Fahrrad-Sammelthread: Bikes, Kaufberatung, Diskussionen etc.

iYassin

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Ich dachte mir, da die Fahrradbegeisterten hier im Forum - mich eingeschlossen - immer mal wieder andere Threads (z.B. MnE) für seitenlange Diskussionen über Bikes nutzen, wäre es langsam mal eine Idee, wie für die Fotografen einen themenbezogenen Sammelthread zu starten:

Hier geht es also um Bikes, Touren, Kaufberatung für Fahrräder, Fahrradteile und -zubehör, Diskussionen (29"-MTBs und so :D nur so als Beispiel, ich finde die auch super ;)) und so weiter. :thumbsup:

Viele Grüße,

iYassin
 
Zuletzt bearbeitet:
Hat die junge Dame vielleicht (für Kinder ihres Alters) lange Beine? Die Körpergröße ist ja bei Fahrrädern meist nebensächlich. Wichtiger ist die Beinlänge.
Nur kennt kein nicht-radaffiner Ottonormalkunde seine Beinlänge, weshalb für die Werbung dann doch auf die Körpergröße zurückgefallen wird.
Ja, stimmt, eigentlich wäre die Innenbeinlänge interessanter. Aber Woom gibt da selbst nicht mal wirklich Daten an. In einem Shop habe ich eine Mindest-Innenbeinlänge von 38cm gefunden für das Woom Go 2, in einem anderen steht 40cm. Für die obere Grenze gibt's keine Angabe. Im Test in der Stiftung Warentest gibt's aber Angaben zur Schrittlänge (woher auch immer sie die haben? selbst ausgemessen?), da wird 39,5-48cm als Bereich angegeben.
Ich habe jedenfalls einfach Sattel und Lenker so tief wie möglich eingestellt und dann haben wir die Kleine draufgesetzt. Sattel passte dann schon. Für den Kontakt zum Boden war es knapp, aber okay, aber noch tiefer hätte (selbst wenn es möglich gewesen wäre) der Sattel auch nicht gedurft, sonst ist der Kontakt zu den Pedalen irgendwann "Affe auf Schleifstein" :D Den Lenker musste ich doch noch etwas höher wieder machen, da er sonst beim Lenken an den Beinen anschlug. Wie groß die tatsächliche Innenbeinlänge nun ist, weiß ich nicht, Hauptsache es passt.

Kennst du das Upcycling-Programm von Woom? Keine Ahnung ob sich das gegenüber einem Privatkauf und -verkauf rechnet, aber ich finde zumindest das Konzept recht interessant.
Nein, kannte ich noch nicht und klingt erstmal interessant. Aber nachdem ich mir die Bedingungen durchgelesen habe, wird es schnell wieder uninteressant. Man bekommt 30% des Kaufpreises zurück vom ursprünglich gekauften Rad. Beim Woom 2 also von 429€ dann 128,70€. Dafür muss man aber die Upcycling-Mitgliedschaft kaufen, die 30€ kostet. Bleiben 98,70€ Ersparnis. Das Rad muss auch zwingend im Shop von Woom gekauft worden sein - okay, anderswo ist es auch nur 10€ günstiger, trotzdem blieben dann nur 88,70€ Ersparnis. Das Rad darf außerdem nicht älter als 3 Jahre sein. Funktioniert also wohl nur beim ersten Fahrrad, mit den späteren nicht mehr. Und auch da nur, wenn man nicht noch ein zweites Kind hat, dem man das Rad zunächst "vererbt". Das Geld gibt's dann auch nur als Gutschein für einen Kauf für ein neues Rad im Woom-Shop. Ein Woom Go 4 ist auch wieder 20,10€ mehr im Onlineshop als anderswo. Bleiben am Ende 68,60€ Ersparnis mit heutigen Preisen.
Wenn man also ein Woom-Rad neu kauft und wenn man dies in deren Onlineshop tut und wenn man das Rad in unter 3 Jahren wieder abgibt und wenn man dann wieder ein Woom-Rad kauft und wenn man das wieder im Onlineshop von denen tut, dann lohnt es sich, 68,60€ sind schon fair. Aber wenn auch nur eines der "wenns" nicht erfüllt ist, zahlt man drauf.
Außerdem muss man erst das alte Rad einschicken, bekommt dann einen Gutschein und kann dann erst dann neue kaufen. Würde mich nicht wundern, wenn so manche/r junge Radfahrer/in da protestieren wird und ihr Rad erst hergibt, wenn auch ein neues da ist :D

Besonders lustig wird es, wenn man in den Kleinanzeigen Leute findet, die versuchen, das privat nachzubilden ("Tausche: Biete Woom 2, suche Woom 3"), und ihnen dabei nicht aufzufallen scheint, dass die Benjamin Buttons, die sie ja als Tauschpartner bräuchten, da draußen eher selten sind.
Das ist wirklich ziemlich sinnbefreit. :D Aber zum Glück gibt's ja eine Zwischenlösung für so einen Tausch: Geld. "Verkaufe Woom 2" "Kaufe Woom 3". Ggf. auch andersherum (erst: Kaufe Woom 3). Da dürfte die Ersparnis am Ende deutlich größer sein als bei der Upcycling-Mitgliedschaft von Woom. Da spart man in der Regel schon schnell 200€ und mehr gegenüber dem Neukauf wenn man ein Go 2 dort kauft und hat vermutlich nur geringen Verlust, wenn man es weiterverkauft, so lange der Zustand noch ok ist.
 
"Affe auf Schleifstein"
Scheint Viele nicht zu stören. Mir stößt immer wieder das Werbebild eines Fahrradherstellers auf, auf dem das Fotomodell rein ergonomisch sehr unvorteilhaft auf dem Rad sitzt.

[..] Aber wenn auch nur eines der "wenns" nicht erfüllt ist, zahlt man drauf.
Außerdem muss man erst das alte Rad einschicken, bekommt dann einen Gutschein und kann dann erst dann neue kaufen. Würde mich nicht wundern, wenn so manche/r junge Radfahrer/in da protestieren wird und ihr Rad erst hergibt, wenn auch ein neues da ist :D
Danke für's Aufdröseln! So genau hatte ich mich nicht mit den Bedingungen beschäftigt.
Das alte Rad einschicken bevor das Neue da ist geht ja gar nicht. Ich dachte, man weist beim Tern-Händler vor Ort seine Upcycling-Mitgliedschaft nach und bekommte beim Kauf eines neuen Modells Rabatt bei Inzahlungnahme des alten Rades. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. :rolleyes:
 
Unser altes Laufrad an dem knapp 30J genagt haben, Lenkerhöhe ca 40 cm
Anfangs haben die Kids auf Teppichboden fahren gelernt (und umzukippen),
dann schnell den Geschwindigkeitsrausch unseres leicht abschüssigen Hofs genossen,
auch nachdem sie schon auf einem "echten" bike firm waren.
LaufradImRegen.jpg

Wie kann es anders sein ofc noch etwas OT:
Der Kettler Ruderrenner:
DSCF7058_crop.JPG
Wird über die Pedalen gelenkt und per Zug am Lenker über die Kette angetrieben,
wobei die rechte Hand ebenfalls für die sagen wir mal nicht gerade extrem wirksame Bremse verantwortlich ist.
(Bremshebel ist grad zwecks Wartung demontiert)
Denke nicht dass der TÜV eines Landes in dem fast Niemand mehr am Ende die Mischbatterie auf Kalt stellt
und Lerne zu Leiden ohne zu Klagen nur noch als Motto für eine handvoll Freaks gilt bereit wär da seine Plakette druffzupappen.
 
Wichtiger ist die Beinlänge.
Nur kennt kein nicht-radaffiner Ottonormalkunde seine Beinlänge, weshalb für die Werbung dann doch auf die Körpergröße zurückgefallen wird.
Nicht nur das. Entscheidend ist das Verhältnis Oberschenkel zu Unterschenkel, denn daraus ergibt sich der erforderliche (!) Winkel des Sitzrohres.
Damit haben wir leider aber jetzt 99.78 Prozent aller vermeintlich fachkundigen Radfahrer abgehängt, zumal es die Rahmen mit passendem Sitzwinkel für den Typus sehr lange Beine bei kurzem Oberkörper keine Rahmen mehr zu kaufen gibt. Und weil Ergonomie so 'schwierig' ist, kauft man eben selbst seinen heranwachsenden Kindern heute ein Mofa, für das Dank E-Motor nicht einmal mehr eine Prüfbescheinigung erforderlich ist.
 
Entscheidend ist das Verhältnis Oberschenkel zu Unterschenkel, denn daraus ergibt sich der erforderliche (!) Winkel des Sitzrohres.
Das ist zwar prinzipiell richtig, allerdings sollten sich die Variationen im Normalbereich über das Vor- und Zurückschieben des Sattels und ggf. die Kröpfung der Sattelstütze ausgleichen lassen. Wenn das nicht mehr klappt, dann kriegt man für gewöhnlich auch an anderen Stellen Probleme mit der Rahmengeometrie.
Auch hängt der ideale virtuelle* Sitzrohrwinkel vom Rest der Sitzposition ab. Ein Triathlet sitzt deutlich weiter vorne und oben als ein Hollandradler. Meine Sattelstütze erlaubt es mir z.B. die Sattelposition während der Fahrt um 5cm in der Waagerechten und 2cm in der Höhe zu verändern. Das sind Welten.

[..] zumal es die Rahmen mit passendem Sitzwinkel für den Typus sehr lange Beine bei kurzem Oberkörper keine Rahmen mehr zu kaufen gibt.
So lange die Person sich noch im Rahmen normaler Körpergröße bewegt sind zu lange Beine eher weniger problematsch, denn das lässt sich mit einem kurzen Rahmen und eine lange Sattelstütze ausgleichen.
Problematisch wird es eher, wenn Menschen insgesamt besonders klein oder groß sind, denn eigentlich bedient der Radmarkt nur Menschen zwischen 1,50m und 2m.
Einer Bekannten unter 1,50m habe ich z.B. vor einiger Zeit zu einem Woom Explore 6 geraten. Und sie war davon sehr angetan, bis ihr Mann sie vorwurfsvoll fragte, ob sie tatsächlich ein Kinderrad fahren will.
Ein Klassenkamerad über 2,10m hätte hingegen wohl ein Dirtysixer oder Truebike ganz interessant gefunden (zumindest bevor er die Preise gesehen hätte). Unter ihm sah selbst ein 28"-Rad aus wie ein BMX.

Und weil Ergonomie so 'schwierig' ist, kauft man eben selbst seinen heranwachsenden Kindern heute ein Mofa, für das Dank E-Motor nicht einmal mehr eine Prüfbescheinigung erforderlich ist.
Ich glaube das Thema Fahrrad als Alltagstransportmittel ist bei der Jugend so langsam ganz abgehakt, egal ob mit oder ohne Motor.
Es gibt hier noch ein paar jugendliche Radfahrer, die ihr (Bio)Rad wohl in erster Linie als Modestatement betrachten, aber die Mehrheit düst hier auf Mietrollern durch die Gegend. Nicht schlecht gestaunt habe ich vor ein paar Wochen als mir vier Mädels auf einem einzigen Roller entgegenkamen.


*) also inklusive Sattelverschiebung
 
allerdings sollten sich die Variationen im Normalbereich über das Vor- und Zurückschieben des Sattels und ggf. die Kröpfung der Sattelstütze ausgleichen lassen. Wenn das nicht mehr klappt, dann kriegt man für gewöhnlich auch an anderen Stellen Probleme mit der Rahmengeometrie.
Das ist doch das Problem, dass heute immer von einem 'normalen' Typus Mann oder Frau ausgegangen wird und dieser vorausgesetzt wird. Es gibt aber kein 'normal', sondern allenfalls grobe Kategorien, für die die Hersteller jeweils unterschiedliche Geometrien anbieten könnten.

Es ist beim Radkauf aber schlichtweg sinnlos, zu einem Fachhändler zu gehen. Dieses Fachpersonal hält es unnötig, die Personen zu vermessen. Wenn man richtig Glück hat, wird noch die Schrittlänge gemessen, mit dessen Hilfe dann die für alle Menschheit die richtige Rahmenhöhe ermittelt wird. Der Fachhandel kann schlichtweg keinen Rahmen für die unterschiedlichen Typen anbieten, da es diese nicht mehr gibt.

Alle Rahmen bewegen sich bei 73,5 Grad Sitzrohrwinkel, manche sind mit 74,0 Grad sogar noch steiler. Nur das VFS Txxx hat teils noch 72,0 Grad. Damit kann der Typus, mit dem ich mich nun einmal am besten auskenne, überhaupt noch etwas anfangen kann, denn ich brauche einen Winkel von 70,0 Grad. Schaut man sich gedanklich einmal das Dreieck an, wird klar, daß man derartige Winkelunterschiede mit keinem kleinen Schieber der Welt am Sattel korrigieren kann. Zudem würden hierdurch auch die Hebelwirkungen auf die Sattelstütze so gewaltig, dass mit einem Bruch der Stütze gerechnet werden muss, wenn der Radler nicht wirklich leicht ist.

Bei diesen Typen lassen sich die von Dir erwähnten weiteren erforderlichen geometrischen Veränderungen noch recht gut herstellen. Kurz: Vorne hoch und zurück. Das ist mit einem kurzen Vorbau und gekröpften Lenker sehr gut möglich. Es geht für manche aber nichts über eine Maßanfertigung des Rahmens.

Über die passende Kurbellänge kann man auch noch einen Roman verfassen. Rennradfahrer meinen ja, ein Rennrad brauche immer 175er Kurbeln, damit das Rad 'schneller' ist. Das tut so weh, dass ich den Leuten dann immer Recht gebe... :)
 
Ich glaube das Thema Fahrrad als Alltagstransportmittel ist bei der Jugend so langsam ganz abgehakt, egal ob mit oder ohne Motor.
Es gibt hier noch ein paar jugendliche Radfahrer, die ihr (Bio)Rad wohl in erster Linie als Modestatement betrachten, aber die Mehrheit düst hier auf Mietrollern durch die Gegend.

Kommt vielleicht auch auf die Gegend an und wie es wahrgenommen wird und was man als Jugend definiert. Je nach Umfeld ist in der "alternativen" Szene der Anteil Radfahrer sogar ohne Strom recht hoch, könnte aber auch etwas durch den hohen Anteil Studenten begründet sein. Die Fraktion E-Roller ist natürlich hier auch vertreten und teilweise stehen diese Dinger überall herum. Aber da ist das "große Geschäft" m.E. schon wieder durch, den hier haben sich in mehreren Städten die Verwaltungen bereits wieder von Mietmodellen der verschiedenen Anbietern gelöst. Das klärt sich m.E. auf mittlere Zeit von selbst über das Monopol und die Preise für die Dinger.

Selbst auf dem Lande hier fahren doch etliche noch Fahrrad, allerdings mit starkem Anteil E-Bike, dass mit dem Führerscheinalter durch vier Räder abgelöst wird. Aber auch das ist imho so ein Prozess, dass früher oder später das Fahrrad wieder ausgebuddelt wird. Wobei das ja auch an den entsprechenden Angeboten liegt und es einem ja "leicht gemacht wird", Auto zu fahren. Wenn ich schon bedenke, was mir heute nach der Nachtschicht beim Heimpedalieren wieder alles entgegen kam mit 20% Auslastung, weil es einfach keinen sinnvollen ÖPNV gibt...

...aber das ist immer dasselbe Thema und ich freue mich trotz allem über die derzeit auch laufenden Kidical-Mass-Events, die bessere und vor allem auch für Kinder und Jugendliche sichere Radwege fordern. Geht selbst in Paris und anderen Städten, aber nicht in D. Da jubelt man über Pflanzkübel als Innenstadtgrün.

Das ist doch das Problem, dass heute immer von einem 'normalen' Typus Mann oder Frau ausgegangen wird und dieser vorausgesetzt wird. Es gibt aber kein 'normal', sondern allenfalls grobe Kategorien, für die die Hersteller jeweils unterschiedliche Geometrien anbieten könnten.

Ist aber kein Fahrradtypisches Problem, sondern eher eines der Massenfertigung. Wer da u.a. bei Klamotten "aus der Norm" fällt, sei es bei Körpergroße oder Dimensionen, hat häufig verloren, weil Übergrößen kaum im Stangenwarenladen zu finden sind und am anderen Ende Kinderklamotten auch nicht jeder Erwachsene anziehen mag, nur weil sie passen;-)

Und angepasste Rahmen oder gar zusätzliche Komponenten auf Wunsch, die beim Händler erst montiert werden, sind Aufwand und Kosten, die viele besser vermeiden und auf der Kundenseite auch wenige bereit sind zu zahlen, wenn sie nur "ein bißchen radeln "wollen. Da ist selbst die Probefahrt um die Ecke witzlos, weil man die Macken und auch Haltungsprobleme klar erst nach mehreren Tagen und Stunden auf der Kiste herausfindet. Der Frau eines Kollegen wurde anekdotisch ein E-MTB aufgeschwatzt, welches übertrieben die Hälfte des Körpergewichts hatte und die dann die Leiter zum Aufsteigen brauchte - kompletter Fail, noch dazu, weil sie nicht einmal auf den Trail geht. Aber die Karre war halt verkauft. Ein stinknormales und leichtes Trekking oder Stadtrad hätte es da auch getan.

Meist sind es ja dann auch die Vielfahrer, die in diesem Segment bis zum kompletten Selbstbau unterwegs sind, während die Händler eben nicht wahrhaben wollen, dass der Absatz der Pandemie-Zeit nicht ewig weiter geht und auch angesichts anderer Probleme nicht alle Jahre eine neue E-Kiste für 3-5k€ angeschafft wird.

Über die passende Kurbellänge kann man auch noch einen Roman verfassen. Rennradfahrer meinen ja, ein Rennrad brauche immer 175er Kurbeln, damit das Rad 'schneller' ist.

Ist das so?!

Duckundwech...
 
Kürzer ist schneller, zumindest bei Windstille, ebener Strecke(!), menschlichem Fahrer
und Fahrzeit lang genug dass der anfängliche Zeitverlust durch langsamere Beschleunigung unbedeutend wird.
Ausserdem erlaubt das noch bei mehr Schräglage zu trampeln.

idr 172 bei 61er RH, und 175 bei 62
 
Ist aber kein Fahrradtypisches Problem, sondern eher eines der Massenfertigung. Wer da u.a. bei Klamotten "aus der Norm" fällt, sei es bei Körpergroße oder Dimensionen, hat häufig verloren, weil Übergrößen kaum im Stangenwarenladen zu finden sind und am anderen Ende Kinderklamotten auch nicht jeder Erwachsene anziehen mag, nur weil sie passen;-)
Ja und nein. Bei Klamotten ist es schon so, dass man, wenn man seine Maße kennt, immer zum Saisonstart im Handel fündig wird, oder mittlerweile eben direkt beim Hersteller bestellen kann und dabei noch sehr gute Rabatte mitnehmen kann.

Bei Fahrrädern, also nicht E-Rädern, nehmen auch die Kunden das Thema traditionell nicht ernst. **Früher**, also in den 80er und 90er Jahren, gab es durchaus auch andere Winkelmaße ab Werk zu kaufen, auch wenn man hierfür den damals noch durchaus guten Fachhandel zur Unterstützung zu Hilfe nehmen konnte. Heute schaue ich mir alleine beim Vorbeifahren oder laufen die Sitzpositionen und Beinstellungen an, ganz gleich ob E-Motorfahrzeug oder Fahrrad. Rund ein Drittel aller Passanten sitzt falsch, oder hängt gar wie ein Schluck Wasser auf dem Sattel. Man redet auch gegen eine Wand, wenn man von Winkeln spricht, die Leute wollen es einfach nicht hören. Selbst beim ADFC herrscht mittlerweile pures Analphabetentum, spätestens seit "Generation E-Bike" den Verein übernommen hat.

Aber es hilft alles nichts: Patria baut weiterhin nach Maß, auf den Millimeter genau. Ich habe zwei Patria und damit Räder für's Leben. Ein Maxcycles habe ich noch mit eigenen Mitteln passend gemacht. Dabei bin ich mit 1,87 Metern auch nicht besonders groß, nur interessiert.

Was mein wirklich hervorragender Händler zudem zum Schluss meinte, kann man heute noch nachlesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
ich suche schon lange nach einem Fahrrad für meine Tochter. Ich möchte ihr demnächst das Fahrrad fahren beibringen, aber leider fehlt noch das passende Fahrrad.
Ein neues Fahrrad wollte ich nicht kaufen.

Hat jemand von euch noch was rumstehen?
Bevorzugt wäre:
Academy Grade 2
Woom 2
Puky LS-Pro 14
Cube Numove 140
Bin aber offen für andere, leichte Fahrräder..

Danke und Gruß, Jochen
Deine Auswahl ist schon recht gut. Was noch ins Bild passen würde ich aber absolut nicht empfehlen kann ist die Eigenmarke von Fahrrad XXL (Vilu). Die kopieren WOOM für ~20% weniger Geld - und so ist auch die Verarbeitung. Hatten wir versucht. Falsch montiert (kann passieren) bekommen, sämtliche Aluteile waren scharfkantig verarbeitet (das gibt tolle Cuts beim Sturz) und mir ist unmittelbar nach dem Kauf ein Reifen geplatzt, während es umgedreht (auf dem Sattel/Lenker) stand und das Rad in der Luft war... ich habe auch keine Wespe gesehen, die da reingestochen hätte.
WOOM hat den Nachteil: auch gebraucht sauteuer - und den Vorteil: es lässt sich anschließend mit wenig Wertverlust auf dem Gebrauchtmarkt verscherbeln. Kleinanzeigen bietet sehr viele WOOM 2 und 3, ich würde da einfach mal schauen.

Zu den Anekdoten:
Derweil meine erste "jemand hält mich hinten am Sattel fest, kann ja nichts passieren, ups hat losgelassen"-Fahrt mit einem Bettchen im Brennesselfeld endete hat unsere Große auch das Fahrrad genommen, sich drauf gesetzt und ist abgezogen als hätte sie ihr Lebtag nichts anderes gemacht.
 
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