Werden die Thinkspads immer mehr zu Consumer-Books

dkh99

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Liebe Gemeinde. Ich habe derzeit ein X201 und bin damit sehr zufrieden. Nun hatte ich überlegt, das Thinkpad einem Familienmitglied zu überlassen und mir ggf. einen Nachfolger zu holen. Nicht, weil ich mit der Leistung des X201 unzufrieden bin, sondern, weil ich es gleich ausnutzen könnte, etwas neueres zu holen. Was muss ich feststellen? Keine Displayhaken, komisches Displayformat. Das sind zwei Punkte, die total untypisch sind für die Thinkpads-Arbeitsmaschinen. Wer kennt dieses Klicken nicht, wenn man das Notebook schließt. Und wer soll ernsthaft mit dem aktuellen Displayformat arbeiten können. Was sagt ihr dazu? Ausreißer oder tatsächlich die neue Designlinie von Lenovo?
 
@ibmthink:

Lenovo lässt sich das allerdings fürstlich bezahlen. Und ob man diese Garantieerweiterung bei einem Renew- oder Demopool-Gerät noch bekommt, wage ich zu bezweifeln. Das geht bei Lenovo doch nur in recht kurzen Zeiträumen, also beispielsweise nicht bei einem T440s, das schon ein Jahr als Vorführgerät gelaufen ist.

@gatasa:

Porsche ist auf HP EliteBooks und HP ZBooks umgestiegen.

@linrunner:

Wenn das 2530p solcher Murks wäre, hätten es die bislang drei Kunden von mir, von denen zwei X200 und X200t hatten und einer ein Sony Vaio, sicher nicht gekauft. Zumal das 2530p ja von der Leistung her in der gleichen Liga spielt wie das X200 und ich es eigentlich auch nicht zu einem konkurrenzfähigen Preis anbieten konnte. Die haben bei mir ein 2530p in der Hand gehabt und sich genauer angesehen und haben dann gekauft. Das Display ist besser als das des X200, beim Keyboard sehe ich auch keine Schwächen wie z.B. Klappern oder das berühmte Durchbiegen im Bereich der Enter- und Tab-Taste. Richtig liegst Du allerdings bei der HDD, die ich auch nicht mit verkauft habe. Diese bremst das System aus. Mit einer SSD hat man das Problem jedoch schnell gelöst. Mit dem Trackpoint haben sich die Kunden auch angefreundet, ich musste das Touchpad deaktivieren. Habe ich übrigens bei mir im 2540p auch gemacht, weil ich mit dem Trackpoint erheblich besser arbeiten kann.

Gruß
enrico65
 
Klar haben die sich mit einigen Neuerungen auch einen Bock geschossen ( ClickPad, usw. ) aber Lenovo muss halt auch Abstriche machen, wenn andere Anbieter auch riesen ClickPads aus Glas anbieten.
Warum muss Lenovo Clickpads anbieten? Der Trackpoint ist gegenüber einem Touchpad der deutlich bessere Mausersatz. Einer der Punkte, warum es auch zukünftig bei mir ein Lenovo-Gerät werden soll, sollte mein X220 jemals abrauchen. Mit dem Clickpad hat Lenovo einen riesigen Bock geschossen, nur weil man unbedingt auf jeden Trend aufspringen will. Was da teilweise herauskommen kann, sieht man auch beispielsweise gerade am Firefox 29, wo Mozilla nun mit der neuen Oberfläche sich gerade auch ziemlich beliebt macht.


Grüße
Thomas
 
Naja, wenn "alles" von Touch und Gesten spricht, kann ich den Versuch schon verstehen.
Nur hätte man es ja etwas besser machen können.

Wenn ich als Ab-und-Zu Touchpaduser mal an nem Apple sitze,
fallen mir schon Welten zwischen deren Touchpad und denen der TPs (bis T5xx) auf.
Neid ist da das richtige Wort:cursing:
 
Das geht bei Lenovo doch nur in recht kurzen Zeiträumen, also beispielsweise nicht bei einem T440s, das schon ein Jahr als Vorführgerät gelaufen ist.
Das geht schon, solange das Gerät noch Garantie hat, egal ob es ein Vorführgerät oder ein Renew Gerät ist - wenn es keine Garantie mehr hat, klar, dann nicht mehr. Aber bei einem 2 Jahre alten T440s, das noch in Garantie ist, kann man natürlich auch noch eine Erweiterung der Garantie auf 4 oder 5 Jahre kaufen.

