Ich sehe die Angelegenheit mit der Warterei immer mal wieder bei meinem Bekannten.
Sei es der erste Flachbildschirm (bis vor kurzem, obwohl er viel am PC macht noch mit nem 17zoller unterwegs!) weil die Preise immer weiter gesunken sind, und weil das Bild auch immer besser wurde.
Ergebnis solcher Wartereien ist auf alle Fälle, dass die Vorfreude weiter steigt! Diese Vorfreude ist sowieso etwas, was einem bei so "normalen" Dingen im Preisbereich von PC Hardware schnell verlohren geht, weil man zu sehr gewöhnt ist sich einfach alles zu kaufen, was einem lieb ist. Besonders von denjenigen, die sich Hardware über LANGE Zeit anschaffen wollen, höre ich die Argumentation mit den Hardwarepreisen und mit dem "bald kommt etwas tolles, was ich lange behalten möchte" immer wieder. Gerade diese Personen leben dann aber oft lange mit einer Lösung die ziemlich suboptimal ist (meine Freundin z.b. würde nur ein Notebook mit USB3 kaufen, hat schon seit 7Jahren ein Notebook mit Singlecore und 700MB Ram -> Ihr könnt euch vorstellen wie oft ich ihr schon ein T61 andrehen wollte....).
Ich bin schon seit langem, jemand der dann Kauft, wenn der Gebrauchtmarkt gerade günstig ist! Dieser unterliegt manchmal etwas anderen Preisschwankungen als der Neukaufmarkt. Bestes Beispiel ist dort der Quadcoresektor auf S775 Basis. Dort haben die CPU's über Jahre keinen Preisverfall gehabt. Jetzt werden die CPU's immer noch für einen hohen Preis verkauft. Hingegen werden die einsteiger I7 auf S1366 sogar günstiger verkauft (und DDR3 ist auch günstiger gewesen als DDR2) Ist so ein Fall gegeben, lohnt sich ein solcher Moment.
Bei der SSD habe ich als, ne intel x25 mit 40GB noch 60€ gekostet hat, eine solche gekauft. Nun habe ich einfach ohne lange zu suchen auf die "alte" OZX mit 120GB aufgerüstet (und einige meiner Freunde von HDD auf SSD). Selbst beide SSD's zusammen sind günstiger als eine 120er SSD damals gekostet hat. Interessant bei der Intel SSD ist auch noch, dass die Verkaufspreise immernoch etwa bei 50% des Neupreises liegen (denn auch Ebay ist etwas träge!).
Meinem Mitbewohner ist schon mal eine OCZ abgeraucht, daher habe ich auch kein so gutes Gefühl. Auf der anderen Seite, werde ich diese SSD auch nicht ewig nutzen, vor allem gehören sowieso keine ungesicherten Daten auf ein Notebook (kann geklaut werden) oder auf die Systempartition mit SSD.
An Energieersparnis habe ich nicht so viel bei der SSD Bemerkt. Vor allem der Chipsatz spart am meisten Strom, wenn er sich schlafenlegt. Das ist natürlich meistens auch dann der Fall, wenn keine Festplattenzugriffe stattfinden. Wer sich also über den niedrigen Verbrauch mit HDD kurz ausgeschaltet freut, der muss auch noch die anderen Komponenten im Hinterkopf behalten. Hinzu kann kommen, dass mit SSD die Cpu häufiger auf den höheren Taktzahlen laufen wird (solange man die Hochtaktzeit nicht sehr groß einstellt), das ist natürlich auch ineffizienter.
Aus diesen Gründen meine ich, dass der Laufzeitunterschied zwischen verschiedenen SSD's sehr gering ausfällt.
Der Festplattenmarkt hat sehr schön bewiesen, dass Hardwarepreise nicht wie damals zur P3 Zeit immer weiter Sinken. Ich habe mich damals ziemlich mit Festplatten eingedeckt und bin jetzt natürlich froh darüber. Ein weiterer Grund dafür, dass man Hardware dann kaufen sollte, wenn es einen Juckt.
Auch wenn das jetzt etwas Off Topic ist: Bei Notebooks freue ich mich gerade darüber, dass Win 8 den Tablet Markt anschraubt. Seit dem X61t mit 1400x1050 Bildschirm hat Lennovo leider für mich kein weiteres Spitzenprodukt auf den Markt gebracht (bis heute). Was jetzt noch unbezahlbar ist, wird dann in 1 bis 2 Jahren auf dem Gebrauchtmarkt ankommen.