[ Unglaublich aber wahr? ] Ich kann einen Trojaner nicht Löschen.

qerni

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Hallo,
ich habe mir diesen Trojaner: Alueron.A eingefangen und bekomme den Krüppel mit Microsoft Security Essentials nicht gelöscht. Wie bekomme ich den Krüppel gelöscht?
Gruß
qerni

 
zirkul' schrieb:
das würde mich auch interessieren. Brennst du jede Woche eine neue CD (wegen Updates)?

Wie scannt man überhaupt mit Knoppix?

Das ist ne Livecd. Die startet also Knoppix von CD und läd dann die aktuellen Signaturen für die Virenscanner aus dem Internet.
 
Also, das ist eine schon ältere Knoppicillin Heft-Version, eine CD. Die DL-Versionen sind aus Lizenzgründen eingeschränkt.
Von den CD wird logischerweise gebootet, dann kommt ein Menü. Hat den Vorteil, dass das OS nicht rennt.

Updatet sich bei jedem Start neu, also nix mit Brennen.

Wer keine Heft-CD hat, kann auch dies hier verwenden:

http://www.avira.com/de/support-download-avira-antivir-removal-tool

oder

http://www.avira.com/de/support-download-avira-antivir-rescue-system

Das eingeschränkte Heise-Tool:

http://www.heise.de/ct/projekte/Mit-Knoppicillin-auf-Virenjagd-284117.html

DL:

http://www.heise.de/software/download/knoppicillin_download_edition/37894

Möglichkeiten sollte es genug geben.

Der Vorteil, von einer Boot-CD zu scannen ist, dass Rootkits sich nicht mehr so gut verbergen können, sowie
ein Mechanismus eines Trojaners nicht wie unter laufendem OS eine Vernichtung desselben verhindert.

Eine 100% Garantie gibts eh nicht, aber das dürfte das äusserste sein, was man tun kann.
 
PBeck' schrieb:
Man muss dem zugute halten, dass bei einer kommerziellen Software aber solch ein Fall wohl nie an die Öffentlichkeit gekommen wäre.
Aha? Worauf stützt du diese Behauptung?
Im kommerziellen Umfeld hätte das ganze genauso aussehen können: NSA (oder wer auch immer) heuert Programmierer an, um Backdoor in kommerzielle Software einzubauen und zwingt diesen per NDA zum Schweigen. Nach Ablauf des NDA meldet sich der Programmierer, und es beginnt die Fragerei, ob da was dran ist undd ob das Backdoor in der aktuellen Version der kommerziellen Software noch enthalten ist...

Der entscheidene Punkt ist, daß der Programmierer in jedem Fall an die Öffentlichkeit gehen kann, unabhängig vom Lizenzmodell der Software.


PBeck' schrieb:
Auch wenn letzteres der Fall wäre, würde es die Firma wohl für sich behalten - Negativ Presse.
Das ist sicher richtig, aber wenn erstmal der Verdacht im Raum steht, würden sich die Firmen dabei überschlagen, zu zeigen, daß es solche Backdoors in Ihren Programmen nicht (mehr) gibt.


PBeck' schrieb:
Auch im negativ Fall, bestand nur bei Open Source die Möglichkeit das Programmstück zu finden. Bei nicht öffentlicher Software hätte man diese Möglichkeit nie gehabt.
Nee, klar.
Du weisst aber schon, daß Firmen Dritten unter bestimmten Umständen durchaus Zugang zu Ihrem Quellcode geben, ja?
Das läuft dann meist unter einem NDA, damit die Details nicht an die Konkurrenz gehen, aber Regiereungen, Militär etc. verlangen häufiger mal ein Audit einer Software, bevor sie sie einsetzen.


PBeck' schrieb:
Zu behaupten das kommerzielle Software deshalb besser ist, ist naiv. Jeder Mitarbeiter kann gekauft werden. Vielleicht sogar noch einfacher als Hobbyentwickler (trifft auf die großen Projekte wie Kernel und co. ja mittlerweile gar nicht mehr zu) die damit gar nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten.
Es gibt die OPTION, den Quellcode zu untersuchen, aber praktisch passiert das bei den allermeisten Projekten nie. Da sehen sich nur die Leute den Code an, die daran entwickeln.

