Windows XP, später auch Vista/7: Was nach Ende der Sicherheitsupdates machen?

dark_rider

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Hallo zusammen,

wie bekannt, stellt Microsoft ja für XP seit einiger Zeit keine Sicherheitsupdates mehr zur Verfügung. Für Vista soll es irgendwann auch so weit sein, und auch Windows 7 wird nicht mehr ewig aktualisiert.

Ist es eigentlich aus Eurer Sicht - bei gutem Virenschutz, Firewall und aufmerksamem User - vertretbar, XP trotzdem noch weiter zu verwenden, und macht das hier noch jemand bzw. nutzen eventuell auch Firmen mit großem Umstellungsaufwand XP nach wie vor?

Mir graut es nämlich auch schon vor dem Ende der Vista-Sicherheitsupdates, da der Umstellungsaufwand aufgrund diverser Spezialsoftware bei mir ziemlich hoch ist.
 
Ja, das ist die Frage. Erklär mir doch mal bitte was Windows 10 so alles überträgt, ich bin gespannt. :)

Das einzige was das System an sich überträgt ist Telemetry. Und da kann man genau nachlesen was da übertragen wird:
http://windows.microsoft.com/de-de/windows-10/feedback-diagnostics-privacy-faq
https://technet.microsoft.com/en-us...aspx?f=255&MSPPError=-2147217396#BKMK_MoreUTC

Wie du schon sagst: Wirklich Argumente fehlen. Es wird nur das wiedergeben, was man auf irgendwelchen Seiten im Internet gelesen hat. ;)

Berichte wie "Windows 10 spioniert den Nutzer aus", "Windows 10 loggt Tastatureingaben", "Windows 10 zerstört die Privatssphäre der Nutzer" sind schlicht falsch und in vielen Fällen einfach nur ClickBait (weil solche Artikel werden ja immer gelesen^^).

Der Keylogger war nur in den previews vorhanden, in der final nicht mehr.

Ob sich wohl auch heise solche fiese Lügengeschichten ausdenkt?

http://www.heise.de/ix/meldung/Windows-10-Gefaehrlicher-Zertifikats-Wirrwarr-2776810.html

interessant auch ein Forenbeitrag zu diesem Artikel:

http://www.heise.de/forum/iX/News-K...ffic-Analyse-unfassbar/posting-21102664/show/

das lässt sich sehr leicht nachprüfen, am Wochenende werde ich mal Windows 10 installieren und wireshark für 10 Minuten mitschnüffeln lassen.
 
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Hm, mich erstaunt etwas, mit welcher Blauäugigkeit einem Unternehmen geglaubt wird das es nur die von ihm angeführten Daten sammelt.
Viel interessanter ist doch der verfizierte Beweis, welche DATEN es NICHT SAMMELT !!!

Aber evtl. bin ich mit meinen 71 & etwas anderen Herkunft nicht ganz so theistisch orientiert.

Schönen Tag noch Edward
 
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Berichte wie "Windows 10 spioniert den Nutzer aus", "Windows 10 loggt Tastatureingaben", "Windows 10 zerstört die Privatssphäre der Nutzer" sind schlicht falsch und in vielen Fällen einfach nur ClickBait (weil solche Artikel werden ja immer gelesen^^).
Selbiges trifft auf die ach so vielen Sicherheitslücken und dem bösen WinXP zu.
Wenn man lange genug sucht, findet man nicht mehr oder weniger, wie es auch für spätere Win-Versionen schon gibt.
Abgesehen vom InternetExplorer des XP. Dieser wird inzwischen zB bei OnlineBanking von den Banken eh gesperrt. Diese Seiten sind mit dem alten IE nicht mehr nutzbar.

Am Ende ist die Umfrage allerdings nicht mehr Wert wie eine gestellte Frage nach Linux oder Windows.
Mir ist vor allem die Zeit und Geld zu schade, was ich investieren müßte, um alle paar Jahre alles neu einzurichten und dem Hype, immer das Neuste zu besitzen, nachzujagen.
Alles andere muß jeder eh mit sich selbst vereinbaren können.
 
Selbiges trifft auf die ach so vielen Sicherheitslücken und dem bösen WinXP zu.
Wenn man lange genug sucht, findet man nicht mehr oder weniger, wie es auch für spätere Win-Versionen schon gibt.

