Wer hilft mir ein Netzwerk im Waisenheim einzurichten?

Akira

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Hallo,

Große Pläne für Weihnachten stehen bevor. Im Dezember möchte ich eine Woche lang nach Cape Town (Südafrika) um dort für eine Familienfreundin die ein Waisenheim besitzt ein Computernetzwerk aufzubauen. Es soll dazu dienen Lernsoftware für die Kinder bereitzustellen. Bereits im Sommer habe ich mich um die Laptops gekümmert und Dank Andy (und seiner großzügigen Spende an Tastaturen) 6 gute T400 auftreiben können. In Zukunft sollen auch noch weitere Geräte hinzukommen.

Nun wird das ganze ja eine neue Erfahrung für mich sein. Ich habe nämlich noch nie ein Netzwerk eingerichtet und der Crash Kurs unter Linux von Thorsten war auch nur begrenzt hilfreich.:D (trotzdem natürlich auch Danke dafür!)

Das erste was ansteht ist erstmal die Situation einzuschätzen und zu planen. Ich muss logischerweise erstmal wissen womit ich arbeite. Das Grundprinzip ist dass das Waisenheim die Lernsoftware kostenlos/günstig bekommt wenn sie die Software auf einem Windows Server laufen lassen auf den die anderen Geräte (T400) dann über ein Netzwerk zugreifen.

Da ich mich wie so gut wie gar nicht mit Netzwerken auskenne kommt auch schon die erste Frage: Was muss ich sonst noch wissen? Ich muss demnächst nochmal eine E-Mail verfassen in der ich nach Details frage, wie gesagt, ich muss ja wissen womit ich arbeite.

In der Zwischenzeit werde ich mich mit Netzwerken beschäftigen, aber der Thread soll in Zukunft für konkrete Fragen dienen. Ihr könnt mir ja schon mal Tipps geben, aber die Fragen werden wohl dann auftauchen wenn es so weit ist.

Es muss auch erst geklärt werden wie genau das Netzwerk aufgebaut werden soll und welche Features es haben soll. Da kann das Waisenheim leider selber nicht so richtig Auskunft geben, es liegt wohl an mir etwas passendes zu finden. Es wurde z.B. der Wunsch geäußert alle Computer per WLAN zu verbinden, aber ich habe davon abgeraten. (ist zu unsicher und instabil?)

Naja, ich hoffe ihr habt einen ersten Eindruck von dem was ich vorhabe. Mehr Details und Fragen werden im Laufe der Zeit gewiss hinzukommen, aber fürs erste ist es gut wenn man frühzeitig einen Thread eröffnet um Informationen zu sammeln.
 
Das einfachste wäre es wohl, einen (DSL-)-Router, also 'ne Fritzbox o.ä. per LAN-Kabel an den Server zu hängen. Damit hast du bereits ein Netz, ein DHCP-Server ist damit auch schon vorhanden, WLAN ist vorhanden - einfacher gehts nicht. Die Kiste kommt (ggf. vorerst) nicht ans Internet. Dann mußt du nur noch jedes Notebook ins WLAN hängen (ggf auf der Fritte noch Sicherheitseinstellungen vornehmen) und fertig ist das Netz.

Du mußt dich auch (und das dürfte der umfassendere Teil sein) damit beschäftigen, wie die Notebooks mit der Lernsoftware arbeiten, ob du dazu Benutzer(konten) einrichten mußt, ggf. Berechtigungen verteilen usw. Aber das geht dann über die Einrichtung des Netzwerks schon weit hinaus.
 
Ja, das ist der einfachste Weg, den Guido da beschrieben hat. Und warum sollten 6 Laptops per LAN eingebunden werden? WLAN ist da doch deutlich unkomplizierter. Welches OS soll denn auf den T400 laufen?
 
Wenn ihr meint dass WLAN am besten wäre dann umso besser, die wollten ja schließlich WLAN. Auf den T400 ist aktuell Win 7 installiert.
 
dann sollte die Einrichtung der Rechner und Einbindung uns Netz ja völlig problelos machbar sein
 
Eine Software auf dem Server laufen lassen auf den per WLAN zugegriffen wird halte ich für nicht empfehlenswert - es mag zwar möglich sein, allerdings teilen sich die Laptops die Bandbreite von vermutlich 54Mbit - davon effektiv maximal die Hälfte - wenn realistisch 1-2MB/s ankommen ist dies viel. Verteilt auf 6 Clients aber eindeutig zu wenig zum Ausführen einer Software. (gilt auch bei angeblichen 300Mbit so Router und Laptops dies unterstützen)

Daher würde ich empfehlen das ganze mit einem Gigabit-Switch mit mindestens 8 Ports (25 Euro - tplink) (besser 16 oder 24 zwecks späterer Erweitung des Rechnerpools) zu ergänzen. Wenn das Geld dafür nicht reicht kommt man auch mit 100Mbit sehr viel weiter als mit WLAN (immerhin effektiv 8-10MB/s). Der Vorschlag einen Fertig-Router einzusetzen kann dies natürlich ergänzen - damit spart man sich auf dem Windows-Server die Einrichtung von DHCP/DNS und dessen Wartung. Auch zusätzliches WLAN stände dann immernoch zur Verfügung wenn man nicht in der Nähe des Kabels ist.

Bzgl. Unsicheres WLAN. WPA2 mit AES ist bis dato so sicher wie sein Passwort. WPS hat einige inhärente Schwachstellen und je nach Router lässt sich das Passwort aus der MAC generieren. Aber das Passwort kann man ja ändern - dann lassen sich Clients mit einem Knopfdruck hinzufügen. Ob dies tatsächlich ein Bedrohungsszenario vor Ort ist kann ich nicht beurteilen.
 
Eine Software auf dem Server laufen lassen....

Hab ich im Ausgangspost gar nicht gesehen - Wer lesen kann, ist klar im Vorteil :facepalm:

In diesem Falle ist der Vorschlag von qwali schon der richtige Weg, auch wenn es aufwendiger ist. Aber ich denke, die 6 T400 werden in iner Art Klassenraum aufgestellt? Dann sollte es - außer einer Menge Kabelsalat - problemlos gehen.
 
Ja, die T400 stehen im selben Raum. Ich muss auch erstmal fragen was als Server dienen soll. Denke mal es wird ein Desktop PC sein. (oder vielleicht eines der T400). Die beste Möglichkeit wäre es also einen Hub an das Gerät anzuschließen und dann alle T400 per LAN Kabel mit diesen Hub zu verbinden?
 
Nimm einen Switch ;-) Hubs sind sowas von "Out" (Hub ist dumm und schickt an alle - Switch schickt Pakete nur an Zielrechner).
Und im weitesten Sinne, ja - Switch ist das zentrale Gerät an das alle anderen Geräte angeschlossen werden - sowohl der Server als auch der Router als auch die Clients.

Ändern würde ich diesen Aufbau nur, wenn der Router gleichzeitig auch als Firewall für den Server dienen soll (dann aber ein besserer Router oder ein Software-Router ala pfSense oder vgl.)
Dann: Server --- Router --- Switch --- Clients

Gedanken würde ich mir auch um die Benutzer-Authentifizierung machen. Sollen alle Nutzer sich auf beliebigen Geräten anmelden können so benötigst du eine Domaine (die aber wiederum DHCP/DNS auf dem Windows-Server). Ist dies Egal oder jedem Nutzer wird ein Rechner zugewiesen kann man auch mit lokalen Konten arbeiten. Alternativ wäre auch die Möglichkeit für bestimmte Anwendungen Konten zu erstellen - beispielsweise "Surfen" oder "Schulung" die auf allen Rechnern gleich sind.
 
wenn es später auch im Internet gesurft werden soll, dann würde ich einer der fertigen routersoftware wie z.B. ip-cop, ipfire, ... auf einen ausgedienten Rechner aufsetzen, dann kann man sehr schnell urlfilter, zeitbeschränkungen, uvm. installieren
 
Eine Software auf dem Server laufen lassen auf den per WLAN zugegriffen wird halte ich für nicht empfehlenswert - es mag zwar möglich sein, allerdings teilen sich die Laptops die Bandbreite von vermutlich 54Mbit - davon effektiv maximal die Hälfte - wenn realistisch 1-2MB/s ankommen ist dies viel. Verteilt auf 6 Clients aber eindeutig zu wenig zum Ausführen einer Software. (gilt auch bei angeblichen 300Mbit so Router und Laptops dies unterstützen)

Um das zu beurteilen, müßten wir wissen welche Bedingungen für die Software zu erfüllen sind. "Auf dem Server laufen" kann vieles bedeuten. Auf der Webseite habe ich erstmal nicht sonderlich viel Erhellendes gefunden. Wenn ich nicht weiß, wieviel Bandbreite ich brauche für die Software kann ich nicht sagen, ob WLAN reicht oder nicht. Ich bevorzuge ja auch LAN, aber schätze eher ein, daß eine Verkabelung vor Ort ein "Nogo" ist, weswegen WLAN gewünscht wurde.

Wenn Kabel verlegt werden können, nimm einen Router und einen Switch, da die Ports am Router (Steckt auch ein Switch drin) für die 6 Cients und den einen Server nicht ausreichen.

Gedanken würde ich mir auch um die Benutzer-Authentifizierung machen. Sollen alle Nutzer sich auf beliebigen Geräten anmelden können so benötigst du eine Domaine (die aber wiederum DHCP/DNS auf dem Windows-Server). Ist dies Egal oder jedem Nutzer wird ein Rechner zugewiesen kann man auch mit lokalen Konten arbeiten. Alternativ wäre auch die Möglichkeit für bestimmte Anwendungen Konten zu erstellen - beispielsweise "Surfen" oder "Schulung" die auf allen Rechnern gleich sind.

Exakt das ist der größere Aufwand - die Planung und Einrichtung der Infrastruktur.
 
Da es ja langsam Zeit wird habe ich mich mal etwas weiter mit der Sache beschäftigt. Ihr sagt also, dass ich im Prinzip zwei Möglichkeiten habe:

1. Die Software verbraucht nicht viel Bandbreite, in diesem Fall reicht ein an den Server angeschlossener Router mit dem sich die T400 verbinden
2. Die Software verbraucht zu viel Bandbreite, in diesem Fall muss ein Router mit Switch an den Server angeschlossen werden und die T400 werden per LAN Kabel an den Switch geschlossen

Ich habe ich eine E-Mail mit entsprechenden Fragen an das Waisenheim geschickt. Mal sehen was sie antworten.
 
Ohne die Randbedingungen genau(!) zu kennen, kann eine Fritzbox mit USB-Stick, ein Share auf einem der Notebooks, ein NAS oder ein Win-Server mit RAID 5, 6 oder besser mit hinreichend ausgeklügelter Datensicherung in einem gekühlten Serverraum incl. Datentresor in anderem Brandabschnitt oder irgendetwas dazwischen sinnvoll und ausreichend sein. Ich würde da immer versuchen, die einfachste, funktionierende Lösung auf schmaler Hardware einzusetzen.

Die eigentlich gute Idee mit dem IPcop auf "altem Desktop" bitte ganz schnell vergessen - oder spielen Energiepreise dort keine Rolle? Ohne Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung sollte die passende FB jedoch völlig ausreichend sein, um den evtl. erforderlichen Server in die DMZ zu stecken.

Apropos Strom... je nach Qualität kann eine USV zwingend erforderlich sein für FB+"Server mit Drumherum" - die Notebooks haben die ja bereits ab Haus.

Notebooks... da vermutl. kein Admin dauerhaft vor Ort ist, bitte 'mal zu "Kioskmodus" einlesen... erspart >99% der Fernwartungssessions.
 
