Performance OCZ Vertex2 SSD

.matthias

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7 Aug. 2007
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Hallo,

ich habe mir heute eine neue SSD für mein X201 genehmigt, die 60GB Supertalent wurde mit der Zeit doch etwas klein. Ihren Lebensabend fristet die nun als Systemplatte in meinem Desktop-PC.
Es handelt sich um ein X201 mit i5-520M, 4GB RAM und Windows 7 64-bit. Verbaut ist nun eine OCZ Vertex2 90GB. Der QM57-Chipsatz sollte ja auch jeden Fall SATA2 haben.

Routinemäßig hab ich mal mit gebenchmarked ob alles in Ordnung ist. Für Referenzwerte habe ich mich mal an diesem Artikel hier orientiert: [1]

Die haben dort CrystalDiskMark und AS-SSD gebencht. Das habe ich auch getan, um Softwareprobleme auszuschließen. Als Screenshots anbei die Ergebnisse.





Im Vergleich zu dem Review erreiche ich also ca. 1/4 weniger Leistung im sequentiellen Schreiben/Lesen, und sogar 2/3 weniger Leistung im 4K-Test.

Auf der Platte sind noch 40GB frei.

Was ich schon probiert habe:

- auf neuere Firmwareversion geprüft; meine Version ist lt. CrystalDiskInfo sogar etwas neuer, als die zum Download angebotene
- im BIOS ist AHCI eingestellt
- Intel-SATA-Controller-Treiber via Lenovo System Update erneuert; installiert ist nun Version 9.6.6.1001

Ähnliches hatte ich zugegeben auch immer mit meiner Supertalent 60GB, hab es da aber eher auf das Alter der Platte geschoben.

Hat jemand eine Idee dazu?

Viele Grüße,
Matthias


http://www.hardwareluxx.de/index.ph...agility-2-mit-sf-1200-controller.html?start=4
 
Vertex 2 120GB

Hallo,

hier die Werte meiner 120er Vertex 2 ChristalDiskMark & Ass - die iedrigen Schreibwerte bei ASS kommen, da die Platte dort im "geschützten Modus" (sh. HP von OCZ) agiert hat. Ansonsten ligen die Werte wohl deutlich über denen des TS.





Gruß
Volker
 
Hm, die einzigen Unterschiede die ich erkenne liegen in der FW-Version sowie den Versionen von CrystalDiskMark und ASS. Mit einer älteren ASS-Version komme ich aber ebenfalls nicht an deine Ergebnisse heran.
 
Die Hersteller verweisen alle auf ATTO, weil sie selber anscheinend mit dem benchen und danach die Specs richten....aber ATTO ist sozusagen der BestCase...
AS SSD ist schon am vernünftigsten von den Benchmarkprogrammen her (glaub auch nicht das da ne Inkompatiblität mit deim Controller vorliegt, der Hund ist woanders begraben) aber solange sie dir im RL noch schnell genug ist würde ich auf die ganzen Benchmarks pfeifen;-)
 
die unterschiede zwischen ass und atto kommen daher, dass atto mit leicht komprimierbaren daten arbeitet beim testen und ass mit (pseudo-)zufälligen daten, die sich nicht komprimieren lassen. da der sandforce controller die daten komprimiert um den speicher zu schonen und gleichzeitig die leistung zu erhöhen, liefern die genannten benchmarks stark unterschiedliche werte. bei anderen ssd ist das nicht der fall.
ass liefert somit worst case werte, atto dagegen best case werte. in der realität wird man daher irgendwo zwischen atto und ass landen. je mehr komprimierte daten dabei sind (archive, bilder, musik, videos etc pp), desto mehr nähert man sich ass an.
 
jpgs und mp3 sind doch schon komprimiert? wie will man die weiter komprimieren? :D

Aber sonst stimmt das. AS liefert eher worst case. Atto best case.
 
Der Controller kommt wohl an seine Grenzen.

Die Frage ist dann, warum Volker soviel bessere Werte erzielt.Das X201s verwendet mit dem QM57 ja den gleichen Chipsatz. Das Problem scheint aber bekannt zu sein. Ich habe in einem OCZ-Forum viele derartige Threads gefunden. Dort wird immer darauf verwiesen, dass Benchmarkergebnisse nicht unbedingt real-life-Performance wiederspiegeln. Woher die Unterschiede zwischen den Ergebnissen kommen, will aber auch niemand erklären.
 
Ich habe in meiner Workstation und in dem X201 die gleiche SSD verbaut, also die Vertex 2 mit 120GB. Beide SSDs haben den gleichen Firmwarestand.

Auf der Workstation starten Applikationen deutlich schnell als auf dem X201. Auf diese Benchmarks gebe ich persönlich sowieso nicht so viel.

Gruß
maffel
 
Diese Benchmarks sind mir irgendwie auch alle etwas suspekt.

Hab auch seit kurzem ne OCZ vertex 2 ext. mit 60gb.
Hab die unter Windows 7 in meinem Desktop rechner formatiert (zwecks alignment) und nen Firmware update gemacht und wo ich schon mal dabei war auch ein paar benchmarks durchlaufen lassen. Im groben und ganzen hatte ich glaube auch so lesewerte von ~200 und schreibwerte von 100mb/s.

Wenn ich jedoch unter ArchLinux meine SSD "benchmarke" (SSD Benchmark im Arch Wiki), komm ich auf über 200mb/s beim schreiben.

Code:
# dd if=/dev/zero of=tempfile bs=1M count=1024 conv=fdatasync,notrunc
1024+0 records in
1024+0 records out
1073741824 bytes (1.1 GB) copied, 4.97101 s, 216 MB/s

achja, wenn ich ne 1Gb datei kopiere:

Code:
# time cp tempfile tempfile2

real    0m3.701s

das sind ~270mb/s

mfG
 
Weiter oben steht doch, daß die Sandforce-Controller wie in der Vertex2 die Daten beim Schreiben komprimieren.
Wenn du als Quelle /dev/zero nimmst, bekommst du Testdaten, die sich super komprimieren lassen.

Probier mal /dev/random.
 
selbst /dev/random lässt sich vermutlich noch ganz gut komprimieren (kenne mich da aber nicht aus - nur Vermutung).

Kennt denn jemand einen vergleichbaren Benchmark wie Atto oder Ass unter Linux?

(also diese standard dd sachen kenne ich schon, hätte aber gerne so einen o.g. Benchmark)
 
Die Werte, die /dev/random liefert, sollten recht gut an ein Realworld-Szenario herankommen. Da hast du ja auch weder komplette Null-Daten noch absolute Entropie, sondern eine Mischung.
 
Stimmt, mit dem /dev/zero haste recht ;)

Wobei man aber mit /dev/urandom nicht auf 100mb/s und mehr kommt ^^ (zumindest bei meinem x sollte das bei unter 10mb/s liegen, wenn ich mich nicht irre)
Muss mal schauen, wie man das noch "benchen" kann, bin aber immo nicht am Lappi.

Gnome hat nen Tool dabei (palimpsest), mit dem man die Leserate testen kann. Um auch die Schreibrate zu testen, brauch man aber eine leere! Partition auf der SSD.

mfG
 
218 mb/s gibts von /dev/zero aus

6,3 mb/s gibts von /dev/urandom aus, allerdings belastet dd nur einen Kern, der bei 100% rödelt, also wird das der Flaschenhals sein ;) (2.4 Ghz pro Kern übrigens)

Edit: Das mit dem urandom und random hab ich auch bemerkt ;)
Ist aber beides zu langsam... :crying:
 
/dev/random ist zu langsam. außerdem ist es nicht sinnvoll für etwas so unwichtiges wie einen benchmark den entropie-pool des kernels zu leeren. besser ist /dev/urandom, da es nicht den entropiepool leert und somit anders als /dev/random nicht irgendwann blockiert. das ist "deutlich" schneller mit immerhin ein paar mb/s. zum benchen einer ssd aber immer noch zu langsam.
ich hab mal frandom gefunden. ein kernelmodul, das sich nur einmal einen startwert vom kernel holt und dann mittels eines rc4-streamcipher pseudozufallszahlen erzeugt. damit können geschwindigkeiten in der größenordnung von 200 mb/s erreicht werden. da sich solche zufallsdaten nicht sonderlich gut komprimieren lassen sollten, dürfte man damit ähnliche werte erreichen wie as-ssd-benchmark unter windows.
 
Habs oben schon probiert hervorzuheben.
Wenn dann musst du /dev/urandom nutzen. random blockiert, da kommt so erstmal nicht viel raus ;)

mfG

edit. zu spät ^^
 
frandom
wird aber nicht mehr aktiv entwickelt. habs grad mal kompiliert und geladen, doch /dev/frandom wird nicht erstellt. dmesg meldet auch nichts. vor ein oder zwei jahren hats noch geklappt. hab damit mein raid überschrieben bevor ichs mit luks verschlüsselt hab.
 
r3v1l' schrieb:
Diese Benchmarks sind mir irgendwie auch alle etwas suspekt.

... das ist der Punkt, solange es keine "Standards" gibt, können die div. Programme lediglich Anhaltspunkte geben (z.B. wie sich zwei SSD's im Vergleich verhalten oder ob die eigene SSD seit der letzten Messung an Leistung verloren hat). Eine verklässliche Messung würde ich nie erwarten. Es gibt da zu viele Unbekannte, wie z.B. die OS-Konfiguration, Treiber, die Befüllung der SSD, BIOS usw. Bei meinen Messungen hatte ich z.B. (sh. Laufwerksbuchstabe) von der zweiten Platte in der Ubase gebootet. Läuft die SSD als Systemplatte sind die Werte wohl sicher niedriger (werde ich nchher mal vergleichen). Hinzu kommt die "ominöse" Aussage, dass diie OCZ-Firmware die Platten in einen "geschützten" Zustand versetzt, wenn die Aktivität eines Benchmarks festgestellt wird (was Konkretes habe ich dazu nie gelesen, lediglich, dass es so sein soll). Von daher wäre es viel interessanter zu wissen, welches Programm eine verlässliche Aussage über die fehlerfrei Funktion der SSD macht. Die Zahlen sind als absolute Werte meiens Erachtens wertlos. Das ist etwa so, wie bei den Autos, die im Prospekt 4,9 L brauchen und real nicht unter 7,0 L zu bekommen sind.

Gruß
Volker
 
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