie vor im täglichen Alltag auf ältere Geräte setzen, anstatt sich neuere Modelle zu kaufen. Dass das nicht unbedingt nur der Tatsache geschuldet ist, dass neue Modelle so sehr viel mehr kosten, sondern durchaus einfach nicht das bieten, was man gerne (weiterhin noch) hätte, aber immer noch nachrüsten kann, ist der Gegenstand meiner folgenden Überlegungen.

Sicherlich bin ich nicht der Einzige, der den technischen Nutzwert eines Thinkpads nicht nach den GHz der CPU/GPU oder des Vorhandenseins der aktuellsten technischen Komponenten bewertet, sondern anhand der tatsächlich vorhandenen Nutzungsabsicht die Bewertung der Leistungsfähigkeit des Gerätes eher von hinten aufzieht, und zwar ungefähr in dieser absteigenden Reihenfolge:

- Feinheit der Display-Auflösung (SXGA+/UXGA)
- Anzahl der vertikal vorhandenen Pixel
- Display-Format (4:3 statt 16:10 bzw. 16:9)
- verbliebene Display-Helligkeit
- GPU-Ausstattung (kühle GPU=weniger Lüfterlärm/mehr Akkulaufzeit)
- Lüfterlaufruhe
- Tastaturqualität (Anschlagsgefühl/-lautstärke)
- CPU-Features (Virtualisierung/64bit)
- Cardbus-Slot (immer noch ungemein nützlich)
- Akku-Restkapazität
- Aufrüstbarkeit

Erst wenn die vorgenannten Kriterien den eigenen Wünschen entsprechen, kämen erst andere Aspekte an die Reihe, weil man diese durchaus nachträglich aufrüsten kann, wenn die oben genannte Basis stimmt:

- Festplattenkapazität
- RAM-Ausstattung
- CPU-Geschwindigkeit (GHz)
- optisches Laufwerk (ja/nein, DVD-RW)

Aus einem "alten Schinken" wie einem T60 lässt sich bei entsprechend sinnvoller Basisausstattung durch Aufrüstung mit aktuelleren leistungsfähigeren Komponenten ein Gerät zusammenstellen, wie es Lenovo damals nie zu produzieren fähig gewesen wäre, weil die dafür notwendigen Komponenten (z.B. grossvolumige SATA-HDD's, SSD's, leiserer Lüfter aus dem T500) während des ehemaligen Produktionszeitraums schlicht garnicht oder einfach noch nicht zu einem bezahlbaren Preis verfügbar waren.

Stichwort Frankenpad: Im Falle eines T60 mit einem 15,1" Flexview-Display hat man sogar noch die Möglichkeit, an der Basisausstattung Verbesserungen vornehmen zu können, indem man Mainboard und CPU durch diejenigen der T61-Generation austauscht, und somit nicht nur eine flottere CPU und eine leistungsfähigere Intel-GPU, sondern vor allem auch bis zu 8GB RAM nutzen kann, ohne dafür die Wohltat eines relativ blickwinkelunabhängigen Flexview-Displays mit deutlich besserer Farbdarstellung aufgeben zu müssen.

Heutzutage kann man also aus einem "alten Schinken" unter Beibehaltung bewährter, aber heutzutage nicht mehr verbauter Komponenten (Cardbus-Slot!) einen Thinkpad-Schatz zusammenstellen, wie er vom Hersteller niemals verfügbar war, und ganz besonders bezüglich hochwertiger Displays auch heutzutage einfach nicht ist. Was nutzt mir eine LED-Hintergrundbeleuchtung, wenn es nicht mit der Darstellungsqualität eines Flexview-Displays kombiniert wurde? Warum sollte ich auf vertikale Pixel verzichten, die der Hersteller wenigstens mittels des 16:10 Display-Formats hätte beibehalten können? Was habe ich von zunehmend mehr roher Rechenkraft, wenn diese aufgrund eines nicht sonderlich fordernden Nutzungskontexts ohne grösseren Mobileinsatz bestenfalls nur schnelleres Warten bedeutet, also keinen wirklichen Mehrnutzen mehr bedeutet?

Ich persönlich habe mich bis auf Weiteres dafür entschieden, mein Geld lieber in die Optimierung und somit Komponentenverjüngung meiner dadurch darnicht mehr so alten Thinkpads zu stecken, anstatt es in neuere Modelle zu investieren. Mancher mag denken, dass das nicht wirtschaftlich wäre, aber ich bin der Meinung, dass ich dadurch mehr bekomme, als mir selbst Lenovo heutzutage zu einem höheren Preis zu liefern fähig wäre. Unterm Strich betrachtet würde ich behaupten, dass sich das Preis-/Leistungsverhältnis gegenüber neuerer Thinkpads auf diese Art und Weise sogar eher verbessert. Abgesehen davon bekommt man für den Preis eines neuen Thinkpads mittlerweile mehrere dieser "alten Schinken", so dass man sich auch bei nicht mehr vorhandener Herstellergarantie durchaus gegen den Ausfall des eigenen Arbeitsgerätes durch den vorhandenen Ersatz absichern kann.
 
Das hatte ich auch schon gefunden. Schade das man sich die 4k Version anscheinend nicht ansehen kann, ich wollte mal sehen ob das die Intel HD 3000 schafft. :(
 
Könnte ein guter Mensch mir einen Link zu Browser HD_Material geben? Ich würde gerne testen ob die X1400 in meinem R60 dort ihre Grenze aufgezeigt bekommt. |Danke|
Den Big...Bunny in 1080, den Elder Scrolls V Trailer (youtube), etc. normales 1080p Material spielt mein X61T auch problemlos ab. Grenzen hat es dann bei 1080p mit 60 fps in bizarren codecs (siehe HD auf them thinkpad Thema, Trailer von dem Rennspiel).
 
Shakira sieht gut aus - aber das schafft die X1400 - mehr Bitrate bitte!

http://www.wipeouthd.com/de_DE/index.html -> Videos -> Trailer 0.2 -> Download 1080p

60fps Progressive! Ca. 20MBit/s. Ohne HD-Beschleunigung läuft es ab über 3GHz DualCore, mit ATi-HD-Beschleunigung (Serien HD3000, HD4000, HD5000) gar nicht. Hervorragend läuft es mit Broadcom 970015-Decoder.

Mehr dazu hier: http://thinkpad-forum.de/threads/123179-HD-Video-im-X61

Und noch zum Thema: Für mich ausschlaggebend (neben dem mittlerweile erschwinglichen Preis) für mein X61 Tablet war gegenüber neueren Modellen das SXGA+-Display mit 1050 Bildpunkten in der Höhe.

Grüße,
Thomas
 
Keine Ahnung, 60fps Progressive sind wohl einfach nicht vorgesehen. Bei der HD6000-er Serie soll die Formatunterstützung verbessert worden sein, ob 1080p/60 dazu gehört weiß ich nicht, und es würde dann auch nur die Modelle ab 6800 betreffen, denn die anderen sind nur relabelte 5000er.

Grüße,
Thomas
 
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben