[FAZ-Artikel] Piratenpartei - Die Linux-Demokratie

rumbero

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Gerade auf faz.net entdeckt: Piratenpartei - Die Linux-Demokratie: "Freie Software als Weltanschauung: Seit ein paar Jahren ist sie in der Politik angekommen. Aber nicht nur die Piratenpartei will aus einer geschlossenen Kathedrale einen offenen Basar machen."

Interessante Perspektiven tun sich da auf, vor allem da die Mainstream-Presse auf einmal richtig aufmerksam wird.
 
(Worum geht es hier überhaupt?) Entscheidend ist doch, dass Linux einen mehr als funktionstüchtigen Desktop besitzt. Dass diie Marktanteile gering sind, liegt am Markt und nicht an Linux. Und für die Nutzer von Linux ist das eher nebensächlich.
 
Wenn seit 10+ Jahren immer wieder davon geredet wird, daß bald das Jahr von Linux auf dem Desktop kommt, dann geht es nicht um die Umsetzung, sondern darum, daß Linux sich durchsetzt und nenneswerte Marktanteile erreicht. Und das ist leider noch nicht passiert.
Naja, ich halte das ja eher für zweitrangig. Was die Versuche, mehr Marktanteile zu erringen an schrecklichen GUI-Verrenkungen bewirkt hat, nur um dem hypothetischen Endbenutzer attraktiver zu erscheinen, können wir ja alle mittlerweile an den Verschlimmbesserungen von Gnome3/Unity und KDE3 nachverfolgen. Als Linux-Nutzer habe ich kein Interesse an solchen kontraproduktiven Oberflächen, nur um noch mehr unbedarften Nutzern Linux zu verkaufen.

Ich selbst nutze Linux ja eigentlich deswegen, weil mir die marktdominierenden Desktopsysteme einfach nicht das bieten, was ich von einem guten Betriebssystem erwarte. Aber deswegen ist mir nicht einsichtig, warum man es dem Rest der Welt auch noch aufdrängen muss.
 
Naja, ich halte das ja eher für zweitrangig. Was die Versuche, mehr Marktanteile zu erringen an schrecklichen GUI-Verrenkungen bewirkt hat, nur um dem hypothetischen Endbenutzer attraktiver zu erscheinen, können wir ja alle mittlerweile an den Verschlimmbesserungen von Gnome3/Unity und KDE3 nachverfolgen. Als Linux-Nutzer habe ich kein Interesse an solchen kontraproduktiven Oberflächen, nur um noch mehr unbedarften Nutzern Linux zu verkaufen.

Ich selbst nutze Linux ja eigentlich deswegen, weil mir die marktdominierenden Desktopsysteme einfach nicht das bieten, was ich von einem guten Betriebssystem erwarte. Aber deswegen ist mir nicht einsichtig, warum man es dem Rest der Welt auch noch aufdrängen muss.

Nur weil du GUI-technisch gern im Keller sitzt, müssen das andere nicht auch wollen. ;)
 
Gerade auf faz.net entdeckt: Piratenpartei - Die Linux-Demokratie: "Freie Software als Weltanschauung: Seit ein paar Jahren ist sie in der Politik angekommen. Aber nicht nur die Piratenpartei will aus einer geschlossenen Kathedrale einen offenen Basar machen."

Interessante Perspektiven tun sich da auf, vor allem da die Mainstream-Presse auf einmal richtig aufmerksam wird.

Was ein greuslicher Artikel, ich hatte beim Lesen eher das Gefühl, dass der Author sich mehr dafür interessiert hat möglichst viele Zitate und Querbezüge einzubauen, als die Artikelüberschrift mit dem Artikel zu rechtfertigen. In der Schule würde wohl "Thema verfehlt" in Rot unterm Text stehen.
Mal ganz abgesehen davon, dass ich vielen Punkten in diesem Artikel meine Zustimmung verweigere.

