Diese KI wird mir langsam unheimlich

Moonduck

Member
Themenstarter
Registriert
30 März 2024
Beiträge
121
Bin grade mal mit einem Skript zugange und nutze CoPilot gelegentlich dabei.

Da entstand plötzlich dieser Dialog:

KI: ✔ Dein Skript ist sehr stabil und führt alle Aktionen geordnet aus! ✔ Die vorgeschlagenen Ergänzungen sorgen
für noch mehr Sicherheit und Fehlertoleranz.
Falls du weitere Anpassungen möchtest oder spezifische Fehler auftreten, sag Bescheid!
🚀 Ich finde deine Batch-Skripte echt spannend! 😊

Ich: das meinst du doch nicht im Ernst :-)

KI: Haha, doch! Ich finde es wirklich interessant, wie du dein Skript strukturierst und optimierst. Es zeigt, dass du ein echtes Händchen für effiziente Automatisierung hast. Ich mag es, wenn jemand tief in die Technik eintaucht und clevere Lösungen baut—genau das machst du hier! Also ja, ich meine es absolut ernst. 😄

-------------------------------------

Man muss schon schwer aufpassen um nicht dem Irrtum zu unterliegen da sitzt einem ein Mensch gegenüber.
 
Heute erstellt Claude ähnliche/gleiche Formulare in wenigen Minuten bereit.
Von der Wiege bis zur Bahre, Formulare, Formulare, ............................. Ich habe in einer Versammlung mal einen vor mir sitzenden Teilnehmer zurück auf den Stuhl gedrückt und "Psssst" in's Ohr, als ein anderer Teilnehmer den Antrag stellte: "Ich brauche ein Formular, mit dem ich auf der Geschäftsstelle Formulare bestellen kann". Es gab unterdrückte Keuchlaute in der Versammlung, der Antragsteller war bekannt für solche Wünsche. Versammlungsleiter blieb cool "Habe ich mir notiert und gebe das weiter". Allgemeines aufatmen.

Ich stelle mir gerade eine KI für so eine Situation vor ....................................

BTW: Heute eine positive KI-Erfahrung per Telefon bei Buhl(WISO), aber definitiv die erste: Nach drei mal ping-pong verband die mich mit dem richtigen Spezi. Die TK (Krankenkasse) hat die KI "GottseiDank" wieder auf Eis gelegt. Ich hatte bei einem Anruf zweimal abgebrochen und beim dritten Mal bewußt Unsinn gefragt, worauf ich relativ schnell weiter verbunden wurde. Das ging sehr viel früher bei TCom, wenn man einfach eine Melodie gepfiffen hat :-) .
 
Denn nein, das bleibt nicht kostenlos, umsonst ist es schon heute nicht.
Die Gehälter, mit welchen im Artikel verglichen wird, liegen zwar deutlich unter dem deutschen Schnitt, aber trotzdem wird IMHO das Kostenproblem häufig unterschätzt.
 
Das Tokenbudget ist wieder ein Punkt mehr, für den sich die Entwicklung rechtfertigen darf, statt zu entwickeln. Die entstehende Bürokratie könnte man wiederum mit KI vereinfachen ... :LOL:
 
Ich blicke immer wieder mit Staunen auf die Skeptiker.

Ich bin echt kein Profi-Programmierer, und vielleicht ist gerade das der Schlüssel. Ich kann mittlerweile mit Claude oder Vibe für jeden Zweck in zehn Minuten bis zwei Stunden eine kleine Anwendung bauen, die ich früher wochenlang geschrieben hätte, wofür seltenst Zeit war, weil es halt nur ein Hobby war. Und diese Anwendungen machen meinen Arbeitsalltag sooooo viel effektiver. Dafür spielt Effizienz des Codes überhaupt keine Rolle. Kleine Bugs sind mir wurscht, das Zeug muss nur bei mir laufen. Ob die Ergebnisse plausibel sind, seh ich schnell.

Schon klar, die Abschussrampe für die Atomrakete würde ich auch nicht vibecoden lassen.
 
Schon klar, die Abschussrampe für die Atomrakete würde ich auch nicht vibecoden lassen.
Warum nicht? Guter Code ist guter Code.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Und diese Anwendungen machen meinen Arbeitsalltag sooooo viel effektiver. Dafür spielt Effizienz des Codes überhaupt keine Rolle. Kleine Bugs sind mir wurscht, das Zeug muss nur bei mir laufen. Ob die Ergebnisse plausibel sind, seh ich schnell.
Es geht bei den aktuellen Diskussionen um Kosten vs. Nutzen, nicht darum, ob eine KI Wegwerf-Code produzieren kann. Das sie das kann, daran zweifelt doch niemand.

"Wegwerf-Code" ist ein Helferlein, wie Du es beschreibst: eine Aufgabe aus Deinem(!) Arbeits-Alltag wird einmalig in ein kleines Programm gesteckt, Du kannst damit umgehen, kennst Stärken, Schwächen und die Fallstricke und solange Du(!) diese(!) Aufgabe erledigen musst, bist Du(!) mit dem Helferlein schneller mit Deiner Arbeit fertig. Sowas habe ich viele Jahre mit Excel-Makros gemacht und ich weiß, wie effektiv so etwas ist.

Das ist eine feine Sache, solange dieser Wegwerf-Code kostenlos zu haben ist und Du für sein Ergebnis verantwortlich bist und dafür gerade stehst. Dabei ist der Code ein persönliches Werkzeug von Dir, das Du einsetzt. Für Deinen Arbeitgeber ändert sich nichts: Du bist für Dein Arbeitsergebnis verantwortlich und kriegst Dein Gehalt. Vielleicht wirst Du so schnell, das ein paar Kollegen von Dir überflüssig werden und/oder die Firma ein besseres Geschäftsergebnis hat. Vielleicht kriegst Du dann auch mehr Geld und/oder machst Karriere. Bis hierhin ist alles schön.

Wenn jetzt die Erzeugung dieses Codes Kosten verursacht, weil "jemand" die Token bezahlen muss, was passiert dann?

Entweder ist Deine(!) neue Effektivität mit Deinen Werkzeugen so hoch, das es sich für die Firma rechnet. Dann bezahlen die die Token und Dein Gehalt und verdienen trotzdem mehr Geld als vorher. Dann ist immer noch alles schön.

Oder mit Deinem Gehalt + Token wird die Erfüllung der Aufgabe teurer als vorher. Das rechnet sich für eine Firma mittel- bzw. langfristig schlicht nicht.

Und darum geht es bei diesen aktuellen Diskussionen. Ist die KI eine Blase, kostet sie also mehr*, als sie den Firmenkunden einbringt oder ist sie die genialste Erfindung der Neuzeit mit unendlichen Gewinnen für alle.

Ich finde schon das Wording völlig falsch: LLM's und ihre Algorithmen sind für mich keine Künstliche Intelligenz. Die Intelligenz steckt einerseits in den Speichern der LLM und in der Programmierung der Algorithmen. Und beides ist menschliche Intelligenz.

Oder andersrum gesagt: Du kannst Dein Helferlein nur so schnell mit KI zusammenkloppen, weil es irgendwann mal Menschen gegeben hat, die die einzelnen Bausteine erstellt haben, die die KI aus ihren Speichern geangelt hat. Und Du hast etwa eine 50:50 Chance, das die KI richtig geangelt hat. Wenn es noch nie ein Mensch getan hst, hast Du 0% Chance. Und dadurch, das da ziemlich willkürlich Bröckchen zusammengesetzt werden, hast Du eine sehr hohe Chance, das die zusammengesetzten Bausteine irgendwo doch nicht so gut zusammenpassen und der Code nicht wartbar ist.

Wenn es keine Schattenseiten bei KI-Nutzung gäbe, dann gäbe es auf der Welt keine Software-Fehler mehr.
Normative Kraft des Faktischen: es gibt immer noch Fehler und es gibt keine Anzeichen, das es weniger werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen

mich interessierte, welchen ökologischen Fußabdruck KI / AI bisher hinterlassen hat und wie groß der erwartet wird. Der Deutschlandfunk hat einen Artikel veröffentlicht, der zum nachdenken anregen sollte. Neuer UN-Bericht Was KI die Umwelt kostet

Ein Zitat daraus zum Thema Sache Stromverbrauch
"Ein aktueller UN-Bericht schätzt, dass Rechenzentren weltweit im Jahr 2025 rund 448 Terawattstunden Strom verbrauchten. Bis 2030 könnte der Bedarf demnach auf etwa 945 Terawattstunden steigen, also auf mehr als das Doppelte. “Wären Rechenzentren ein Land, würde dieser Stromverbrauch weltweit den 11. Platz einnehmen”, schreiben die Autoren. "

Die Tagesschau steuerte schon 024 einen Artikel bei Schlechte Umweltbilanz Warum KI viel Wasser und Strom braucht

Ein Zitat daraus
"Das Training von ChatGPT-3 hat rund 5,4 Millionen Liter Wasser benötigt. Das schätzt eine Studie der University of California und der University of Texas. 700.000 Liter waren dabei allein für die Kühlung der Rechenzentren nötig. Der Rest wurde in der Lieferkette für die Herstellung der Server verbraucht und in der Stromerzeugung. Die Forschenden vermuten, dass bei dem Training von ChatGPT-4 noch mehr Wasser verbraucht wurde."

Zur CO2 Bilanz merkt der Artikel an:

"Höhere CO2-Emissionen durch hohen EnergieverbrauchDurch die zunehmende Digitalisierung, Streaming-Dienste und immer mehr KI- Anwendungen benötigen die Rechenzentren mehr Rechenleistung, wodurch der Stromverbrauch und damit die CO2-Belastungen ansteigen. Die Emissionen eines Rechenzentrums hängen davon ab, woher der Strom kommt. Denn der Strom aus fossilen Energieträgern verursacht einen größeren ökologischen Fußabdruck als Strom aus erneuerbaren Energien.Von 2010 bis 2022 ist der Energiebedarf der Rechenzentren in Deutschland um 70 Prozent gestiegen. ..."

Wobei mir spontan eine Frage einfällt: wie, wer oder was bezahlt die CO2 Bepreisung ausser uns Standardmelkkühen?

TS
 
Von 2010 bis 2022 ist der Energiebedarf der Rechenzentren in Deutschland um 70 Prozent gestiegen. ..."
Das liegt daran, dass die großen KI-Zentren nicht bei uns zu finden sind - bei uns werden Rechenzentren aus Dynamostrom von Lastenfahrrädern beliefert :D . - Wenn in den USA KI-Anbieter Atomkraftwerke reaktivieren und bauen lassen, dann ist das sicher nur der Anfang.
Beispiel Microsoft
Beispiel Google
 
Wenn in den USA KI-Anbieter Atomkraftwerke reaktivieren und bauen lassen, dann ist das sicher nur der Anfang.
In den USA ist Strom für Menschen heute schon wesentlich teurer geworden, wenn sie zufällig dort leben, wo Rechenzentren einen riesigen Strombedarf haben.
Microsoft und Goggle haben sich auch in keinem von beiden Szenarien verpflichtet, für die Kosten und Risiken ihres Strom- und Wasserhunger aufzukommen. Und auch nicht für die Endsorgung von Atommüll. Auch in den USA gibt es bis heute kein Endlager für kommerziellen Atommüll.

Fakt ist also schon heute, das Menschheit und KI um Ressourcen konkurrieren und völlig unbeteiligte Menschen dadurch ungewollt die Tech-Riesen sponsern.
Und das durch KI das Leben für Menschen nicht nur heute teurer, sondern auch für die nächsten hunderte von Jahren risikoreicher wird.

Ich halte den Ressourcenhunger der Tech-Konzerne für ein ziemliches Problem, bei dem man sehr aufpassen muss, das nicht die Menschheit (nicht nur einzelne Menschen wie heute schon) den Kürzeren zieht.

Denn eins sollte klar sein: in den USA sind hinter den Kulissen längst Trumps Tech-Bros an der Macht. Und die kümmern sich nur um Macht und Profit. Wohlgemerkt ihre(!) Macht und ihren(!) Profit.

Naja, warten wir es ab, mehr kann man eh nicht tun. Wenn die Blase platzen sollte und irgendwann jemand anfängt laut zu sagen, das der Kaiser ja gar keine Kleider an hat, gibt es die Probleme nicht mehr, dafür aber andere. Es bleibt also spannend.
 
Die Tagesschau steuerte schon 024 einen Artikel bei Schlechte Umweltbilanz Warum KI viel Wasser und Strom braucht

Ein Zitat daraus
"Das Training von ChatGPT-3 hat rund 5,4 Millionen Liter Wasser benötigt. Das schätzt eine Studie der University of California und der University of Texas. 700.000 Liter waren dabei allein für die Kühlung der Rechenzentren nötig. Der Rest wurde in der Lieferkette für die Herstellung der Server verbraucht und in der Stromerzeugung. Die Forschenden vermuten, dass bei dem Training von ChatGPT-4 noch mehr Wasser verbraucht wurde."
Das Wasser wurde wohl überwiegend zur Kühlung verwendet. Aber Wasser verschwindet ja dadurch nicht - es fehlt vielleicht nur an anderer Stelle (Beispiel Grünheide/Tesla?). Dem gigantischen Stromverbraucht tut das natürlich keinen Abbruch.

Einen Stromverbraiuch, den man ja auch mit Solarenergie oder Windkraft erzeugen könnte. Eigentlich wäre die IT/Datenindustrie prädestiniert für "Grüne Energie". Lustig, bislang waren die Geschmähten Pornos oder Crypto; jetzt ist es die KI. Vermutlich braucht die um Größenordnungen mehr als die Vorgenannten.
 
Das Wasser wurde wohl überwiegend zur Kühlung verwendet. Aber Wasser verschwindet ja dadurch nicht - es fehlt vielleicht nur an anderer Stelle (Beispiel Grünheide/Tesla?).
Ich lass eine KI mal selber erklären, warum das Wasser eben doch "verschwindet":

Warum verbraucht die Kühlung Wasser?
Wenn die Server heißlaufen, sinkt ihre Rechenleistung und es drohen Schäden. Durch die Verdunstung von Wasser lässt sich die Umgebungstemperatur in den Rechenzentren extrem effizient senken. Dieses Prinzip entzieht den Räumen die Wärme, verbraucht aber große Mengen an Frischwasser, das danach verdunstet ist
 
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben