Neue Zollvorschriften für kleine Pakete: Rat gibt endgültig grünes Licht - bald 3€ Pauschalzoll für Pakete z.B: aus China?

Aber wenn Zwischenhändler die gleiche Erfahrung haben, wie ich als Privatkunde bei China Artikeln und trotzdem 200-300% von dem Preis nehmen (ggfls. plus Versand)... naaaja.
Du hast Dich wahrscheinlich noch nie damit befasst in Deutschland ein Gewerbe anzumelden um Dich selbständig zu machen, oder ?
Die 200 bis 300% kommen ja nicht nur daher weil sich der Gründer selbst die Taschen vollstopfen will. Da gibt es noch ganz Andere die etwas abhaben wollen...

Hatte dazu mal etwas zuasmmengeschrieben: ist hier zu finden und immer noch aktuell und noch nicht komplett. Nur das was mir damals so auf die Schnelle eingefallen war
 
Du hast Dich wahrscheinlich noch nie damit befasst in Deutschland ein Gewerbe anzumelden um Dich selbständig zu machen, oder ?
Das Thema ist leider schwer zu vermitteln, aber gerade Kleinteile kann man nicht für z.B. 5 € einkaufen und für 6,50 € weiterverkaufen.
Einkauf, Transport, Lager, Picken, Beschreibungen, Plattformkosten wären ein paar schnelle Stichworte...
 
Das Thema ist leider schwer zu vermitteln, aber gerade Kleinteile kann man nicht für z.B. 5 € einkaufen und für 6,50 € weiterverkaufen.
Einkauf, Transport, Lager, Picken, Beschreibungen, Plattformkosten wären ein paar schnelle Stichworte...
Dann macht man es halt nicht und man kauft direkt bei der Fabrik ein wenn es sich nicht lohnt, entweder freier Markt oder nicht.
 
@laptopheaven In der Tat habe ich mich damit wenig befasst bisher, vielen Dank für den Artikel und das Aufschlauen!
Natürlich ist und war mir bewusst, dass da keine 100-200% Gewinnmarge dabei ist, aus meiner Perspektive als Endkunde besteht schlichtweg kein Grund derzeit dort die Artikel zu holen für den Unterschied, zumindest für günstige Artikel.
Selbst wenn ich als Privatperson Dinge eine kurze Zeit lagere und dann ggfls. weitergebe, fällt ja auch Arbeit an, würde man diese (inkl. Verpackung und Versand) ohne Abgabe von Steuern, Anwaltskosten, Genossenschaften whatever mit einrechnen selbst zum Mindestlohn, lohnt es sich praktisch nicht.

Ich schätze durch die Zoll-Erhöhung wird sich das etwas verschieben, wenn dann ein Privatkunde für 3 Kabel 9 statt 6€ bezahlt, ist der Unterschied zum Handel innerhalb Deutschlands nicht mehr gegeben, dann siegt womöglich noch die kurze Lieferzeit. 10€ für 3 Ladekabel sind ja in DE auch kein Problem, ähnliches für andere Kleinartikel und (sichere) Netzteile.
 
Wettbewerbsbedingungen angleichen ist nur Code für Hemmschwelle einbauen. Es läuft zu gut, das darf es nicht. Auch wenn ein paar € bei einer Sammelbestellung nicht wirklich ins Gewicht fällt.

Schade, wir hatten eigentlich einen guten Stand seit von China VAT direkt abgerechnet wurde. Die ehemalige 22€ Freigrenze war zwar charmant, aber zuviele Dinge blieben beim Zoll kleben.

Die viele Bürokratie und Mehrkosten für Gewerbe in DE sind schon albern, das ist wie Rasen salzen und hoffen, dass es gut wächst.
 
Dann macht man es halt nicht und man kauft direkt bei der Fabrik ein wenn es sich nicht lohnt, entweder freier Markt oder nicht.
Fehlende Abbildung realer Versandkosten wie bisher hat aber nichts mit freiem Markt zu tun.
Ich schätze durch die Zoll-Erhöhung wird sich das etwas verschieben, wenn dann ein Privatkunde für 3 Kabel 9 statt 6€ bezahlt, ist der Unterschied zum Handel innerhalb Deutschlands nicht mehr gegeben, dann siegt womöglich noch die kurze Lieferzeit.
Künstliche Handelshemmnisse wie Zölle übrigens auch nicht :) .
Und chinesische staatliche Subventionen auch nicht.
Ein komplett freier Markt kann natürlich trotzdem zu unerwünschten Effekten führen:
John Maynard Keynes (1923) "The long run is a misleading guide to current affairs. In the long run we are all dead."
 
Du hast Dich wahrscheinlich noch nie damit befasst in Deutschland ein Gewerbe anzumelden um Dich selbständig zu machen, oder ?
Die 200 bis 300% kommen ja nicht nur daher weil sich der Gründer selbst die Taschen vollstopfen will. Da gibt es noch ganz Andere die etwas abhaben wollen...

Hatte dazu mal etwas zuasmmengeschrieben: ist hier zu finden und immer noch aktuell und noch nicht komplett. Nur das was mir damals so auf die Schnelle eingefallen war
Das Problem vieler gescheiterter - es gibt ja auch eine ganze Menge, bei denen es funktioniert, trotz aller gegenteiligen Behauptungen - Existenzgründer/Selbständiger liegt im Wesentlichen - mal von denen, wo es sich einfach um Veränderungen des Marktes, der Energiepreise usw. handelt, abgesehen - aus meiner Erfahrung in folgenden Punkten:

  • Mangelndes vorheriges Auseinandersetzen mit:
    • Marktsituation (gibt es für mein Produkt / meine Dienstleistung überhaupt einen Markt/Interessenten?)
      • Beispiel: 23.ste Pommesbude im selben Ort
      • Unternehmung im Ausland, spreche die Sprache aber nicht
    • Kalkulation (zu welchem Preis "Muss" ich mindestens anbieten, welche Kosten fallen üblicherweise überhaupt an?)
      • Beispiel: "Keine Ahnung, billiger als die anderen jedenfalls"
    • Liquiditätsplanung (Wie viel Geld benötige ich, wie lange muss ich durchhalten, bis die ersten Einnahmen fließen?)
      • Beispiel: Leistung in Monat 1 erbracht, Rechnung in Monat 2 geschrieben, erster Zahlungseingang in Monat 3 weil 4 Wochen zahlungsziel
      • Darlehnsraten werden als "Gewinnmindernd" verstanden
      • Privateinlagen und -entnahmen werden als "Gewinnbeeinflussend" verstanden
    • Unkenntnis über Fördermaßnahmen
      • Auch hier kann ich nur den Kopf schütteln, wie viel Unkenntnis allgemein herrscht und Unsinn da zum Teil erzählt wird
      • Beispiele: Existenzgründungszuschüsse, Existenzgründungsdarlehn, Staatliche Subventionen für bestimmte Investitionen
    • Völlige Fehleinschätzung, was für die Beantragung eines Darlehns notwendig ist:
      • Beispiel: Hohe Darlehnssummen werden verlangt, Haftung soll grundsätzlich KEINE übernommen werden
      • Hier hilft immer folgendes Rollenspiel: ich sage den Mandanten, setzen Sie sich bitte auf die andere Seite, Sie sind jetzt der Bänker und ich möchte von Ihnen Geld. Ich biete Ihnen kein Konzept, keine Sicherheiten usw. Wie viel Geld würden Sie mir geben?
    • Frage: Bin ich überhaupt persönlich für die Selbstständigkeit geeignet?
      • Beispiel: Super Handwerker, schreibt aber nur unregelmäßig Rechnungen, die nicht gut kalkuliert sind und deren tatsächlicher Zahlungseingang nicht weiter verfolgt wird
    • Überzogene Investitionsvorhaben
      • Muss wirklich alles NEU angeschafft werden, tut es nicht auch was Gebrauchtes?
      • Muss es der Rolls Royce sein, geht nicht auch ein Polo?
usw.

Am besten sind immer die, die sich ohne Kenntnis selbständig machen, alles ohnehin besser wissen "steht ja im Internet!" und am Ende dann "über den Staat etc." meckern, weil Schuld sind ja immer die anderen.

Das soll nicht heißen, das jeder Berater braucht, aber viele bräuchten vielleicht einen, wäre besser.

Wie wir immer sagen: "Wer nicht fragt bleibt dumm" :-)

Sorry, für OT, aber manchmal....
 
Zuletzt bearbeitet:
Bezieht sich die 3€ Abgabe eigendlich af alle Pakete, die in die EU gesendet werden oder nur explizit auf Pakete aus China?
 
Bis dahin gilt ein vorläufiger Pauschal-Zoll in Höhe von 3 € auf Waren in kleinen Paketen mit einem Wert unter 150 €, die direkt an Verbraucher in der EU versandt werden, so die Vereinbarung der EU-Mitgliedstaaten.

Also ja, nicht nur China, sondern generell, China ist nur - aus Gründen - ein populäres Beispiel.
 
Europäische Wirtschaft stärken?
Es gibt keine europäische Wirtschaft für die meisten Artikel aus China, sondern nur (unnötige) Zwischenhändler.
Das einzige, was mal wieder gestärkt wird, ist das Ausmaß in dem der Staat den Menschen in die Tasche greift.
 
Europäische Wirtschaft stärken?
Es gibt keine europäische Wirtschaft für die meisten Artikel aus China, sondern nur (unnötige) Zwischenhändler.
Das einzige, was mal wieder gestärkt wird, ist das Ausmaß in dem der Staat den Menschen in die Tasche greift.
+1
 
Auch Temu, Shein und co sind Zwischenhändler. Die Frage ist also eher, ob du deutsche Zwischenhändler oder chinesische Zwischenhändler unterstützen willst. Deutsche Zwischenhändler bezahlen hier Steuern und beschäftigen Menschen, das machen die Chinesen sicher nicht.

Absolut richtig, dass gegen die chinesischen Billigheimer vorgegangen wird. Deren Schrott ist nicht nur unfair subventioniert, sondern auch oft so minderwertig dass er gefährlich ist.
 
Auch Temu, Shein und co sind Zwischenhändler. Die Frage ist also eher, ob du deutsche Zwischenhändler oder chinesische Zwischenhändler unterstützen willst. Deutsche Zwischenhändler bezahlen hier Steuern und beschäftigen Menschen, das machen die Chinesen sicher nicht.

Absolut richtig, dass gegen die chinesischen Billigheimer vorgegangen wird. Deren Schrott ist nicht nur unfair subventioniert, sondern auch oft so minderwertig dass er gefährlich ist.
Nein, das sind Plattformen. Genauso wie Amazon, Kaufland, MediaMarkt und co ebenfalls als Plattformen genutzt werden. Ich kaufe sehr oft direkt beim Hersteller ein.

Und das alles Schrott ist das kannst du nicht verallgemeinern. Ich hab schon mal ne Smartwatch bei einem Lebensmittelriesen gesehen die 1zu1 auch auf AliExpress war. Da wurde nur der Markenname geändert und ne Anleitung dazu gepackt. Die App war genauso scheiße wie wenn man sie vom Hersteller direkt geladen hat. Und wie hab ich die Smartwatch gefunden? Da wurde sich nicht mal die Mühe gemacht die "echte" Modellbezeichnung im Menü der Uhr zu ändern. Da war der original Name noch drin :D

Und auf manchen Plattformen findest du genauso "Billigheimer" die schlecht verarbeitet sind. Aber dann kann man sich wenigstens freuen das noch jemand dazwischen Geld verdient hat...

Alles was ich bisher bei Aliexpress gekauft habe, hat mich 1A zufrieden gestellt. Ich hab sogar einen USB-C-SD-HDMI dock dort gekauft der genau der gleiche wie bei einem deutschen Markenhändler war. Da stand halt nur kein Name drauf. und er war fast 3x günstiger. Wenn ich den finde (vielleicht momentan verliehen) dann stell ich sie gerne nebeneinander und mach ein Foto (y)
 
Zuletzt bearbeitet:
Du bekommst in China beides. Es kommt darauf an, was du willst und bereit bist zu bezahlen. CWT (Channel Well) baut Schrott-PSUs und hochwertige PSUs für ausländische Märkte, etc.

Was dort spottbillig verkauft wird und über DE Amazon dann noch "halbwegs günstig" zu haben ist, ist halt nicht von guter Qualität. Bei Dropshippern kann man ein Minimum an Quality Control erwarten, die sortieren halt das was kaputt ankommt aus. Bei direkt aus China musst du das machen und kriegst halt zum gleichen Preis zwei davon. Ich glaube kaum, dass Dropshipping irgendeinen Mehrwert für uns darstellt, das sind oft Einmann-Betriebe die nur die Convenience-Lücke füllen.
 
Mal schauen, ob die Lenovo-Ersatzteile aus China dann zukünftig bei eBay im Vergleich zu AliExpress günstiger sind, dort wird ja fast immer auch die Zollgebühr erhoben...
 
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