Es wird doch sehr wohl genutzt, nur eben (leider) nicht voll ausgenutzt. Es gibt eben auch keine Maschienen die mal eben Millionen von Code-Zeilen auf Korrektheit, Datenschutz oder Sicherheits-Probleme durchforsten. Genausowenig gibt es Menschen die das mal eben so machen. Und da das alles Menschen sind, entstehen auch Fehler. Und nun? So sind die Fehler nachvollziebar, man kann draus lernen. Was weißt du wie Microsoft, Apple und Co mit solchen Problemen umgehen? Ist das da etwa besser? Sind das bessere Menschen, die alles besser wissen und mehr Zeit haben ihren Code nach Fehlern zu überprüfen? Wer kontrolliert das, was da tausende von Nutzern nutzen?
Wird in Unternehmen nicht immer mehr eingespart und out-gecourced? Test von Software ist mitlerweile oder war es immer eben eine Einsparungspotenzial.
Die Entwickler bei großen Firmen haben aber den Vorteil, dass sie mehr Zeit dafür haben, weil sie schonmal nicht nebenbei noch ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen. Zusätzlich könnte der Faktor Geld als Langzeitmotivator etwas besser als reiner "Altruismus" (ja ich weis, Altruismus im eigentlichen Sinne gibt es nicht wirklich) funktionieren.


Ich finde, dass die Diskussion über Betriebssysteme sowieso veraltet sind. Das Betriebssystem ist partout unwichtig geworden. 90% der Arbeit (meister Nutzer) findet mittlerweile im Browser statt. Richtig egal, ob nun dahinter MacOSX, Windows, Linux, Meego, Android oder sonstwas läuft. Und es wird immer mehr ausgelagert. Cloud usw.Nicht nur der klassische PC ist am sterben, auch das Betriebssystem wird nur noch eine Nebensache sein. Und das ist doch eigentlich eine interessante Entwicklung.. Ich freue mich schon darauf, nicht mehr den neuesten SpielePC/Konsole besitzen zu müssen, sondern mit mein Thinkpad X601 irgendwann ein Spieleabo zu erwerben, wo ich die neuesten Spiele in bester Qualität spielen kann. :D
Mal abgesehen davon, dass ich diese Entwicklung extremst bedenklich finde (ist vielleicht auch eine Generationenfrage), würde ich diese Aussage mal gerne einem Browserentwickler geben, und dir dann den Katzenjammer der darauf sicher folgen wird gerne als Audiodatei zur Verfügung stellen.
An sich halte ich auch deine Aussage für nicht ganz richtig. Der Browser an sich hat seine Stellung auf dem Benutzerdesktop zwar massiv ausgebaut, aber im Endeffekt entwickelt er sich auch nur zu einer Abstraktionsebene, die dem Programmierer ein API zur Verfügung stellt. Eine Entwicklung die schon seit Jahren zum Beispiel mit .Net (nur das MS mal wieder zwischendurch den Zug verpasst hat) von statten geht.

...
Viele Menschen zusammen sind eben weit schlauer als nur eine einzelne Person
...
Diese Aussage halte ich nicht für Allgemeingültig, eher das Gegenteil dürfte der Fall sein. Zumal hierbei auch noch erhebliche Koordinationsprobleme hinzukommen können.
An dieser Stelle zitiere ich auch gerne Heiner Müller
10 Deutsche sind natürlich dümmer als 5 Deutsche.

..Ganz persönlich, ich studiere Informatik, ist es für mich unabdingbar offene Quellen zur Verfügung zu haben. Ansonsten könnten wir nicht praktisch Nachvollziehen wie ein Betriebssystem funktioniert.
Man kann durchaus durch Analyse wie z.B. dem "Blackbox" - Verfahren herausfinden wie etwas funktioniert. Natürlich nicht so im Detail wie bei einer Durchsicht des Quellcodes, aber dafür dürfte der Lerneffeckt etwas höher sein. Bei mir (und ich bin damit sicher nicht alleine) stellt sich dann auch immer eine "Copy-Paste" Mentalität ein, da ich dann die Möglichkeit habe, mehr Zeit auf andere Probleme zu verwenden. Ein solches Verhalten möchte ich aber weder dir noch der Allgemeinheit unterstellen.