Ich hab leider nur die Hälfte deines Posts verstanden. Kannst mal alle Fachbegriffe und Sprüche ersetzen? (USV, FB, Kioskmodus etc.)
 
Danke, jetzt erklär mir bitte noch Win Server mit RAID, Brandabschnitt und IPcop.:)

Winserver mit RAID - Windows Server mit mehreren redundanten Festplatten (HDDs gleichen Inhalts) um den physikalischen Ausfall einer Festplatte abzufedern. Dies ist KEINE Datensicherung.

Brandabschnitt - bautechnische Unterteilung eines Gebäudes im Falle eines Feuers dh. brennt es in einem Teil eines Gebäudes kann das Feuer nicht auf einen anderen Brandabschnitt übergreifen. Eine Aufteilung der Daten verhindert somit bei einem Brand den Totalverlust

IPCop - Software-"Router" der besseren Art.
 
Ziel muß es doch sein, mit mögl. geringem Kapital- und Technikeinsatz ein Maximum an Verfügbarkeit zu erreichen, weil vermutl. niemand in der Nähe den Kram wieder zum fliegen bekommt, wenn es 'mal etwas hartnäckiger hakt.

USB-Stick an FB klingt vllt. im erstem Moment albern, aber jeder weiß, wie man Daten von einen Stick kopiert (Datensicherung). Den Stick kann man in die Tasche stecken -> Diebstahlschutz.

Wenn man nun das eigentliche Programm auf den Notebooks installiert und den Stick nur als "Datenlaufwerk" oder gar nur als "Datensicherungslaufwerk" braucht, ist WLAN plötzlich kein Problem mehr.

Ausfall des Programms ist nicht mehr tragisch, weil alle anderen weiterarbeiten können. Ausfall der Fritzbox ist quasi auch egal, wenn die Daten lokal liegen, gibt halt in dem Moment keine Sicherung mehr. Dafür könnte man pro Notebook einen USB-Stick vorhalten. Damit wird evtl. sogar eine USV obsolet (kA. wie tolerant eine FB gegen Stromschwankungen ist).

Auf dieser schmalen Basis würde ich anfangen zu denken und nur über mehr Hardware-/Softwareeinsatz nachdenken, wenn dieser zwingend(!) erforderlich ist. Je umfangreichreicher das wird, desto komplizierter wird das. Und es muß ja vor Ort handhabbar sein, notfalls per Fernwartung... das probiere man 'mal mit einem "amtlichen" Win-Server.

Erzähl' uns etwas zu der Software... braucht die wirkl. zwingend einen Win-Server oder läuft die auch lokal auf einem Notebook?

Btw. ich werfe noch einen Win-Server (falls wirkl. erforderlich) in einer virtuellen Maschine des Teachers in die Runde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Erzähl' uns etwas zu der Software... braucht die wirkl. zwingend einen Win-Server oder läuft die auch lokal auf einem Notebook?

Da ich nun vor Ort bin gibt's endlich mal ein paar klare Anweisungen. Also, die Idee ist dass im Zimmer zentral ein Server steht. Dieser soll mit einem Router verbunden werden damit beliebige Laptops Zugriff auf die Festplatte des Servers haben. Mehr ist nicht nötig, die Software wird dann von einem Team auf den Server installiert und so eingerichtet dass die Laptops die Software vom Server ausgehend benutzen können.

Zusätzlich soll eine Art Monitoring Software auf den Server mit der man sehen kann welche Programme und Internetseiten auf den Laptops aufgerufen wurden. Kennt da jemand was?

Außerdem sollen die Laptops auch den Drucker benutzen können der ebenfalls an den Server angeschlossen werden soll.
 
schau dir mal Tight VNC an!
Aber ich halte das für durchaus bedenklich wenn man da jederzeit mitschauen kann ehrlich gesagt...

Außerdem sollen die Laptops auch den Drucker benutzen können der ebenfalls an den Server angeschlossen werden soll.

Das sollte kein großes Problem darstellen, einfach den Drucker freigeben und den Server als Spooler nutzen und nicht die einzelnen Rechner.
 
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