Odyssee mit dem VOS... Wandlung?

iYassin

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Hi zusammen,

ich hätte mal gern Eure Meinung hierzu: Eine Freundin von mir hat ein P1 Gen 4 mit VOS + Premier Service, der aktuell seinem Namen leider gar keine Ehre macht. Es wurde ursprünglich ein Servicefall wegen Überhitzung eröffnet, da auch nach den üblichen Optimierungsmaßnahmen regelmäßig die Temperaturen einzelner Kerne für 1-2 Sekunden auf fast 100 °C hochgeschossen sind und damit die Lüfter eigentlich immer auf 100% liefen. Dann lief es wie folgt ab:
- 1. VOS-Einsatz: Lüfter getauscht, dabei ging die Sicherung für das Display-Backlight kaputt
- 2. VOS-Einsatz: während Anfahrt des Technikers abgesagt, da ihm ein Display statt ein Mainboard gesendet wurde
- 3. VOS-Einsatz: Mainboard getauscht, dabei ging das Display kaputt, das daraufhin Streifen und Burn-In gezeigt hat
- 4. VOS-Einsatz: Display getauscht, nun ist ein Gewinde im C-Cover kaputt, sodass das Gehäuse nicht mehr richtig schließt

Aktuell wartet sie nun auf den 5. VOS-Einsatz, bei dem das C-Cover getauscht werden soll, hat aber schon wieder einige Tage nichts vom Service gehört. Ich bin ehrlich gesagt auch etwas enttäuscht, wie lange es dauert, bis sich dann zum nächsten VOS-Termin jemand meldet. Die letzten beiden Male haben wir beim Lenovo Premier Service angerufen, da einige Tage seitens des Servicepartners gar nichts passiert ist, dann wurde innerhalb der nächsten 24 Stunden ein Termin vereinbart - ob das Zufall war oder tatsächlich das erneute Triggern durch Lenovo selbst nötig war, weiß ich nicht. Aber gerade, wenn das Problem durch den Service selbst verursacht wurde, sollte das doch eigentlich etwas mehr von selbst laufen.
Und wovon ich gar nicht erst anfangen will, ist, wenn man den Anruf des Servicepartners verpasst - normal würde man ja einfach sofort zurückrufen, aber das ging in den letzten Wochen nicht, ein zweiter Anruf kommt nicht, Emails werden auch nicht beantwortet, und man musste wieder direkt bei Lenovo selbst anrufen. Erstaunlich gut funktioniert dagegen, wenn man den Anruf erhält, der KI-Bot, der den Termin vereinbart.

Anyway: Nachdem das ja jetzt schon ewig hin- und hergeht - ist es möglich, bei Lenovo irgendwann einen Tausch des Gerätes anzufragen? Beim 1st Level Support am Telefon direkt wird ja wahrscheinlich nicht so erfolgreich sein, und nachdem hier im Forum ja schon der ein oder andere ein Tauschgerät bekommen hat, wollte ich mal nach Euren Tipps fragen.
Hintergrund ist, dass die Besitzerin des Gerätes in zwei Wochen ins Ausland umzieht und das ja sicher viel komplizierter wird, wenn es nun grenzüberschreitend wird. Eine Reparatur passt zeitlich ja noch, aber wenn dabei wieder etwas kaputtgeht, wird es langsam eng... und die verursachten Defekte sind ja allesamt einer Natur, die normal nicht über die Garantie abgedeckt wäre, d.h. einen neuen Fall im Ausland zu eröffnen, würde wohl ins Leere laufen.

Wie würdet Ihr hier vorgehen? Servion ist leider keine Option, da das Gerät wirklich jeden Tag zur Arbeit gebraucht wird (und zum Glück ja auch genutzt werden kann).

Danke schonmal für Eure Hilfe!

Viele Grüße,

iYassin
 
Zuletzt bearbeitet:
halb-OT:
[..] dass das Gerät nicht entbehrt werden kann.
Was für sich genommen schon ein unhaltbarer Zustand ist.
Zu einem Backupkonzept gehört nicht nur wichtige Daten zu sichern, sondern auch eine Strategie zu haben wie man an diese Daten herankommt, wenn der Hauptrechner aus welchen Gründen auch immer ausfällt.

@iYassin:
Vielleicht nutzt du den aktuellen Vorfall um mal grundsätzlich mit deiner Freundin über das Thema IT-(Ausfall-)Sicherheit zu sprechen!
Nach momentanem Stand muss ohnehin ein Ersatznotebook her, mit dem zumindest behelfsmäßig die wichtigsten Aufgaben erledigt werden können, weil nicht davon ausgegangen werden kann, das das P1 bis zum Umzug verlässlich einsatzbereit ist. Dieses Ersatznotebook könnte man auch nach der aktuellen "Krise" als Teil des Backupkonzepts beibehalten.
Vielleicht hast du ein passendes Gerät in deinem Fundus. Fall nicht, ließe sich sicher hier im Forum kurzfristig Eines auftreiben.
 
