Sorry, aber wer auf E-Modelle umsteigt ist selber Schuld.
Sorry, du siehst Kunden wohl als Triple-D an: Dumm, dämlich und doof. Und wenn es mal schief geht: Auch noch selbst schuld!
Es gibt ThinkPad-Kunden, die wollen nicht nur sparen, die müssen es auch und greifen deswegen vertrauensvoll zur E-Reihe. Zum Leidwesen eines auf Kulanz bedachten Händlers, der auf zufriedene Kunden Wert legt und sich zunehmend mit RMA-Eingängen rumschlagen muss. Die Storno-Quote ist seit der Einführung der SL-, L- und E-Reihe stark nach oben gegangen.
Anderen Kunden ist es hingegen egal, ob sie 1500 Euro oder 2500 Euro für ein Book ausgeben. Die erwarten nahezu Perfektion und die bekommen sie aus meiner Sicht eher bei anderen Herstellern. Das X3xx war und das X1 ist keine Alternative zu Books anderer Hersteller in dieser Preisklasse. Den Namen der wesentlichen Alternative verkneife ich mir mal. Jedenfalls ist die Begeisterung groß und es ergeben sich von sich aus Folgegeschäfte. Der Support des Herstellers ist erstklassig.
Für den Rest der Kundschaft wären ThinkPads die idealen Geräte, dieser Anteil der Klientel nimmt aber immer weiter ab. Wenige Hardcore-User bleiben den schwarzen Kisten treu, der Rest probiert auch mal gerne ein Toshiba Portégé (USB 3.0, optisches Laufwerk bei 13") und ist davon sehr angetan.
Bei IBM war der Support vielleicht erstklassig, aber IBM hat auch Verluste mit der Sparte gemacht. Lenovo nicht.
Das Ziel einer jeden Firma. Nur gibt es verschiedene Wege, dieses Ziel zu erreichen: Man kann es auch dem Rücken der Kunden und des Fachhandels austragen.
Was man an der L-Serie auszusetzen hat kann ich nicht verstehen, sind super Desktop-Replacment Geräte.
Als Desktop-Replacement würde ich niemandem die L-Reihe verkaufen. Dazu ist der Preisabstand der performanten L-Modelle zu den T-Modellen zu gering. Die L-Reihe steht den Essential-Modellen so nahe, wie die E-Reihe den IdeaPads. Beides erzeugt nur Enttäuschungen, falls ein "ThinkPad" erwartet wird.