Den WinXp Taskmanager richtig lesen - auch ein Beitrag zur Auslagerungsdatei

cunni

Erklär-Bär
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Hallo zusammen,

nachdem sich hartnäckig das Gerücht hält, die Auslagerungsdatei/Pagefile würde sich zwar ausschalten lassen, das "würde aber nichts bringen, da Windows immer auslagert", habe ich mich mal etwas genauer damit beschäftigt.

1. Mit dem Tool Sequoiaview lässt sich wunderbar visualisieren, welche Dateien auf C:\ liegen. Und damit auch gut kontrollieren, ob das Pagefile.sys / Auslagerungsdatei noch da ist oder nicht.

--> Ergebnis: Nach dem Abschalten der Auslagerungsdatei und einem Neustart des Systems war sie verschwunden.

Aber komisch: In dem WinXP Taskmanager steht noch immer etwas von "Auslagerungsdatei". Ja was denn nun? Kommen wir darum zum "richtigen Lesen" des Taskmanagers, wobei mir dieser Beitrag sehr geholfen hat.

2. Hier mal mein Taskmanager:



Nun die entscheidenden Anzeigen:

- "Auslagerungsdatei" in der Balkenanzeige: das ist nicht das pagefile, sondern der belegte Speicher in RAM und Auslagerungsdatei/pagefile (falls vorhanden). Dieser Balkenanzeige entspricht "Zugesicherter Speicher" --> "Insgesamt"

- "Zugesicherter Speicher":
--> "Insgesamt": siehe eben bei "Auslagerungsdatei"
-->"Grenzwert": max. verfügbare Speicher (RAM + Pagefile), bei mir also 1,5 GB RAM + 0 (weil kein pagefile) - 128 MB für die RAMDISK
-->"Maximalwert": der höchste gemessene Speicherverbrauch seit dem Systemstart

-"Physikalischer Speicher":
--> "Insgesamt": verfügbarer RAM
--> "Verfügbar": freier Speicher
--> "Systemcache": Festplattencache, d.h. ein Teil des verfügbaren RAMs wird als Zwischenspeicher (Cache) benutzt.

Für weitere Details verweise ich auf den Link oben und die weiterführenden Hinweise.

3. Fazit: Auch wenn im Taskmanager "Auslagerungsdatei" steht, bedeutet das nicht, dass Windows nun trotzdem auslagert, obwohl man das Pagefile deaktiviert wird - es handelt sich wohl im Wesentlichen um schlechte Übersetzungen aus dem Englischen.

Ich hoffe, dass ich damit etwas zur Klärung beitragen konnte.

Grüße,
Cunni
 
[quote='tüte',index.php?page=Thread&postID=426122#post426122]Kurzer Einwurf:

Was versprecht ihr euch davon die Auslagerungsdatei abzuschalten?
Selbst wenn es funktioniert: wofür?
[/quote]

Es funktioniert. Und hast du schon mal ein mehrere GB großes ISO File mit Windows kopiert? Da fängt XP zumindest zu cachen an, egal wieviel Ram du hast. Und wenn XP einmal cached, hört es trotz evtl. freien Ram NIE mehr auf. Das kann man wunderbar mit kleinen Zusatztools wie CachmanXP beobachten (den Taskmanager kannst du dafür vergessen) und vor allem an dernachfolgenden Langsamkeit des System spüren bzw. and der bei jeder Aktion dauerblinkenden Festplatten-LED. Nur ein Reboot führt wieder zur normalen Geschwindigkeit. Bei deaktivierter Auslagerungsdatei gibt es diese Verlangsamung des Systems nach dem kopieren großer Dateien nicht.
 
Nun gebe ich meinen Test zum Besten. (Eigentlich ging es um min. XP-Anforderungen)
Rechner mit 32MB RAM, Auslagerung wird von Windows verwaltet. Windows bootet, ich warte, am Ende läuft XP.
Rechner mit 32MB RAM, Auslagerung ist deaktiviert. Windows schmiert gnadenlos ab.
Rechner mit 64MB RAM, Auslagerung deaktiviert. Windows bootet und meldet nach kurzer Arbeitsphase, dass es gerne auslagern möchte, aber nicht kann.

Über die zu schließenden Folgerungen darf sich jeder seine Gedanken machen.

Gruß mitlattus

P.S. Mein T43p läuft seit ewigen Zeiten mit deaktivierter Auslagerungsdatei.
 
[quote='Schnitzel2k8',index.php?page=Thread&postID=426146#post426146]Möchtest du die gleiche Diskussion für Vista wieder haben?[/quote]

Ne, ich würde nur gerne wissen, ob es sich überhaupt lohnt wenn ich mal versuche die Theorien hier zu testen.
Wenn das "Problem" nur XP betrifft, brauche ich gar nicht erst anfangen, hab ich aktuell nicht zur Verfügung.

tüte
 
moin,

bei der nutzung von teuren CF-karten als systemplatte sind die platzersparnis durch das abgeschaltete pagefile.sys, und der geschwindigkeitszuwachs durch das fehlen der pagefile.sys eigentlich nur die zugabe.


CF-karten unterliegen einer gewissen "abnutzung", sie können nur eine begrenzte anzahl an schreibzyklen ab, ist diese erreicht, sind sie unbrauchbar. um nun die schreibzugriffe im betrieb als systemdisk zu minimieren, und so die lebensdauer der CF zu erhöhen. sollte man die auslagerung auf die festplatte abschalten.

bei CF preisen von ca 10euro pro GB kann man das geld lieber in mehr RAM stecken, als in größrere, ohnehin nur bis 16gb verfügbare, brauchbare CFs, die auslagerungsdatei abschalten, und etwas länger freude an dem ganzen haben ;)


und bei der akkulaufzeit profitieren natürlich alle von einer abgeschalteten festplatten-auslagerung, da die platte weniger schreiben muss, und so weniger strom braucht.


[quote='mitlattus',index.php?page=Thread&postID=426152#post426152]Nun gebe ich meinen Test zum Besten. (Eigentlich ging es um min. XP-Anforderungen)
Rechner mit 32MB RAM, Auslagerung wird von Windows verwaltet. Windows bootet, ich warte, am Ende läuft XP.
Rechner mit 32MB RAM, Auslagerung ist deaktiviert. Windows schmiert gnadenlos ab.
Rechner mit 64MB RAM, Auslagerung deaktiviert. Windows bootet und meldet nach kurzer Arbeitsphase, dass es gerne auslagern möchte, aber nicht kann.

Über die zu schließenden Folgerungen darf sich jeder seine Gedanken machen.

Gruß mitlattus

P.S. Mein T43p läuft seit ewigen Zeiten mit deaktivierter Auslagerungsdatei.[/quote]

haha, das muss ja eine falschmeldung vom XP sein :D
oder Du hast Dich verlesen.... ;)

gruß
 
Nun, man braucht schon eine gewissen Menge RAM, notfalls verstärkt durch virtuellen Speicher, um mit WinXP zu arbeiten.

Aber um den Extremfall von weniger als 128 MB RAM geht es in der Diskussion hier ja eigentlich auch nicht, sondern eher um dsa Gegenteil: Mehr als genug RAM.


Ansonsten verweise ich mal auf www.winhistory.de.
Da gibt es diverse Erfahrungsberichte, mit wie geringen Resourcen man WIndows zum Starten bringt (von sinnvoll arbeiten ist da nicht die Rede *g*).
 
[quote='moronoxyd',index.php?page=Thread&postID=426183#post426183]Nun, man braucht schon eine gewissen Menge RAM, notfalls verstärkt durch virtuellen Speicher, um mit WinXP zu arbeiten.

Aber um den Extremfall von weniger als 128 MB RAM geht es in der Diskussion hier ja eigentlich auch nicht, sondern eher um dsa Gegenteil: Mehr als genug RAM.
[/quote]Ja, aber ich glaube der Beitrag von milattus sollte nur zeigen, dass Windows nicht einfach ungefragt auslagert, sondern - wenn man die Auslagerung unterbindet - einfach den Dienst verweigert und auf zu wenig Speicher hinweist. Ich glaube nicht, dass Milattus vor hat, sein XP dauerhaft mit 32 oder 64 MB RAM laufen zu lassen ;)

Grüße,
Cunni
 
Hmm, so hab ich den Beitrag noch garnicht gesehen... macht Sinn :)
 
Ich habe nicht geschummelt, ich habe sogar extra für euch die Kamera rausgekramt, da ein Screenshot nach den Fehlermeldungen nicht mehr möglich war (ist ja auch nicht verwunderlich).
Cunni hat meine Intention verstanden. Ich bin wirklich kein Masochist, der XP mit 64MB laufen lässt um damit zu arbeiten.

Gruß mitlattus
 
moin,

ICH habs auch sofort verstanden, wollte nur nochmal sticheln :D

danke, daß Du Dir die mühe gemacht hast, das sogar per foto festzuhalten.

XP mit 32mb...----->heute einschalten, und schon morgen startklar ;)
gruß
 
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