Wero Zahlungssytem, eine Alternative zu Paypal und Co.?

Um es gleich vorneweg zu sagen: Das Bargeld soll nicht abgeschafft werden. Es geht auch nicht darum, den Zahlungsverkehr in Deutschland oder im Euroraum anders zu organisieren als bisher.
😂
 
Wirklich schon mehrfach angemerkt hatte 1-2 nebenstränge gerne auslagern da nichts zu tun mit wero.
Das Thema mit „Kontrolle“ durch … you name it bringt mich auch zum seufzen 😞
 
wir waren die Woche in NL in Zeeland unterwegs. Dort sah man u.a. an Busstops Werbung für Wero.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Vielleicht findest Du in einem Forum für Verschwörungstheorien mehr Gleichgesinnte.

Ich persönlich dachte immer, in lösungsorientierten Diskursen geht es um Fakten und Sachargumente und nicht um Gesinnungen ......
ich vermute, ihr redet da aneinander vorbei, denn für mich sieht es so aus, als meintet ihr beide dasselbe...
 
In der Tagesschau-Meldung vermisse ich bei den Befragten die stichhaltigen Argumente pro und contra, ich lese da eher Allgemeinplätze.

Aus z.B. den Stellungnahmen der Sparkassenverbände (weiter vorne verlinkt) erinnere ich konkreteres, das ich auch nachvollziehen kann:
  • Wir haben nicht genug Entwickler um noch ein weiteres System zu unterstützen (die US-Riesen haben viel, viel mehr Leute)
  • Die EZB hat keine Erfahrung mit Zahlungsverkehr (außer Target2)
Auch die Händler freuen sich bestimmt auf die Kosten für ein weiteres System ...
 
Aus z.B. den Stellungnahmen der Sparkassenverbände (weiter vorne verlinkt) erinnere ich konkreteres, das ich auch nachvollziehen kann:
  • Wir haben nicht genug Entwickler um noch ein weiteres System zu unterstützen (die US-Riesen haben viel, viel mehr Leute)
  • Die EZB hat keine Erfahrung mit Zahlungsverkehr (außer Target2)
Auch die Händler freuen sich bestimmt auf die Kosten für ein weiteres System ...
Wenn die Gebühren für den Händler bei WERO und digitalem Euro die Gebühren für PayPal, Amex.... nicht übersteigen, dann sehe ich keine zusätzlichen Kosten.
Die Implementierung von TWINT ist ein überschaubarer Aufwand für die Banken.
Darauf, dass der digitale EUR kommt, kann man doch sicher wetten.

Spekulation: Die Sparkassen haben sich schon ausgemalt, wie gross der Batzen ist, den sie Paypal, Visa und Mastercard dank WERO abluchsen. Und jetzt sehen sie einen Teil der Felle davonschwimmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Den digitalen Euro, der dann vermutlich verpflichtend sein wird, in alle Systeme bei Banken, Online- und Vorort-Händlern, sowie allen beteiligten Dienstleistern einzubauen samt Aufbau einer zusätzlichen Infrastruktur ist eben kein zu vernachlässigender Aufwand. Eine zusätzliche Variante turnusmäßig zu warten und testen genausowenig. Die entstehenden Kosten werden auf die Verbraucher umgelegt werden, egal wie häufig der digitale Euro tatsächlich genutzt wird.

Die Beteiligten (nicht nur Banken) haben in WERO schon erheblich investiert. Es hat lange genug gedauert sich zusammenzuraufen. Nun macht ihnen ein (über-)staatlicher Akteur mit (derzeit noch) "Vaporware" Konkurrenz und gräbt Teilnehmer und Nutzerzahlen ab. Später drohen weitere Kosten durch die Pflichtlösung (falls aus der Vaporware etwas wird). Dass die WERO-Beteiligten davon verärgert sind, ist nachvollziehbar.

Vielleicht steigt die EZB ja noch aus ihrem Turm herab und diskutiert mit den Banken auf Augenhöhe eine Synthese aus beiden Ansätzen. Bevor es zu spät ist.
 
Nun macht ihnen ein (über-)staatlicher Akteur mit (derzeit noch) "Vaporware" Konkurrenz und gräbt Teilnehmer und Nutzerzahlen ab. Später drohen weitere Kosten durch die Pflichtlösung (falls aus der Vaporware etwas wird).
....
Vielleicht steigt die EZB ja noch aus ihrem Turm herab und diskutiert mit den Banken auf Augenhöhe eine Synthese aus beiden Ansätzen. Bevor es zu spät ist.
Wie ich oben schon geschrieben habe: Auf den digitalen EUR zu wetten wäre eine sichere Bank. Er ist auch kein Schnellschuss, den die EU jetzt zur Diskussion stellt, weil WERO gestartet ist.

