Und das ist in Magdeburg jedes Jahr so von November bis März und trifft auf ganz Deutschland zu - sprich das ist empirisch? Oder waren das doch eher die Folgen des
Sturmtiefs "Elli" in dieser Zeit, welches da durchgezogen ist?
Es gab immer wieder, 2, 3 Jahre ohne oder mit wenig Schnee. Und das kenne ich schon die vergangenen 50 Jahre so. Also rein empirisch: Schnee ist hier insgesamt nicht seltener geworden. Du hast nach schnee im Flachland gefragt und jetzt paßt dir die Antwort auch nicht. Kannst auch gerne genügend Schneebilder der letzten 15 Jahre von der Ostsee bekommen, falls dir das nicht zu flach ist, aber das spar ich mir, das wird dir auch nicht passen. Und wo kamen denn früher die etwas stärkeren Schneefälle her, etwa nicht aus Tiefdruckgebieten? Sturmtiefs sind ebenfalls im Winter immer wieder aufgetreten.
Da wird dann witzigerweise ein Wetterereignis herangezogen, um das sich ändernde Klima wegzureden.
Ahja, daher weht der Wind. Klima und Wetter. Und nein, ich rede überhaupt nicht das sich ändernde Klima weg. Du hast nach Schnee gefragt und Schnee bekommen. Übrigens hab ich vor einigen Jahren ein Zweitrad auf Winterreifen mit Spikes umgestellt, warum wohl hab ich das getan?
Wintersturm "Elli" hat Sachsen-Anhalt im Griff. Lkw standen auf Autobahnen quer. Der Busverkehr nahm erst nach und nach wieder seine Fahrten auf. Hier können Sie unseren Ticker nachlesen.
www.mdr.de
Für Magdeburg habe ich noch einen Bericht von 2021 gefunden, der den letzten vorherigen Wintereinbruch für 2009/2010 datiert:
Auch da hast du falsch gelesen. Wintereinbrüche gab es regelmäßig mit Pausen - 2010 war eine Extremwetterlage. Und diese gab es früher auch nicht häufiger.
www.volksstimme.de
Da waren also 10 Jahre ohne oder mit wenig Schnee dazwischen.
Das ist leider falsch. Die schreiben von einem
starken Winterreinbruch. Jahre ohne Schnee gabs einige und dazwischen auch etliche mit normalem Schneeaufkommen. Wenn man seinen Hof mit den Nachbarn zusammen selber räumen darf, weiß man das durchaus.
Meine letzten schneereichen Winter habe ich in meiner alten Heimat Oberwiesenthal/Erzgebirge so querbeet in den 1980ern erlebt. Die Jahre Anfang der 1990er waren zwar teils sehr kalt, aber mit sehr wenig Schnee und die jüngere Vergangenheit hatte auch mehr aufeinanderfolgende Wintereinbrüche, bei denen es aber immer wieder zu Tauwetterphasen kam, in denen selbst die Liftbetreiber zitterten, dass es zum Betrieb noch ausreicht.
Hier auf der Schwäbischen Alb sind etliche Lifte die letzten Jahre gar nicht mehr angelaufen, weil es einfach nicht genug weißes Katastrophenpulver gab und ebenfalls anekdotisch haben wir mindestens die letzten 5 Jahre höchstens noch in einstelligen Zahlen Schnee schippen müssen auf etwa 700m Höhe über NN.
Wie war das gleich noch mit der anekdotischen Evidenz?
Es folgen tatsächlich die Extreme in den letzten 20 Jahren häufiger. Das trifft für Schnee, Regen und auch Temperaturen zu. Zu behaupten, diese Exreme hätte es früher gar nicht gegeben ist jedoch falsch.