Hat die junge Dame vielleicht (für Kinder ihres Alters) lange Beine? Die Körpergröße ist ja bei Fahrrädern meist nebensächlich. Wichtiger ist die Beinlänge.
Nur kennt kein nicht-radaffiner Ottonormalkunde seine Beinlänge, weshalb für die Werbung dann doch auf die Körpergröße zurückgefallen wird.
Ja, stimmt, eigentlich wäre die Innenbeinlänge interessanter. Aber Woom gibt da selbst nicht mal wirklich Daten an. In einem Shop habe ich eine Mindest-Innenbeinlänge von 38cm gefunden für das Woom Go 2, in einem anderen steht 40cm. Für die obere Grenze gibt's keine Angabe. Im Test in der Stiftung Warentest gibt's aber Angaben zur Schrittlänge (woher auch immer sie die haben? selbst ausgemessen?), da wird 39,5-48cm als Bereich angegeben.
Ich habe jedenfalls einfach Sattel und Lenker so tief wie möglich eingestellt und dann haben wir die Kleine draufgesetzt. Sattel passte dann schon. Für den Kontakt zum Boden war es knapp, aber okay, aber noch tiefer hätte (selbst wenn es möglich gewesen wäre) der Sattel auch nicht gedurft, sonst ist der Kontakt zu den Pedalen irgendwann "Affe auf Schleifstein"

Den Lenker musste ich doch noch etwas höher wieder machen, da er sonst beim Lenken an den Beinen anschlug. Wie groß die tatsächliche Innenbeinlänge nun ist, weiß ich nicht, Hauptsache es passt.
Kennst du das Upcycling-Programm von Woom? Keine Ahnung ob sich das gegenüber einem Privatkauf und -verkauf rechnet, aber ich finde zumindest das Konzept recht interessant.
Nein, kannte ich noch nicht und klingt erstmal interessant. Aber nachdem ich mir die Bedingungen durchgelesen habe, wird es schnell wieder uninteressant. Man bekommt 30% des Kaufpreises zurück vom ursprünglich gekauften Rad. Beim Woom 2 also von 429€ dann 128,70€. Dafür muss man aber die Upcycling-Mitgliedschaft kaufen, die 30€ kostet. Bleiben 98,70€ Ersparnis. Das Rad muss auch zwingend im Shop von Woom gekauft worden sein - okay, anderswo ist es auch nur 10€ günstiger, trotzdem blieben dann nur 88,70€ Ersparnis. Das Rad darf außerdem nicht älter als 3 Jahre sein. Funktioniert also wohl nur beim ersten Fahrrad, mit den späteren nicht mehr. Und auch da nur, wenn man nicht noch ein zweites Kind hat, dem man das Rad zunächst "vererbt". Das Geld gibt's dann auch nur als Gutschein für einen Kauf für ein neues Rad im Woom-Shop. Ein Woom Go 4 ist auch wieder 20,10€ mehr im Onlineshop als anderswo. Bleiben am Ende 68,60€ Ersparnis mit heutigen Preisen.
Wenn man also ein Woom-Rad neu kauft und wenn man dies in deren Onlineshop tut und wenn man das Rad in unter 3 Jahren wieder abgibt und wenn man dann wieder ein Woom-Rad kauft und wenn man das wieder im Onlineshop von denen tut, dann lohnt es sich, 68,60€ sind schon fair. Aber wenn auch nur eines der "wenns" nicht erfüllt ist, zahlt man drauf.
Außerdem muss man erst das alte Rad einschicken, bekommt dann einen Gutschein und kann dann erst dann neue kaufen. Würde mich nicht wundern, wenn so manche/r junge Radfahrer/in da protestieren wird und ihr Rad erst hergibt, wenn auch ein neues da ist
Besonders lustig wird es, wenn man in den Kleinanzeigen Leute findet, die versuchen, das privat nachzubilden ("Tausche: Biete Woom 2, suche Woom 3"), und ihnen dabei nicht aufzufallen scheint, dass die Benjamin Buttons, die sie ja als Tauschpartner bräuchten, da draußen eher selten sind.
Das ist wirklich ziemlich sinnbefreit.

Aber zum Glück gibt's ja eine Zwischenlösung für so einen Tausch: Geld. "Verkaufe Woom 2" "Kaufe Woom 3". Ggf. auch andersherum (erst: Kaufe Woom 3). Da dürfte die Ersparnis am Ende deutlich größer sein als bei der Upcycling-Mitgliedschaft von Woom. Da spart man in der Regel schon schnell 200€ und mehr gegenüber dem Neukauf wenn man ein Go 2 dort kauft und hat vermutlich nur geringen Verlust, wenn man es weiterverkauft, so lange der Zustand noch ok ist.