Betrügereien bei Kleinanzeigen nehmen wieder zu

Man kann aber nicht alles auf einen Kamm scheren.
Diese Betrüger bei KA sind in der Minderheit.
Jemand der über 10 Jahre dabei ist, top Bewertung hat und mit Klarnamen Angebote inseriert... Welche Risiko besteht oder wie wahrscheinlich ist, dass sein Account gehackt wäre?
 
Jemand der über 10 Jahre dabei ist, top Bewertung hat und mit Klarnamen Angebote inseriert... Welche Risiko besteht oder wie wahrscheinlich ist, dass sein Account gehackt wäre?
Auch langjährige Nutzer können unsichere Passwörter haben oder Opfer eines Leaks des dazu gehörenden eMail Accounts sein. Ob es jemand schnell genug merkt hängt vermutlich davon ab ob derjenige eMails auch unterwegs anschaut oder nicht.
 
Das M70q wurde nun auch seitens KA als Scam bewertet. Habe eine entsprechende Mail erhalten.

Ja, auch langjährige Nutzer mit positivem Profil sind potentiell eine Gefahr. Habt ihr ja an diesem Beispiel gesehen. Irgendwelcher Plunder neben Anzeigen wie dem M70q.
 
Ich würde auch mal meinen Senf dazu geben: ich mache das eigentlich wie @StefanW. Wenn ich gefragt werde, ob ich was versende, dann nur mit Überweisung oder PP Freunde. Niemand muss bei mir was kaufen und erst recht nicht ungesehen und per Versand. Wenn mit mir jemand über den Käuferschutz diskutieren will, dann biete ich ihm freundlich die Abholung an, oder eben nicht. Egal ob PP oder KA-Käuferschutz, das kann alles missbraucht werden und wird es auch, wie die Posts in Foren belegen. Genau genommen kann doch jeder Käufer froh sein, wenn man sich als Verkäufer den Aufwand mit Verpacken, Frankieren und zur Post bringen überhaupt macht. Rechnet mal euren Stundenlohn dagegen oder den Wert der vergeigten Freizeit nach einem stressigen Arbeitstag...

Wenn ich kaufe, bin ich eben einfach vorsichtig, besonders wenn das Angebot sehr sehr gut ist. Besonders weil ich auch schon mal auf die Nase gefallen bei einem Kauf von einem Betrüger. Wenn der Kontakt seltsam ist, oder anderswie Zweifel bestehen, dann besser Finger weg. Es hat sich auch bewährt, eine Zahlung nicht sofort nach Kaufzusage zu tätigen sondern z.B. erst am nächsten tag zu bezahlen. Ist mir auch schon passiert, dass KA in der Zwischenzeit eine Warnung verschickt hat und mich so vor schlimmerem bewahrt hat.

Bei größeren Beträgen habe ich mir angewöhnt, das PP des Verkäufers "zu testen": ich sende z.B. einen Euro oder halt die Portokosten vorab. Wenn dann unplausible Statusmeldung kommen wie "in Bearbeitung" oder so, dann heißt das meist, das Gegenkonto ist nicht verifiziert oder existiert noch gar nicht. Der Empfänger bekommt eine Mail über den Eingang mit dem Angebot das Konto zu eröffnen und räumt das fix ab. So stelle ich mir das zumindest vor. In solchen Fällen hat man Zeit, die Zahlung zu stornieren, solange die Gegenseite es nicht abgeräumt hat oder der Euro ist halt weg.
 
Zum Glück sind die schwarzen Schafe Einzelfälle. Ich habe bisher bei Ebay-Kleinanzeigen bzw. jetzt nur noch Kleinanzeigen weder als Käufer noch als Verkäufer schlechte Erfahrungen gemacht. Kaufe ich stelle ich vorher einge Fragen. Sind die Antworten plausibel, ist das Risiko gering. Wenn angeboten kaufe ich über sicheres Bezahlen. Gibt es das nicht, dann Paypal, ab einem bestimmten Betrag aber nicht mehr Paypal für Freunde, da berechne ich die Paypal-Gebühren und zahle die gleich mit. Wer sich dann beschwert, da kaufe ich besser nicht. Fürs Verkaufen habe ich aber sicheres Bezahlen eingerichtet; es kaufen halt auch ängstliche User.
 
Das mit dem PayPal testen ist eine gute Idee, merke ich mir :D

Ich biete bei Kleinanzeigen aus genau diesen Gründen auch kein PayPal mit Käuferschutz an, auch wenn der Artikel 1000€ kostet - Abholung, Überweisung oder PayPal Freunde. Da habe ich einfach schon genug Horrorstories gehört, wo mittels Käuferschutz der VK betrogen wurde.

Was ich jetzt aber schon ein paar Mal verwendet habe, ist der Kleinanzeigen-Käuferschutz. Sind da solche Betrugsfälle auch schon bekannt geworden? Da hatte ich nämlich bisher nichts entsprechendes gehört.
 
Hmmm... Verkäufer, die weder Sichere Zahlung noch normale PayPal akzeptieren und daher nur einseitig sich absichern, mit denen Mache ich gar keine Geschäfte mehr. Die kommen mir ehrlich gesagt verdächtig vor, genauso wie diesen .... ;)

Übrigens, wie sieht es mit dem Ebay-Verkaufe aus?
Dort gibt's standardmäßig Käuferschutz.
 
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Dort gibt's standardmäßig Käuferschutz.
Sobald der VK nachweisen kann, dass er es verschickt hat, war es das für den Käufer. Zumindest wenn er es an eine falsche Adresse schickt 🤦‍♀️ Zumindest bei mir. Nach 4 Versuchen denen klar zu machen, dass im Sendungsverlauf "Adresse existiert nicht" steht und mit Eingabe meiner PLZ da stand: falsche PLZ und sogar "wird zurück geschickt" hab ich es aufgegeben, war mir dann zu blöd.

Deswegen bezahle ich eBay nur noch mit PP. Die sind tatsächlich bissle "intelligenter" 🫣

Sid
 
Meines Erachtens muss man hier zwei Dinge trennen, nämlich absichtlichen Betrug mit gehökertem Zeug und Accounts, die so schnell weg sind, wie sie eröffnet werden und die bereits erwähnte Unerfahrenheit mancher echter Verkäufer auf diesem Portal. Dieses Angebot ist jetzt leider nicht mehr zu prüfen und es kann durchaus sein, dass jemand so ein Gerät aus der Erbmasse hat und keinen Plan hat und auch nicht den Willen und die Zeit, sich den möglichen Preis zu suchen, dazumal in der großen Bucht für manches Zeug inzwischen ebenfalls Mondpreise aufgerufen werden.

Selber fahre ich da möglichst die Schiene, dass ich entweder vor Ort abhole oder die restlchen Angebote des Anbieters, Dauer des Accounts seit wie lange usw. abkläre. Hat man dann immer noch kein gutes Gefühl, lässt man es eben einfach sein. Umgekehrt hat man ja bei bestimmten Angeboten die himmlischen Heerscharen an Aufkäufern wie Kletten am Schuh, die einen mit "wirklich letztes Gebot" usw. zutexten und bei denen man sich sicher sein kann, dass die den Kram am liebsten geschenkt und mit noch etwas dazu haben wollen, nur um ihn dann selber weiter zu verticken. Für mich sind daher die Kleinanzeigen seit Längerem eine tote Ecke, die nur in seltenen Fällen genutzt wird. Das ehedem propagierte lokale Verkaufen ist da inzwischen oftmals auch auf eine Art schmierigen Kommerz abgesunken.

Das Problem von Kai W. dürfte eher in automatisierten Spams begründet liegen, die genau nach dem Schema Adressen aus Namen und Anbietern basteln und dann als Streufeuer verteilen in der Annahme, dass irgendein Empfänger reagiert. Wer da halt einen der üblichen Sammelnamen mit Meier, Schulze, Lehmann hat, wird entsprechend öfter beglückt und vermutlich auch oft als gespoofter Absender erscheinen, während der eigentliche Alias dann eine Serienadresse aus dem Hause Google ist.
 
Sobald der VK nachweisen kann, dass er es verschickt hat, war es das für den Käufer.
Das bedeutet dann, nur dass nachweisen, dass die Sendung zugestellt wurde, zählt?
Also wenn man falsches oder defektes Ware bekommt oder gar nur ein leeres Karton, dann hat man einfach Pech?
 
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Das bedeutet dann, nur dass nachweisen, dass die Sendung zugestellt wurde, zählt?
Also wenn man falsches oder defektes Ware bekommt oder gar nur ein leeres Karton, dann hat man einfach Pech?
Zumindest die "offiziellen Spielregeln" gehen weiter:

Geltungsbereich – Abdeckung durch den eBay-Käuferschutz​

Der Käufer kann vom eBay-Käuferschutz in folgenden Fällen profitieren:

  • Artikel nicht erhalten
    Wenn der Käufer einen Artikel nicht erhalten hat, muss er eine Anfrage stellen, um den nicht erhaltenen Artikel zu melden. Der Verkäufer sollte sich um die Anfrage des Käufers kümmern und Angaben zur Sendungsverfolgung machen, Aktualisierungen zur Lieferung des Artikels bereitstellen oder innerhalb von 3 Werktagen eine Rückerstattung veranlassen. Wenn das Problem nicht gelöst wurde und der Käufer eBay einschaltet, fordert eBay den Verkäufer auf, den Nachweis einer erfolgreichen, zeitgerechten Lieferung an die Adresse des Käufers, die bei der Kaufabwicklung angegeben wurde, gemäß diesem Grundsatz vorzulegen. Kann die erfolgreiche Lieferung nicht nachgewiesen werden, erhält der Käufer eine Rückerstattung des vollen Kaufpreises und der ursprünglichen Versandkosten. Der eBay-Käuferschutz greift nicht in Fällen, in denen ein Artikel nach der Zustellung verloren ging oder beschädigt wurde (z.B. wenn er vom Ablageort des Pakets gestohlen wurde).
  • Artikel entspricht nicht der Angebotsbeschreibung
    Der eBay-Käuferschutz schützt den Käufer, wenn ein zugestellter Artikel von der Artikelbeschreibung abweicht. In diesem Fall muss der Käufer eine Anfrage senden, um den Artikel zurückzugeben. Alle Bilder, die einer Rückgabeanfrage beigefügt werden, müssen für den Grund der Rückgabe relevant sein. Der Verkäufer ist dazu angehalten, innerhalb von 3 Werktagen auf die Beschwerde des Käufers einzugehen und einen Lösungsvorschlag zu machen, z.B. indem er eine Rücknahme akzeptiert bzw. einen Ersatzartikel oder eine Rückerstattung anbietet. In einigen Fällen akzeptiert eBay die Rückgabeanfrage automatisch im Namen des Verkäufers. Wenn der Käufer mit dem Lösungsvorschlag des Verkäufers unzufrieden ist, kann er eBay einschalten.
    Wenn eBay eingeschaltet wurde, kann eBay den Käufer nach stichhaltigen Beweisen fragen, um den Antrag prüfen zu können, und der Käufer muss die erforderlichen Beweise innerhalb der Frist vorlegen. Wenn eBay es anfordert, muss der Käufer den Artikel auf Kosten des Verkäufers zurückschicken und einen ausreichenden Zustellnachweis entsprechend diesem Grundsatz an eBay erbringen.
  • Keine Rückerstattung trotz Ausübung des Widerrufsrechts
    Der eBay-Käuferschutz schützt den Käufer, wenn dieser sein Widerrufsrecht gemäß der Widerrufsbelehrung des Verkäufers ausgeübt hat, jedoch keine fristgerechte Rückerstattung erhalten hat oder der Rückerstattungsbetrag nicht korrekt ist.

    Quelle: https://www.ebay.ch/help/policies/e...cy/ebay-money-back-guarantee?id=4210#section2
 
Hachja, das gute Kleinanzeigen-Dilemma:
Als Käufer:
Nie ohne die "sicher bezahlen" Funktion oder PayPal Waren & Dienstleistungen kaufen.

Als Verkäufer:
Nie etwas mit der "sicher bezahlen" Funktion oder PayPal Waren & Dienstleistungen verkaufen.

Fehler darin kann dann jeder selbst suchen.

Es gibt sicher für beide Seiten die üblichen Stories warum man sich auf die eine oder andere Seite stellt.

Ich handhabe das auch eher je nach Fall unterschiedlich. Will jemand Käuferschutz, bezahlt die PayPal-Gebühren dafür und wirkt ansonsten seriös oder vernünftig dann soll er den Schutz gerne haben. Das gilt dann weniger für OK/Naja Profile.

Auf der anderen Seite hatte ich auch schon einige die auch Artikel für mehrere 100€ ohne Käuferschutz erworben haben, enttäuscht wurde da bisher keiner.

Nur die Sicher Zahlen Funktion biete ich nicht an, da sind die Hürden mit einem separaten Konto, Verifizierung etc und wenn's blöd läuft 2 Wochen Wartezeit auf sein Geld einfach zu hoch.

Speziell für das Angebot wurde denke ich das meiste schon gesagt. Aber die Scams lassen sich meist auch sehr schnell in der Kommunikation entdecken.

Von mir wurden auch schon Anzeigen 1:1 kopiert, deutlich günstiger eingestellt und dann versucht damit andere zu betrügen. Das melden funktioniert bei Kleinanzeigen hingegen mal mehr mal weniger gut.

