Ich denke das passiert auch bei Privathaushalten die eine Wärmepumpe und oder eine Wallbox für das E-Auto besitzen. Das ist schon ein gravierender Eingriff in die Privatsphäre.
Naja, 4,2kW sind - wohlgemerkt nur bezogen auf den Großverbraucher - eine ganze Menge. Bei mir wird hier mit 2,3kW das ganze Haus beheizt. Den ganzen Winter. Inkl. Warmwasser. Und das ist ein Altbau, kein energetisch hochoptimierter Neubau. Und es geht ja nur darum, das Netz zu stabilisieren. Wäre dir lieber, du kannst ein E-Auto dauerhaft mit 22kW laden, aber dafür bricht das Netz zusammen? Immerhin kann die Drossel ja auch nur 2x pro Tag für maximal 2 Stunden greifen. 20 der 24 Stunden täglich gibt's also mit Sicherheit keine Drossel und von mir aus 28°C im Wohnzimmer aus der Wärmepumpe und volle Power am E-Auto.
Du irrst, in meiner Heimatstadt haben die Energieversorger ein ganzes Wohngebäude mit zig Wohneinheiten komplett von der Versorgung getrennt. Selbst die pünktlichen Zahler waren betroffen, weil die entsprechende Hausverwaltung die Zahlungen der Bewohner an die Energieversorger nicht weitergeleitet hatten, wenn alles an einem Strang hängt, trifft es jeden. Das Dilemma war, der Hausverwalter existiert nicht vor Ort sondern in einer hunderte von Kilometern entfernten Stadt, die derzeit sich in einer Insolvenzphase befand.
Kommt mir bekannt vor und hatte ich an meiner alten Anschrift auch. Da war das Problem, dass es nur einen Wasserzähler für's ganze Haus gab. Das Geld dafür wurde über die Nebenkosten an den Vermieter gezahlt. Dieser hat das Geld aber nicht an die Stadtwerke weitergeleitet. Daher kam auch die Androhung, Wasser und Allgemeinstrom (Treppenhaus) abzuschalten, obwohl wir alle pünktlich gezahlt hatten.
Das kann ich mir nur schwer vorstellen, weil § 33 AVBWasserV dazu eigentlich sehr deutliche Kriterien benennt und die Versorger da entsprechend der Rechtsprechung restriktiv entscheiden. Der bloße Nachweis der Überweisung an die Hausverwaltung würde - siehe Verordnung - den Versorger in die Pflicht nehmen, unverzüglich wie zu liefern.
Also die Stadtwerke haben das hier anders gesehen. Sie meinten, wir könnten uns als Mieter zusammentun und etwas gründen, weiß nicht mehr die genaue Rechtsform, dann die schon angehäuften Schulden begleichen und dann selbst über diesen Zusammenschluss zahlen.
Am Ende haben sie immer mal wieder angedroht abzuschalten, dann hat der Vermieter mal wieder kurz beglichen, dann blieb es aktiv. Nur einmal war kurz Allgemeinstrom abgestellt für ein paar Tage. Keine Ahnung, ob sie am Ende wirklich auch Wasser abgestellt hätten. 14x haben sie es immerhin per Aushang im Haus inkl. Mahnung der Kosten angedroht. Jede dieser Mahnungen/Androhungen kostet immerhin 50€ (dafür kommt tatsächlich jemand persönlich vorbei). 700€, die der Vermieter zum Fenster rausgeworfen hat...
Habe ich doch
oben verlinkt.
Mich wundert ein wenig, dass die Funktion in der Zählerhardware integriert wird. Ich habe heute mal jemand vom Fach gefragt. Übliche Hausanschlüsse sind mit 3 x 63A abgesichert. Das müssen schon ordentliche Schalter sein. Billiger und kleiner wird die HW dadurch nicht.
Dreiphasige 63A Schütze sind tatsächlich schon verdammt unhandlich. Das wundert mich auch sehr, dass so etwas im Zähler integriert sein soll und das noch standardmäßig. Bis auf dieses eine Dokument, was bei Wikipedia als Quelle genutzt wird und auf eine Anleitung verweist, haben wir auch keine richtige Quelle. Mich würde wirklich sehr wundern, wenn das in der Fläche verbreitet ist. Ich denke eher, dass der Großteil ([fast] alle) der Smartmeter keine solche Möglichkeit haben, sondern nur das Kommunikationsmodul für die Drosselung von Wallbox/ggf. Wärmepumpe.