Stromsparen unter Vista - lösbar?

Hogan

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Hallo,
Pibach hatte neulich angeregt, sich dem Thema "Strom sparen unter Vista" verstärkt anzunehmen. Aus meiner Sicht gibt es da noch genug Optimierungspotential. Um den Stein ins Rollen zu bringen, fange ich an und poste hiermit meine Erfahrungen.

Das Wichtigste jedoch vorab: ALLES AUF EIGENE GEFAHR!

Viele Faktoren spielen eine Rolle - Festplatte, CPU und Internet sowie die spezielle Einstellung u./o. Abstimmung diverser Dienste. Bevor man jedoch rumexperimentiert, sollte jedem klar sein, das der eine oder andere Dienst eventuell in einer kausalen Kette mit anderen Diensten steht und rigoroses Abschalten in BSOD endet.

Folgende Konfiguration bewirkt bei mir ~8WH Verbrauch trotz WLAN an OHNE das die Festplatte ständig andreht sondern DAUERHAFT ruhig ist.

1. ANLASSEN: Computerschutz aka Volumenschattenkopien (mit vssadmin begrenzen)
Konsole als Administrator starten: vssadmin Resize ShadowStorage /For=C: /On=C: /MaxSize=1000MB
->begrenzt man den Spreicherplatz ist wesentlich eher Ruhe und verliert außerdem nicht soviel Platz auf C

2. ANLASSEN: Auslagerungsdatei (feste Größe einstellen, damit Windows nicht ständig mit resize beschäftigt ist)
->NICHT beim Herunterfahren löschen (XP Antispy Option - Manche Programme "hassen das")

3. ANLASSEN: Readyboost und Readydrive (verbraucht zwar marginal mehr, spart aber Energie, weil die Festplatte nicht andrehen muß)
->während ich das schreibe läuft mein Winamp aus dem Cache und die Festplatte ist ruhig :)

4. ANLASSEN: Superfetch und Prefetch (nur auf Startoptimierung stellen - mit Freewaretool TweakVI)

5. !!!AUSTELLEN!!!: Dienst Windows-Suche aka Indizierung (abstellen!)
-> verbraucht massiv Akku, Festplattenspeicher (*edb) udn braucht man aus meiner Sicht nicht ständig

6. !!!AUSTELLEN!!!: Nero-Indizierung (ähnlich der Windows-Indizierung
-> ich habe alle Dienste von Nero abgestellt, da das durch die Bank nur Quatsch ist

7. DiskKeeper (Dienst auf manuell, da sonst die Festplatte im IDLE Modus gern mal rödelt und es somit ebenso wieder unmöglich ist Akku zu sparen)
-> mit neuen NCQ- o. SSD-Festplatten gehört das endlich der Vergangenheit an

8 . Diverse Logs wie Fehlerberichterstattung, Leistungsprotokolle etc. können ebenso deaktiviert werden.

Bevor ich einen Dienst abstelle, kläre ich die Abhängigkeiten der Dienste untereinander und lese vorab im Internet, was dieser genau zu Aufgabe hat. Vor Abstellen eines Dienstes, dessen Funktion ich nicht kennen sollte, erstelle ich einen Wiederherstellungspunkt und kontrolliere nach Abstellen die Ereignisanzeige.

Als Energie-Basisprofil hat sich bei mir das Energiestar-Profil, welches man bei Lenovo hier herunterladen kann als sehr nützlich herausgestellt. Mein verändertes Profil anbei. Dieses Profil kann man ebenso noch weiter ausbauen, auch wenn es aus meiner Sicht schon optimal läuft.

Ein möglicher Ansatz, der Dienste dauerhaft abstellt und kurzfristig beendet sowie das Energy Star Profil auf andere Art und Weise anpasst ebenso anbei. Vielleicht wäre der zweite Anhang ausbauwürdig.

Mehr fällt mir grad nicht ein.

Ich hoffe, alle posten hier Ihre Erfahrungen, wie man effektiv und ohne zu große Leistungseinbußen Akku spart oder sparen könnte.

Viel wichtiger wäre es jedoch, wenn sich jemand wie Pibach engagiert und die gesammelten Erkenntnisse dann in ein Wiki o.ä. überträgt.

Was meint Ihr?

Hogan
 
m.E. sollte ein funktionierender RAM Write Cache reichen. Alles andere ist Gefrickel. Dass dieser nicht geht liegt am fsync() Problem von Firefox. Dies sorgt für ein vorzeitiges Flushen des Write Caches. Dafür gibt es vermutlich im entgültigen 3.0 Release einen Fix (abwarten...). Es gibt da aber wohl auch einen Patch mit "Pragma synchronous off" für SQLite.
Temporär hab ich das unter Linux so gelöst, dass ich Epiphany als Browser nutze. die Platte bleibt dann aus solange man will (entsprechend der Dirty Writeback Einstellung des Cache).
 
Und wie kann man das dann auf alle Programme ausweiten?
Das die Festplatte auch bei Office tool o.ä. dann wirklich nur noch anläuft, wenn man etwas speichert oder öffnet?
 
Der Ram Write Cache löst das von alleine, erst nach der dirty writeback Zeit kann es dann Schreibzugriffe geben. Lesezugriffe werden sowieso gecacht, das ist unproblematisch. Aber ein paar Ausnahmen gehen am Write Cache vorbei, u.a. eben obige fsync() calls an die SQLite Datenbank von Firefox. Möglicherweise machen das noch ein paar andere Systemaufrufe und Log-Schreibereien, welche genau wäre eben rauszukriegen. Ich nutze mein x61t überwiegend unter Linux, da ist die Platte aus, fertig.
 
[quote='tgraupne',index.php?page=Thread&postID=383325#post383325]Das wäre natürlich total super, so würde die Platte beim surfen endlich mal wirklich aus bleiben.
Das Problem im Moment ist nur, dass ich die Festplatte nichtmal im idle mode aus bekommen.
Beim meinem T61 hatte das alles geklappt :(
Hab jetzt auch, AHCI, TurboMem, Festplatte aus nach 60sek und und und...
Aus geht sie trotzdem nicht ;(
Hab nochmal meine Dienste hochgeladen, vllt findet jemand den Übeltäter



edit 2 Ich habe den ganzen Sachverhalt Festplatte nocheinmal genauer untersucht und hoffe, dass ihr mir so beser helfen könnt.

Im idle mode treten überwiegend folgende Prozesse auf:
- NTFS- Volumenprotokol (ständig ca 380kb/min schreiben)
- NTFS- Masterdateintabelle (ständig ca 50kb/min schreiben)
- NTFS- Zuordnung für freien Speicherplatz

ab und zu treten auf:
- ICQ Owner.mdb
- ReadyBoost.sfcache <-- Das interessiert mich vorallem, da es wenn es auftritt enorm viel zu lesen und zu schreiben hat, auf der Platte

Diese Zugriffe führen zu dem Verhalten, dass meine HDD fast im 2 sekundentakt zwischen 0 und ca 25KB/s hin und her springt.

Wofür habe ich eigentlich 3 GB RAM und 1 GB TurboMem, wenn so viel, selbst idle auf der Platte los ist... ;( Hilfe ;([/quote]

^^ wie gesagt ist das der status. Ich krieg einfach die Platte nicht aus.... Hilfe
 
Bei mir ist die im Idle unter Vista ne Weile aus, immer etwa 30 sekunden aber auch schon mal einige Minuten. HowTo siehe:
http://think-wiki.org/index.php?title=Festplatte_abschalten
Readyboost kann man auf jeden Fall schon mal abschalten...

Lesende Zugriffe gibt es keine mehr. Ab und zu schreibende, obwohl die der Wirte Cache abfangen sollte. Möglicherweise ist die Dirty zeit dafür einfach zu klein. Hier gilt es nun rauszufinden, wie man die Dirty Zeit des Caches erhöht (vermutlich irgendein Registry Eintrag).
 
...bitte nichtmit irgendeinem tool die HD-Temp auslesen -> jedesmal spinup :(
 
Aber Readyboost schreibt doch gerade auf zB meinen TurboMem um die Platte zu entlassten...

Beim T61 hatte es auch so geklappt....bringt denn Readyboost wirklich überhaupt nix?
 
[quote='troubadix',index.php?page=Thread&postID=384062#post384062]...bitte nichtmit irgendeinem tool die HD-Temp auslesen -> jedesmal spinup :([/quote]

jo, hab das schon beachtet.

HDTune startet nicht automatisch mit oder so und in PFC ist das Auslesen der SMART Temp deaktiviert
 
[quote='tgraupne',index.php?page=Thread&postID=384063#post384063]Aber Readyboost schreibt doch gerade auf zB meinen TurboMem um die Platte zu entlassten...

Beim T61 hatte es auch so geklappt....bringt denn Readyboost wirklich überhaupt nix?[/quote]Ahso, du hast Turbo Memory. Hm.Ich denke ReadyDrive reicht. ReadyBoost bringt soweit ich weiß nur was, wenn du wenig RAM hast, ansonsten ist der RAM Cache besser und schneller (sowieso). Von der Theorie her kann TM, ReadyDrive und -Boost alles gar keine Effekte haben, sondern leider nur wenn Fehler in den RAM Cache Teibern bzw. in deren Aufrufen sind. Aber vermutlich setzt genau hier TM an. Denn was die Windows SW genau tut ist nicht so richtig klar. Möglicherweise schießen da ein paar Systemaufrufe queer und machen unnötige Cache Flushes? Jedenfalls sind hier einige, die mit TurboMemory die Platte unter Vista ausbekommen, ohne TM hat das soweit ich weiß noch keiner geschafft. Prinzipiell müsste es aber gehen (mit vereinten Kräften und Hilfestellungen). Und unter Linux gehts jedenfalls ganz einfach.
 
[quote='troubadix',index.php?page=Thread&postID=384062#post384062]...bitte nichtmit irgendeinem tool die HD-Temp auslesen -> jedesmal spinup :([/quote]Bleibt bei Dir die Platte etwa aus? Ohne TurboMemory?
 
So, Readyboost ist deaktiviert. Hat aber leider nicht geholfen.
Nachdem Vista am Anfang ca 2 min irgendwas zu schreiben hat stellt sich dann das Bild ein, was ich hier ein paar posts vorher nochmal zitiert hatte

Was mich sehr verwundert hat war folgende Datei in der Leistungsüberwachung HDD:

C:\Wndows\Prefetch\ReadyBoost\ReadyBoost.etl

^ das hatte ich doch deaktiviert o_O ??

Hilfe
 
Platte gibt bei mir Ruhe: T61 2Ghz 4GB Ram ohne FlashSpeicher ohneTurboMem aber Vista64 also volles RAM adressierbar.

edit:allerdings noch mehr Ruhe, wenn ich die Platte mit Vista32 und 4GB SD-HC nehme :thumbup:
 

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[quote='troubadix',index.php?page=Thread&postID=384220#post384220]

edit:allerdings noch mehr Ruhe, wenn ich die Platte mit Vista32 und 4GB SD-HC nehme :thumbup:[/quote]

Ich bitte um Infos, wie hast du das hinbekommen`?
 
Ja, das hat bisher hier noch keiner geschafft - aber alle würdens gern haben (schau mal den Hitcount dieses Threads an...).
 
sorry, falsche Entwarnung, trotz:

1. clean installation von Vista
2. 4GB RAM einstecken (nach der Installation...sonst gibt's da einen bug ohne SvcPack1)
3. 4GB SD-HC in den Slot, falls vorhanden sonst USB-Stick, für readyboost
4. Schreibcache auf HD und SD (Stick) aktivieren
5. Updates installieren (nur M$ weiß, was M$ tut)
6. Automatische Updates danach definitiv abschalten!
6. die Hinweise in diesem thread beachten, d.h. unnötige services und progis (z.B. defrag)) abschalten [und PowerScheme configurieren -> HD-Aschaltung]
7. mit TweakIV Prefetcher und Superfecht resetten, rebooten

ist die HD nur ruhig unter Vista32, weil sie auch sonst leise ist :P (Hitachi 80GB).

Auch in idle findet sich unmotivierte HD-Aktivität :( :( :(

Vista64 scheint doch ein effektiveres Speichermanagement zu haben ?(
 

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[quote='troubadix',index.php?page=Thread&postID=384379#post384379]
3. 4GB SD-HC in den Slot, falls vorhanden sonst USB-Stick, für readyboost
[/quote]

Womit wir wieder beim Thema wären, wie lange macht die SD das mit? Wie schnell sollte die SD Karte sein, damit sich das lohnt?
 
Also SD kannst Du vergessen - hatte eine 150x drin und abgesehen von diversen Abstürzen wurde das System sogar langsamer. Nimm Intel Turbo Memory oder schalte Readyboost ab und rüste soviel RAM auf wie es geht. Die SD kannst Du prima als Notfallstartdiskette benutzen.

LH Hogan
 
[quote='Hogan',index.php?page=Thread&postID=389060#post389060]Also SD kannst Du vergessen - hatte eine 150x drin und abgesehen von diversen Abstürzen wurde das System sogar langsamer. [/quote]Ja, als Systembeschleuniger taugt eine SD Karte nicht. Aber um die Platte ausgeschaltet zu lassen. Da es meistens Schreibzugriffe sind, können die im Hintergrund stattfinden, langsamer wird also auch nichts. Stromverbauch sollte auch niedrig bleiben (müsste man testen). Allerdings darf man die SD Karte nicht mit dem sinnlosen Readyboost betreiben. Die Verschlüsselung kostet offenbar zu viel CPU.
Unter Linux kann man aber einfach die Writeback Time beliebig hochdrehen und Abstürze sind sehr unwahrscheinlich, SD Karte braucht man da also nicht.
 
Kann sich nich mal jemand mit einem Insider von Microsoft in Verbindung setzen und da anfragen wie man die WriteBackTime bei Vista ändern kann?
Hier hat doch jeder irgendeinen Bekannten, der einen Schwager hat... :thumbsup:
 
Die kannst Du sinnloserweise nur in Windows CE ändern. Vielleicht auch in Server 2008, das weiß ich allerdings nicht. Unter Vista geht es nicht.

LG Hogan
 
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