Man braucht gar nicht lange zu suchen. Du schaust einfach, welche Sicherheitslücken nach dem Supportende von Windows XP in den darauf folgenden Windows Versionen gepatcht wurden. Und dann gehst du einfach davon aus, dass die große Masse davon in XP a) vorhanden sind und b) eben nicht mehr gepatcht werden. Das ist ganz einfache Logik und weder Clickbait noch aus der Luft gegriffen.
Und das sieht dann halt ziemlich unschön aus - und es sind eben lange nicht nur irgendwelche IE Lücken.

Nur als Beispiel:
https://technet.microsoft.com/de-de/library/security/ms15-078.aspx
Es reicht der Besuch einer Webseite oder das Öffnen eines Dokumentes, die eine manipulierte OpenType Schriftart einbinden/verwenden. Egal welches Programm oder welcher Browser genutzt wird. Schutz: null. Virenscanner in dem Fall? Ganz großes Vielleicht.
 
Schutz: null. Virenscanner in dem Fall? Ganz großes Vielleicht.
Wie sagte mein Kollege mal so schön:
"Der Virenscanner muss weg, der löscht mir immer meine mühsam zusammengesbastelten Trojaner" (Im Bezug auf selbstgeschriebene unsignierte Diagnoseprogramme) :D
 
Ja, das ist die Frage. Erklär mir doch mal bitte was Windows 10 so alles überträgt, ich bin gespannt. :)
Das Problem ist eben, dass das momentan niemand so genau weiß. Bitte, ich weiß was Microsoft so behauptet, ebenso wurde behauptet, dass Windows 10 nicht auf Windows 7 Pro per Update kommt... oh welch' Wunder, Windows 10 wurde auf die Rechner so einiger Nutzer hier gespült, obwohl wir lizensierte Pro-Lizenzen an die Insitute vergeben. Fakt ist: Momentan raten wir (Rechenzentrum) unseren Nutzern (Universität) von Windows 10 ab, bis die Implikationen des Datenschutzes geklärt sind und bis geklärt ist, ob Windows 10 mit den deutschen Datenschutz-Richtlinien konform gemacht werden kann. Wenn wir uns da nämlich nicht dran halten, kann das kräftig Ärger geben. Natürlich können wir nicht verhindern, dass Nutzer das einspielen - ist dann aber eben eigene Schuld - aber herausgeben tun wir es momentan nicht, aus genau den Gründen. Eventuell lässt sich im Rahmen der Volumenlizenz, die wir nutzen, etwas entsprechendes konfigurieren, aber das wird momentan evaluiert. Bis dahin: Windows 10 bleibt no-go.
 
Das Problem ist eben, dass das momentan niemand so genau weiß. Bitte, ich weiß was Microsoft so behauptet, ebenso wurde behauptet, dass Windows 10 nicht auf Windows 7 Pro per Update kommt... oh welch' Wunder, Windows 10 wurde auf die Rechner so einiger Nutzer hier gespült, obwohl wir lizensierte Pro-Lizenzen an die Insitute vergeben. Fakt ist: Momentan raten wir (Rechenzentrum) unseren Nutzern (Universität) von Windows 10 ab, bis die Implikationen des Datenschutzes geklärt sind und bis geklärt ist, ob Windows 10 mit den deutschen Datenschutz-Richtlinien konform gemacht werden kann. Wenn wir uns da nämlich nicht dran halten, kann das kräftig Ärger geben. Natürlich können wir nicht verhindern, dass Nutzer das einspielen - ist dann aber eben eigene Schuld - aber herausgeben tun wir es momentan nicht, aus genau den Gründen. Eventuell lässt sich im Rahmen der Volumenlizenz, die wir nutzen, etwas entsprechendes konfigurieren, aber das wird momentan evaluiert. Bis dahin: Windows 10 bleibt no-go.

LOL, FUD at its best.

Ratet ihr auch von Android und vom Verwenden aller Google-Produkte (inkl Suchmaschine) sowie Facebook etc. ab, bis alle Implikationen des Datenschutzes geklärt sind?
 