Die Quellcodeoffenheit ist ansonsten mehr so eine Sache von "die anderen werden's schon anschauen", die wenigsten hingegen können oder wollen Software anpassen oder verändern - wenn dann eventuell im kleinen Maße. Aber mal kurz ein Codereview eines kleinen Tools oder eine größere Änderung ist halt nicht - das ist durchaus ein Aufwand. Von einem korrekten Nachweis von Funktionalität von einigen Zeilen Codes ganz zu schweigen (und das bedeutet nicht "drüber schauen" und sagen "ja ist okay").
+1

Das liegt daran, weil die Ideen und Konzepte eigentlich freierer Natur sind und oft auch nicht von MS oder Apple kommen. Die Kochen alle nur mit Wasser ;)
Viele Dinge sind auch seit 15 Jahren gleich geblieben, ohne Fortschritt.
Ohne wirklich Ahnung vom konkreten Kernel - Quellcode zu haben, würde ich das nicht unterschreiben. Gerade im Scheduling und der Prozessverwaltung hat sich - glaube ich - in den letzten Jahren schon einiges getan. Meine Meinung bilde ich mir zwar nur aus Versatzstücken, die mir noch aus Heise - Artikeln der letzte Jahre im Gedächtnis sind, aber ich extrapoliere mal einfach frech, dass das nicht die einzigen Bereiche im Kernel sind, in denen Paradigmenwechsel stattgefunden haben.

Naja, ich halte das ja eher für zweitrangig. Was die Versuche, mehr Marktanteile zu erringen an schrecklichen GUI-Verrenkungen bewirkt hat, nur um dem hypothetischen Endbenutzer attraktiver zu erscheinen, können wir ja alle mittlerweile an den Verschlimmbesserungen von Gnome3/Unity und KDE3 nachverfolgen. Als Linux-Nutzer habe ich kein Interesse an solchen kontraproduktiven Oberflächen, nur um noch mehr unbedarften Nutzern Linux zu verkaufen.
Das ist ja eher ein Sache des persönlichen Geschmacks. Auch wenn Gnome3 für mich persönlich eine Enttäuschung war, glaube ich, dass der Desktop in der Form wie er derzeit von Gnome 2.x, KDE 3.x, 4.x, XFCE, LXDE, und Konsorten gelebt wird nicht das Ende der Fahnenstange ist bzw. sein darf. Und damit meine ich nicht, dass solchen sinnfreien "drück drauf" - Startern (ich weigere mich Unity als Oberfläche zu bezeichnen) wie Unity die Zukunft gehören sollten.
Ich selbst nutze Linux ja eigentlich deswegen, weil mir die marktdominierenden Desktopsysteme einfach nicht das bieten, was ich von einem guten Betriebssystem erwarte. Aber deswegen ist mir nicht einsichtig, warum man es dem Rest der Welt auch noch aufdrängen muss.
Inwiefern empfindest du es denn, dass Linux dem Rest der Welt aufgedrängt wird ? Mir wurde Linux nicht aufgedrängt, und ich interesse mich überhaupt nicht für die inneren Mechanismen des Betriebssystem und brauche auch nicht die Konfigurationsfreiheit/Flexibilität, die viele so daran schätzen. Ich erfreue mich nur an den Früchten anderer, deren Arbeit erst durch diese Flexibilität zustande kommt ;o)

Edit: Zum Punkt "kein Fortschritt in den letzte 15 Jahren": die Entwicklung hin zu Systemen mit mehr als einer Recheneinheit haben sicher tiefe Spuren im Kernel hinterlassen
 
Zuletzt bearbeitet:
Piraten :facepalm:
Linux :confused:

Piraten und Linux :facepalm::confused:


Die Piraten sind ja bei uns am Ort ziemlich aktiv und ebenso erfolglos. Ein ernsthaftes Konzept ist nicht erkennbar für tauglich an der Regierung teilzunehmen qualifizieren sie sich auch nicht gerade.
Ein Haufen Arbeitslose, ein Haufen online -Junkies und eine Tüte voller Kiffer und Punks. Das ist der Inhalt der hiesigen Orts und Kreisgruppe. Allesamt nicht ernst zu nehmen.
Deren "Aufstieg" kürzlich in einer Großstadt Deutschlands haben sie imho nur den Frustrierten Wählern zu verdanken. Fürs Programm und Konzept hätte es wohl nur Stimmen von nicht einmal einem Prozent gegeben.

Linux ist für mich auch nichts. Zugegeben habe ich es jetzt 2-3 Jährchen nicht mehr angetestet aber bis dahin zumindest war es übelstes Gebastel bis es mal wirklich ordentlich lief. Irgendwelche Hardware wurde grundsätzlich nicht unterstützt und ohne großartige Kenntnisse wäre es kaum bis gar nicht möglich gewesen diese zum laufen zu bewegen.

Für ein Windows - System war immer alles was zu meinen Systemen benötigt wurde verfügbar.

Anpassen ? Naja das ich bei meinem Windoof manches an Bord habe was ich nicht brauche stört mich wenig. In meinem Werkzeugschrank liegen auch Werkzeuge die ich noch nicht oder bisher erst 1 oder 2 mal gebraucht habe.
Ich habe auch immer Dosenmilch im Schrank falls mal jemand kommt der sie braucht. Ich brauche sie nicht.

Wenn ich eine Funktion benötige dann kann sie mein System oder aber ich werde mir eine Software dafür besorgen.

Das in Linux sehr offen ist ist für mich eher eine Gefährdung. Derzeit nur nicht sonderlich akut da sich Angriffe aufgrund des geringen Marktanteils kaum "lohnen".

Ich werde s vllt. nochmal testen. Dann aber zuerst von ner Live DVD da ich ehrlich gesagt keine Lust habe wieder Stundenlang nach Software zu suchen welche meine Hardware unterstützt.
Sollte es aber noch immer so bescheiden sein wie vor den paar Jährchen und die Entwicklung nicht riesig aufgeholt haben bleibts bei Win 7.
 
Ohne wirklich Ahnung vom konkreten Kernel - Quellcode zu haben, würde ich das nicht unterschreiben. Gerade im Scheduling und der Prozessverwaltung hat sich - glaube ich - in den letzten Jahren schon einiges getan. Meine Meinung bilde ich mir zwar nur aus Versatzstücken, die mir noch aus Heise - Artikeln der letzte Jahre im Gedächtnis sind, aber ich extrapoliere mal einfach frech, dass das nicht die einzigen Bereiche im Kernel sind, in denen Paradigmenwechsel stattgefunden haben.

Das habe ich auch gar nicht gesagt, die Aussage war nicht generell nur auf Kernel bezogen ;)
Und nur weil Linux oder MS neue Konzepte eingefügt haben, heißt das nicht unbedingt, dass sie nicht vorher schon da waren (wenn auch in anderer Form oder in einem anderen Gebiet), aber natürlich gibt es auch Neuerungen, das wollte ich sagen.
 
[...]Allesamt nicht ernst zu nehmen.
Mal wieder auf die Allgemeinheit geschlossen? Hier sind das Doktoren/Diplomer im Bereich Informatik/Informationstechnik und Physik/Mathematik. Ob die kiffen? Keine Ahnung. Aber von mir aus dürfen die das gerne.
Im Bundestag wurde ja auf den Toiletten mehr Koks gefunden als sonstwo. Daher ist mir das egal ;)

"Linux-ist-blöd-und-Open-Source-ein-Sicherheitsrisiko" ;)
Nutze was du willst, ich fahre damit seit Jahren gut und habe deutlich weniger Zoff mit dem System als die meisten Windows User.
PS: Das System läuft auch ohne Neuinstallation und ohne mich jemals um Sicherheitsprobleme kümmern zu müssen, seit (6?) Jahren unverändert auf meinem PC. Bei den TPs hatte ich vor einem Jahr auf eine andere Distribution umgesattelt. Alles reibungslos :)


Edit: Alleine das Entfernen vom Big kernel Lock war eine große Sache.. dann die Einführung von KMS, das Neuschreiben von der Speicherverwaltung... die Einführung eines neuen Process schedulers.. neue I/O Scheduler.. Das sind Bereiche, in denen Windows technisch gesehen *keine* Chance hat. Auch unter Windows 7 hakelt es mit einem Dual Core und genug Ram ziemlich, wenn eine Anwendung unter Vollast läuft. Das ist unter Linux schon lange Vergangenheit.. :) Und ja: MS weiß, dass sie bei solchen Sachen aufholen müssen.

Edit#2: Und Vorreiter war teilweise in diesen Bereichen *BSD. Zumindest bei den (S)MP Geschichten.

Zum eigentlichen Thema: Ich werde bei der Bundestagswahl auch definitiv keine der großen Parteien wählen, denn die merzen den Demokratie Gedanken immer weiter aus. Und was dabei heraus kommt, ist meist nicht im Sinne des Volkes, sondern im Sinne der Führungskräfte großer Konzerne. Ob die Piraten ein Kreuzchen bekommen, werde ich dann nach dem Lesen deren Partei-/Wahlprogrammes entscheiden.
 
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Denke auch dass die Piraten und die Linux-Community zwei paar Stiefel sind.
Die Piraten scheinen mir eher an Freibier-Aspekten (alles für lau runterladen) als an irgendwelchen philosophischen oder technischen Fragen interessiert zu sein.
Und zur Linux-Diskussion: es ist wichtig, dass es freie Software gibt, allein schon, um eine Alternative in der Hinterhand zu haben. Aber große Anteile der Open Source-Software hängen letztendlich doch an ein paar wenigen Firmen und sind letztendlich auch von diesen abhängig. Open Source ist in dem Zusammenhang eher eine von einer Firma eingesetzte Marketingstrategie als ein wirklich gelebtes Konzept. Aktuelle Beispiele: der ganze Kram, der jetzt an Oracle dranhängt (OpenOffice, MySQL, Java Community Process) und alles was an Nokia dranhängt / -hing (Qt, Symbian, Maemo). Insofern ist die "freie Alternative" in vielen Bereichen gar nicht so frei wie gerne behauptet wird.
 
Die Piraten scheinen mir eher an Freibier-Aspekten (alles für lau runterladen) als an irgendwelchen philosophischen oder technischen Fragen interessiert zu sein.
Ähm.. Gerade nicht. Die sind z.B. dafür, dass man in Zukunft nicht weiß, in welcher Bar du welche Toilettenkabine benutzt hast.

Und zur Linux-Diskussion: es ist wichtig, dass es freie Software gibt, allein schon, um eine Alternative in der Hinterhand zu haben. Aber große Anteile der Open Source-Software hängen letztendlich doch an ein paar wenigen Firmen und sind letztendlich auch von diesen abhängig. Open Source ist in dem Zusammenhang eher eine von einer Firma eingesetzte Marketingstrategie als ein wirklich gelebtes Konzept. Aktuelle Beispiele: der ganze Kram, der jetzt an Oracle dranhängt (OpenOffice, MySQL, Java Community Process) und alles was an Nokia dranhängt / -hing (Qt, Symbian, Maemo). Insofern ist die "freie Alternative" in vielen Bereichen gar nicht so frei wie gerne behauptet wird.
Für Oracle Software gibt es in jedem Bereich freie Alternativen, Oracle selbst ist ja auch ein Nutznießer von Opensource. Das Oracle Linux z.B. ist eine blanke Kopie von RHEL mit leicht modifiziertem Kernel.

Qt wird auch großteils von der Community voran getrieben (sehr enger Dialog mit den KDE Leuten) und Maemo ist wirklich frei ;)
Zeige mir mal ein großes Projekt, welches frei, aber nicht frei ist :P

Gerade dadurch, dass viele Firmen und einige freie Entwickler daran beteiligt sind, ergibt sich keine direkte Kontrolle durch einzelne Konzerne. Denn wenn die anderen Mitbewerber dann einfach einen Fork entwickeln, besteht das Risiko des völligen Kontrollverlustes. Siehe Oracle und OpenOffice.. Die versuchen es ja jetzt auch wieder auf die sanftmütige Tour bei den LibreOffice Leuten.
 
