T5xx (T500-550 ohne "p") WLAN-Karten aus Thinkpads in andern Notebooks verbauen?

miriquidi

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Hallo,

ich versuche gerade einem alten EeePC von Asus eine moderne WLAN-Karte einzupflanzen, weil mit der dort eingebauten Atheros AR9285 mit Windows-7-Boardmitteln kein Virtueller Access-Point erstellt werden kann.

Jetzt habe eine eine Realtek 8192se Karte und eine Broadcom-Karte eingebaut, die funktionieren aber nicht. Im Gerätemanager kommt ein gelbes Ausrufezeichen. Einmal trat ein Fehler beim Starten auf, bei der anderen kann das Gerät nicht gestartet werden.
In meinem x100e funktionieren beide problemlos.

Bevor ich mich jetzt totsuche: Kann man die FRU-Teile (WLAN-Karten) von Lenovo in anderen Rechnern benutzen oder arbeiten die nur in Thinkpads?

Viele Grüße,
Daniel
 
das kommt auf den rechner an, in den die karte verbaut werden soll. wenn der ne whitelist hat, kannst es knicken. wenn nicht, funktioniert im prinzip jede karte.
 
Dran denken das bei manchen Karten die Lenovo-Treiber verwendet werden müßen.

MfG, Sebastian
 
Ich habe jetzt auch den dritten Adapter, eine Centrino 6205 von Intel, eingebaut. Bei dieser kommt die gleiche Fehlermeldung nach der Treiber-Installation (Treiber von der Lenovo-Seite): Das Gerät kann nicht gestartet werden (10).

Hat jemand schon mal einen WLAN-Adapter mit FRU in ein 'normales' Notebook eingebaut und zum Laufen bekommen?
 
das klingt mittlerweile so, als wenn die karten nicht richtig angehen, z.b. weil das notebook sie als fremdware erkennt. hat das gerät einen schalten für die funkmodule, den du vielleicht betätigen musst? falls nicht, oder wenn der nicht bewirken sollte, boote mal ein linux auf der kiste und guck ob die karte dort aktiviert werden kann. sollte es unter linux gehen, liegt vermutlich ein treiberproblem vor.

öffne dazu ein terminalfenster und gib
Code:
rfkill list
ein. sollte beim wlan "hard blocked: yes" stehen, hast du ein problem und kannst vermutlich nur original zum laptop passende wlan-karten verwenden.
 
Linux. :facepalm:
Nagut, kannst du mir noch eine geeignete Distribution empfehlen - hab da keinen Plan? Die Rückmeldung dauert dann meinerseits etwas, der EeePC hat weder Maus, Tastatur noch Bildschirm und ich muss erstmal jemanden suchen, der mir das zur Verfügung stellen kann.
 
Code 10 bedeutet, dass der Treiber nicht vollständig ist.

Wenn ich an die Zeiten der mPCI WLAN-Karten denke, gab es dort bei ThinkPads eine abweichende Pin-Belegung gegenüber den WLAN-Karten anderer Marken (Stichwort: "Pin-abkleben").
 
Code 10 bedeutet, dass der Treiber nicht vollständig ist.

Wenn ich an die Zeiten der mPCI WLAN-Karten denke, gab es dort bei ThinkPads eine abweichende Pin-Belegung gegenüber den WLAN-Karten anderer Marken (Stichwort: "Pin-abkleben").

Dazu kommt, das die Karten angepasste Firmware draufhaben, mit abweichenden Hersteller-IDs usw.
Aus diesem Grund laufen Standard-Treiber teilweise nicht.

MfG, Sebastian
 
"EeePC" ist als Gerätebezeichnung etwa so Aussagekräftig wie "Thinkpad". Mit anderen Worten: Ohne genauere Angaben ist das nur Stochern im Nebel. Um welches Modell genau geht es?
 
Ich habe bei der Centrino gerade Pin20 abgeklebt, die Karte ist trotzdem nicht ansprechbar. Also dann Linux.
 
Hallo,

ich habe gestern abends nebenbei noch etwas probiert und bin jetzt auf eine unkonventionelle Software-Bastel-Lösung gestoßen:
Mit der original im EeePC eingebauten Atheros AR9285-Karte kann man zwar kein virtuelles Hotspot-Netzwerk wie mit einem Router, aber immerhin ein Adhoc-Netzwerk eröffnen.
Verbunden werden sollen ohnehin nur genau zwei Rechner, insofern würde das prinzipiell reichen. Bei einem Hotspot kann man prinzipiell mehrere Clienten zulassen.
Das Adhoc-Netzwerk richtet man unter Windows 7 ein (in der Starter-Version ist der Dialog versteckt, aber über die Suchfunktion im Startmenü erreichbar).

Es gibt dann noch drei Haken:
a) Das Adhoc-Netzwerk auf dem Server wird nicht automatisch beim Start des Rechners aktiviert. Dies kann mit einem kleinen Kommandozeilen-Proggamm (.bat) gelöst werden. Der Inhalt lautet: "netsh wlan connect SSIDDesNetzwerks"

b) Es gibt keinen DHCP-Server. Loggt sich der Client ein, suchen sich beide Rechner selbstständig eine IP-Adresse aus, wissen aber noch nichts von einander. Die Software "Tftpd32" (<- heißt wirklich so) bietet jedoch einen kostenlosen DHCP-Server. Auf der Website steht etwas kryptisch in der FAQ, wie man über den DHCP-Server dem hostenden Rechner eine feste IP zuweist. TFTPD32 startet man beim Windowsstart mit, spätestens eine halbe Minute nach dem Einloggen in das Netzwerk steht dann die Verbindung und beide Rechner wissen voneinander.

c) Der Adhoc-Modus ist offiziell wohl nur als 802.11g Netzwerk standardisiert, sprich die Adapter funken mit brutto 54 MBit/s. Netto bleiben davon ca. 25 MBit/s übrig (mit iperf gemessen). Das ist für heutige Standards ziemlich lahm, schafft 802.11ac doch ca. Faktor 10 mehr. Der Ping ist bei mir mit ca. 1 ms sehr niedrig.
Ich habe auf Arbeit zur Synchronisation zwischen zwei Rechnern jedoch eine recht ähnliche Technik, mit einem Thinkpad x220 samt Intel 6205 als virtuellen Hotspot. Die Intelkarte kann zwar prinzipiell 802.11n (und erreicht dann ca. 48 MBit/s), kann im n-Standard jedoch keine langzeit-stabile Verbindung aufbauen. Die Verbindung fängt irgendwann an, periodisch auszusetzen. 802.11g läuft stabil, bringt aber nur ca. 21 MBit/s. Insofern ist die Adhoc-Lösung hier eigentlich von der Geschwindigkeit ganz in Ordnung.

Ich werde jetzt die Lösung erst mal eine Zeit lang ausprobieren und mal sehen, welche Probleme die Langzeit-Nutzung aufwirft.
Wenn man das übrigens ordentlich machen will (Clienten per WLAN an Server anbinden) kann ich nur einen Alfa AWUS USB-WLAN-Adapter empfehlen. Mein alter XP-Rechner zuhause hat diese, man bekommt bis zu 100 MBit/s Nettodurchsatz, die Einrichtung ist einfach und konfortabel und das Teil läuft sehr stabil. Zumindest solange keine Intelkarte im 802.11n-Modus im Netzwerk ist, dann setzt es auch wieder periodisch aus.

Soweit so gut, falls demnächst eine neue Festplatte für den Server kommt, versuch ich vielleicht nochmal mit Linux die andern Karten zum laufen zu bekommen.
 
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