Was tatsächlich zeitlich begrenzt ist, ist die ThinkPad Protection.

Wenn das 2530p solcher Murks wäre, hätten es die bislang drei Kunden von mir, von denen zwei X200 und X200t hatten und einer ein Sony Vaio, sicher nicht gekauft
Das zeigt einfach nur wie unterschiedlich die Erfahrungen sein können - man kann halt nicht verallgemeinern.
 
Jetzt muss ich doch mal etwas zu meiner Erfahrung mit der aktuellen "Lage" geben.
Mein Praxissemester habe ich bei einem sehr großen Stuttgarter Automobilzulieferer gemacht.
Standard waren(und sind) hier Thinkpads, wegen guter Erfahrung. HP gab es auch, allerdings war damals ein Einkaufsverbot wegen den häufigen DOA und dem katastrophlen Support bzw. genauer die unfähigen Techniker. Die Geräte an sich waren okay. Zuletzt waren auch noch ein paar Ultrabooks von Toshiba lieferbar, aber die haben es verpennt ne ordentliche Dockinglösung anzubieten.
Jetzt bin ich bei einem großen Mittelständler (5000 Seelen), die wohl schon länger Fujitsu nutzen. Keine Topverarbeitung, aber brauchbar und vorallem preiswert.
Kürzlich wurde eine kleinere Firma mit Dell-Rechnern dazu gekauft und nun aufgrund von Vereinheitlichung teilweise an Mitarbeiter weitergeben. Sehr solide Geräte und ein klasse Support. Bei DELL haben alle echten Business-Notebooks VOS-Service mit Techniker am nächsten Arbeitstag. Wenn ich mich bis 17:00 melde, steht am nächsten Tag der Techniker da, das CallCenter ist in Halle.

Nach den unterschiedlichen Erfahrungen in Firmen kann ich sagen dass die Ausstattung, Tastatur und Gehäuse total egal ist!
Die Geräte müssen einfach funktionieren und wenn etwas ist muss der Support stimmen!
Das müssen die Business-Hersteller gewären. DELL schaft dies sehr gut, Lenovo naja (Gerade das Call-Center und die Reaktionszeit passen nicht) und HP ist ne totale Katastrophe gewesen.

Gruß
Christopher
 
@enrico65: nicht immer kaufen Einkaufsabteilungen grösserer Firmen das was die Nutzer gut finden würden oder gar die beste Technik ...
 
@linrunner:

Nach den Wünschen der Mitarbeiter geht es gar nicht. Sonst stünden bei jedem andere Geräte auf dem Tisch - ein Horror für jede IT-Abteilung! Aber bei einem Wechsel mit größerem Roll-Out wird schon genau evaluiert. Bei Porsche hat Lenovo drei Angebote eingereicht, bis man endlich preislich konkurrenzfähig war. Die dachten, die Kuh kann gemolken werden. Dass die Kuh den Melker vom Schemel tritt, wenn er zu heftig an den Zitzen zieht und das Tier ärgert, haben die nicht bedacht. Soweit ich es mitbekommen habe, konnte Lenovo auch die Anforderungen im Support nicht erfüllen. Vor gut zehn Jahren lagen HP und Dell - und auch Toshiba nach einem kurzen Höhenflug - alle weit abgeschlagen hinter IBM. Aber auch die Amerikaner und Japaner sind nicht blöd und lernen dazu. Mittlerweile ist Lenovo wegen der miesen Produktqualität auch beim Lkw-Bauer Scania hinausgeflogen. Scania hat früher nur ThinkPads gekauft. Ich habe bei denen sieben Jahre alte IBM ThinkPads gesehen, die in der Werkstatt eingesetzt waren und sich kaum anfassen ließen wegen des Ölfilms überall. Die sind damals noch anstandslos gelaufen. Scania hat jetzt auch Dell und HP. Und die gucken insbesondere in den Werkstätten genau hin, was sie einkaufen an EDV, denn wenn die Notebooks mit der Wartungssoftware für die Bordelektronik nicht robust sind und ausfallen, stehen da Lkw in der Werkstatt und können nicht programmiert werden. Weißt Du, was in solch einem Fall an Schadensersatzforderungen auf den Hersteller zukommt?

Gruß
enrico65
 
Nein, gemeckert wird immer, bei jeder neuen Generation, sei es nun wegen den Chiclet Keyboards in 2012 oder damals beim T400 weil das ja nun teilweise Lochblechtastaturen hatte und dadurch "so viel schlechter als das T61 ist". Aber Heute werden die Dinger nur gelobt.

Ja weil man die Tastatur austauschen kann. Auch damals wurden die Dinger gelobt, aber die Loch-Tastatur war halt eine Frechheit von Lenovo.

Und leider gibt es solche Qualitätsschwankungen bei Lenovo am laufenden Band.

Diese Bugs, die übrigens beide schon gelöst wurden, hatten aber nichts mit ThinkPads an sich zu tun, sondern mit UEFI auf der einen Seite bzw. Probleme seitens Intel in der "Intel Rapid Start Technology" bzw. seitens Samsung in der Firmware der betroffenen SSDs....

Wer daran Schuld ist kann mir als Endbenutzer komplett egal sein.
 
jedes TP was ich hatte kann man einhändig öffnen... auch mit Haken... da die extra so konstruiert sind, dass es problemlos mit einer Hand geht
Aha? Dann reicht deine Erfahrung mit Thinkpads anscheinend nicht weit zurück. Mein T23 und mein WX32 z.B. haben je zwei Displayhaken und auch zwei Öffner (Slide to Unlock *g*), die man nicht gleichzeitig mit einer Hand öffnen konnte.


//edit: Dummer Tuppfehlerteufel. Daß es mal ein W32 gab wäre eine unerhörte Neuigkeit :)
 
Zuletzt bearbeitet:
_was ich hatte_ ;) ich wählte meine Worte mit bedacht :D
 
Das habe ich schon gelesen. Aber es zeigt eben, daß deine persönliche Erfahrung hier irreführend ist, weil die Realität eben anders aussah.
 
Naja, das ist aber wirklich eine relative Angabe. Nach meiner Erfahrung lassen sich viele TPs NICHT mit einer Hand öffnen, wegen schwergängiger Scharniere. Aber lieber das als Schwabbel-Labbel-Scharniere.
Und das einhändige Öffnen ist aus meiner Sicht eines der unwichtigsten Features überhaupt. Außer es wird am Tag 87 mal gemacht, dann ist das sicher was anderes ;)
 
Hmmm, deswegen die scharfsinnigen Kommentare, wenn Du das am Tag 87 mal machst ;) SCNR:facepalm:

Scotch mit Eis zu versauen ist das eine :pinch:, aber solange er nur 87 mal schwenkt und nicht trinkt, sehe ich da keine größeren Gefahren. :D

Meine persönliche Meinung: ein T60 finde ich doch deutlich servicefreundlicher als ein T23 oder T43. Also gabs anscheinend doch früher schon mal Höhen und Tiefen und man kann nicht sagen, es wäre immer nur schlechter geworden.

Guido
 
also ich muss nochmal die Theorie mit der "Massenware" aufgreifen.
Natürlich sind auch Business Notebooks Massenware....was denn sonst? Es ist für die breite Masse entwickelt nur eben nicht im Consumer-Bereich.

Durch den technologischen Fortschritt ist nunmal ein Notebook heute anders zu verkaufen als vor 15 Jahren. Die Einzige Konstante ist doch die interne Hardware. Hier bleiben die Kosten meistens Gleich. Es wird immer Leistungsfähiger von Generation zu Generation. Die andere Seite ist das Gehäuse und die Alleinstellungsmerkmale jedes Herstellers. Durch den Preiskampf verschiedener Hersteller und auch geschuldet durch die Abhängigkeit die Entwicklungen, um am Markt bestehen zu können, muss man Abstriche machen, die eben vor 10 oder 15 Jahren noch nicht notwendig waren.

Man sieht immer recht gut, das sich das Design und auch die Haptik alle paar Jahre ändert. Dabei gibt es positive und negative Veränderungen....aber so ist das nunmal überall.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und deswegen findet man neues oft generell erstmal nicht so toll.

Insgesamt glaube ich nicht das die Geräte schlechter werden. Und auch z.B. fest eingebaute Akkus oder fehlende Deckelverriegelungen sind dem Fortschritt geschuldet. Wenn ich als Hersteller ein Ultrabook anbiete, und dieses ist 1cm dicker als die Geräte der Konkurrenz, dann verliere ich bei der dazugehörigen Käuferschicht gnadenlos. Aus diesem Grund gibt es nun mal aktuell T440, T440s und das X1 Carbon 2014.

Es ist mittlerweile ein Vergleich von Apfeln und Birnen wenn ich ein 10 Jahre altes T42 mit einem T440s vergleichen will.

Ich seh das aktuell bei uns in der Firma. Wir haben von DELL auf Lenovo umgestellt. Mein Latitute was ich noch aktuell nutze benötigt eben eine "fette" Laptoptasche und eigentlich fühlt es sich an wie ein Klotz am Bein :facepalm: im Gegensatz zum schlanken T440s eines Kollegen, der eine halb so große und wesentlich schlankere Tasche dafür hat...er hat auch ne SSD drin.....ich noch nicht.

So, und nun die Frage: interessiert es mich als User ob mein Firmennotebook einen wechselbaren Akku hat? Nein! Interessiert es mich wie die Displayverriegelung aussieht und wie lange sie hält? Nein! Denn ich bekomme eh alle 2, 3 oder 4 Jahre ein neues Gerät. Denn so läuft es idR in den Firmen. Und wenn was kaputt geht, dann wirds getauscht.

Interessant wird es dann erst wenn man als Privatperson die z.B. 3 Jahre alten Rückläufer aus den Firmen kauft und nutzen möchte....

Ich denke wir werden uns auch wieder an das neue Design und die neuen Probleme gewöhnen.:cool:
Und warum? Weil ich im Media Markt und Saturn und sonstwo mich jedesmal fast übergeben muss wenn ich die Consumer Geräte sehe....und anfasse! Der Unterschied ist nach wie vor sehr groß zwischen Business und Consumer.

PS: das Einzige was mich an der Lenovostrategie stört sind die als Thinkpad bezeichneten und gelabelten Consumer Serien, welche hals Semi Business verkauft werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
So, und nun die Frage: interessiert es mich als User ob mein Firmennotebook einen wechselbaren Akku hat? Nein! Interessiert es mich wie die Displayverriegelung aussieht und wie lange sie hält? Nein! Denn ich bekomme eh alle 2, 3 oder 4 Jahre ein neues Gerät. Denn so läuft es idR in den Firmen. Und wenn was kaputt geht, dann wirds getauscht.

Interessant wird es dann erst wenn man als Privatperson die z.B. 3 Jahre alten Rückläufer aus den Firmen kauft und nutzen möchte....
für mich ist das eine gute Zusammenfassung und vor allem der letzte Absatz läßt mich darüber nachdenken, ob ich mich von Lenovo mit seinen fest eingebauten oder per chip blockierten Akkus, ... verabschieden soll
 
seinen fest eingebauten oder per chip blockierten Akkus
Und weshalb sollte das nun ein größeres Problem sein?
  • fest eingebaute Akkus gibt es (bleibt man bei den ThinkPads) aktuell lediglich bei Tablets und Ultrabooks
  • sie lassen sich (bei den Ultrabooks) zudem im Gegensatz zu den teils verklebten Akkus anderer Hersteller leicht wechseln
  • sie ermöglichen bei manchem Modellen (T440, T440s, X240) Power Bridge
  • Nachbauakkus sind ohnehin qualitativ russ. Roulette und wohl in den wenigsten Fällen durch die Bank weg empfehlenswert
  • es ist zudem zu vermuten, dass dieser Chip durchaus nachgebaut werden kann (siehe Apple Lightning)
  • Es gibt weiterhin auch Non-Ultrabook-Modelle, welche keine fest verbauten Akkus besitzen.
 
Das habe ich schon gelesen. Aber es zeigt eben, daß deine persönliche Erfahrung hier irreführend ist, weil die Realität eben anders aussah.
Mein Text war im Kontext des Themas und des relevanten Zeitraums schon korrekt... Oder wann hast du das letzte Mal ein T23... Ähm vergiss es...:rolleyes:
Und ich würd ein Bier drauf wetten, dass beim x32 der Verschluss so einrastet, dass man umgreifen und das TP mit einer Hand öffnen kann...
 
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