Recht auf Reparatur bis spätestens 31.07.26

joshua666

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"Die neuen Regeln sollen laut der EU-Richtlinie für folgende Geräte gelten: Waschmaschinen, Trockner, Waschtrockner, Haushaltsgeschirrspüler, Kühlgeräte, Schweißgeräte, Staubsauger, Server, Datenspeicherprodukte, Mobiltelefone, Drucker, Tablets, Computer ohne Tastatur (sogenannte Slate-Tablets), schnurlose Telefone, E-Roller und E-Bikes."
 
Hoffen wir mal, dass die Redakteure bei Spiegel oder dpa was falsch verstanden haben. Wäre bei IT-Themen nicht ungewöhnlich. Weiter oben im Bitkom-Zitat sind "Laptops" erwähnt. Andererseits kritisiert die DIHK "unklare Regelungen":unsure:
 
Moin
Der Spiegel hat ein wenig von heise abgekupfert. In dem Artikel tauchen weitere fragwürdige Dinge auf. Zum Beispiel sollen Kunden Zugriff auf
Zitat "
  • Zwei Instrumente sollen der Richtlinie zum Erfolg verhelfen: eine Onlineplattform, die über Reparaturstellen in der Nähe der Verbraucher informiert, und ein einheitliches europäisches Reparaturformular, das standardisierte Angaben zur Preisberechnungsgrundlage, Reparaturdauer, Ersatzteilverfügbarkeit et cetera enthält.
haben. EU Bürokratie as usual.

Gruß
TS
 
Statt zu rätseln - aus der Primärquelle:


Dokument 32024L1799

Richtlinie (EU) 2024/1799 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juni 2024 über gemeinsame Vorschriften zur Förderung der Reparatur von Waren und zur Änderung der Verordnung (EU) 2017/2394 und der Richtlinien (EU) 2019/771 und (EU) 2020/1828 (Text von Bedeutung für den EWR)
....
....
LISTE DER RECHTSAKTE DER UNION MIT ANFORDERUNGEN AN DIE REPARIERBARKEIT

1. Haushaltswaschmaschinen und Haushaltswaschtrockner: Verordnung (EU) 2019/2023 der Kommission (1)
2. Haushaltsgeschirrspüler: Verordnung (EU) 2019/2022 der Kommission (2)
3. Kühlgeräte: Verordnung (EU) 2019/2019 der Kommission (3)
4. Elektronische Displays: Verordnung (EU) 2019/2021 der Kommission (4)
5. Schweißgeräte: Verordnung (EU) 2019/1784 der Kommission (5)
6. Staubsauger: Verordnung (EU) Nr. 666/2013 der Kommission (6)
7. Server und Datenspeicherprodukte: Verordnung (EU) 2019/424 der Kommission (7)
8. Mobiltelefone, schnurlose Telefone und Slate-Tablets: Verordnung (EU) 2023/1670 der Kommission (8)
9. Haushaltswäschetrockner: Verordnung (EU) 2023/2533 der Kommission (9)
10. Waren, die Batterien für leichte Verkehrsmittel enthalten: Verordnung (EU) 2023/1542 des Europäischen Parlaments und des Rates (10)
Quelle: https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2024/1799/oj?locale=de
 
@TheSentinel
  • Zwei Instrumente sollen der Richtlinie zum Erfolg verhelfen: eine Onlineplattform, die über Reparaturstellen in der Nähe der Verbraucher informiert, und ein einheitliches europäisches Reparaturformular, das standardisierte Angaben zur Preisberechnungsgrundlage, Reparaturdauer, Ersatzteilverfügbarkeit et cetera enthält.
haben. EU Bürokratie as usual.

Das klingt so negativ, wie würdest du das lösen wollen? Hoffen das die Hersteller es freiwillig machen?
Für mich hört sich das nach einer klaren Verbesserung an.
 
Guten Morgen LisaE

Merzi-Scherzi und Co haben Druck in der Sache, denn der 31. Juli 2026 winkt deutlich sichtbar am Horizont. Ich erlaube mir dem gesamtem Bundestag bei der Bewertung der Vorlagen jegliches technisches Verständnis abzusprechen, denn sonst wäre es den Parlamentären auch aufgefallen, was Linrunner bezgl. Notebooks und Co in die Runde warf.

Warten wir ab, in wie weit die Abgeordnet:Innen verstanden haben, worum es in diesen Dokumenten geht. Und davon bin ich Ich bin nicht überzeugt

Ade
TS
Beitrag automatisch zusammengeführt:

@TheSentinel
  • Zwei Instrumente sollen der Richtlinie zum Erfolg verhelfen: eine Onlineplattform, die über Reparaturstellen in der Nähe der Verbraucher informiert, und ein einheitliches europäisches Reparaturformular, das standardisierte Angaben zur Preisberechnungsgrundlage, Reparaturdauer, Ersatzteilverfügbarkeit et cetera enthält.
haben. EU Bürokratie as usual.

