PRISM, Tempora & co. - Was wissen/können Geheimdienste bewirken?

Nun, als Folge dessen stellt sich die Frage, ob Microsoft in ihren Betriebssystemen Backdoors eingebaut haben. Gleiches gilt für Sicherheitslösungen von US amerikanischen Firmen etc.
 
Warum soll MS sonst melden, dass diese Sicherheitslücken geschlossen werden? - Damit die Nachrichtendienste vorgewarnt sind und diese nicht mehr nutzen.

Da auch PGP in der US-Version Backdoors beinhaltete, dürfte sich die Frage selbst beantworten, besonders, wenn man diese Tage aufmerksam Nachrichten hört oder Zeitung liest.
(Übrigens ein Umstand, der schon vor über 10 Jahren bekannt war, aber von den Medien damals nicht so hochstilisiert wurde, wie jetzt)
 
War das nicht schon vorher bekannt? Mir kommt es gerade nicht so vor als wäre die News neu. :confused:
 
Groß überraschend tut einen das ja nicht mehr. In den letzten Tagen/Wochen wurde schließlich so einiges "enthüllt" und ich denke, das wird nur die Spitze des Eisbergs sein.
Trotzdem eine äußerst unschöne Sache und das macht die Internet Explorer Werbung von wegen "Privates sollte privat bleiben" noch unglaubwürdiger, als sie ohnehin schon war. :facepalm:
 
Groß überraschend tut einen das ja nicht mehr. In den letzten Tagen/Wochen wurde schließlich so einiges "enthüllt" und ich denke, das wird nur die Spitze des Eisbergs sein.
Was heißt "Tagen/Wochen"?
(Übrigens ein Umstand, der schon vor über 10 Jahren bekannt war, aber von den Medien damals nicht so hochstilisiert wurde, wie jetzt)

So war z.B. schon in den 1980er Jahren bekannt, dass jedes Telefonat, das über eine Ortsvermittliungsstelle der Post hinaus ging (also über Richtfunk), abgehört wurde - und zwar von beiden Seiten des eisernen Vorhangs.
Nach dem Zerfall des Warschauer Pakts saßen die Nachrichtendienste jetzt außerdem noch an den Backbones der gerade neu aufkommenden Internets und spionierten vorwiegend für die heimische Industrie, was schon Ende der 1990er Jahre bekannt war.
 
Was mir auch in der Hinsicht noch einfiel:
Erinnert sich noch jemand an den Skandal, als Apple heimlich die Standortdaten gespeicher hatte? Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich gefragt, was die damit wollten, heute weiß ich es...
Ähnliches könnte auch mit allen MS-Produkten funktionieren...
 
Der Unterschied zu früher ist aber jetzt, dass es nicht mehr mit einem "Verschwörungstheorie!" abgetan werden kann. Eigentlich ist es zum ersten Mal, dass diese Praxis auf ziemlich glaubwürdige Weise bestätigt wird.

Dass der Aspekt Industriespionage so lange ignoriert wurde, kam mir sowieso reichlich naiv, um nicht zu sagen, saublöd vor. Schliesslich suchten die Geheindienst nach dem Zusammenfall des Ostblocks dringend nach einer Existenzberechtigung. damals fiel der Begriff Industriespionage sehr oft!

Wenn ich an all di eFirmen denke, die ihre Entwicklungspläne, deren Fortschritte und ihre Strategien fröhlich in Emails, ungesicherten Telefonaten und womöglich noch in Clouds preisgeben...
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun, dann müssen wir wohl wieder wie die Höhlenmenschen hausen, da haben wir dann keine Datenspionage mehr! :eek:
 
Nun, wirklich neu ist die News in sich natürlich nicht. Jedermann dachte sich dies bis dato. Jedoch wurde sie nun als Fakt bestätigt. Ausserdem, was die NSA mit ihrem PRISM-Programm und Grossbritannien mit ihrem Tempora-Projekt, also sämtliche Anzapfungen der transatlantischen Glasfaserverbindungen ausspielen, dürfte wohl auch in Deutschland stattfinden. Frankfurt beherbergt den kompletten Knotenpunkt des Internetverkehrs. Die USA haben umfassenden Zugriff auf diesen. Die Dimensionen nehmen jedoch immer grössere Ausmasse an. Mal abwarten, was uns in den nächsten Wochen noch an "Überraschungen" erwartet.
 
Naja, oder man nutzt eben Open Source-Software, und verschlüsselt seine Kommunikation ;)
 
Du glaubst doch nicht ernsthaft dass die NSA diese Verschlüsselungen nicht knacken kann und du wenn du Open Source Software nutzt du geschützt bist.
 
Nun, wirklich neu ist die News in sich natürlich nicht. Jedermann dachte sich dies bis dato. Jedoch wurde sie nun als Fakt bestätigt.

http://www.heise.de/security/meldun...egierung-keine-Cyberwar-Munition-1889004.html

"Microsoft reicht Informationen über Sicherheitslücken über mehrere Kanäle weiter. An einigen dieser Kanäle nehmen Regierungsmitglieder teil."

Du glaubst doch nicht ernsthaft dass die NSA diese Verschlüsselungen nicht knacken kann und du wenn du Open Source Software nutzt du geschützt bist.

Zumindest PGP ist sicher genug.
 
Du glaubst doch nicht ernsthaft dass die NSA diese Verschlüsselungen nicht knacken kann und du wenn du Open Source Software nutzt du geschützt bist.

Je nach Verschlüsselungsverfahren gibt es da schon rein Mathematisch eine sehr hohe Sicherheit. Und bei OSS lassen sich Backdoors wohl ausschließen, Vorraussetzung dafür ist natürlich, dass man den Code kennt. Aber das lässt sich ja alles machen.
 
Ähmm... Microsoft untersteht der NSA. Dies ist nun Fakt. Konsequenz daraus ist also, dass die NSA Einblick in den Sourcecode seitens Microsoft hat. Nenne mich paranoid, aber mittlerweile sind solche Stellungsnahmen von Konsorten wie Microsoft und co. für mich nur noch "heisse Luft".

Zumindest PGP ist sicher genug.
Sollte, zumindest ist der Code mathematisch sehr genau nachvollziehbar und bei einer genügender Schlüssellänge (RSA: 2'048 Bits - Militärstandard, 1'024 Bits - Bankenstandard) und mit einem entsprechend, stark genug gewähltem persönlichen Password, sollte die Sicherheit gewährt sein.
 
Je nach Verschlüsselungsverfahren gibt es da schon rein Mathematisch eine sehr hohe Sicherheit. Und bei OSS lassen sich Backdoors wohl ausschließen, Vorraussetzung dafür ist natürlich, dass man den Code kennt. Aber das lässt sich ja alles machen.

Das Problem ist wie Snowden gesagt hat, dass die NSA durch Layer8-Fehler die Verschlüsselung nichtmal knacken braucht.

Ähmm... Microsoft untersteht der NSA. Dies ist nun Fakt. Konsequenz daraus ist also, dass die NSA Einblick in den Sourcecode seitens Microsoft hat. Nenne mich paranoid, aber mittlerweile sind solche Stellungsnahmen von Konsorten wie Microsoft und co. für mich nur noch "heisse Luft".

Es ging mir nur um den Satz den ich zitiert habe, im Sinne von: "Diese Lücke wird demnächst geschlossen, darüber könnt ihr nichtmehr in ein System eindringen."
 
Ich glaube, wenn wir bis in alle Details wüssten, was alles abgehört, gespeichert und aufgezeichnet wird, würden wir in einem Blockhaus im Grünen wohnen, wieder auf Schreibmaschinen tippen und über große Strecken per Rauchzeichen oder berittenem Boten kommunizieren.

Komplett entgehen kann man der Überwachung nicht. Man kann versuchen, die Angriffsfläche möglichst klein zu halten - also keine Nutzung von Clouddiensten, sozialen Netzwerken, Software von MS (Windows, Skype...) und Konsorten, Einsatz von Verschlüsselung und so weiter. Aber die Vorstellung von der freien, unüberwachten Kommunikation ist und bleibt wohl eine Illusion.
 
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