Warum soll man selbst ein Gerätekontingent vorhalten, wenn man VOS hat (und dafür bezahlt hat)? Wir sprechen hier ja nicht von einer Schreibmaschine, sondern von einem P1 G4....Da dürfte der Aufpreis zu bring-In durchaus knackig gewesen sein.
 
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Warum soll man selbst ein Gerätekontingent vorhalten, wenn man VOS hat (und dafür bezahlt hat)?
Darum ;) :
 
Darum ;) :
Ja, ok, dann stimmt aber was an dem teuer bezahlten Produkt VOS nicht bzw. ist dies mangelhaft (zusätzlich zum P1 Gen 4 selber). Das Gerät hätte längst vom VOS getauscht werden müssen, denn die zwei Nachbesserungsversuche sind ja längst vorbei. Was hat ein nicht vorhandenes Backup-Gerät mit einem mangelhaften VOS zu tun?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist alles richtig, hilft aber im konkreten Fall nicht weiter.
Unter'm Strich bleibt stehen, dass dieses P1 aktuell ein Single Point of Failure ist, und die Erkenntnis, dass man sich im Zweifelsfall trotz viel investierten Geldes nur auf sich selbst verlassen kann, und möglicherweise auf ein paar wenige gute Freunde.
 
Hier ist die Frage ganz konkret:
(Wie) Kommt @iYassins Freundin bis zu ihrem Umzug zu (mindestens) einem korrekt funktionierenden, und für ihre Zwecke brauchbaren Notebook?
 
Eskalation bei Lenovo....Recht auf Wandlung hat man bei 5 erfolglosen Reparaturversuchem ziemlich sicher.
Edit: im konkreten Fall wegen des Zeitdruckes selbstständig einem Ersatz beschaffen und das Geld von Lenovo für das P1 wiederholen.
 
Zuletzt bearbeitet:
...
Edit: im konkreten Fall wegen des Zeitdruckes selbstständig einem Ersatz beschaffen und das Geld von Lenovo für das P1 wiederholen.
Genau das würde ich nicht machen!

Warum soll man selbst ein Gerätekontingent vorhalten, wenn man VOS hat (und dafür bezahlt hat)?
Weil all die Servicepakete keine Garantie dafür sind, dass man quasi ununterbrochen ein funktionierendes Gerät auf dem Tisch stehen hat. Nicht bei Lenovo, nicht bei HP und nicht bei Dell.
Lenovo: Bei Premier Support Plus und Premier Support heisst es zwar: "Vor-Ort-Service am nächsten Werktag und priorisierte Ersatzteilbereitstellung", aber die hochgestellte 4 hinter dem letzten Wort führt zu "Je nach Markt sowie Teile- und HW-Verfügbarkeit."
 

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Zuletzt bearbeitet:
Genau das würde ich nicht machen!


Weil all die Servicepakete keine Garantie dafür sind, dass man quasi ununterbrochen ein funktionierendes Gerät auf dem Tisch stehen hat. Nicht bei Lenovo, nicht bei HP und nicht bei Dell.
Gibt es diesen Service bei keinem namhaften Hersteller?
 
Kommt auf die Hardware an. Für IBM Mainframes hab ich von 4h Reaktionszeiten inkl. Ersatzteil gehört. Alles eine Preisfrage ...
 
...Alles eine Preisfrage ...
Da sprechen wir aber von Preisen, die kein Notebookkäufer mehr tragen möchte. Man legt sich nicht mal eben einen Mainframe in den Schrank. Wenn man aber 10 P1 Gen4 im Einsatz hat, dann kann es sinnvoll sein, 11 Exemplare zu kaufen und Nr. 11 einsatzbereit als Backup vorzuhalten.

Wenn IBM/Lenovo 2008 Ersatzteile für T61 und X61 vorrätig hatte, dann war damit der grösste Teil der aktuellen Geräte (im Firmenumfeld) abgedeckt. Wenn man sich die Modellvielfalt 2026 ansieht....
 
Vielleicht nutzt du den aktuellen Vorfall um mal grundsätzlich mit deiner Freundin über das Thema IT-(Ausfall-)Sicherheit zu sprechen!
Nach momentanem Stand muss ohnehin ein Ersatznotebook her, mit dem zumindest behelfsmäßig die wichtigsten Aufgaben erledigt werden können, weil nicht davon ausgegangen werden kann, das das P1 bis zum Umzug verlässlich einsatzbereit ist. Dieses Ersatznotebook könnte man auch nach der aktuellen "Krise" als Teil des Backupkonzepts beibehalten.
Vielleicht hast du ein passendes Gerät in deinem Fundus. Fall nicht, ließe sich sicher hier im Forum kurzfristig Eines auftreiben.
Bisschen OT: Ich gebe dir natürlich Recht, aber ein Ersatznotebook mit >= 32 GB RAM und einer relativ aktuellen GPU mit 8 GB VRAM vorzuhalten kostet nicht gerade wenig, das muss man sich leisten können. Habe ich selbst auch nicht - wenn mein XPS 15 kaputtgeht, hab ich auch ein Problem. Aber das ist mit Doktorandengehalt im öffentlichen Dienst leider einfach so. Generell ein Ersatzgerät zumindest für Emails und Office sollte natürlich vorhanden sein, dafür liegt bei mir auch immer noch das X230t im Schrank (und auch das X201 könnte zur Not wohl noch eingesetzt werden) - aber das kann ich meinen Freunden natürlich auch nur empfehlen...

Warum soll man selbst ein Gerätekontingent vorhalten, wenn man VOS hat (und dafür bezahlt hat)? Wir sprechen hier ja nicht von einer Schreibmaschine, sondern von einem P1 G4....Da dürfte der Aufpreis zu bring-In durchaus knackig gewesen sein.
Eben, klar ist ein Gerätekontingent eine besssere Versicherung (gerade da ein Gerät ja auch mal komplett ausfallen kann und dann bis zur Reaktion des VOS kein Ersatz da ist) - aber das ändert nichts daran, dass der Service besser funktionieren sollte, als er aktuell vom zuständigen Servicepartner angeboten wird. Und ja, 5J VOS + Premier war nicht billig...

Lenovo: Bei Premier Support Plus und Premier Support heisst es zwar: "Vor-Ort-Service am nächsten Werktag und priorisierte Ersatzteilbereitstellung", aber die hochgestellte 4 hinter dem letzten Wort führt zu "Je nach Markt sowie Teile- und HW-Verfügbarkeit."
Aber daran hängt es ja gar nicht, sondern eher daran, dass sich niemand meldet und dass bei den VOS-Einsätzen aktuell ständig etwas schief geht. Wenn es an fehlenden Teilen liegt, kann man ja immer mal eine Mail schicken. Als der VOS hier noch von IBM abgewickelt wurde, hatte der Techniker tatsächlich auch immer einige Teile dabei, auch wenn z.B. nur ein Display benötigt wurde, kam der Techniker mit Displaykabel, Scharnier und Mainboard. Das ist jetzt wohl effizienter gestaltet.
 
Aber daran hängt es ja gar nicht,
Wie in vielen anderen Threads auch, sind wir etwas von der Ursprungsfrage abgeschweift.

.....dass bei den VOS-Einsätzen aktuell ständig etwas schief geht.
Selbst behandelt man sein teures ThinkPad wie ein rohes Ei und wenn man dann liest:
"- 1. VOS-Einsatz: Lüfter getauscht, dabei ging die Sicherung für das Display-Backlight kaputt
- 3. VOS-Einsatz: Mainboard getauscht, dabei ging das Display kaputt, das daraufhin Streifen und Burn-In gezeigt hat
- 4. VOS-Einsatz: Display getauscht, nun ist ein Gewinde im C-Cover kaputt, sodass das Gehäuse nicht mehr richtig schließt"
dann denkt man sich, dass man das als Laie besser hinbekommen hätte.

Ich verstehe, dass ihr euch ärgert.
 
Neuigkeiten von Lenovo:

Nach einer gründlichen Überprüfung Ihres Falls habe ich festgestellt, dass das Gerät über einen Drittanbieter erworben wurde, der nicht Teil des autorisierten Lenovo-Vertriebsnetzwerks ist, und dass es sich um ein Gebrauchtgerät handelt.

Gemäß den Bestimmungen der Lenovo Limited Warranty ist der Garantieanspruch in erster Linie an Geräte gebunden, die über Lenovo oder autorisierte Vertriebspartner verkauft wurden, und setzt die Validierung der ursprünglichen Kaufdetails sowie der Eigentumsverhältnisse voraus. In diesem Fall, da das Gerät nicht über einen autorisierten Vertriebskanal erworben wurde und die Eigentumshistorie nicht vollständig verifiziert werden kann, ist Lenovo leider nicht in der Lage, Garantieansprüche zu gewähren oder Support im Rahmen der Standardgarantie bereitzustellen.