Das Problem ist eben, dass das momentan niemand so genau weiß. Bitte, ich weiß was Microsoft so behauptet

Aber bei anderen Firmen weißt du das alles?

Warum gerade bei Microsoft dieses Misstrauen? Gerade bei dem Laden, der mit am ausführlichsten in Sachen Datenschutz informiert, da hast du diese Sorgen. Hast du sie bei Google nicht? Oder bei Apple? Und wenn ja, warum nicht?

Apples Datenschutzbedingungen sind wachsweich und nichtssagend. Man genehmigt sich mindestens ebenso viele Rechte wie andere Firmen, informiert aber - ganz Apple-typisch - nirgendwo über Details. Da kräht kein Hahn nach.
Bei Google sowieso nicht. Google verdient fast ausschließlich mit Daten Geld, das ist deren Geschäftsgrundlage, im Gegensatz zu Microsoft. Aber da fehlt das Misstrauen, die sind ja "gut" und Microsoft ist und war schon immer "böse".
 
Hallo zusammen,

guter Punkt, das habe ich mich auch beim Lesen des Threads gefragt: Warum sind Google und vor allem Apple "die Guten" und dürfen scheinbar alles, während Microsoft immer von vorn herein verloren hat? Liegt das vielleicht daran, dass Android-Geräte mehrheitlich von Laien genutzt werden (Jugendliche, Hausfrauen und Rentner), die zuvor nie ein anderes System wie z.B. Windows hatten (sprich IT-Novizen) und denen Datenschutz gar nichts sagt, und Apples Jünger sowieso alles gut finden, was ihr Heiland mit ihnen macht, während Windows mittlerweile womöglich den größten Anteil an erfahreneren Usern hat, die kritischer sind?

Eine andere Frage: Ich finde es auch nicht gut, wenn Firmen Daten von mir kommerziell verwenden. Bestes Negativbeispiel: Adressdaten werden weiterverkauft, und ich werde mit Werbung bombardiert. Das, was Amazon, Google usw. bisher mit meinen Daten gemacht haben, war aber stets OK und hatte für mich keine Nachteile. Reizwort für viele Datenschutz-Prediger dürfte natürlich das Wort "bisher" sein, denn natürlich könnten die Daten irgendwann doch auf nervige oder anders nachteilige Art gegen einen verwendet werden. Aber wer würde dann noch bei Amazon einkaufen oder bei Google suchen? Niemand. Das können die sich schlicht nicht erlauben.
 
@ dark_rider

NA NA NA junger Mann ! Auch Rentner :cool: :thumbsup: (sogar mit 71) befassen sich mit solchen Themen :Oldtimer: !!!

Aber auch da gilt für mich: NICHT DEN HUMOR VERLIEREN, den Glaubenskriege und Kreuzzüge sollen eigentlich vorbei sein.

Angenehmen Tag noch EDWARD


P.S.: Da hat caputo allerdings nur zu Recht.
 
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@ dark_rider

NA NA NA junger Mann ! Auch Rentner :cool: :thumbsup: (sogar mit 71) befassen sich mit solchen Themen :Oldtimer: !!!

Aber auch da gilt für mich: NICHT DEN HUMOR VERLIEREN, den Glaubenskriege und Kreuzzüge sollen eigentlich vorbei sein.

Angenehmen Tag noch EDWARD
Köstlich :-)
Woher weißt Du das?
Ich leide nicht unter Verfolgungswahn und stelle mir nicht den ganzen Tag vor, was alles passieren könnte. Andernfalls müsste ich als Einsiedler autark in einer Einöde leben. Machst Du das so?

Dennoch lege ich Wert auf Datensparsamkeit und werfe auch wieder nicht mit meinen Daten um mich (NoScript, Cookies gesperrt und nur bei Bedarf für einzelne Websites aktiviert, Adress- und Kontaktdaten werden nur bei wirklichem Bedarf und nur an vertrauenswürdige Partner abgegeben).
 
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Ich leide nicht unter Verfolgungswahn und stelle mir nicht den ganzen Tag vor, was alles passieren könnte. Andernfalls müsste ich als Einsiedler autark in einer Einöde leben. Machst Du das so?.

Ich wollte damit einfach nur sagen, dass weder Du noch ich wirklich wissen, was Google und Amazon alles mit unseren Daten machen.
Insofern können wir auch nicht wissen, ob uns das schon einmal geschadet hat oder nicht.

