Windows 7 - kein einloggen im Web mehr moeglich. Bitte um Hilfe!

Dudovtiz

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Halle alle miteinander,

ich habe seit gestern ein riesen Problem mit meinem Windows 7 Professional auf meinem T410s. Das Problem äußert sich beim surfen im Internet wie folgt:

Opera:
- Ständig poppen unzählige Client-bestätigungs-Anfragen von diversen Seiten auf.
- Buttons wie der Anmelde-Button oder suche-Button reagieren nicht. Was aber funktioniert ist, wenn ich einen Suchbegriff in die Adresszeile eingebe. Dieser wird dann ganz normal via Suchmaschine gesucht.

FireFox:
- Läd die meisten garnicht mehr mit der Aussage, dass die URL nicht stimmen würde.

Dropbox:
- Kann sich nicht verbinden, da keine sichere Verbindung hergestellt werden konnte.

Microsoft Security Essentials:
- Kann nicht auf die update Datenbank zugreifen

Ich habe mir daraufhin AntiVir runtergeladen und konnte ein paar Dateien in die Quarantäne schicken, gebracht hats nur leider nischt. Kann sich hierraus irgendjemand einen Reim machen. Ich bin hiermit einfach gnadenlos überfordert und wüßte einfach nicht mal mehr wo ich suchen soll. Versuche nur gerade zu verhindern das ganze System neu aufsetzen zu müssen.

Würde mich tierisch über jede Hilfe freuen!

Besten Dank und noch nen frohes Neues!

Lenni
 
Hallo, sofort mit einer Linux Live-CD Deine Daten retten (auf ne externe Platte o.Ä. spielen - allerdings drauf achten, dass Du eine nimmst, wo nichts anderes Wichtiges drauf ist!) und dann das System plattmachen. Alles Andere ist sinnlos...
 
Hallo,

das lässt auf einen Befall von Schadsoftware schließen. Vermutlich wurde u. a. die hosts Datei modifiziert, so dass MSE sich keine Updates mehr ziehen kann.
Lade Dir hier die Kaspersky Rescue Disk herunter, aktuellste Version, aber bitte von einem nicht infizierten System!
Brenne diese auf einen Rohling als bootfähiges Medium und starte dann dein T410s damit.

http://rescuedisk.kaspersky-labs.com/rescuedisk/updatable/kav_rescue_10.iso

Der Rest ist selbsterklärend. Die Kaspersky Rescue Disk sucht dann die gesamte Festplatte durch, jedoch nur im lesenden Modus, für das Löschen kannst Du dann selbst entscheiden, ob die Daten nicht doch erhalten bleiben sollen.

Danach dürfte das wieder laufen.

Vorsichtiger sein beim Surfen im Netz ... ;)

Hallo, sofort mit einer Linux Live-CD Deine Daten retten (auf ne externe Platte o.Ä. spielen - allerdings drauf achten, dass Du eine nimmst, wo nichts anderes Wichtiges drauf ist!) und dann das System plattmachen. Alles Andere ist sinnlos...
Finde ich bisschen too much, das ist ja schließlich kein TDL4 Rootkit ;)
 
Sieht nach Befall durch Schadsoftware aus.

Erstelle Dir eine Kaspersky Rescue-CD und boote von dieser. Nach Update der Virendefinitionen scanne den Rechner.

Wenn Du ganz sicher gehen willst:
  • Sichere Deine Daten auf eine externe Festplatte und installiere Windows neu, nachdem die Festplatte gelöscht (formatiert) wurde. Das kann vom Windows Setup vorgenommen werden.
  • Im Fall eines vorinstallierten Windows einfach den Werksauslieferungszustand herstellen.
  • Besitzt Du ein Backup der gesamten Festplatte, spiele dieses ein.

Edit:
Bissl langsam gewesen...
 
Alt aber wenigstens mit ner einheitlichen Antwort. Wenn sich hier so viele anscheinend ja auch noch unabhängig voneinander so einig sind, dann Kaspersky wohl mal seinen Job machen dürfen und wenn man dann schon am neu machen ist, darf sich vielleicht gleich mal Windows 8 auf meinem Rechner manifestieren ... mal schaun was damit so geht...


Verstehe ich das richtig, dass ich mit dem Kaspersky ne Datensicherung machen kann ohne dass sich die Schadsoftware auf die BackUp Festplatte ausbreiten kann? Das Problem ist nämlich, dass ich über meine externe Festplatte die Schadsoftware anscheinend auch direkt auf meinen zweiten Rechner gebracht habe. Opera weist zumindestens schon die selben Probleme auf und Firefox fängt langsam an.


An dieser Stelle auch gleich nochmal die Frage was ihr denn für Software nutzt um sowas zu verhindern. Nachdem mich AntiVir mit seinen ständigen PopUps zu sehr genervt hat, bin ich auf Microsoft Security Essentials umgestiegen. Scheint ja nicht so viel gebracht zu haben ...