Und auch freiwillige Helfer können gekauft, überzeugt ("Du bist doch Patriot? Es geht um die Sicherheit unseres Landes!") oder bedroht werden.

Wenn du glaubst, daß quelloffene Software automatisch besser ist, bist du sehr naiv.
Allein der aktuelle Fall zeigt, daß es selbst bei Projekten, die so sehr auf Sicherheit achten wie OpenBSD, potentiell möglich ist, den Code zu kompromittieren.
 
Vor gut 20 Jahren hatte ich ein Programm von der KSK, mit dem man über DFÜ Überweisungen machen konnte.

Die beiden Disketten waren mit einem Virus infiziert.

Natürlich wurde alles abgestritten - wen wunderts?
 
devlin' schrieb:
Der Vorteil, von einer Boot-CD zu scannen ist, dass Rootkits sich nicht mehr so gut verbergen können, sowie
ein Mechanismus eines Trojaners nicht wie unter laufendem OS eine Vernichtung desselben verhindert.
Zur Vollständigkeit. Auch von Kaspersky gibt es eine kostenlose Notfall-CD (ISO-Datei) und verrichtet gute Dienste. Diese lässt sich unter folgendem Link downloaden:
http://support.kaspersky.com/de/faq/?qid=207621612

oder

http://www.computerbase.de/downloads/sicherheit/kaspersky-notfall-cd/
 
Wenn du jetzt noch mal das Wort Kaspersky schreibst, dann glaube ich ernsthaft, du hast was damit zu tun :D
 
Hallo Audrey,

nein, nein... bin auch nur Benutzer, wie die meisten anderen auch, und kein "Mitarbeiter" seitens Kaspersky Lab :squint: . Die Software gefällt mir einfach, weil sie wirklich etwas auf dem Kasten hat ;) .

Beste Grüsse
Uwe
 
Hallo,
ich habe meine 3 Systeme und ein USB-Stick jetzt mit KASPERSKY gescannt und sehe nun optisch (siehe Screenshots) den ganzen Müll, der von Microsoft Security Essentials nicht erkannt wurde.

Ich habe Microsoft immer vertraut.

Gruß
qerni





USB-Stick
 
Ich würde keinem Virenscanner unter Windows trauen ;)

Deswegen unser gerede von Knoppix & Co.
 
Aussagekräftiger als solche Balkendiagramme wären Listen mit den Namen der Schädlinge, die Kaspersky gefunden zu haben angibt.
Ich habe noch keinen Virenscanner getroffen, der nicht False Positives liefert oder mit einer übervorsichtigen Heuristik daher kommt, die (relativ) Harmloses als potentiell gefährlich einstuft.
 
The never ending Story

Hi Leuts,

ich hole das Popkorn.

@gerni

Hast Du dein Sytem inzwischen neu augesetzt?
Nur das gibt dir die größe Sicherheit.

Zudem ist auch meine Erfahrung, jedes Virenerkenner findet anderes.
Du mußt dich schon auf einen festlegen, verschieden Virenscanner behindern sich gegenseitig.

Setze dein System sauber neu auf und dann suchst Du den Virenscanner diener Wahl, Symantec - schrott natürlich nicht.

Es gibt auch Scanner online, wo Du einzelen Dateien prüfen kannst.


MfG

xsid
 
Hallo qerni,

sieht ja arg böse aus. Empfehle auch, die Systeme neu aufzusetzen und danach ein Virenscanner Deiner Wahl (wie bereits von xsid erwähnt - nicht Symantec - Audrey möge es mir verzeihen ;) , würde selbst KIS 2011 draufziehen) installieren.

Danach bist Du wieder auf der sicheren Seite.


Gruss Uwe

P.S.: interessehalber... der Rechner, den Du als erster gescannt hattest, also diesen in der Anfangspost , hat der wieder einen Virenbefall gemeldet oder hat Kaspersky dort nichts mehr gefunden?