Ähm.. Gerade nicht. Die sind z.B. dafür, dass man in Zukunft nicht weiß, in welcher Bar du welche Toilettenkabine benutzt hast.
Das muss der Grund sein, warum so viele von den Hirnis Facebook benutzen.


Qt wird auch großteils von der Community voran getrieben
Warte mal ab, bis sich Nokia endgültig verabschiedet hat - ohne die von Nokia bezahlten Vollzeitentwickler kann die Community mal zeigen, wie sie irgend was vorantreibt.

und Maemo ist wirklich frei ;)
"Tot" wäre meiner Meinung nach das treffendere Adjektive gewesen.

Zeige mir mal ein großes Projekt, welches frei, aber nicht frei ist :P
Es gibt massenweise Projekte, die "frei" aber abhängig sind, abhängig von Firmenressourcen. Das sieht man oft dann besonders schön, wenn sich die unterstützende Firma zurückzieht und das Projekt dann tot ist (siehe z.B. Maemo) oder wenn die unterstützende Firma versucht, Geld zu machen, und zig Projekte wegforken, die aber alle nicht die Ressourcen haben, das Projekt adäquat weiterzuführen (siehe MySql und seine diversen Zombies).

Gerade dadurch, dass viele Firmen und einige freie Entwickler daran beteiligt sind, ergibt sich keine direkte Kontrolle durch einzelne Konzerne. Denn wenn die anderen Mitbewerber dann einfach einen Fork entwickeln, besteht das Risiko des völligen Kontrollverlustes. Siehe Oracle und OpenOffice.. Die versuchen es ja jetzt auch wieder auf die sanftmütige Tour bei den LibreOffice Leuten.
Die haben sich aus dem Projekt praktisch verabschiedet und das Projekt damit effektiv gekillt (außer es findet sich eine andere größere Firma, die Lust hat ein Programmierteam zu spendieren).
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Quellcodeoffenheit ist ansonsten mehr so eine Sache von "die anderen werden's schon anschauen", die wenigsten hingegen können oder wollen Software anpassen oder verändern - wenn dann eventuell im kleinen Maße. Aber mal kurz ein Codereview eines kleinen Tools oder eine größere Änderung ist halt nicht - das ist durchaus ein Aufwand. Von einem korrekten Nachweis von Funktionalität von einigen Zeilen Codes ganz zu schweigen (und das bedeutet nicht "drüber schauen" und sagen "ja ist okay").

Selbiges lässt sich übrigens wunderbar auf die Politik übertragen.:thumbsup:
 
Das muss der Grund sein, warum so viele von den Hirnis Facebook benutzen.
Ich will nicht wissen, von wie vielen solcher "Hirnis" jeder hier umgeben ist. Bei mir sind das locker 90%. (ich nutze sowas nicht).
Wenn man in der Öffentlichkeit steht, muss man mit der Zeit gehen. Facebook ist dafür eine gute Werbeplattform.

Warte mal ab, bis sich Nokia verabschiedet hat - ohne die von Nokia bezahlten Vollzeitentwickler kann die Community mal zeigen, wie sie irgend was vorantreibt.
Da wirst du sehr schnell eine neue Firma sehen, die das übernimmt. Oder wie so oft: Redhat und Novell stellen einige Entwickler ein.
Edit: Auch Trolltech konnte alleine von Qt leben und hat nebenbei noch KDE Entwickler beschäftigt.

"Tot" wäre meiner Meinung nach das treffendere Adjektive gewesen.
Zu Meego fusioniert ist aber die Wahrheit. Ob das tot ist, bleibt abzuwarten.


Es gibt massenweise Projekte, die frei aber abhängig sind, abhängig von Firmenressourcen. Das sieht man oft dann besonders schön, wenn sich die unterstützende Firma zurückzieht und das Projekt dann tot ist (siehe z.B. Maemo) oder wenn die unterstützende Firma versucht, Geld zu machen, und zig Projekte wegforken, die aber alle nicht die Ressourcen haben, das Projekt adäquat weiterzuführen (siehe MySql und seine diversen Zombies).
Konkrete Beispiele? Maemo ist kein Beispiel, s.o. Was ist mit PostgreSQL?