Besten Dank für die Hilfe ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
UND GANZ WICHTIG DABEI:

Lass den bereffenden Rechner absolut in RUHE. Für das Erstellen einer Recue-CD oder eines Live-Linux unbedingt einen anderen Rechner verwenden damit
a) die erstellsten CDs absolut sauber sind
b) am befallenen Rechner nicht noch mehr schaden an deinen Daten entsteht.

Grüße Thomas
 
ich bekomme hier gerade richtig Panik. Die ganzen Daten auf der externen Festplatte kann ich doch wegschmeissen oder? Die Schadsoftware scheint da ja irgendwo drauf zu sein und sobald ich die an das neue System anschliesse ist das doch dann wieder versaut oder nicht? Das war meine BackUp Festplatte wo meine komplettes Studium drauf ist inklusive Projektberichte die schon bald abgegeben werden wollen ... Gibt es dafür noch Hoffnung oder fang ich lieber gleich an die Berichte neu zu schreiben?
 
Es *könnte* passieren. Theoretisch. Vielleicht ja, vielleicht nein. Sicher ist sicher.
Schließe die externe HDD mit an, wenn Du von der Kaspersky Rescue Disc bootest. Die kann gleich mit untersucht werden.
 
An dieser Stelle auch gleich nochmal die Frage was ihr denn für Software nutzt um sowas zu verhindern. Nachdem mich AntiVir mit seinen ständigen PopUps zu sehr genervt hat, bin ich auf Microsoft Security Essentials umgestiegen. Scheint ja nicht so viel gebracht zu haben ...

Besten Dank für die Hilfe ;)

Ich nutze hier Norton 360 (gehört halt zum Telekom-Tarif dazu und deswegen nutze ich es) und bin damit soweit zufrieden. Ich hatte noch nie (!) Probleme mit Schadsoftware. MSE soll gnadenlos schlecht sein, wurde erst vor wenigen Wochen festgestellt: http://winfuture.de/news,73277.html

AvastFree soll auch ganz gut sein, wenn ich mich so umhöre. Hatte das auch mal installiert und bin damit auch gut gefahren.


Ach ja, "noch nie Probleme" definiere ich für mich so, dass ich noch nie wegen Schadsoftware Systemausfälle hatte und ich auch noch nie jemand anderes infiziert habe (zumindest kam diesbezüglich noch nie eine Rückmeldung).
 
Kaspersky hat den Vorteil, dass es von einer bootfähigen Linux-CD gestartet wird - ich kann es auch vom USB-Stick starten.
Mit Intel WLAN-Karten kann man problemlos den Internet-Zugang einrichten, um die Virenupdates herunterzuladen. Alternativ muss das Ethernetkabel verwendet werden (z.B. bei Atheros-WLAN-Karten).

Ist die USB-HDD beim Booten mit angeschlossen, wird diese erkannt und kann gleich mitgeprüft werden. Anschließend kann man mit der Kaspersky-Umgebung die Daten sichern, wobei ich hier die Parted Magic-CD bevorzuge, da diese für die Sicherung ein paar Features mehr mitbringt.
 
Prüfe mal Uhrzeit und Datumseinstellungen. Das kann auch ähnliche Effekte hervorrufen. Ohne Witz.

Die ganzen SSL Sicherheitszertifikate haben eine Gültigkeitsdauer, die bei einer falschen Datumseinstellung abläuft bzw. noch gar nicht begonnen hat.
 
Man bekommt den Rechner auch zu 99% wie folgt sauber.:

- Booten ohne Netzwerkanschluß (WLAN-Schalter auf aus, Kabel ab)
- im abgesicherten Modus hochfahren
- Inhalt des Verzeichnisses Benutzer\Username\Cookies löschen
- Inhalt des Verzeichnisses Benutzer\Username\ Lokale Einstellungen\Temp löschen
- Inhalt des Verzeichnisses Benutzer\Username\ Lokale Einstellungen\Temporary Internet Files löschen
- Dateien "host*.*" suchen und löschen
- Systemwiderherstellung starten, Punkt sollte möglichst weit in der Vergangenheit liegen

Nichtsdestotrotz dann komplett scannen (Avira + Malewarebytes).

ATh.
 
Baer du bist mein Held. Selbstverstaendlich auch vielen Dank an all die anderen Vorschlaege, aber der Baer hatte recht. Ich hatte letztens bei ner Programminstallation auf beiden Rechner die Uhr auf 2093 gesetzt und das mochten die Certifcate wohl alle garnicht. Zuruecksetzen hat saemtliche Probleme beseitigt.
Unglaublich vielen, dollen Dank fuer eure Tipps und vorschlaege. Wiedermal rettet mich die Community vor dem Datenverlust :thumbup:
 
wat? Wie komm ich denn zu der Anschuldigung ... oder bin ich Opfer? :confused:
 
Nun ja, nach so nem Virenbefall kannste halt nur schwer wissen, ob das System tatsächlich wieder sauber ist...
 
So wie ich den Threadersteller verstehe gab es keinen Schädlingsbefall, sondern er hatte ein verstelltes Datum, wodurch die Zertifikate von SSL gemeckert haben.
 
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