Nachtwache der Bekloppten - das Biotop 2.0

puntohgt2008

Well-known member
Themenstarter
Registriert
17 Feb. 2009
Beiträge
12.313
Auf Anregung von Ingo, hab ich den Thread mal umbenannt, war mal "Wie kommt es, das Ihr noch mitten in der Nacht im Forum seid?"

Wie im Topic erwähnt, warum seit Ihr noch so spät hier unterwegs? Ich bin auf Nachtschicht :D

Thx to Kopernikus, Titel "eingedeutscht" :D


Update 2: Nachtwache der Bekloppten - das Biotop 2.0 21.09.
Update 1: Nachtwache der Irren 20.09

DER Nachtschwärmer-Thread, bzw. das Foren-Nachtcafé Originalname
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Haben die Bundesumweltamt-Daten auch berücksichtigt dass der Ausstoss von Verbrennungsprodukten durch Fahrzeuge am Boden
bei weitem nicht so schädliche Auswirkungen hat wie die gleiche Menge auf Flughöhe?
Und wurden für den Flug die An/Abfahrt zu Flughäfen und ein Anteil zum Betrieb ihrer Klimaanlagen etc pp eingerechnet?

Wenn das Problem unerwarteterweise durch selektive Reduktion der Überbevölkerung gelöst wird,
dann sollten die individuellen Äusserungen zum Thema imho massgeblich in die Beurteilung einfliessen. 💀
 

Der bereits mehrfach widerlegte Lobbyist Vahrenholt hat also mal wieder ein Interview gegeben und weil einige der Szenarien nicht eingetreten oder zurückgenommen worden sind - in diesem Fall das extremste, welches als eines von mehreren angenommen wurde, ist natürlich das ganze Problem des menschgemachten Einflusses auf das Klima Nonsens.



Wem glaubt man also mehr? Einem "Kritiker", der sich seine Sicht aus ihm genehmen Punkten zusammenschwiemelt, oder zahllosen Studien, die peer-reviewed, der derzeitige Sachstand der Wissenschaft und als Ergebnis im real life auch nachweislich angekommen sind? Immerhin verkaufen sich seine Bücher.

Schauen wir doch mal beim IPCC nach.

Der IPCC betreibt keine eigene Forschung, führt keine Modellrechnungen durch und nimmt keine Messungen vor. Ihm gehören weder die in der genannten Veröffentlichung beschriebenen Szenarien noch die im Sechsten Sachstandsbericht (AR6) bewerteten Szenarien. Die Aufgabe des IPCC besteht darin, die verfügbare wissenschaftliche, fachlich begutachtete (peer-reviewed) Literatur zu bewerten, die im Zusammenhang mit dem Klimawandel relevant ist – derzeit sind dies etwa 50.000 Artikel und Studien pro Jahr. Die erwähnte Veröffentlichung fällt in den Bereich des nächsten IPCC-Sachstandsberichts.

und weiter (Fettschrift wieder durch mich):

Ein Teil der jüngsten Berichterstattung in den Medien und sozialen Medien konzentrierte sich auf das als SSP5-8.5 bekannte Szenario, früher als RCP8.5 bezeichnet. Dies war eines von fünf illustrativen Szenarien (das extremste hinsichtlich der Emissionen bis 2100), die im Sechsten IPCC-Sachstandsbericht bewertet wurden und die die Bandbreite der in der wissenschaftlichen Literatur beschriebenen möglichen zukünftigen Entwicklungen der Antriebsfaktoren für den Klimawandel abdecken; es wird auf der Seite der IPCC-Arbeitsgruppe I zum AR6 näher erläutert.
 
Framing und Faktenchecker als seriöse Kritik? Ich hab' auch was nettes:
 