Das hat nichts mit Verfolgungswahn zu tun, sondern einfach nur damit, dass die Verwendung von Informationen wesentlich subtiler laufen kann als mit Massenmailings.

Die Zigarettenindustrie z.B.: hat es auch jahrzehntelang geschafft, Leute zu manipulieren, ohne dass die es soweit gerafft haben, dass der ganze Schrott verboten oder auch nur eingeschränkt wurde - und da war eigentlich ziemlich offensichtlich, was die wollen (Zigaretten verkaufen) und was die Nachteile sind (Gesundheit, Kosten, Gestank). Bei der ganzen personenbezogenen Big-Data-Nummer ist die Sachlage wesentlich komplexer.

Insofern bin ich skeptisch bei der Frage, ob wir die Auswirkungen der massenhaften Erfassung von personenbezogenen Daten durch Internetfirmen als Einzelpersonen oder als Gesellschaft momentan überhaupt verstehen.


Mal angenommen, Du bewirbst Dich auf einen Job und aufgrund von irgendwelchen gekauften Persönlichkeitsprofildaten entscheidet der Stellenanbieter, Dich schon vor dem Bewerbungsgespräch auszusieben und schickt Dir eine freundliche Absage - du würdest niemals wissen, dass Dir deine irgendwo hinterlassenen Daten geschadet haben - und erst recht nicht, wo sie herkamen.
 
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Das mag sein, aber über Sachen, von denen ich nichts weiß, kann ich mich nicht aufregen und auch nichts dagegen tun. Ich finde, man muss einen vernünftigen Kompromiss finden. Auf Facebook, WhatsApp etc. verzichte ich, weil ich schlicht auch ohne super klarkomme. Amazon und Google dagegen nutze ich. Google aber z.B. i.d.R. ohne Login und ohne Cookies.

Problem bei diesen US-Multis ist aus meiner Sicht vielmehr deren Monopolisierung. Die können den Kunden aufdrücken, was sie wollen (und tun das auch oft), weil es keine ernsthaften Alternativen gibt.
 
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Das mag sein, aber über Sachen, von denen ich nichts weiß, kann ich mich nicht aufregen und auch nichts dagegen tun.

Man könnte schon was dagegen tun - z.B. sowas wie DuckDuckGo statt Google benutzen, kostet nichtmal was, aber die allermeisten Leute (mich eingeschlossen) sind zu bequem dafür.


Google aber z.B. i.d.R. ohne Login und ohne Cookies.
Dank Browser Fingerprinting brauchen die Anbieter aber weder Login noch Cookies, insofern laufen diese Schutzmechanismen ins Leere.
Hier ist, was Google selbst(bzw. die Chrome-Entwickler) dazu zu sagen hat: http://www.chromium.org/Home/chromi...ing-passive-cookies-in-Chrome-s-threat-model- -- also nicht abschaltbar.

Problem bei diesen US-Multis ist aus meiner Sicht vielmehr deren Monopolisierung. Die können den Kunden aufdrücken, was sie wollen (und tun das auch oft), weil es keine ernsthaften Alternativen gibt.
Das Problem ist MMn eher, dass die Leute für ein bisschen Komfort und Geldersparnis jederzeit bereit sind, ihre Daten preiszugeben.

Das hat meiner Meinung nach viel damit zu tun, dass bei diesem "Deal" etwas ziemlich konkretes (der Nutzen einer App, das eingesparte Geld) etwas nur schwer fassbarem (also was mit meinen Daten passiert, und welche Auswirkungen das hat) gegenübersteht. Wir können also nur den einen Teil des Deals wirklich beurteilen und entscheiden danach. Gerade Google & Amazon haben diese Methode perfektioniert und die Leute fallen reihenweise darauf herein. MMn ist das so ähnlich wie bei irgendwelchen Ratenkreditverträgen mit der Bank, bei der die Bank die dahinterstehende Rechnung auch wesentlich besser durchschaut als die Zielgruppe, und deswegen tendenziell immer ein gutes Geschäft macht.
 
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Wie, sendet jeder Firefox dem Webserver eine eindeutige Browser-ID?
 
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