JPEG Part 5 (aka JFIF) definiert ITU BT.601 als Farbraum, was genau der Farbraum von Analogfernsehen ist. Die meinsten Leute verwenden das aber falsch und benutzen stattdessen sRGB, was fast, aber nicht ganz dasselbe ist. Bluray und verwendet BT.709, welches einen etwas größeren Gamut hat, was fast, aber nicht ganz PhotoYCC ist, welches auf PhotoCD-Systemen verwendet wird. HDTV hat YPbPr, was auch wieder ähnlich zu 709 ist, aber einen Schwarzwert != 0 hat.... Will sagen, das ist alles sehr systemabhängig.
Und auch dafür bräuchte man dann natürlich eine Abspielsoftware mit FM oder eben die Systemweite Beschränkung auf diesen Farbraum.
Nochmal: Nein, bräuchte man nicht. Du bräuchtest eine Abspielsoftware, die die notwendigen Farbraumtransformationen *korrekt* ausführt, und nicht eine, die irgendwas beschränkt. Wenn die Software ganz blöd die Primaries von 709 (oder 601) auf die Primaries des Monitors legt, wird es knallbunt. Wenn die Software die Farbräume korrekt interpretiert, so sehen die Farben auch richtig aus. Das ist keine "systemweite Beschränkung", sondern ein systemweit korrekt implementierter Farbworkflow.
bei richtigen Bildern ja, aber bei den Icons wohl kaum. Beim Desktop etc...
Das hängt jetzt wieder vom Betriebssystem ab. Ich würde erwarten, dass ein vernünftiges Os einen Farbraum für seinen Desktop definiert. Das wäre dann sowas wie sRGB. Und dann würde das Betriebssystem die Icons in sRGB rendern und alles würde gut aussehen, nur eben im kleineren sRGB Gamut verbleiben. Was passiert denn, wenn Du das Farbprofil des Monitors (oft als .icm oder .icc Datei auf der "Treiber-CD") installierst? Ich meine mich zu erinnern, dass selbst Windows 2000 das interpretierte. Falls da nichts passiert, oder die Farben des Desktop(!) immer noch falsch aussehen, so stimmt entweder das Farbprofil nicht, oder im Windows oder Windows-Treiber ist etwas verstellt.
Was das Abspielen von Videos angeht so geschieht dies meist über Video-Overlays, d.h. die Graphikkarte blendet das Video direkt von einem Speicherbereich in den Desktop ein, ohne das Windows da groß die Chance hätte, dazwischen zu gehen. Hängt also dann am Abspieler. Bei Linux kann man die Abspielmethode einstellen, eventuell bei Deinem Windows-Player auch. Video-Overlay wäre dann bei unvollständiger Software nicht die richtige Wahl, aber es mag noch andere Methoden der Videoabspielung geben, die etwa die Graphikkarte zum Kopieren der Videodaten benutzen. Dort könnte dann Windows eventuell wieder den richtigen Farbraum einblenden. Wäre zumindest mal eine Idee, in der Richtung weiter zu forschen.
Meine Frage geht eben dahin, ob ich Windows bewegen kann, irgendwas in der Richtung für mich zu tun.
Siehe oben. Für den Desktop sollte es das schon tun, es sei denn, da ist was verstellt. Für das Abspielen von Videos ist das so eine Sache.