P.P.S.: hast Du mit den Defaultwerten gescannt oder hast Du die Sicherheitsstufen des Virenscanners auf "hoch" und/oder die der Heuristik jeweils auf "tief" gesetzt?

P.P.P.S.: wirklich sehr bedenklich, dass Microsoft Essentials nur mal gerade einen Trojaner gefunden hat und diesen nicht mal selbst löschen konnte.
 
moronoxyd' schrieb:
Aha? Worauf stützt du diese Behauptung?
Im kommerziellen Umfeld hätte das ganze genauso aussehen können: NSA (oder wer auch immer) heuert Programmierer an, um Backdoor in kommerzielle Software einzubauen und zwingt diesen per NDA zum Schweigen. Nach Ablauf des NDA meldet sich der Programmierer, und es beginnt die Fragerei, ob da was dran ist undd ob das Backdoor in der aktuellen Version der kommerziellen Software noch enthalten ist...

Der entscheidene Punkt ist, daß der Programmierer in jedem Fall an die Öffentlichkeit gehen kann, unabhängig vom Lizenzmodell der Software.

Wohl nie - bedeutet genau das wie es geschrieben ist. Natürlich kann es durchaus sein das es dennoch an die Öffentlichkeit tritt. Wobei ich mir nicht sicher bin ob die "betrogene Firma" hier keine Rechtsmittel einlegen kann um ihren entstandenden Schaden (und der ist ja immerhin da) zu begleichen. Weiß hier jemand was?


moronoxyd' schrieb:
Nee, klar.
Du weisst aber schon, daß Firmen Dritten unter bestimmten Umständen durchaus Zugang zu Ihrem Quellcode geben, ja?
Das läuft dann meist unter einem NDA, damit die Details nicht an die Konkurrenz gehen, aber Regiereungen, Militär etc. verlangen häufiger mal ein Audit einer Software, bevor sie sie einsetzen.

Natürlich ist das Gang und Gebe, wie auch sonst sollte man sich Hilfe von externen Programmiern oder sonst woher holen? Dennoch ist auch keine NDA ein optimaler Schutz, siehe dazu nur den gekauften Mitarbeiter von der NSA. Regierung und Militar lassen ihre Software auch des öfteren komplett neu erstellen und setzen dazu auch oft direkt auf eine Lizenz die sie vorgeben. Dies ist natürlich nicht unbedingt zu vergleichen mit einer Standardsoftware. Acrobat Reader wird gekauft wie es bereit steht.


moronoxyd' schrieb:
Es gibt die OPTION, den Quellcode zu untersuchen, aber praktisch passiert das bei den allermeisten Projekten nie. Da sehen sich nur die Leute den Code an, die daran entwickeln.

Und auch freiwillige Helfer können gekauft, überzeugt ("Du bist doch Patriot? Es geht um die Sicherheit unseres Landes!") oder bedroht werden.

Wenn du glaubst, daß quelloffene Software automatisch besser ist, bist du sehr naiv.
Allein der aktuelle Fall zeigt, daß es selbst bei Projekten, die so sehr auf Sicherheit achten wie OpenBSD, potentiell möglich ist, den Code zu kompromittieren.

Diese Behauptung habe ich NIE aufgestellt. Es ging nur um die Aussage - wenn keiner meinen Code sieht, sieht auch niemand meine Fehler und deshalb ist er sicherer. Diese Aussage ist vollkommen naiv. OpenBSD ist im übrigen ein sehr spezieller Fall. Es ist ein Mitarbeiter gewesen der von Anfang an bei OpenBSD mitgearbeitet hat. Von solchen Leuten erwartet man natürlich am wenigsten solche Aktionen. Natürlich ist der Vorteil in den Quellcode zu schauen für 90 % der Nutzer uninteressant. Dennoch ermöglicht es den anderen 10 % das hineinschauen um neue Funktionen oder direkt Forks zu erstellen, was durchaus dann auch bei gravierenden Fehler direkt veröffentlicht wird, womit es den anderen 90 % wiederrum nutzen kann. Wenn man den Linux-Kernel als Beispiel nimmt, verdienen immerhin an diesem Projekt schon sehr viele Firmen ihr Geld damit.