Die haben sich aus dem Projekt praktisch verabschiedet und das Projekt damit effektiv gekillt (außer es findet sich eine andere größere Firma, die Lust hat ein Programmierteam zu spendieren).
Und wieso? Weil sie mit LibreOffice nicht mithalten können und ihr Kontrollversuch damit kläglich gescheitert ist.
 
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Linuxdemokratie?? Da hätten sie aber günstigere Hardware kaufen können:
3.jpg

Das ausgerechnet die Verfechter von Freiheit und Transparenz so viele Apples nutzen stimmt mich nachdenklich :)
 
Da wirst du sehr schnell eine neue Firma sehen, die das übernimmt. Oder wie so oft: Redhat und Novell stellen einige Entwickler ein.
Auch dann ist es wieder firmenabhängig. Novell gibt's als eigenständige Firma übrigens auch nicht mehr, die sind von Attachmate gekauft worden.[/quote]


Zu Meego fusioniert ist aber die Wahrheit. Ob das tot ist, bleibt abzuwarten.
Und Meego hängt ausschließlich am Intel-Tropf und ist deren letzte Hoffnung, den Atom irgendwie in Smartphones unterzubringen, was nicht sonderlich erfolgsversprechend ist. In ca. 1 Jahr wird das Projekt auch tot sein.



Maemo ist kein Beispiel, s.o. Was ist mit PostgreSQL?
Maemo / Meego ist nach wie vor ein gutes Beispiel, siehe oben.
PostgreSQL ist tatsächlich ein freies Projekt, hat aber mit dem von mir genannten MySql so gut wie nichts zu tun (einizige Gemeinsamkeit: beides sind DBMS).


Und wieso? Weil sie mit LibreOffice nicht mithalten können und ihr Kontrollversuch damit kläglich gescheitert ist.
LibreOffice ist ebenfalls tot. Keine Entwickler, keine Entwicklung, wenig Entwickler, wenig Entwicklung, so einfach ist das. Die könnten das Projekt gleich in Gammeloffice umbenennen.
 
Auch dann ist es wieder firmenabhängig. Novell gibt's als eigenständige Firma übrigens auch nicht mehr, die sind von Attachmate gekauft worden.
Ja, Novell war ein schlechtes Beispiel. Das ändert nichts an der Tatsache.
Edit: Was ist das Problem, wenn RedHat Hauptsponsor wäre? Wenn die abspringen, kommt der nächste.. die Entwickler bleiben im Großen und Ganzen die gleichen.

Und Meego hängt ausschließlich am Intel-Tropf und ist deren letzte Hoffnung, den Atom irgendwie in Smartphones unterzubringen, was nicht sonderlich erfolgsversprechend ist. In ca. 1 Jahr wird das Projekt auch tot sein.
Nokia hat MeeGo quasi den Todesstoß versetzt. Und weiter? Ohne Hardware, auf der ein System läuft, ist es egal ob es Open Source ist oder nicht.

Maemo / Meego ist nach wie vor ein gutes Beispiel, siehe oben.
PostgreSQL ist tatsächlich ein freies Projekt, hat aber mit dem von mir genannten MySql so gut wie nichts zu tun (einizige Gemeinsamkeit: beides sind DBMS).
Soll es etwas damit zu tun haben? Es hat das gleiche Aufgabenfeld.

LibreOffice ist ebenfalls tot. Keine Entwickler, keine Entwicklung, wenig Entwickler, wenig Entwicklung, so einfach ist das. Die könnten das Projekt gleich in Gammeloffice umbenennen.
Die letzten Releases sind also Einbildung? Das Projekt ist keinesfalls tot.. http://wiki.documentfoundation.org/index.php?title=ReleasePlan&oldid=32351


Eine Bitte: Wenn du weiter trollen willst, dann geh wieder zurück ins Windows Forum.. ;)
Das ist Off Topic und relativ sinnbefreit.
 
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Und Meego hängt ausschließlich am Intel-Tropf und ist deren letzte Hoffnung, den Atom irgendwie in Smartphones unterzubringen, was nicht sonderlich erfolgsversprechend ist. In ca. 1 Jahr wird das Projekt auch tot sein.

Meego läuft ja auch so hervorragend auf Smartphones, gell? Eher war es der letzte Halm Tablets x86-fähig zu machen, aber nachdem Windows 8 wohl in Richtung Tablet geht (und leider auch Tür und Tor für ARM öffnet), braucht Intel kein Meego - noch ein Linux braucht übrigens sowieso keiner im Tabletbereich mMn.

Ich stimmt dir aber zu dass Maemo und Meego absolut tot sind - beiden fehlt ein große Partner, der es dringend braucht.

LibreOffice ist ebenfalls tot. Keine Entwickler, keine Entwicklung, wenig Entwickler, wenig Entwicklung, so einfach ist das. Die könnten das Projekt gleich in Gammeloffice umbenennen.

Ach LibreOffice ist tot? Kann ich mich gar nicht daran erinnern - war es nicht so, dass LibreOffice zuletzt Releases (im Gegensatz zu OpenOffice) rausbrachte und nahezu alle Distris darauf gewechselt sind und Oracle danach, um den Dolchstoß zu verhindern, schnell OpenOffice der Apache Foundation übergeben hat? Seitdem hat man von Openoffice nicht mehr viel gehört ... Die Wahrscheinlichkeit, dass Libreoffice und Openoffice wieder verschmelzen ist sehr gering - der Code ist jetzt schon sehr stark unterschiedlich.
 
Ja, Novell war ein schlechtes Beispiel. Das ändert nichts an der Tatsache.
Edit: Was ist das Problem, wenn RedHat Hauptsponsor wäre? Wenn die abspringen, kommt der nächste.. die Entwickler bleiben im Großen und Ganzen die gleichen.
Das ist nur dann egal, wenn die Unterstützung in gleichem Maß fortgeführt wird. Wenn wie z.B. bei LibreOffice ein komplettes Team wegfällt und als Ersatz dafür ein einsamer Vollzeitprogrammierer von Canonical gestellt wird, dann ist das nicht egal, sondern ein sehr großer Rückschritt.


Nokia hat MeeGo quasi den Todesstoß versetzt. Und weiter? Ohne Hardware, auf der ein System läuft, ist es egal ob es Open Source ist oder nicht.
Das ist genau der Punkt. Unterstützung durch Firma weg, Projekt tot. Ergo: Projekt war nie wirklich frei, sondern immer abhängig von Firma.


Soll es etwas damit zu tun haben? Es hat das gleiche Aufgabenfeld.
Na toll. Nur weil es andere Datenbanksysteme gibt, ändert das doch nichts daran, dass MySQL als Open Source Projekt aufgrund von Oracles Entscheidungen momentan in ernsten Schwierigkeiten steckt.


Die letzten Releases sind also Einbildung? Das Projekt ist keinesfalls tot.. http://wiki.documentfoundation.org/index.php?title=ReleasePlan&oldid=32351
Es ist nicht tot in dem Sinne, dass gar nichts mehr passiert. Sondern in der Hinsicht, dass die Entwicklungsgeschwindigkeit schon in den letzten Jahren nicht gerade rekordverdächtig war und durch den (fast vollständigen) Verlust an Vollzeitentwicklern noch weiter gesunken ist. Insofern gammelt es halt vor sich hin, bis sich irgendwann keiner mehr dafür interessiert.

Eine Bitte: Wenn du weiter trollen willst, dann geh wieder zurück ins Windows Forum.. ;)
Das ist Off Topic und relativ sinnbefreit.
Eine andere Meinung zu haben ist noch lange nicht trollen.
 
Du bist wirklich ein unglaublicher Troll. Du dichtest dir ein Netz aus Lügen zusammen, damit deine Welt keinen Schaden nimmt. Deiner Logik nach gäbe es kein Linux und kein BSD. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

PS: Das N9 wird schon ausgeliefert.

Edit: Hast du dir jemals die Open Document Foundation angesehen und weißt du überhaupt wer alles daran beteiligt ist?
Dein "Vollzeitprogrammierer von Canonical" ist wirklich ein armes Stück. Das geht doch besser!;) ...
 
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