Aber: z.B. meine Fernsehsoftware betreibt kein FM und mir ist auch nicht bekannt, daß die Filme mit Profil gesendet würden (das man dazu ja bräuchte). Also haben die Leute rote Gesichter. Die Windows-icons kommen ohne Profil und so weiter.
Also, ich kann Dir zwar nicht sagen, wie man Win7 ein Farbprofil unterschiebt, aber zumindest sollte sich Windows beim Zeichnen von Icons daran halten. Ich benutze halt kein Windows....
Zum Thema Filme und Farbprofile kann ich aber etwas sagen, da ich in dem Bereich arbeite: Es ist zwar nicht so, dass ein Film ein Farbprofil enthält. Das braucht er aber auch nicht. Es ist allerdings so, dass Fernsehsignale und Videos in *definierten Farbräumen* gesendet und aufgezeichnet werden. Will sagen, die Primärfarben von Videoströmen sind sehr wohl genormt. Ebenso die Primärfarben von Bildern, wie etwa JPEG. Das Problem ist eher, ob die implemeniernde Software ("der Player") etwas davon weiß und vom Windows Farbprofil gebrauch macht. Vermutlich wird man dort von dem ganzen Dunstkreis "korrektes Farbmanagement" nicht viel halten, weil es deutlich die Ausgabe verzögert (das ganze ist recht nichttrivial), und insofern kommen die Filme sehr bunt herüber. Man kann höchstens versuchen, durch eventuell vorhandene Kontrasteinstellungen dem gegenzusteuern, aber farbtreu wird es wohl mit Consumer-Software nicht.
ganz gut. Aber alle Profile nützen mir in Windows nix, wenn ich dem System nicht mitteilen kann, daß der "gedachte" Quellfarbraum für sämtliche Darstellungen kleiner sein soll als der meines Monis (etwa AdobeRGB).
Doch, natürlich. Ein ICC-Profil dient genau dazu. Idealerweise enthält die Quelle ("das Bild") ein ICC-Profil oder - alternativ - ist in einem genormten Farbprofil abgelegt. Dieses ICC-Profil oder das Farbprofil beschreibt auf abstrakte Weise, wie das Bild von seinem eigenen Farbraum in den XYZ-Profil-Connection-Space umgewandelt werden soll. Ist jetzt im Player oder Betriebssystem das *korrekte* ICC-Profil des Monitors hinterlegt, so sollte (bei korrekt arbeitetem Farbmanagement) das Betriebssystem die Möglichkeit haben, vom XYZ "Profile-Connection Space" in den Monitorfarbraum zu übersetzen. Da jetzt beide Wege (Bild->XYZ und XYZ->Monitor) wohldefiniert sind, wird bei einem korrekt profiliertem Farbworkflow das Bild auf dem Monitor *richtig* und nicht knallbund angezeigt.
Sollte das nicht funktionieren, ist beim Farbprofil etwas defekt oder das Betriebssystem implementiert es nicht, oder nicht richtig. Will sagen: Man braucht nichts künstlich zu beschränken, das ergibt sich bei korrektem Farbmanagement ganz von allein.
Ob Windows sowas richtig machen kann entzieht sich meiner Kenntnis. Linux tut es nicht (um mal ein Negativbeispiel zu nennen).