In ihrem "Report on a digital euro" schrieb die EZB 2020:
"Issuing a digital euro would be relevant for nearly everything the Eurosystem does and it would have pervasive effects on society as a whole.
...
Our role is to secure trust in money. This means making sure the euro is fit for the digital age."
 
Vielleicht steigt die EZB ja noch aus ihrem Turm herab und diskutiert mit den Banken auf Augenhöhe
Finanzwende, die sich u.a. mit der Aufarbeitung von CumEx und CumCum einen hervorragenden Ruf als kritische und unabhängige Institution im Finanzbereich erarbeitet haben (u.a. ist Anne Brorhilker, die [ehemalige] Staatsanwältin, die die CumEx-Anklagen in´s Rollen gebracht hat, dort im Vorstand) – Finanzwende rückt im Hinblick auf den Digitalen Euro (und Wero) einiges gerade, unter anderem durch ihre Recherche zur "Lobbykampagne gegen das digitale Geld der Zukunft" durch die Banken. Finanzwende schreibt:
Die Position der Bankenlobby zum digitalen Euro lässt sich gut mit einem Zitat zusammenfassen:
„[Wir] würden es begrüßen, wenn der digitale Euro nicht zu erfolgreich würde“
Und sie räumen mit den zentralen 8 Mythen (Bargeldabschaffung, Überwachung etc.) zum "Digitalen Euro" auf:

Wie @StefanW. schrieb:
Er [der Digitale Euro] ist auch kein Schnellschuss, den die EU jetzt zur Diskussion stellt, weil WERO gestartet ist.

Ich hoffe, dass das wieder ein bisschen "Erdung" in die Diskussion bringt.
 
PayPal ist schon seit 22 Jahren in Deutschland aktiv und hat seit 2007 eine europäische Banklizenz. Selbst wenn die europäischen Banken zur Jahrtausendwende noch gedacht haben sollten, dass es sowas in Europa nicht braucht, sind sie sehr viele Jahre inaktiv geblieben.
Ich glaube, dass WERO ein Erfolg wird, aber wenn nicht, dann müssen sich die europäischen Banken an der eigenen Nase fassen. In Richtung digitalem EUR zu schiessen ist armselig.
 
Naja, gänzlich inaktiv waren sie nicht, es gab ja Versuche mit z.B. Kwitt, Giropay, Paydirect. Wobei ich gar nicht sagen kann, weshalb die sich jeweils nicht durchsetzen konnten. Muss mich natürlich auch ein bisschen als Kunde an die eigene Nase fassen, denn genutzt hatte ich sie selbst nicht, als sie verfügbar waren.
 
Gerade die Sparkassen haben Millionen in Paydirekt gepumpt, als sie merkten, welcher Kuchen ihnen durch Paypal durch die Lappen ging. Aber sie waren halt zu spät dran. Zu lange geschlafen.
 
Ist doch egal was wann bei wem schiefgelaufen ist. Schnee von gestern. Ich habe nichts gegen den digitalen Euro, im Gegenteil. Dennoch muss WERO jetzt schnell vorankommen.

Was die Kommunikation betrifft: die Akteure Banken, EZB und Finanzwende haben alle unterschiedliche Interessen, aber eines gemeinsam: sie wollen Aufmerksamkeit um die Durchsetzung zu befördern. Das führt stets zu Zuspitzungen. Dennoch schließt das eine sachliche Diskussion hinter den Kulissen nicht aus.

Bei der EZB ist die Besonderheit, dass sie auf der einen Seite Aufsicht sind und sich die Regeln, nach denen Sie prüfen, auch noch selbst machen (die einschlägigen Verordnungen sind hinreichend unkonkret). Auf der anderen Seite erwecken die bisherigen Infos zum digitalen Euro den Eindruck, dass die EZB selbst zum Akteur bei den Zahlungsdiensten werden möchte.

Auch wir Verbraucher haben nicht alle deckungsgleiche Interessen und Anforderungen, wie man hier im Thread gut sehen kann.

Fest steht für mich, dass wir die Kosten für die Bereitstellung der Infrastruktur des digitalen Euro bezahlen werden. EZB, Banken, Händler und die restliche Wirtschaft werden die an uns weitergeben.
 
... Auf der anderen Seite erwecken die bisherigen Infos zum digitalen Euro den Eindruck, dass die EZB selbst zum Akteur bei den Zahlungsdiensten werden möchte.
IMHO muss der digitale EUR über die Zentralbank/en laufen.

Fest steht für mich, dass wir die Kosten für die Bereitstellung der Infrastruktur des digitalen Euro bezahlen werden. EZB, Banken, Händler und die restliche Wirtschaft werden die an uns weitergeben.
Klar, die Kosten für Bargeld tragen wir ja auch.
Aber die Kosten für PayPal zahlen wir (über die gekauften Produkte) auch.
 
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