Ein gravierendes Beispiel ist für mich noch immer die Geschlossenheit bei Dokumenten. Hier ist die geschlossenheit tödlich für jede Langzeitarchivierung. Bestimmte staatliche Einrichtungen können manche Dokumente schon nicht mehr lesen, wie kann hier keine Offenheit in einem Standardformat gewahrt werden? Meist war hier natürlich das Problem, es wurde ein Programm gebastelt, aber die Firma dafür besteht nicht mehr.

Grüße Patrick
 
Das ist jetzt ziemlich brisant, aber muss einmal gesagt werden:

Eine Datei, die eine andere Datei verändert, wie manche Hilfsprogramme, wird gerne als Trojaner erkannt, ist aber nicht immer einer. Kann aber einer sein.
Da hilft nur schärfstes Kontrollieren und ggf. auf einem isolierten Rechner durchtesten.

Andererseits werden auch gerne Programme wie DialUpPass als Trojaner erkannt. Und dies Programm ist seriös, nutzt aber Mechanismen wie manche Schadsoftware.

Wenn man die Leistung von AV-Programmen vergleichen will, wirds schwierig.

Einen Anhaltspunkt findet man bei AV-Comparatives: http://www.av-comparatives.org/

Dort werden ständig alle bekannten AV-Programme getestet.

Schauen wir uns jetzt mal False Alarms, also Fehlalarme an, und zwar Kaspersky: http://www.av-comparatives.org/images/stories/test/fp/avc_fp_aug2010.pdf

Da steht das Programm schon gar nicht mehr so gut da..... nämlich auf dem 17. Platz

Die Erkennungsrate ist bei Kaspersky ebenfalls nicht berauschend..... schlechter als bei Microsoft Security Essentials, aber wie gesagt, macht Kaspersky dafür mehr Fehlalarme. Das erklärt einiges in diesem Thread weiter oben.

Sieht man hier auch ganz gut: http://www.av-comparatives.org/images/stories/test/ondret/avc_retro_nov2010.pdf

Die aktuelle Wertung von AV-Comparatives sieht so aus:

g2glk.jpg


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Mein persönliches Fazit: Ich halte nichts von Kaspersky, aber auch von den anderen nicht viel. Rootkits sind für gängige AV-Systeme, die unter Windows laufen,
quasi unsichtbar - somit wird eine falsche Sicherheit vorgegaukelt. Dazu kostet so ein Programm jede Menge Performance und killt ggf. Euer Windows, wie es Kaspersky damals bei hunderttausenden PC geschafft hatte.

Ein Offline-Scan wie von Knoppicillin erkennt auch Rootkits, da deren Mechanismus nicht aktiv ist, wie es bei einem laufenden Win-System der Fall ist.

Lest Euch bei AV-Comparatives gut durch, macht Euch schlau und entscheidet selber, was für Euch gut ist.

Last - but not least, ein AV-Programm muss gelegentlich etwas finden, auch wenn es nur harmlose Ad-Cookies sind. Danach ist der Besitzer von seinem Programm überzeugt, wie wir weiter oben ja gesehen haben :elch:
 
Hallo devlin,

danke für die Info. Werde mir Knoppicillin auch auch gerne mal näher anschauen. Habe dann wieder was zum "Spielen".

Wie lautet die Homepage?

Gruss Uwe


P.S.: mit den Virenscannertests ist immer so eine Sache... die einen schneiden einmal besser ab, dann wieder weniger gut. Ist ein kommen und gehen. Ich selbst habe mich seit langem entschieden, welcher Virenscanner auf mein System kommt, sprich, welchem ich mein Vertauen schenke. Hab's bis jetzt nie bereut.
 
Achtung: die Downloadversion enthält aus Lizenzgründen nicht die Virenscanner. Das komplette Knoppicillin gibts nur im entsprechenden Heft.
 
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