Generell noch mehr Identifikation beim eröffnen des Kontos ist aus meiner Sicht nicht notwendig, vor allem bringt auch das nichts wenn Leute via Phishing o.ä ihre Accounts verlieren und dann noch mehr Validität für die Scammer besteht. Mehr Verifizierung vorab würde es nur marginal erschweren neue Accounts anzulegen.



Zum eBay Käuferschutz: Finds ein bisschen erstaunlich, dass da bei @Sidschei nicht für den Käufer entschieden wurde.
Meine Erfahrung bei eBay sind eher, dass der Verkäufer ziemlich ausgeliefert ist, selbst bei offensichtlichem Missbrauch des Käuferschutz.
Hab mal eine Kaffeemaschine verkauft, die ich nach über 400 Bezügen in 2 Tagen (wofür die Maschine nicht auslegt ist) durch den Käufer wieder völlig verdreckt zurücknehmen musste, Versand natürlich auf meine Kappe, weil sie angeblich defekt sei. War sie natürlich nicht.
 
Ich persönlich verkaufe nur noch per "Abholen" und Barzahlung vor Ort. Ich hasse es, Sachen einzupacken und zur Post zu bringen. Und ich brauch’ die Bestätigung von Angesicht zu Angesicht, dass der Käufer die Ware in meinem Beisein begutachtet hat und zufrieden ist.

Kaufen ab nem Preis von ca. 50 Euro auch nur per Abholen und Barbezahlung vor Ort. Bei Preisen darunter tut es mir nicht weh, wenn mich einer erfolgreich betrogen oder abgezockt haben sollte.

Aber auch beim Abholen und Barbezahlen vor Ort gilt natürlich auch, dass alles möglich ist. Wenn man Pech hat, kriegt man vor Ort noch mit Gewalt seine Kohle bzw. Ware abgenommen. Absolute Sicherheit gibt es halt nicht.
 
Ich würde einfach immer in der Beschreibung der Kleinanzeige oben den Disclaimer einfügen, dass man sich doch bitte nur melden soll, wenn man mit den genannten Punkten einverstanden ist:
- Festpreis
- Bezahlung bei Versand nur via Paypal-Freunde oder Überweisung

Wer dann immer noch meint anderes zu fordern, den kann man getrost ignorieren.
 
Zum Glück sind meisten bzw. viele Verkäufer, die langjährig dabei sind, weit angenehmen und auch entgegenkommend, im vergleich zu einige, die den Regeln allein, einseitig und zu ihrer zugunsten festlegen....
 
Das bedeutet dann, nur dass nachweisen, dass die Sendung zugestellt wurde, zählt?
Also wenn man falsches oder defektes Ware bekommt oder gar nur ein leeres Karton, dann hat man einfach Pech?

Ich hatte wegen 18 Euro keine weitere Lust auf Stress mit denen von eBay 🙄 Aber dem VK wurde nach meiner Bescherde das Geld mit dem vorgelegten Sendungsnachweis gutgeschrieben. Egal was ich noch an Beweisen vorgelegt hatte. Wärs was Teureres gewesen, hätte ich wohl mehr unternommen.

Bei den 2 Fällen mit PP die ich hatte, lief das jedenfalls deutlich problemloser und kommunikativer. Leider hatte ich das nicht über PP bezahlt, passiert mir nicht nochmal.

Sid
 
Bei größeren Beträgen habe ich mir angewöhnt, das PP des Verkäufers "zu testen": ich sende z.B. einen Euro oder halt die Portokosten vorab. Wenn dann unplausible Statusmeldung kommen wie "in Bearbeitung" oder so, dann heißt das meist, das Gegenkonto ist nicht verifiziert oder existiert noch gar nicht
Das ist ein sehr guter Ansatz, danke für den Tip
Beitrag automatisch zusammengeführt:

gar nur ein leeres Karton
oder Ziegelstein, war im Netz bereits ein großes Thema, wann und wo weiß ich leider nicht mehr, war ein Youtuber der praktische Infos gab
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Aber auch beim Abholen und Barbezahlen vor Ort gilt natürlich auch, dass alles möglich ist. Wenn man Pech hat, kriegt man vor Ort noch mit Gewalt seine Kohle bzw. Ware abgenommen. Absolute Sicherheit gibt es halt nicht.
Genau, war mal einem Autokäufer passiert, wollte nach telefonischer Absprache wegen Abholort sein ersteigertes Fahrzeug abholen, Barzahlung natürlich. Am Abholort standen drei kräftige Herren ohne Fahrzeug aber die fast 10.000 € wurden dem " Käufer " unter Androhung von Gewalt abgenommen.
 
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  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

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