Mich stört bei den Medienberichten (und Politik), daß immer nur von globalen Durchschnitts-Temperaturen geredet wird.
Das ist aber genau der Punkt, dass die vermeintlich popeligen nullkommairgendwas Grad in Summe doch sehr problematisch sind. Und Aufmerksamkeit heischen ist nun einmal das Geschäft der Medien, die da leider immer mehr Richtung Gosse driften, weil es immer mehr nur um die nächste Schlagzeile geht. Andererseits zieht sich doch kaum noch jemand etwas Tiefgründiges rein oder wartet erstmal ab, erfasst und reflektiert. Genau das ist aber ein Problem, welches Forschung und Wissenschaft nun einmal haben. Da ist nix mit Fingerschnippen.
Selber habe ich mir jedenfalls angewöhnt, Dinge erstmal von vorne nach hinten und zurück und wieder von vorne nach hinten zu durchdenken, dann eine Weile abzuwarten und dann auszuwerten. Da ich auch kein smartes Gedöns habe und ohnehin nur einen marginalen SM-Konsum habe, springe ich da auch nicht auf jede Sau an, die durch irgendwelche Facebook-, Tiktok- oder sonstwas Dörfer getrieben wird.
Damit kann man natürlich super mit Emotionen arbeiten - von der Eiszeit bis zum Gerippe in der Sahara, an dem alle nicht-E-Autofahrer und "fossile Hausheizer" schuld sind. So rein vom Sofa aus gesehen und ÖVM-Haltestelle (aus Steuergeldern aller) vor der Hautür, sollte alles strafbar sein............................
Das liegt aber immer auch ein wenig an dem, der sich den Schuh anzieht;-)
Mir geht das Gemaule so oder so auf den Keks, egal ob die idealistischen Weltverbesserer oder die Fraktion "Alles gelogen". Wenn da im Umfeld jemand so etwas raussteckt, dann verdreht man eben mal kurz die Glüsen und denkt sich für den Rest seinen Teil - so what?!
Auf privater Ebene wird jeder für sich entscheiden müssen, was für ihn das Beste ist und imho klärt sich da Vieles von selbst und sei es nur über den Preis. Weder wird man ein fast neues Auto wegwerfen, welches u.U. wegen fehlendem ÖPNV für den Beruf gebraucht wird, nur weil es noch einen Verbrennungsmotor hat, noch wird man blanko eine Heizung rauswerfen. Da braucht sich keiner ein schlechtes Gewissen machen zu lassen. Fakt ist aber so oder so, dass sich Fossiles weiter verteuern wird und zwar mehr als Solar etcpp.
Steht aber die Entscheidung an, dass etwas getauscht oder erneuert werden soll, dann wird man eben rechnen müssen, was mit aktuellem Wissensstand langfristig die wahrscheinlich wenigsten Kosten verursacht. Und wenn es fifty:fifty ausgeht, warum dann nicht die aus Klimasicht bessere Option wählen?
Der nächste Punkt ist der, dass seitens der Politik leider wieder Vogel Strauß gespielt wird und die jetzige Regierung vieles über den Haufen wirft und aufweicht, was schon da war und dabei denen, die wegen des Förderns so einen Umbau planen, aber mal so richtig in den A.... f......
Welche langfristigen Folgen das auch wirtschaftlich hat für Branchen, die im Bereich der Erneuerbaren investieren, lässt sich heute noch gar nicht abschätzen. Die Ursache ist ja wie bei vielen anderen Dingen schlicht finanziell begründet, die jetzt im Streichkonzert stehen. Wobei es da aus meiner Sicht Möglichkeiten gäbe, dass auch anders zu lösen, aber dann träfe es nicht die Armen und die "Mitte der Gesellschaft".
Dann kommt da noch so ein von seinen Launen getriebener US-Präsident auf der anderen Seite des Atlantiks dazu, der mit seiner Wild-West-Politik zusätzlich verunsichert. Die "Märkte" und daran angeschlossen die Konzerne reagieren dann zu erwartend mit nur einer Maßnahme, nämlich Kurs runter - Preise hoch. Da wäre etwas unabhängiger erst recht von Vorteil.
Gäbe noch ein paar Punkte, aber es soll nicht noch mehr tl;dr werden.