Haben die Bundesumweltamt-Daten auch berücksichtigt dass der Ausstoss von Verbrennungsprodukten durch Fahrzeuge am Boden
bei weitem nicht so schädliche Auswirkungen hat wie die gleiche Menge auf Flughöhe?
Ja, ich suche jetzt nicht wieder. Die "Nebenwirkungen" werden durch einen Faktor eingebettet, z.B. auch der Kondensstreifen.
Wem glaubt man also mehr? Einem "Kritiker", der sich seine Sicht aus ihm genehmen Punkten zusammenschwiemelt, oder zahllosen Studien, die peer-reviewed, der derzeitige Sachstand der Wissenschaft und als Ergebnis im real life auch nachweislich angekommen sind? Immerhin verkaufen sich seine Bücher.
Gute Link-Auswahl. Das ist ein generelles Problem, weil ein Modell keine Vorschau der realen Zukunft macht. Beruflich war es immer ein Problem bei dem "Verkauf der Modellergebnisse", weil Marketing (die eigenen Kollegen, bei Klima die Politik und Medien) und der Kunde (bei Klima wir alle als Betroffene) unterschiedliche Sichtweisen und Wünsche haben. Modelle läßt man immer in "untere" und "obere" Extreme laufen. Alleine schon, um die Modell-Programmierung und Gewichtung/Wertigkeit der einzelnen Parameter zu prüfen. Dann nimmt man normalerweise eine "mittleres" Modell, bzw. nach fairer Vermutung und Abwägung das wahrscheinlichste und legt noch je eine sinnvolle Abweichung nach oben oder unten dazu. Mehr "verkauft" sich einfach nicht, bzw. landet dann da, wo man es nicht unbedingt hin haben möchte. Im Klimafall bei den Extremisten.

Nehmen wir z.B. den Sonneneinfluß. Da kann man per Modell durch Variation vermutlich leicht erkennen (das kaufe ich den Wissenschaftlern ab), daß der einfach zu gering gegenüber weiteren Parametern ist. Zumindest nicht derzeit und im Vergleich zu früheren Perioden. Mich stört bei den Medienberichten (und Politik), daß immer nur von globalen Durchschnitts-Temperaturen geredet wird. Das wird der Sache nicht gerecht und vereinfacht zu sehr (was jucken mich den 3.5° rauf oder runter derzeit im Garten). Dazu kommt wie hier per link gepostet, daß Medien und Kritiker sich immer wieder an den "Außengrenzen" der Modelle festbeißen. Damit kann man natürlich super mit Emotionen arbeiten - von der Eiszeit bis zum Gerippe in der Sahara, an dem alle nicht-E-Autofahrer und "fossile Hausheizer" schuld sind. So rein vom Sofa aus gesehen und ÖVM-Haltestelle (aus Steuergeldern aller) vor der Hautür, sollte alles strafbar sein............................
 
https://sciencefiles.org/2026/07/08/mess-artefakte-kaum-etwas-ist-real-an-den-hitzerekorden/

https://sciencefiles.org/2026/06/27...rd-in-saarbruecker-junk-messstation-gemessen/

https://www.klimafakten.de/akademie/netzwerktrainerinnen/carel-carlowitz-mohn

"Journalist, Politikwissenschaftler"
will mir „Klimafakten“ beibringen?

„Wir haben schnell gemerkt, dass in der Kommunikation zu Klimathemen wir Menschen auch jenseits der Fakten erreichen müssen"

"Arbeitsschwerpunkte
Klimakommunikation
Journalismus und Klimawandel
Öffentliche und staatliche Kommunikation zu Klimathemen“

:ROFLMAO:
 
Zuletzt bearbeitet:
Mich stört bei den Medienberichten (und Politik), daß immer nur von globalen Durchschnitts-Temperaturen geredet wird.

Das ist aber genau der Punkt, dass die vermeintlich popeligen nullkommairgendwas Grad in Summe doch sehr problematisch sind. Und Aufmerksamkeit heischen ist nun einmal das Geschäft der Medien, die da leider immer mehr Richtung Gosse driften, weil es immer mehr nur um die nächste Schlagzeile geht. Andererseits zieht sich doch kaum noch jemand etwas Tiefgründiges rein oder wartet erstmal ab, erfasst und reflektiert. Genau das ist aber ein Problem, welches Forschung und Wissenschaft nun einmal haben. Da ist nix mit Fingerschnippen.

Selber habe ich mir jedenfalls angewöhnt, Dinge erstmal von vorne nach hinten und zurück und wieder von vorne nach hinten zu durchdenken, dann eine Weile abzuwarten und dann auszuwerten. Da ich auch kein smartes Gedöns habe und ohnehin nur einen marginalen SM-Konsum habe, springe ich da auch nicht auf jede Sau an, die durch irgendwelche Facebook-, Tiktok- oder sonstwas Dörfer getrieben wird.

Damit kann man natürlich super mit Emotionen arbeiten - von der Eiszeit bis zum Gerippe in der Sahara, an dem alle nicht-E-Autofahrer und "fossile Hausheizer" schuld sind. So rein vom Sofa aus gesehen und ÖVM-Haltestelle (aus Steuergeldern aller) vor der Hautür, sollte alles strafbar sein............................

