Ich sehe es genau umgekehrt. Das PTM auf die passende Größe zuzuschneiden und wie einen Sticker auf die CPU/den Die oder auf den Kühler zu kleben, bekommt wohl jeder irgendwie brauchbar hin.
So unterschiedliche können Meinungen sein

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Und gut aufgetragene Wärmeleitpaste ist schon eine kleine Kunst. Viele machen einfach nur einen dicken Tropfen in die Mitte und drücken ihn mit dem Kühler platt - was leider alles andere als gut ist. Wirklich gut aufgetragen ist Wärmeleitpaste nur dann, wenn sie als gleichmäßige dünne Schicht auf der CPU aufgetragen wird. Das gleichmäßige Verteilen erfordert durchaus Übung. Alle anderen Methoden (dicker Tropfen, Streifen, Kreuz, o.ä.), welches nur platt gedrückt wird, hat kurzfristig minimal schlechtere Temperaturwerte zur Folge (dazu findet man Tests glaube bei PCGH) und langfristig begünstigt das den "pump out", also dass die Wärmeleitpaste zwischen CPU und Kühler herausgedrückt wird und Lücken entstehen. Auch die richtige Dicke ist entscheidend.
An dem Punkt kommt dann wieder (m)eine andere Meinung zum tragen.
Ich verstehe sehr gut was Du meinst und jetzt das berühmte aber:
Ich glaube was Du hier schreibst, hat erst bei einer Desktop CPU richtig relevanz, bzw. um präziser zu sein, bei einer CPU mit einem HS.
Die andere Seite, in einem Notebook, wo die CPUs keinen HS haben und diese auch vorkonfigurierte Kühler, mit konfiguriertem Anpressdruck und etc, da halte ich das ganze diesen ganzen Aspekt, in diesem Punkt für unrelevant, dafür in einem anderen Punkt aber, für umso relevanter.
Bei den ganzen Notebooks, an denen ich mit TIMS experimentiert habe, da habe ich bis heute (!) nicht feststellen können, wie ich persönlich die Schichtdicke der WLP beeinflussen kann, sofern ich die Schrauben des Kühlers, immer normal angezogen haben.
Das einzige was ich festgestellt habe, dass wenn ein Kühler nicht gant plan ist , oder etwas verbogen war, dass sich das ausgewirkt hat.
Betrachte dazu gerne mal die Bilder vom Beitrag
#133.
Nach dem entfernen des Kühlers, da befindet sich so dermaßen wenig WLP wo sie hin gehört, dass man wirklich ohne Probleme, das Kupfer, bzw. den CPU-Die, durch die nicht weggewischte WLP erkennen kann.
Gut, ich habe mit der WLP durchaus rumgesaut bei diesem Versuch, so dass die WLP, die nach allen 4 Seiten rausgequillt ist, anschließend ihre Spuren hinterlassen hat.
Aber, wie soll ich da auf die Schichtdicke Einfluss nehmen?
Ich habe da zwei verschiedene Kühler, beide 2x montiert und wieder demontiert.
Alle 4 Durchgänge, zeigen im Groben das gleiche Ergebnis der Schichtedicke: sehr dünn!
So dünn, wie da die WLP nachher noch zwischen CPU-Die und dem Kühle war, so dünn hätte ich die niemals applizieren können.
Daher bin ich der Meinung, das gerade auch in diesem Fall, die verschiedenen Faktoren die hier zusammen kommen, ein gewiss Maß an Fehlern beim applizieren, verzeihen.
Klar, wenn man jetzt nur einen (kleinen) Klecks WLP auf der Mitte des Dies appliziert, führt das bestimmt nicht zum perfekten Ergebnis.
Aber wenn man in diesem Fall, über die Länge des CPU-Dies, mit der WLP eine Line zieht (oder auch raus drückt), da glaube ich, dass das zu gar keinen Probleme führt.
Außer vielleicht, dass man in einem solchen Fall (zumindest ich) zu viel WLP nutzt, und diese alles drum herum versaut.
Bei CPUs mit einem HS, wo dieser auch nicht zu 100% plan ist, da hat das richtige applizieren, sehr sicher, einen Einfluss auf das Verhalten des TIMS. Was ja wie von Dir geschrieben, durchaus schon heraus gearbeitet wurde.
Ich weiß bis heute nicht, wie ich beim Notebook aktiv dies beeinflussen kann, sofern alles plan ist und ich alle Schrauben auch immer schön anziehe, nicht zu fest, aber eben auch nicht locker lassen.
Wenn Du da mehr weiß, gerne mehr

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Jetzt die andere Seite, warum ich diese Thematik eben doch für relevant halte:
Propagiert wird immer "möglichst dünn" (habe ich auch lange) und für kurzfristige Tests ist das auch genau richtig, sorgt für bessere Temperaturen und weniger Sauererei, aber Tests zeigen, dass auch das das "herauspumpen" begünstigt - zu dünn darf WLP also auch nicht sein. Weder die Schichtdicke (dünn im Sinne von geringe Dicke) noch die Viskosität (dünn im Sinne von sehr weiche WLP). Siehe auch hier:
https://www.igorslab.de/waermeleitp...barkeit-oder-versagen-entscheiden-praxistest/
Ich bin selber sehr aktiver Leser von Igorslab, daher ich mir dies sehr gut bekannt.
Zumal Igor mit den angefangenen Langezeittest, wie Du hier anreißt, ja selbst von dem Standpunkt möglichst dünn, zu einer gewissen Schichdicke, seine eigene Meinung geändert hat.
Wenn ich aber keinen Einfluss auf die Schichtdicke in meinem Notebook nehmen kann, ist die Wahl des TIMs umso entscheidender!
Was Igor ja auch in der Diskussion mit Roman Hartung gesagt hat, das DOWSIL wohl wahrscheinlich, seine Pasten eben nicht darauf optimiert eine möglichst geringste minimale Schichtdicke zu erreichen, sondern eben, dass sie bewusst in einem gewissen bereich blieben (etwa ca. 20µm), eben damit das Material arbeiten kann.
Das ist auch das wieder, genau das, was ich mit der WLP, die ich beim Test aus Beitrag
#133 festgestellt habe.
Die Gelid GC-Extreme erreicht ohne Probleme hervorrangende Werte.
In dem Test hat sie ohne Probleme die gleiche Temperatur erreicht, wie das Laird PTM!
Was man mehr oder minder erstmal schaffen muss.
Wenn aber nach 3-4 Monaten der Pump-out Effekt seinen Beitrag dazu geleistet hat, kann sie nach dem applizieren noch so gute Werte erzielen, dagegen kommt sie nicht an und möchte neu aufgetragen werden, was bereits nach 3-4 Monaten, für meinen Geschmack, viel zu früh ist!
Daher möchte ich Dir nicht widersprechen, weil ich glaube, dass das, was Du hier schreibst, sicherlich seine Richtigkeit hat.
Doch nach meiner Erfahrung, keine Allgemeingültigkeit für CPU beanspruchen kann.
Daher halte ich richtiges Aufragen von WLP für eine Sache, die einfach wirkt, aber korrekt ausgeführt wirklich viel Übung erfordert. Ein PTM auftragen ist dagegen ein Kinderspiel.
Kommt halt auf den Rahmen an.
Ja, durch die (insbesondere im gekühlten Zustand) leicht brüchige Konsistenz vom PTM kann man die Kanten ruhig fest andrücken, dann bricht es teilweise ab und kann z.B. mit einem Wattestäbchen entfernt werden oder bleibt sogar - wenn es dann langsam wärmer wird - an der Folie kleben. Das ist wirklich praktisch.
Wenn man da Zeug nicht kühlt, behält es diese Konsistenz, bricht auch nicht so hart ab, aber trotzdem hat es funktioniert.
