T14*/T15* T15 Gen2: bootet nicht, zeigt auch kein Lenovo Diagnostic

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Ich bin hier mit meinem Latein am Ende:
Bei mir ist ein T15 Gen2 gelandet (aus der Serie ohne LAN), der nicht bootet. In´s Bios komme ich ganz normal, dort werden Medien auch erkannt und entsprechend gelistet.
Der Rechner bleibt aber beim Boot-Logo hängen, und gar nichts passiert. Zieht dabei ca. 9,5 W.
Wenn ich "Lenovo Diagnostics" aufrufe, bleibt der Bildschirm schwarz. Nichts passiert. Zieht dabei ebenso ca. 9,5 W.

Natürlich habe ich alles getan, was man sinnvollerweise in einem solchen Fall tut: Auf die Bios-Defaults zurücksetzen, internen Akku und Pufferbatterie abziehen und dann 30 sec. den Einschaltknopf drücken, den Taster unter dem Reset-Loch drücken etc.

Hat jemand eine Idee, die mir weiterhelfen könnte?
 
Wie lang hast gewartet wenn er im Bootlogo hing? Hatte hier nen T480s der fast 5min gebraucht hat zum starten, ich glaub da war was mit der ME-Firmware.
 
Mindestens 5 min. Ich kann ja auf konventionelle Weise auch keine Firmware/Bios-Version aktualisieren, da gar keine Bootmedien funktionieren, auch nicht extern.
Ultima Ratio wäre extern flashen, aber da wäre ich froh, wenn ich das in diesem Fall nicht tun muss.
 
Die ME-Firmware-Version wird bei mir angezeigt, und ich kann AMT problemlos aus- und einschalten. Das scheint also nicht die Ursache zu sein.
Trotzdem danke für den Tipp!
 
Auf jeden Fall kannst du das Problem jetzt schon mal ausschliessen.
 
Hast du verschiedene Bootmedien probiert? Hatte die letzten Tage einige Geräte die kein Windows mehr laden konnten und nur Linux ging, auch von externen Bootmedien. Da war das Bios defekt, welches dann extern programmiert werden müsste.
 
Natürlich. Alles durchprobiert, das war das erste, das ich gemacht habe.
Auch ein DOS-Stick funktioniert nicht. Auch das Lenovo "Maintenance Untility" nicht. Intern nicht von verschiedenen NVMEs. Extern nicht von verschiedenen USB-Sticks.
Auch das Einsetzen eines zusätzlichen RAM-Riegels (und dessen späteres Herausnehmen) hilft nix.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

@reddevil156 : Wie hast Du das Bios für´s Flashen aufbereitet? Aus welcher Generation waren die Geräte?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ähm, waren leider keine ThinkPads sondern andere Hersteller. Schenker, Huawei, MSI. Jedes mit seiner eigenen Geschichte.
Bios organisiert, präpariert und mit externem Programmer geflashed.
Ob du allerdings ein defektes Bios hast kann ich schwer sagen. Möglich ist es jedoch.
 
Hast du mal nach Möglichkeit alles interne abgeklemmt, das für den Boot nicht gebraucht wird?
WLAN/WWAN Karte, Touchpad, Fingerprint, Smartcard Reader (zickt gerne mal, hatte ich schon 2x) einfach so gut wie alles`
Tastatur geht ja notfalls eine externe über USB..

Nicht, dass beim Initialisieren sich was weghängt.
 
Gute Idee! Allerdings hat dieses Board gar nicht so viel: WLAN ist draufgelötet, kein WWAN, kein SmartcardReader. Die anderen Sachen werde ich aber mal abstöpseln.
Danke Dir!
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Gesagt, getan. Leider alles beim Alten.
 
Zuletzt bearbeitet:
BIOS Chip ersetzen geht natürlich nur mit Auslöten. Die anderen beiden Aktionen gehen meist mit einem geeigneten PogoPin Adapter.

Wenn du das nicht selber machen kannst und auch niemand kennst, der so etwas macht, dann würde ich das Mainboard tauschen.
 
Sowohl extern programmieren als auch auslöten ist kein grundsätzliches Problem für mich. Ist hier nur eben einiger Aufwand, weil ich das Board komplett ausbauen muss (Chip auf der Unterseite).

@rumpumpel1 @thickpad @reddevil156 @KNARZ (oder wer sich sonst berufen fühlt):
Was müsste ich beachten beim Aufbereiten und Flashen eines Original-Bios für dieses Board? – damit mir nachher Intel Bootguard o.ä. nicht in die Quere kommt.
Ich verwende flashrom/flashprog und CH341A; auch mit ifd etc. kann ich umgehen.
 
zuerst ein Foto vom BIOS machen.

Mainboard ausbauen und genau prüfen: Spuren von Flüssigkeitsschäden? Spuren von Flussmittel?

Lokalisieren vom BIOS Chip: U2201. Sind die Bauteile rund um den BIOS Chip noch alle da?

Auslesen des BIOS, mindestens 2 dumps müssen identisch sein: fc.exe /b.
Achtung: der chip will 1,8V.

Mit dem MEAnalyzer von github das BIOS einlesen, Fehlermeldungen?
Der Status sollte Configured sein.

Hier musst du dich entscheiden, ob du das Original-BIOS nur mit einem frisch initialisierten ME Datensegment haben willst oder ein vollständig neues BIOS. Ein neues BIOS sollte sicherheitshalber immer ein frisch initialisiertes ME Datensegment haben (Status im MEAnalyzer = Initialized). Ausserdem sollte man einen vorhandenen Windows Key aus dem Original-BIOS übernehmen.

Viel Erfolg
 
Hi unbedingt verifizieren das es der o.g. Bios-Chip sein soll. Ggfls. an den viel weiter verbreiteteten T14 Gen2 orientieren bei der Netzrercherche.

Auslöten ist m.E. schon ein Problem es sei denn du hast eine Heißluftlöstation und genug geübt. Das sind doch alles in diesen Generationen keine SOIC8/16 mehr sondern bestenfalls WSON8. Stelle persönlich auch überhaupt in Frage ob dein Bios das Problem ist, klingt für mich eher nach Hardware-Defekt und erstmal Diagnose mittels Wärmebildkamera und dann sind wir beim Problem das es eben ein 5 Jahre altes Gerät ohne hohen Restwert ist und jeder der das alles kann 100 Euro die Stunde für Fehlerdiagnose, Reparatur und Test will dann circa 3 Stunden dafür braucht was total gerechtfertigt aber evtl. nicht zeitwertgerecht ist. Ich besitze noch etliche solcher teil-Defekten Geräte und immer wenn mal wieder ein MoBo günstig im Sale hergeht reparier ich halt eins für 30-90 Euro :). Solang liegt das Zeug halt gut.

Das was du vor hast ist mindestens Sie-Tech Level -> https://sie-tech.de/shop/
 
Falls ich mich nicht täusche hat das Gerät 2 EEPROM Chips, einen für Bios und einen für EC, die direkt nebeneinander liegen. Diese bitte nicht verwechseln und auch nicht den falschen überschreiben.
Des Weiteren könnte es sein, dass die Chips auf dem Board festgeklebt sind. Der Kleber ist super schwer lösbar, da gehen gerne mal Leiterbahnen kaputt. In dem Fall unbedingt per Clip auslesen.
 
Vielen Dank an alle, insbesondere @rumpumpel1 @thickpad und @reddevil156 !
Ich hab´s ohne externes Flashen geschafft, den Rechner wieder zum Booten zu überreden.

Lest mal hier: https://github.com/fwupd/firmware-lenovo/issues/337

Der Thread-Ersteller beschreibt genau die Symptome auf genau diesem Rechner/Motherboard. Im Rahmen seiner Gewährleistung wurde ihm von Lenovo offenbar 2 (oder 3?) Mal das Motherboard getauscht. Lenovo hat den Fehler jedenfalls nicht behoben (ob sie wussten, was kaputt ist, sei dahingestellt; offenbar war es für sie einfacher, die komplette Platine zu tauschen).

Die im Thread kontaktierten Nerds von fwupd haben den Bug auch nicht dingfest gemacht. Ich habe ihn nun durch Zufall gefunden (das ist bisher nirgends im Netz dokumentiert :-)):

In den Default-Einstellungen bei diesem Rechner ist der (vorhandene) Fingerprint-Reader (unter Security -> I/O Port Access) ausgeschaltet. Das verursacht den beschriebenen Effekt. (Keine Ahnung, ob das mit dem fehlenden LAN-Chip auf diesen Boards etwas zu tun hat.)

Auf jeden Fall verhält sich dieser Rechner reproduzierbar so, auch mit aktuellem BIOS, EC und ME:
Fingerprint-Reader ausgeschaltet –> Kein Booten, keine "Lenovo Diagnostics"
Fingerprint-Reader eingeschaltet –> Normales Booten, "Lenovo Diagnostics" funktioniert
 
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