Darüber hinaus wird das Gerät auf Grundlage der technischen Bewertung derzeit als technisch nicht mehr reparabel eingestuft. Diese Bewertung kann zur Unterstützung Ihres Anliegens beim Verkäufer verwendet werden.

Nach geltendem deutschen Recht sind Ansprüche hinsichtlich Produktkonformität, Mängeln oder möglichen Lösungen wie Reparatur, Austausch oder Rückerstattung an den Verkäufer zu richten, der das Produkt in den Verkehr gebracht hat. Das Vertragsverhältnis sowie die damit verbundenen Verpflichtungen bestehen somit zwischen Ihnen und dem Händler, bei dem das Gerät erworben wurde.

Aus diesem Grund ist es am sinnvollsten, sich direkt an den Verkäufer zu wenden. Dieser ist am besten in der Lage, Ihren Anspruch zu prüfen und Ihnen gegebenenfalls eine geeignete Lösung anzubieten, wie z. B. eine Rückerstattung oder einen Austausch, entsprechend den Verkaufsbedingungen. Sie können sich dabei auch auf die oben genannte technische Bewertung beziehen.

Das ist doch nicht wahr, oder? Bei Lenovo ist doch die Garantie an die Seriennummer gebunden und hat überhaupt nichts mit dem Erstkäufer, Verkäufer etc. zu tun?

Ich kann ja verstehen, wenn sie einen Komplettaustausch ablehnen würden, da die aktuelle Besitzerin nicht Erstkäuferin ist, aber die Garantie? So wären ja alle ThinkPads, die hier in Forum oder über Dritthändler verkauft werden, ohne Garantie.
 
somit ist die Garantie auf jeden Fall raus
Ist das echt nach den Garantiebedingungen echt so, wenn das Gerät nicht mehr reparabel/"zu kaputt" ist, dann sagen sie einfach "Garantie fertig" und sind damit raus? Obwohl für eben die Garantie dafür mal richtig viel Geld bezahlt wurde? Dann würde ich mir in Zukunft wohl zweimal überlegen, ob ich ein Garantieupgrade kaufe.
Und in wie fern kann ein C-Cover-Tausch "nicht mehr reparabel" sein?

Aber im aktuellen Fall ist das eh egal, schließlich ist der Garantiefall schon längst abgeschlossen, aber dabei hat der Lenovo-Techniker das Gerät kaputtgemacht, und das müssen sie definitiv wieder instandsetzen.

damit haben sie (leider) Recht - Wandlung kann nur gegenüber dem Verkäufer geltend gemacht werden.
Das ist klar, leider... daher hab ich das auch direkt nicht mehr verfolgt.
 
Bei Lenovo ist doch die Garantie an die Seriennummer gebunden und hat überhaupt nichts mit dem Erstkäufer, Verkäufer etc. zu tun?
Noch mal nachhaken und stelle dieser Frage. Dann mal sehen, wie die reagieren bzw. antworten.
Alles macht keinen Sinn mehr. Ich kenne mich so: Wenn jemand ein Gerät mit noch bestehende Garantie verkauft, dann geht Garantie Ansprüche automatisch an Käufer rüber.
Ursprünglich müsste jemand das Gerät direkt von Lenovo gekauft haben. Ob Autorisierter Händler oder Privatperson, sollte irrelevant sein.
 
Bei Lenovo ist doch die Garantie an die Seriennummer gebunden und hat überhaupt nichts mit dem Erstkäufer, Verkäufer etc. zu tun?
Das mag so sein oder auch nicht. Der springende Punkt ist, dass die Herstellergarantie (im Gegensatz zur Gewährleistung, für welche der Verkäufer gerade steht) eine freiwillige Leistung ist. Und da kann der Hersteller fsast nach Belieben die Bedingungen diktieren.

So wären ja alle ThinkPads, die hier in Forum oder über Dritthändler verkauft werden, ohne Garantie.
Ja, das ist dann wohl so. Es besteht lediglich der Gewährleistungsanspruch gegenüber dem Verkäufer (es sei denn, dieser hat ih als Privatverkäufer explizit ausgeschlossen).


Und in wie fern kann ein C-Cover-Tausch "nicht mehr reparabel" sein?
Ich denke, Lenovo betrachtet das Gerät als wirtschaftlichen Totalschaden.
Da deren Techniker dafür zumindest mitverantwortlich waren, könnte man höchstens überlegen, ob eine Klage wegen (fahrlässiger) Sachbeschädigung lohnen könnte. Das wird sich aber nicht bis zum Umzug deiner Freundin klären lassen.

Also Plan B (in neuem Thread?):
Welche Anforderungen hat deine Freundin? Was für ein Ersatzgerät braucht sie?
Müssen noch Daten vom P1 gesichert werden? Ist die dafür nötige Hardware vorhanden?
 
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