Ja, schon ab dem zweiten Mal ging es sehr viel einfacher und danach hat man den Dreh raus. Ist eine sehr viel schnellere Lernkurve als beim WLP.
Das glaube ich Dir sofort, großer Lernerfolg.
https://thinkpad-forum.de/threads/t...s-low-power-fhd-innolux-wwan-100-akku.246503/ Seit März, also knapp ein halbes Jahr. WLP wurde zu dem Zeitpunkt erneuert, da das Mainboard zum Verkauf/Kauf noch getauscht wurde (Upgrade auf i7 mit 16GB RAM)
Also für ca. 6 Monate alte WLP....
Es lebe das PTM, mehr sage (bzw. schreibe) ich jetzt mal nicht dazu

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Das sehe ich genau so, das war wirklich ein extremes Beispiel. Im Alltag merkte man natürlich keine Einschränkungen - wie auch, man weiß ja nicht, dass es noch so viel besser sein könnte

Man hat ja keinen Vergleich - zumindest nicht, bevor den Umbau gemacht hat.
Erkläre mich für verrückt:
Aber das thermische Verhalten der CPU habe ich in der Regel im Blick.
Daher bekomme ich frühzeitig mit, wenn da etwas aus dem Ruder läuft, bzw. sich eine Langzeitentwicklung abzeichnet.
Ich habe mir sogar eine Excel Tabelle angelegt, wo ich eben genau das über die Zeit protokolliere und im Blick habe.
Was eben genau der Grund ist, warum ich mich mittlerweile ganz entschieden und bewusst von LiquidMetall wieder entfernt habe.
Weil es auf Dauer, in Verbindung mit direkten Kupfer scheiße ist!
(Der Vollständigkeit halber, das LM langfristig Kupfer in einem so hohen Maße degradiert, das ist mir auch erst in den letzten Wochen bewusst geworden, die Symptome habe ich aber bereits früher festgestellt, konnte sie aber nicht richtig einordnen)
Aber wie Dir wird es wohl den meisten Nutzen ergehen.
Ich weiß leider auch nicht, woher der Effekt kommt. Bisher ist es nur eine Idee mit dem schmelzenden PTM. Die Wahrheit werden wir mit unseren uns zur Verfügung stehenden Mitteln wohl auch nie rausbekommen. Fakt ist nur, dass man es bei 2 von 3 Geräten beobachten kann und es mit Wärmeleitpaste nicht auftrat.
Manchmal darf es auch Mysterien geben!
Und es kann (zumindest sieht es derzeit so aus) die Langzeitstabilität von Pasten wie der Arctic Silver 5 erreichen - was kaum eine andere Paste zu schaffen scheint, behaupte ich mal - und das mit einer Wärmeleitfähigkeit, die auf dem Niveau aktueller Top-Pasten liegt oder sogar darüber - kommt also ggf. sogar nah an Flüssigmetall heran.
Hier wäre es toll, wenn Igor mal die AS5 testen würde!
Mich interessiert wie viele Zyklen die schafft, bevor die abstürzt.....
Eine Paste die auch noch wirklich sehr lange halten soll, dass ist die
DWOSIL TC-5960, die aber wohl nur schwer zu bekommen ist.
Die soll wohl auch locke ihre 40.000 Zyklen schaffen.
Doch an dem Punkt da denke ich mir: PTM soll auch etwa 40.000 Zyklen schaffen, lässt sich wesentlich leichter zu beschaffen, passt!
Und ob ein TIM jetzt 40.000 oder von mir auch auch 80.000 Zyklen schafft, Das ist alles mal besser als Pasten, die keine 1.000 schaffen!
Aber FM mit vernickeltem Kupfer, da wird nur sehr schwer ein drankommen sein!
Da stoßen nicht leitende TIMs einfach an ihre physikalische Grenzen.
FM auf direktem Kupfer, nutze das Notebook sehr viel und Du hast ein paar Jahre einen gewissen Vorteil, darfst anschließen aber auch deimem Notebook ein neues Kühlsystem spendieren!