Das liegt aber immer auch ein wenig an dem, der sich den Schuh anzieht;-)

Mir geht das Gemaule so oder so auf den Keks, egal ob die idealistischen Weltverbesserer oder die Fraktion "Alles gelogen". Wenn da im Umfeld jemand so etwas raussteckt, dann verdreht man eben mal kurz die Glüsen und denkt sich für den Rest seinen Teil - so what?!

Auf privater Ebene wird jeder für sich entscheiden müssen, was für ihn das Beste ist und imho klärt sich da Vieles von selbst und sei es nur über den Preis. Weder wird man ein fast neues Auto wegwerfen, welches u.U. wegen fehlendem ÖPNV für den Beruf gebraucht wird, nur weil es noch einen Verbrennungsmotor hat, noch wird man blanko eine Heizung rauswerfen. Da braucht sich keiner ein schlechtes Gewissen machen zu lassen. Fakt ist aber so oder so, dass sich Fossiles weiter verteuern wird und zwar mehr als Solar etcpp.

Steht aber die Entscheidung an, dass etwas getauscht oder erneuert werden soll, dann wird man eben rechnen müssen, was mit aktuellem Wissensstand langfristig die wahrscheinlich wenigsten Kosten verursacht. Und wenn es fifty:fifty ausgeht, warum dann nicht die aus Klimasicht bessere Option wählen?

Der nächste Punkt ist der, dass seitens der Politik leider wieder Vogel Strauß gespielt wird und die jetzige Regierung vieles über den Haufen wirft und aufweicht, was schon da war und dabei denen, die wegen des Förderns so einen Umbau planen, aber mal so richtig in den A.... f......

Welche langfristigen Folgen das auch wirtschaftlich hat für Branchen, die im Bereich der Erneuerbaren investieren, lässt sich heute noch gar nicht abschätzen. Die Ursache ist ja wie bei vielen anderen Dingen schlicht finanziell begründet, die jetzt im Streichkonzert stehen. Wobei es da aus meiner Sicht Möglichkeiten gäbe, dass auch anders zu lösen, aber dann träfe es nicht die Armen und die "Mitte der Gesellschaft".

Dann kommt da noch so ein von seinen Launen getriebener US-Präsident auf der anderen Seite des Atlantiks dazu, der mit seiner Wild-West-Politik zusätzlich verunsichert. Die "Märkte" und daran angeschlossen die Konzerne reagieren dann zu erwartend mit nur einer Maßnahme, nämlich Kurs runter - Preise hoch. Da wäre etwas unabhängiger erst recht von Vorteil.

Gäbe noch ein paar Punkte, aber es soll nicht noch mehr tl;dr werden.
 
:-) ja , das ist Volksbelustigung. Sowas landet nicht in globalen Modellen bzw. solche Einzelwerte gehen da einfach unter. Ich kann und will nicht zu sehr in Einzelheiten rein. Solche Extremwert-Diskussionen hatte ich bei Vorstellungen von Modell-Ergebnissen immer wieder (jetzt nicht Klima, Firmendaten, aber die Mathe dahinter ist die gleiche) . Ich habe dann bei den Einzelwerten immer gesagt "Gut ändere ich, aber es kommt immer das Gleiche raus". Zur Vorstandsvorstellung wurde mir der Satz dann verboten :-) ........ ("wehe sie sagen nachher den bewußten Satz.")

Es ist einfach so, daß bei entsprechender Datenmenge eine Ausreißer erst in der 5. Kommastelle sichtbar wird, d.h. im statistischen Rauschen untergeht. Deshalb bin ich auch überaus kritisch, was die Mittelwerte angeht. Luftbewegungen entstehen auch nicht, wenn überall 1013 hPa sind. Ist ein blödes Beispiel, aber das Klima ist nun mal keine Einheitsbrei mit überall gleicher Temperatur 24/7, etc.. Das wäre mein erster Blick in ein Modell, wie die "Mittelwerte" erfaßt, verrechnet und verteilt werden. Einzelwerte: i.d.R. gibt es auch kein Erdbeben, wenn in China ein Sack Reis umfällt, bei Hundert auch noch nicht. Aber Medien und Politik schaffen das auch damit.
 
Ich mag den Thread hier ja.
Als Nicht-Moderator kann ich den als übersichtliche Bewerbungsliste für meine Ignore-Liste sehen.

Der Juli ist wohl warm aber nicht deutlich überdurchschnittlich. Immerhin.
 
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben