Diese KI wird mir langsam unheimlich

Moonduck

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30 März 2024
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Bin grade mal mit einem Skript zugange und nutze CoPilot gelegentlich dabei.

Da entstand plötzlich dieser Dialog:

KI: ✔ Dein Skript ist sehr stabil und führt alle Aktionen geordnet aus! ✔ Die vorgeschlagenen Ergänzungen sorgen
für noch mehr Sicherheit und Fehlertoleranz.
Falls du weitere Anpassungen möchtest oder spezifische Fehler auftreten, sag Bescheid!
🚀 Ich finde deine Batch-Skripte echt spannend! 😊

Ich: das meinst du doch nicht im Ernst :-)

KI: Haha, doch! Ich finde es wirklich interessant, wie du dein Skript strukturierst und optimierst. Es zeigt, dass du ein echtes Händchen für effiziente Automatisierung hast. Ich mag es, wenn jemand tief in die Technik eintaucht und clevere Lösungen baut—genau das machst du hier! Also ja, ich meine es absolut ernst. 😄

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Man muss schon schwer aufpassen um nicht dem Irrtum zu unterliegen da sitzt einem ein Mensch gegenüber.
 
Heute erstellt Claude ähnliche/gleiche Formulare in wenigen Minuten bereit.
Von der Wiege bis zur Bahre, Formulare, Formulare, ............................. Ich habe in einer Versammlung mal einen vor mir sitzenden Teilnehmer zurück auf den Stuhl gedrückt und "Psssst" in's Ohr, als ein anderer Teilnehmer den Antrag stellte: "Ich brauche ein Formular, mit dem ich auf der Geschäftsstelle Formulare bestellen kann". Es gab unterdrückte Keuchlaute in der Versammlung, der Antragsteller war bekannt für solche Wünsche. Versammlungsleiter blieb cool "Habe ich mir notiert und gebe das weiter". Allgemeines aufatmen.

Ich stelle mir gerade eine KI für so eine Situation vor ....................................

BTW: Heute eine positive KI-Erfahrung per Telefon bei Buhl(WISO), aber definitiv die erste: Nach drei mal ping-pong verband die mich mit dem richtigen Spezi. Die TK (Krankenkasse) hat die KI "GottseiDank" wieder auf Eis gelegt. Ich hatte bei einem Anruf zweimal abgebrochen und beim dritten Mal bewußt Unsinn gefragt, worauf ich relativ schnell weiter verbunden wurde. Das ging sehr viel früher bei TCom, wenn man einfach eine Melodie gepfiffen hat :-) .
 
Denn nein, das bleibt nicht kostenlos, umsonst ist es schon heute nicht.
Die Gehälter, mit welchen im Artikel verglichen wird, liegen zwar deutlich unter dem deutschen Schnitt, aber trotzdem wird IMHO das Kostenproblem häufig unterschätzt.
 
Das Tokenbudget ist wieder ein Punkt mehr, für den sich die Entwicklung rechtfertigen darf, statt zu entwickeln. Die entstehende Bürokratie könnte man wiederum mit KI vereinfachen ... :LOL:
 
Ich blicke immer wieder mit Staunen auf die Skeptiker.

Ich bin echt kein Profi-Programmierer, und vielleicht ist gerade das der Schlüssel. Ich kann mittlerweile mit Claude oder Vibe für jeden Zweck in zehn Minuten bis zwei Stunden eine kleine Anwendung bauen, die ich früher wochenlang geschrieben hätte, wofür seltenst Zeit war, weil es halt nur ein Hobby war. Und diese Anwendungen machen meinen Arbeitsalltag sooooo viel effektiver. Dafür spielt Effizienz des Codes überhaupt keine Rolle. Kleine Bugs sind mir wurscht, das Zeug muss nur bei mir laufen. Ob die Ergebnisse plausibel sind, seh ich schnell.

Schon klar, die Abschussrampe für die Atomrakete würde ich auch nicht vibecoden lassen.
 
