Nachtwache der Bekloppten - das Biotop 2.0

puntohgt2008

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Auf Anregung von Ingo, hab ich den Thread mal umbenannt, war mal "Wie kommt es, das Ihr noch mitten in der Nacht im Forum seid?"

Wie im Topic erwähnt, warum seit Ihr noch so spät hier unterwegs? Ich bin auf Nachtschicht :D

Thx to Kopernikus, Titel "eingedeutscht" :D


Update 2: Nachtwache der Bekloppten - das Biotop 2.0 21.09.
Update 1: Nachtwache der Irren 20.09

DER Nachtschwärmer-Thread, bzw. das Foren-Nachtcafé Originalname
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
"Fast jede oder jeder Sechste im Alter von 25 bis 34 Jahren hatte im Jahr 2023 weder einen beruflichen Abschluss noch die Hochschulreife.
wobei es so zu sein scheint - das der auf der einen Seite notwendige Mindestlohn - doch so seine Kehrseiten hat, da etliche junge Leute wohl möglichst schnell von der Schule wollen um in irgendwelchen Jobs schnell Kohle zu verdienen ohne die langfristigen Konsequenzen zu überdenken.

Alles keine einfachen Themen 😞
 
Ungelernte Arbeiter aus genau diesen Gründen gab es schon zu Zeiten unserer Eltern
aber da gab es noch keinen Mindestlohn. Wobei ich den per se nicht verteufeln möchte. Aber es gibt da auch unerwartete Nebenwirkungen.
ernsthaft bezweifelt
tue ich nicht, aber es gibt auch halt beinahe unwahrscheinliche Ausnahmen. Drum bin ich bei dem Thema extrem zwiegespalten.
 
Auf der einen Seite habe ich damals (TM) für 2,56€/h gearbeitet um mir mein Studium zu finanzieren. Auf der anderen Seite sind heute schon die Kaltmieten für gewöhnlich höher als das Kindergeld, das die meisten Eltern doch hoffentlich ihrem Nachwuchs zur Verfügung stellen können (das hat damals bei mir für die Warmmiete gereicht).
BAfög und Bildungskredite der KfW sind Dinge, die man - vor allem letzteres - erst Mal kennen muss und mit Hilfe derer man erstmal dafür sorgt, dass man mit ein paar Monatsbruttos an Verbindlichkeiten in das Berufsleben startet - ohne Garantie dann auch eine Arbeitsstelle zu haben/bekommen.
 
Was ich hier wahrscheinlich ähnlich häufig erlebe wie fehlende Mittel der Eltern ist leider der fehlende Wille der Eltern.
Wie Korfox schon anriß, gibt es ziemlich viele Mittel zur Unterstützung der Bildung des Nachwuchses, aber wenn die Eltern nicht wollen, weil sie sowas selbst auch nicht hatten (oder den Aufwand scheuen, oder oder oder), ist das Kind auch angeschmiert.

@T: viel zu warm zum gut schlafen...als mich nach drei Stunden Schlaf der Wecker jäh aus dem Schlaf riß, träumte ich gerade davon, schlecht geschlafen zu haben. Danke für Nix.^^
 
Meine Erfahrung: wenn Du nicht nur ein Kind im studierfähigen Alter hast, brauchst Du schon eine Menge Kohle, um denen das zu ermöglichen.
Das war aber schon immer so.
Es gibt aber auch bezahlte Studienplätze, z.B. bei öffentlichen Verwaltungen. Schwierig natürlich, wenn man Kunstgeschichte oder Musik studieren will.
Aber auch private Firmen bieten duale Studienplätze an.
 
Gestern um 12:15 Uhr war plötzlich das Radio aus. Dann 5 Minuten später eine Mail unseres DSL-Anieters Deutsche Glasfaser mi der Mitteilung Störung und 20 Minuten eine weitere Mail, Störung behoben. Nach weiteren 5 Minuten gab das Radio wieder Musik aus.
So sollte es sein!

09:20 Uhr 23 °C, windstill, gegen 09:00 Uhr ein paar Tropfen aus dem blauen Himmel (Regen hat auch keine der 3 Apps angekündigt), Wäsche wurde trotzdem auf die Wäscheleine gehängt
 
Was nutzt das beste BaföG, wenn die auszuzahlende Stelle innerhalb von 12 Monaten kein Geld ausgezahlt hat. Unser mittlerer Sohn hat zu Semesterbeginn BaföG beantragt und knapp 12 Monate und 7 Tagen später hat er dann das gesamte Geld auf einmal ausgezahlt bekommen.
Wenn wir jetzt nicht bereit oder der Lage gewesen wären, unseren Sohn zu unterstützen, wäre er ein Sozialfall geworden.
Und er war kein Einzelfall, da waren mehrere Kommilitonen, die ein ähnliches Schicksal hatten. In unserer Zeitung stand ein ähnlicher Fall einer Erzieherin, die trotz Strafanzeige wegen Untätigkeit gegen das BaföG-Amt auch noch 10 Monate gebraucht hat.
 
Studium ist im Grunde genauso eine Ausbildung wie eine Lahre, für die man bezahlt wird. Das man dafür noch "nebenher" dazu verdienen muss, um sich das Studium und die Hökerpreise für irgendwelche Bruchbuden im Uni-Umfeld leisten zu können oder die Wahl des Studiums vom Geldbeutel der Eltern abhängt, ist ein Armutszeugnis für dieses Land, welches ja angeblich so auf Bildung als zukünftiges Kapital setzt. Aber das ist ja nicht nur beim Studieren so, dass man zwar erstklassig ausgebildete Akademiker haben will, aber kosten soll es bitteschön so wenig wie möglich. Das geht ja im Grunde schon in den normalen Schulen los.

Beim Gehalt ist es genau dasselbe. Erst macht man durch billige Arbeit das Rentensystem mit Fleiß kaputt, um im selben Atemzug zu behaupten, dass man vom geringeren Verdienst zusätzliche Rentenbeiträge abdrücken und trotzdem immer länger buckeln soll für weniger Kohle. Dazu passt auch wieder einmal die derzeitige Schein- und medial aufgeblähte Diskussion um die angebliche Frührente mit 63, die es sowieso so nicht mehr gibt, weil bereits jetzt kein Eintritt mit vollen Bezügen mehr existiert, sondern der Abgang nach 45 Beitragsjahren mit Abzügen verbunden ist.


Den Ausdruck für dieses Verdummen spare ich mir mal, aber Gehälter in einer vernünftigen Höhe statt Dumpinglöhne und Billigjobs hätten vieles von dem nicht nötig gemacht, was uns heute als unvermeidbar eingetrichtert wird. Aber man muss ja auch an die leidenden Reichen denken...
 
nicht ganz richtig, man kann aktuell noch nach 45 Jahren ohne Abzüge gehen, wenn man das passende Alter dazu hat, aktuell 64,5 Jahre.
 
nicht ganz richtig, man kann aktuell noch nach 45 Jahren ohne Abzüge gehen, wenn man das passende Alter dazu hat, aktuell 64,5 Jahre.

Jo - aber eben nicht mehr mit 63 und das wird ja derzeit nach wie vor so dahergeplappert und zumindest in den Anreißern suggeriert, dass es die noch abschlagsfrei gibt. Man könnte ja auch in der Überschrift richtig schreiben abschlagsfrei nach 45 Beitragsjahren, was aber ja auch wieder nicht stimmt, denn mit dem zunehmenden Eintrittsalter hat man i.d.R. automatisch mehr Arbeitsjahre, wenn nicht rein zufällig der Arbeitsbeginn just vor den 45 Jahren lag, die dann ausreichten, um abschlagsfrei zu gehen. Das dürfte aber auf die Wenigsten zutreffen und bei uns in der ehemaligen DDR war es so oder so üblich, dass man mit 16 nach 10 Jahren Schule und zwei Jahren Lehre/Ausbildung ab 18 im Berufsleben stand. das gilt noch für die meisten, die bis 1987 mit der Schule fertig waren und nicht an die EOS gegangen sind für das Abitur.

Aber die höheren Bildungswege mit Abitur und Studium fallen in dieses Raster so oder so nicht hinein.
 