Das klingt so negativ, wie würdest du das lösen wollen? Hoffen das die Hersteller es freiwillig machen?
Für mich hört sich das nach einer klaren Verbesserung an.
Hi ubu

Hersteller, Anbieter, Firmen wollen alle unser Bestes, und das in Massen: unser Geld.

Grundsätzlich bin ich für solche Gesetze, solange der Verbraucher nicht zu sehr von undurchsichtigen Regularien und künstlich eingebauten Hürden vom Gebrauch des Rechts abgeschreckt werden.
Doch dazu werden Lobbyisten- Verbände alles daran setzen, um dieses Gesetz zu ihren Gunsten abzuschwächen oder -ändern. Und auf diese "eingebauten Hintertüren" für die Nichterfüllung von (hier) Garantie- und / der Reparaturansprüchen ziele ich.

Schärfere, ganz klar umrissene Regeln und Definitionen, was Hersteller in Sache Reparatur und Co "liefern" müssen, sowie dass, was wir als Kund:Innen beizusteuern haben, fehlt mir völlig. Wenn Kunde:Innen schon "Formular ausfüllen müssen" hören, stößt das bei der Vielzahl garantiert auf Ablehnung.

TS
 
Zuletzt bearbeitet:
.... Ich erlaube mir dem gesamtem Bundestag bei der Bewertung der Vorlagen jegliches technisches Verständnis abzusprechen, denn sonst wäre es den Parlamentären auch aufgefallen, was Linrunner bezgl. Notebooks und Co in die Runde warf.
Der Link bezog sich auf eine Ausschusssitzung. Die kann man live verfolgen oder auch später in der Mediathek ansehen.
In den Ausschüssen stehen Fachleute/Interessensvertreter Abgeordneten Rede und Antwort.
Die nehmen dort nicht unvorbereitet Teil und vertreten teils sehr gegenteilige Einschätzungen/Interessen. Das ist kein Stammtischgeschwätz.
 
Ich erlaube mir dem gesamtem Bundestag bei der Bewertung der Vorlagen jegliches technisches Verständnis abzusprechen, denn sonst wäre es den Parlamentären auch aufgefallen, was Linrunner bezgl. Notebooks und Co in die Runde warf.
Auch wenn ich in etwa weiß, was als Antwort kommen wird: die europäischen Parlamentäre haben keine Laptops in die Liste aufgenommen. Ob die da einen Grund für gehabt haben (denn ja, die haben für sowas meist Fachleute ;) ), das entzieht sich meiner Kenntnis.

Aber egal, was jeder von uns von dieser / einer / jeder / keiner Regierung oder Partei oder der EU halten mag, ich glaube, eins dürften die meisten hier so sehen: jedes Gerät, das repariert und nicht weggeworfen wird, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Jede gesetzliche Vorgabe in dieser Richtung, ist deshalb für mich ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn sie anfangs noch lückenhaft sein mag.

Ich bin schon froh, das diese EU-Richtlinie umgesetzt und der EU nicht wieder ausgeredet wurde. Denn die Vorgängerregierung hat sich ja für dieses "Recht auf Reparatur" stark gemacht und nicht die aktuelle. Deshalb schauen wir mal, was daraus so wird, oder es ob nach den ersten Protesten der Hersteller still und leise wieder beerdigt wird.
 
Da zukünftig weitere Geräteklassen aufzunehmen ist erheblich einfacher als das Gesetz erstmal durchzubringen.
Redet bitte Verbesserungen (und ja, ich denke es ist eine Verbesserung gegenüber der aktuellen Situation) nicht kaputt, nur weil sie nicht perfekt sind.
 
Hi LisaE

Ich bin schon froh, das diese EU-Richtlinie umgesetzt und der EU nicht wieder ausgeredet wurde. Denn die Vorgängerregierung hat sich ja für dieses "Recht auf Reparatur" stark gemacht und nicht die aktuelle. Deshalb schauen wir mal, was daraus so wird, oder es ob nach den ersten Protesten der Hersteller still und leise wieder beerdigt wird.

Alles, was dazu beiträgt Elektrogeräte so lange wie möglich zu nutzen finde ich sehr wichtig. Wenn ich in unseren Rechnerzoo schaue war da nicht ein einziges Neugerät, eher reparierte Stücke. Bei refurbished Apple Geräten war die Preisdifferenz zu Neugeräten bislang nicht so gravierend. Da kauft(e) man eher neu.

Was das Einknicken vor der Industrie betrifft, bin ich bei Dir. Es wird sich zeigen, in wie weit die beteiligten EU-Regierungen standhaft sind. Es sind ja immer irgendwo Wahlen und da schlagen sich z.B. Arbeitsplatzabbau oder Investitionskürzungen (z.B. Eli Lilly und Boehringer Ingelheim in RLP) sofort im Abstimmungsergebnis nieder.

Gruß
TS
 
Alle, wirklich alle Geräte müssen so ausgelegt sein, dass diese einfach repariert werden können. Utopisch? Keinesfalls, sondern Standard bis in die 70er Jahre weltweit und bis Ende der 80er Jahre im Ostblock. Insbesondere in den Mangelwirtschaften war es unabdingbar, die Waren reparabel zu gestalten.

Es braucht doch keine Gesetze, in denen später Millionen Artikel einzeln aufgeführt werden. Das führt nur wieder einmal zu einer weiter aufgeblähten Bürokratie. Zudem finden immer findige Produzenten ihre Lücken, und definieren eine Waschmaschine durch eine kleine Zusatzfunktion eben zu einem neuen Gerätetypen.
 
Es braucht doch keine Gesetze, in denen später Millionen Artikel einzeln aufgeführt werden. Das führt nur wieder einmal zu einer weiter aufgeblähten Bürokratie. Zudem finden immer findige Produzenten ihre Lücken
Darum darf man sich nicht über die aufgeblähte Bürokratie wundern, wenn statt "einhalten von Gesetzen und Verordnungen" nach Umgehungsmöglichleiten gesucht wird (Platinen von Samsung-Fernsehern in Epoxydharz gießen, um Austausch von Elkos zu verhindern).

Die zehntausende Klagen wegen Kleinbeträgen in allen Lebensbereichen sind ein Beispiel dafür, dass bis in die kleinste Lücke alles definiert und festgelegt sein muss, damit nicht wieder irgend jemand wegen €5.- vor ein Amts- oder Verwaltungsgericht zieht.

Über die gleiche Entwicklung in den USA hatten wir uns vor 30-40 Jahren schier totgelacht - (Kanarienvogel in Mikrowelle trocknen, Kaffee im McDonald's kann heiß sein...) .
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch wenn ich in etwa weiß, was als Antwort kommen wird: die europäischen Parlamentäre haben keine Laptops in die Liste aufgenommen. Ob die da einen Grund für gehabt haben (denn ja, die haben für sowas meist Fachleute ;) ), das entzieht sich meiner Kenntnis.

Bei den inzwischen meist in SoC-gefertigten Geräten mit verlötetem RAM/CPU ist Reparieren ohnehin nur sehr eingeschränkt möglich. Maximal ist da Tausch von Komponenten wie Display, WLAN, SSD und so Zeugs drin.

Natürlich werden sich viele Firmen immer wieder etwas einfallen lassen, um bei Defekten eher einen für sie besseren Neukauf statt einer werterhaltenden Reparatur zu forcieren. Aber dank solcher Gesetze werden die Spielräume kleiner und es wird nicht von Haus aus auf Halde produziert.

Methoden gibt es ja immer noch genug, um Technik künstlich zu altern wie alle 2 Jahre neue Handys zum Vertrag, Leasing beim Kfz oder Betriebssysteme, die nicht mehr supported oder aktualisiert werden. Wieso fällt mir da jetzt ausgerechnet W11 ein?
 
Bei den inzwischen meist in SoC-gefertigten Geräten mit verlötetem RAM/CPU ist Reparieren ohnehin nur sehr eingeschränkt möglich. Maximal ist da Tausch von Komponenten wie Display, WLAN, SSD und so Zeugs drin.
Apple ist da grad ein gutes Beispiel, allerdings sind die mit dem aktuellen Neo auf dem richtigen Weg.
Natürlich werden sich viele Firmen immer wieder etwas einfallen lassen, um bei Defekten eher einen für sie besseren Neukauf statt einer werterhaltenden Reparatur zu forcieren. Aber dank solcher Gesetze werden die Spielräume kleiner und es wird nicht von Haus aus auf Halde produziert.
Das bleibt abzuwarten.
Methoden gibt es ja immer noch genug, um Technik künstlich zu altern wie alle 2 Jahre neue Handys zum Vertrag, Leasing beim Kfz oder Betriebssysteme, die nicht mehr supported oder aktualisiert werden. Wieso fällt mir da jetzt ausgerechnet W11 ein?
Ja, wieso denn? Mir fällt da eher Apple ein.
 
Apple ist da grad ein gutes Beispiel, allerdings sind die mit dem aktuellen Neo auf dem richtigen Weg.
Ja, wieso denn? Mir fällt da eher Apple ein.

Apple ist halt nur ein Teil des gesamten Elektro- und Elektroniksektors. Bei dem Gesetz geht es ja um das Gesamte und damit eben auch um die sinnbildlichen Billigheimer, die von Haus aus so gefertigt werden, dass Reparieren gar nicht möglich ist, weil Öffnen gleich Zerstören bedeutet. Was Software betrifft, werden die Apple-Dinger jedenfalls vergleichsweise lange mit Updates versorgt, während wegen W11 etliche ausreichende Rechner quasi nicht mehr zu nutzen sein sollten (beim erneuten W10-ESU bis jetzt 2027 musste ich etwas schmunzeln).

Sehen wir doch das Positive und seien froh, dass es zumindest eine Grundlage gibt. Beim einheitlichen Anschluss mit USB-C hat es ja auch gedauert.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

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