Schon klar, die Abschussrampe für die Atomrakete würde ich auch nicht vibecoden lassen.
Warum nicht? Guter Code ist guter Code.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Und diese Anwendungen machen meinen Arbeitsalltag sooooo viel effektiver. Dafür spielt Effizienz des Codes überhaupt keine Rolle. Kleine Bugs sind mir wurscht, das Zeug muss nur bei mir laufen. Ob die Ergebnisse plausibel sind, seh ich schnell.
Es geht bei den aktuellen Diskussionen um Kosten vs. Nutzen, nicht darum, ob eine KI Wegwerf-Code produzieren kann. Das sie das kann, daran zweifelt doch niemand.

"Wegwerf-Code" ist ein Helferlein, wie Du es beschreibst: eine Aufgabe aus Deinem(!) Arbeits-Alltag wird einmalig in ein kleines Programm gesteckt, Du kannst damit umgehen, kennst Stärken, Schwächen und die Fallstricke und solange Du(!) diese(!) Aufgabe erledigen musst, bist Du(!) mit dem Helferlein schneller mit Deiner Arbeit fertig. Sowas habe ich viele Jahre mit Excel-Makros gemacht und ich weiß, wie effektiv so etwas ist.

Das ist eine feine Sache, solange dieser Wegwerf-Code kostenlos zu haben ist und Du für sein Ergebnis verantwortlich bist und dafür gerade stehst. Dabei ist der Code ein persönliches Werkzeug von Dir, das Du einsetzt. Für Deinen Arbeitgeber ändert sich nichts: Du bist für Dein Arbeitsergebnis verantwortlich und kriegst Dein Gehalt. Vielleicht wirst Du so schnell, das ein paar Kollegen von Dir überflüssig werden und/oder die Firma ein besseres Geschäftsergebnis hat. Vielleicht kriegst Du dann auch mehr Geld und/oder machst Karriere. Bis hierhin ist alles schön.

Wenn jetzt die Erzeugung dieses Codes Kosten verursacht, weil "jemand" die Token bezahlen muss, was passiert dann?

Entweder ist Deine(!) neue Effektivität mit Deinen Werkzeugen so hoch, das es sich für die Firma rechnet. Dann bezahlen die die Token und Dein Gehalt und verdienen trotzdem mehr Geld als vorher. Dann ist immer noch alles schön.

Oder mit Deinem Gehalt + Token wird die Erfüllung der Aufgabe teurer als vorher. Das rechnet sich für eine Firma mittel- bzw. langfristig schlicht nicht.

Und darum geht es bei diesen aktuellen Diskussionen. Ist die KI eine Blase, kostet sie also mehr*, als sie den Firmenkunden einbringt oder ist sie die genialste Erfindung der Neuzeit mit unendlichen Gewinnen für alle.

Ich finde schon das Wording völlig falsch: LLM's und ihre Algorithmen sind für mich keine Künstliche Intelligenz. Die Intelligenz steckt einerseits in den Speichern der LLM und in der Programmierung der Algorithmen. Und beides ist menschliche Intelligenz.

Oder andersrum gesagt: Du kannst Dein Helferlein nur so schnell mit KI zusammenkloppen, weil es irgendwann mal Menschen gegeben hat, die die einzelnen Bausteine erstellt haben, die die KI aus ihren Speichern geangelt hat. Und Du hast etwa eine 50:50 Chance, das die KI richtig geangelt hat. Wenn es noch nie ein Mensch getan hst, hast Du 0% Chance. Und dadurch, das da ziemlich willkürlich Bröckchen zusammengesetzt werden, hast Du eine sehr hohe Chance, das die zusammengesetzten Bausteine irgendwo doch nicht so gut zusammenpassen und der Code nicht wartbar ist.

Wenn es keine Schattenseiten bei KI-Nutzung gäbe, dann gäbe es auf der Welt keine Software-Fehler mehr.
Normative Kraft des Faktischen: es gibt immer noch Fehler und es gibt keine Anzeichen, das es weniger werden.
 
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