Studium ist im Grunde genauso eine Ausbildung wie eine Lahre, für die man bezahlt wird. Das man dafür noch "nebenher" dazu verdienen muss, um sich das Studium und die Hökerpreise für irgendwelche Bruchbuden im Uni-Umfeld leisten zu können oder die Wahl des Studiums vom Geldbeutel der Eltern abhängt, ist ein Armutszeugnis für dieses Land, welches ja angeblich so auf Bildung als zukünftiges Kapital setzt.
Im Grunde ist es ein gesellschaftliches Problem. Zur Zeit meiner ersten Schuljahre mußte Schulweg und -Mittel inkl. Bücher von allen bezahlt werden. Oberhalb Gundschule auch Schulgeld. Wegen Trauerfall alte Unterlagen durchgesehen: Schulgeld Realschule 1953 NRW (1.4.53-31.3.54) 157,50DM. Es gab dann Geschwisterermäßigung (bis vollendeten 16. Lebensjahr) pro Kind bei 2 10%, 3 30%, .... 6 und mehr 70%. Das war zu der Zeit bei mehrköpfigen Familein ein schöner Batzen Geld. Realschule mit 16 normalerweise fertig, aus einer ~30er Real-Schulklasse machten bis auf einen Zaharztsohn alle eine Lehre (war für FH Pflicht, oder unbezahltes Praktikum). D.h. für die derzeitige Diskussion (etwas überspitzt):
Ab 16 Jahren war die Mehrzahl der Kriegs- und Nachkriegsgeborenen in der Rentenversicherung (im Westen, nicht nur im Osten), alles 40er und 50er Jahrgänge, teilweise noch der 60er. Danach wurde man in der Gesllschaft "Abitur-pflichtig". Während anfangs, zumindest außer bei Behörden, noch besserer Notenschnitt entscheidender als Abitur waren, geht es heute (etwas übertrieben) nicht mehr ohne Abitur selbst bei einfachen Reinigungsarbeiten.

Zum "Armutszeugnis für den Staat": mit dem Vorspann im Hinterkopf muß man auch sehen, daß der Staat (wir alle) das Geld zur "besseren Bildung aller, auch der schwachen (finanziell)" irgendwo her bekommen muß. Wenn jemand bis 30 "studiert", d.h. nichts dazu einbringt, dann nach weiteren 30 Jahren "life balance" jammert, für ihn wäre keine Rente mehr da................. und soll auch noch bis 70 arbeiten ?? Da neigt man als Oldie schon leicht einmal zum Stirnrunzeln. Dazu kommt, daß es nicht bei alle Studierenden einen Abschluß gibt, aber ..... (dabei sein ist alles, man hat ja studiert).

Zur Diskussion selber: in den 90ern gab es schon einmal eine Art "Boomer-Welle" zur Frühpension, bei vielen (mir bekannten) Konzernen und Großbetrieben. Standardangebote (viele IT-ler betroffen, deshalb "etwas informiert"): >50 und min. 25 Betriebjahre ab in die Betriebsrente mit einer Teil-Subvention der Abschläge. Dass führte i.d.R. dazu, daß man vor 63 in Rente ging, heißt: bis 60 reduziertes Überbrückungsgeld bekam, ab 60 als Arbeitsloser mit satten Abschlägen in die BfA-Rente. Die abschlaglosen 45 Rentenjahre hatten damals nur wenige - man sollte sich da nicht an %-Zahlen festbeißen, sondern die "Stückzahlen" vergleichen. Das ging in den 90ern kaum in die Presse. Wenn heute ein Konzern ähnlich schrumpft, steht Deutschland kurz vor dem Zusammenbruch.

Im Moment war ich kurz am TV, Nachrichten: die Ossis habe ja alle mit 16 das Arbeiten angefangen. Das es bei uns nicht anders war, interessiert keine ........ Da drehe ich im Moment nur noch TV ab oder zappe. Ich gehe jetzt garteln, baut den Frust etwas ab, 33° sind mir jetzt genau so egal wie dem Hund ....... :-) . Letzte Nacht ab 24 Uhr bis 8:00 Durchzug, danach waren die besseren Grade wieder weg.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ab 16 Jahren war die Mehrzahl der Kriegs- und Nachkriegsgeborenen in der Rentenversicherung (im Westen, nicht nur im Osten), alles 40er und 50er Jahrgänge, teilweise noch der 60er. Danach wurde man in der Gesllschaft "Abitur-pflichtig". Während anfangs, zumindest außer bei Behörden, noch besserer Notenschnitt entscheidender als Abitur waren, geht es heute bis (etwas übertrieben) nicht mehr ohne Abitur selbst bei einfachen Reinigungsarbeiten.
Das kann man zu 100% so unterschreiben.
Ab ca. 2000 hat man beigebracht bekommen, dass man unbedingt ein Abitur für alles braucht.

Zum "Armutszeugnis für den Staat": mit dem Vorspann im Hinterkopf muß man auch sehen, daß der Staat (wir alle) das Geld zur "besseren Bildung aller, auch der schwachen (finanziell)" irgendwo her bekommen muß. Wenn jemand bis 30 "studiert", d.h. nichts dazu einbringt, dann nach weiteren 30 Jahren "life balance" jammert, für ihn wäre keine Rente mehr da................. und soll auch noch bis 70 arbeiten ?? Da neigt man als Oldie schon leicht einmal zum Stirnrunzeln. Dazu kommt, daß es nicht bei alle Studierenden einen Abschluß gibt, aber ..... (dabei sein ist alles, man hat ja studiert).
Bis 30 studieren bedeutet oft auch Dualstudium oder Nebenjobs.
Dazu kommt, dass manche (sehr wenige) Eltern werden.

Zur Diskussion selber: in den 90ern gab es schon einmal eine Art "Boomer-Welle" zur Frühpension, bei vielen (mir bekannten) Konzernen und Großbetrieben. Standardangebote (viele IT-ler betroffen, deshalb "etwas informiert"): >50 und min. 25 Betriebjahre ab in die Betriebsrente mit einer Teil-Subvention der Abschläge. Dass führte i.d.R. dazu, daß man vor 63 in Rente ging, heißt: bis 60 reduziertes Überbrückungsgeld bekam, ab 60 als Arbeitsloser mit satten Abschlägen in die BfA-Rente. Die abschlaglosen 45 Rentenjahre hatten damals nur wenige - man sollte sich da nicht an %-Zahlen festbeißen, sondern die "Stückzahlen" vergleichen. Das ging in den 90ern kaum in die Presse. Wenn heute ein Konzern ähnlich schrumpft, steht Deutschland kurz vor dem Zusammenbruch.
Doch hat man schon mitbekommen.
Es wird nur heute alles sehr gerne verdrängt und vergessen.
Diejenigen beschweren sich ja auch nicht über Altersarmut usw.

Im Moment war ich kurz am TV, Nachrichten: die Ossis habe ja alle mit 16 das Arbeiten angefangen. Das es bei uns nicht anders war, interessiert keine ........ Da drehe ich im Moment nur noch TV ab oder zappe.
Das stimmt so nicht.
Im Westen haben bis 1977 Frauen nur mit Erlaubnis arbeiten können.
Im Osten wurden Frauen und Männer bei gleicher Arbeit gleich bezahlt.
Den Gender-Gab gibt es noch Heute.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/frauen-erwerbstaetigkeit-ost-west-100.html

Edit:
Ach ja, das Wetter:
Letzte Nacht ab 17:00 Uhr bis 8:00 nicht lüften können. (Gewittergefahr)
Ab 08:00 Uhr außer Haus. (auch nicht Lüften)
17:30 Uhr, +32 °C schwülheiß (innen 26°C)
Screenshot 2026-08-05 174537.pngScreenshot 2026-08-05 174441.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn jemand bis 30 "studiert", d.h. nichts dazu einbringt, dann nach weiteren 30 Jahren "life balance" jammert, für ihn wäre keine Rente mehr da...
Als jemand, der bis ziemlich genau 30 studiert hat fühle ich mich angesprochen 😂.
Ich habe immer neben dem Studium gearbeitet. Teilweiße Sozialversicherungspflichtig. Und mein Entschluss war irgendwann den Studiengang zu wechseln, da ich keine Lust hatte in einem Job, der mir nicht gefällt mit sowas wie 45k€ nach Hause zu gehen. Im Ergebnis habe ich heure trotz des langen Studium 1. Spaß an meiner Arbeit und 2. jetzt schon deutlich mehr in Rente, Kranken- und Sozialkasse eingezahlt, als ich es mit dem ersten Abschluss getan hätte.
Dass ich mich um meine Rente selbst kümmern muss war mir früh bewusst. Dank der oben erwähnten Verschuldung (Bafög, KfW) kam ich aber erst Recht spät dazu mir meine eigene private Altersvorsorge aufzubauen und habe jetzt natürlich entsprechende Kosten (neben den Kindern). Aber auch da: ohne den Wechsel hätte ich zwar länger aber inzwischen weniger eingezahlt/angelegt und könnte mir diese Beträge gar nicht leisten.
Die Work-Life-Balance stirbt eher weniger an unserer Industrie, sondern daran, dass heute Global gearbeitet wird und z.B. die Kollegen in Indien per se 50h/w in ihrem Arbeitsvertrag stehen haben. Da muss man (ich) irgendwie auch zumindest zum Großteil der Zeit verfügbar sein. Geil ist das natürlich nicht, wenn man das nicht organisiert. Als zweiter Punkt hat auch ein Mann heute nicht weniger zu tun, als vor 40 Jahren - egal, ob das damals 40, 50 oder 60 Stundenwochen waren. Schon weil es kaum noch leistbar ist als Alleinverdiener die Familie nicht nur zu ernähren, sondern ihr auch etwas Lebensqualität zu ermöglichen bleibt heute einiges an Care-Arbeit an beiden Parteien hängen.
 
Im Westen haben bis 1977 Frauen nur mit Erlaubnis arbeiten können.
Im Osten wurden Frauen und Männer bei gleicher Arbeit gleich bezahlt.
Den Gender-Gab gibt es noch Heute.
Danke für die Ergänzungen. Das "alle" war der TV-Frust, d.h. die für meine Begriffe Überbetonung durch drei Ministerpräsidenten+innen -- nehme ich notfalls zurück :-) . Die Erlaubnis durch den Ehemann....... :-) ....... ja, man durfte noch Chauvi sein, außerhalb der Wohnung *duck*. Aber wählen durften sie schon, in der Schweiz erst ab 1990 in allen Kanton(s,en). Es gab aber auch Problem Ost-West mit den Rentenjahren. Mir zugetragenes Beispiel: im Baugewerbe wurden im Winter viele "arbeitslos" bis Frühjahr, im Osten gingen die Rentenjahr durch. Aber: Ost- West ist ein Dauerbrenner. Das schönste Beispiel (aus meiner Sicht) kam von W.Schäuble auf einer Veranstaltung kurz nach der Grenzöffnung: "Früher hatte man im Osten Geld und konnte kaum etwas dafür kaufen. Heute werden die Leute dort nie wieder genug Geld haben, um sich alle Wünsche zu erfüllen". (Sinngemäß zitiert, politischer Pfingstmontag hier im Ort).

@Korfox ich habe verallgemeinert und versucht, mich vorsichtig aus zu drücken. Ich weiß, daß genügend zu knabbern hatten und immer noch haben. Miete ..... für Studenten heute ein Drama. BTW Ich mußte als Schüler in den Ferien auch arbeiten, habe noch ein Lohnsteuerkarte mit 15 Jahren aufgehoben :-) . Von wegen "keine Kinderarbeit" ..... :-) ..... Über Arbeitsstunden brauchen wir auch nicht reden, zur Lehrzeit 48 Stunden, durch Jugendschutz nur 40. Bis zur Rente waren 50Std normal bei 36,5 Tarif, war im Service üblich. Ich hatte einiges Glück mit dem Arbeitgeber, hat auch nicht jeder. Bitte als "gegen Politiker-Reden" ansehen, nicht als Kritik an Betroffenen.
 
@albert66 Keine Sorge ich habe mich nicht angegriffen gefühlt 🙂. Ich wollte nur aufzeigen, dass Pauschalisieren gerade im Bildungsbereich mutmaßlich sehr wenige Menschen wirklich erwischt, weil es da so viele individuelle Wege gibt.
Darüber, dass auch heute teilweiße noch nach dem Ausstempeln weitergearbeitet wird müssen wir auch nicht reden. Wenn das Projekt fertig werden muss muss es fertig werden.
Der Staat hat es schwerer gemacht aber im Grunde ist es unkontrollierbar.
Angefangen zu arbeiten habe ich tatsächlich erst mit 16.
 
Nach oben geht das aber natürlich auch. Eine Miele-Waschmaschine für 4500€ hält heute auch keine 30 Jahre mehr...
Dafür sind die neuen Modelle aber mit allem möglichen Firlefanz vollgestopft. - Ist doch was.

Bestellt ihr Waschpulver online und diskutiert mittels Wlan mit dem Kühlschrank über die gesanglichen Fähigkeiten der Dunstabzugshaube.

Und das Lagerkreuz ist mittlerweile vermutlich ebenfalls - wie der Bottich - aus Plastik-Gelumps. Führt dann aber wenigsten auch zu einem ansehentlichen wirtschaftlichen Premium-Totalschaden mit multimedialem Gesamterlebnis. - Ist doch auch was.


Meine Novotronic W921 ist übrigens mittlerweile über 35 Jahre alt.

Einmal die Dämpfer getauscht, eine neue Lukendichtung und einen neuen Keilriemen. Die Lager sind noch gut. Nur die Blende der Waschmittelschublade und die Klappe des Flusensiebes sind ein wenig vergilbt. Plastik halt.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

aber da gab es noch keinen Mindestlohn. Wobei ich den per se nicht verteufeln möchte. Aber es gibt da auch unerwartete Nebenwirkungen.
Meintest Du so etwas wie "Im ursprünglichen, unbefristeten Job gefeuert und dann zum halben Geld über eine Zeitarbeitsbude zum Mindestlohn wieder angeheuert"?
tue ich nicht, aber es gibt auch halt beinahe unwahrscheinliche Ausnahmen. Drum bin ich bei dem Thema extrem zwiegespalten.
Recht hast Du! Aber leider führt der Wunsch nach Gewinnmaximierung immer häufiger zu misbräuchlichem Einsatz von unternehmerischen Möglichkeiten, die eigentlich lediglich erhöhte Flexibilität ermöglichen sollten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Novotronic W921 ist übrigens mittlerweile über 35 Jahre alt.
Ich hatte bis vor 8 Jahren eine Super Elektronik. Die wäre heute 45. Leider ist vor 8 Jahren die (tadaa) Elektronik-Platine hopps gegangen und als das Türschloss mit beim Reparieren eine getunkt hat habe ich sie leider weggeworfen. Ich hatte wegen familiärer Umstände einfach nicht Zeit und Geduld mich damit auseinander zu setzen.
 
Ich hatte bis vor 8 Jahren eine Super Elektronik. Die wäre heute 45. Leider ist vor 8 Jahren die (tadaa) Elektronik-Platine hopps gegangen und als das Türschloss mit beim Reparieren eine getunkt hat habe ich sie leider weggeworfen. Ich hatte wegen familiärer Umstände einfach nicht Zeit und Geduld mich damit auseinander zu setzen.
So richtig "Elektronik" war das ja bei den alten Schätzchen noch gar nicht.
Eher Schaltwerk und Kontaktfedern. Zumindest Bauteile, die man noch ohne Mikroskop findet.

Ich habe tatsächlich mal vor langer Zeit, wegen eines bekannten Serienfehlers bei besagter Maschine vorsorglich die Platine überlötet. Eine angeblich faule Lötstelle ab Werk. Immer und überall wenn überhaupt der gleiche Fehler an der identischen Stelle. Ist ist dann aber bei mir nie aufgetreten. Lag das wohl an meinem allerfeinsten Lötzinn...?
 
Eher Schaltwerk und Kontaktfedern. Zumindest Bauteile, die man noch ohne Mikroskop findet.
Die Super Elektronik hatte kein Auswahlrad, falls du das mit Schaltwerk meinst.
Miele-W-733-3.jpg
 
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