Wer DDR4-RAM braucht, sollte sich sputen

Mornsgrans

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Heise schrieb heute, dass die Preise für DDR4-RAM steigen, weil die Produktion reduziert wird:

Wer also am überlegen ist, ob er noch RAM braucht, sollte sich besser zeitnah entscheiden.
 
TurboQuant bzw Google rettet uns alle. Mit Sicherheit werden die den Wunderalgorithmus auch opensourcen und wir können das dann alle auf Github forken. ;)
 
Falls es nicht von einer KI herbeihalluziniert ist wird Turbo-Quant dennoch nicht helfen, da dann einfach 6-mal soviel Dünnschiss in die Modelle gepackt wid.
 
Ich würde es weniger farbenfroh formulieren: wenn für die KI-Berechnungen der verfügbare Speicher ein begrenzendes Element ist, dann wird der freiwerdende Speicher einfach für mehr Berechnungen benutzt.... Und das ganze ad infinitum, bis die Bedarfsgrenze erreicht ist.
 
Der
Ich würde es weniger farbenfroh formulieren: ...
Es wurde im Artikel doch schon formuliert:
"Andere Stimmen weisen aber darauf hin, dass der gesenkte Speicherbedarf zu niedrigeren Token-Preisen (also geringen Kosten für die Nutzung von KI) und so zu einem wachsenden Nutzung führen könnte, welche theoretisch den sinkenden Speicherbedarf wieder ausgleichen könnte."
 
Könnte man nicht nach der Speicherkrise HBM Interposer bauen die mit DIMM Steckplätzen kompatibel sind? Oder sogar ganze Hauptplatinen mit aufgelöteten HBM? Weil irgendwann tauschen die Rechenzentren ihre Hardware doch aus und dann sollte es ne Flut an HBM geben!
 
Zuletzt bearbeitet:
DIMM kannst du vergessen als Standard, erst recht für HBM. Der stößt schon mit DDR5-Speicher an seine Grenzen und wir wahrscheinlich schon mit DDR6 obsolet werden.
 
Könnte man nicht nach der Speicherkrise HBM Interposer bauen die mit DIMM Steckplätzen kompatibel sind? Oder sogar ganze Hauptplatinen mit aufgelöteten HBM? Weil irgendwann tauschen die Rechenzentren ihre Hardware doch aus und dann sollte es ne Flut an HBM geben!
Wie ibmthink schon geschrieben hat kommst du mit Dimms nicht weit, HBM braucht entsprechend kurze Traces um synchron zu bleiben und für die Signalintegrität, deswegen ist er ja auch direkt neben den entsprechenden Chips verbaut.

Direkt auf ein Board neben einer Mobil-CPU auflöten wäre eine Option, geht aber deswegen schief weil der HBM idR nicht als separates Package auf einem PCB gelötet sitzt sondern die einzelnen Stacks (eff. einzelne Ram-Chips aufeinandergestapelt, durch extrem kleine Kabel die durch den Chip gehen miteinander verbunden [through-silicon-via] und in eine Schutzschicht gegossen, quasi das was du als spiegelnde Fläche am Ende siehst) werden an die GPU-Hersteller geliefert und von diesen zusammen mit der GPU unter hohem Druck und Temperatur auf einen Interposer aus Silizium gebondet. Du kannst also den GPU-Die zusammen mit dem HBM von der Grafikkartenplatine ablöten aber hast dann ein massives Stück in der Hand und müsstest irgendwie den Interposer genau so aufspalten dass du nicht einen Ram-Chip des HBM oder die rd. 1/200mm dicken TSV-Kabel beschädigst um den Stack dann auf einen neuen Interposer (den du dann erstmal entwickeln musst) aufzubringen.

Ab und zu werden wohl tatsächlich von den Herstellern einzelne Stacks von bereits gehärteten Interposern abgenommen, das ist allerdings nur zur Fehleranalyse (v.a. um Verunreinigungen o.ä. zu finden) und destruktiv, danach kannst du die 20.000€ Nvidia-Karte wegschmeißen.

Das ist übrigens nicht nur bei den GPUs selbst super lustig bzgl. Langlebigkeit:
zumindest vor ein paar Monaten (hab keinen Nerv mehr mich mit dem Thema zu beschäftigen) ging der Trend bei den großen Herstellern der KI-Server hin zu immer mehr gelöteten Komponenten oder eigenentwickelten Sockeln mit Custom Maßen für die Server (kein 19" Rack), custom Stromversorgung, custom Wasserkühlung, eigenentwickelten und natürlich komplett gesperrtem Bios und teils gehen wir ja auch weg von x86 Hardware zu iwelchen Sonderlösungen bei den CPUs, die ebenfalls direkt verlötet werden. Bei x86-CPUs werden zumindest einige Serverhersteller von den mittlerweile sowohl in Xeons als auch Epyc standardmäßig verbauten Hardware-Locks gebrauch machen, wo beim erstmaligen Einschalten im Inneren der CPU eine je nach Hersteller bestimmte Sicherung durchbrennt und die CPU nur noch auf Mainboards dieser Hersteller booten (vergleiche auf Ebay den Preis einer Epyc-CPU, einmal "dell locked", einmal "unlocked"). Bei den noch nicht mit einer ARM-CPU verlöteten GPUs hat man so Spaß wie SXM-Sockel statt Standard-PCIe wodurch die GPUs auch nur noch in speziellen Servern zu gebrauchen sind und softwareseitig ist zumindest seitens Nvidia ohne teure und personalisierte Lizenz (Abomodell, kein one-time-payment, pro GPU) die Grafikkarte auch nur noch ein funktionsloser Klotz weil die Treiber fehlen.

Letztlich werden die ganzen Server der kleinen und mittleren KI-Farmen noch für ein paar GPUs, den Ram und ihre CPUs ausgeschlachtet werden können, die "ganz großen" Rechenzentren werden aber vmtl. bis auf den Ram quasi vollständig verschrottet werden müssen weil sie in dem Moment wo jmd. nicht mehr bereit ist den Strom oder die Lizenzen zu bezahlen komplett wertlos sind. Das gilt übrigens auch abseits der eigentlichen Server für die Rack-Gehäuse, Schränke und sogar für die Gebäude, eben weil die Server auch in ihren Dimensionen komplett anders als der Standard sind und das Gebäude dafür ausgelegt ist durch jeden Schrank bis zu 100 kW zu jagen, dementsprechend liegen da auch riesige Mengen an Starkstromkabeln und Rohren für die Wasserkühlung (das Wasser muss außerhalb des Gebäudes gekühlt werden) die mit Standard-Servern nicht zu gebrauchen sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für den kleinen Exkurs. Das war sehr aufschlussreich. Ist natürlich alles nicht so pralle, weder die Custom Lösungen noch die Geschäftsmodelle, mit der sich jeder einen passiven Geldregen herbeiwünscht. Das kann nur schief gehen. Andererseits die custom Lösung von heute kann der nächste Standard für morgen sein.
 
👋
ich wollte mal ein kurzes Update aus meiner Branche (Circular IT) geben: Seit etwa einer Woche sehe ich bei DDR4-Server-RAM fallende Preise. In den letzten Tagen sind die Preise teilweise sogar um rund 30 % gesunken.
Ich habe versucht, dazu passende Meldungen oder Berichte zu finden, die das bestätigen, bislang aber nur diesen Artikel gefunden:
https://www.techflowpost.com/en-US/article/30896
Bei SODIMM-Speicher ist diese Entwicklung bisher nicht so deutlich zu sehen. 8GB DDR4 2400/2666 liegen weiterhin relativ stabil bei etwa 30 €.
Natürlich findet man auf eBay vereinzelt auch günstigere Angebote, aber das spiegelt aus meiner Sicht nicht die tatsächliche Marktlage wider, vor allem nicht für Unternehmen, die 100, 200 oder 500 Module auf einmal benötigen.
Bei SSDs habe ich in den letzten Wochen die höchsten Ankaufspreise gesehen. Daher sieht es aktuell nicht so aus, als würden die Preise in nächster Zeit fallen.
 
Das könnte von der Ankündigung von Alphabet kommen, dass sie ggfls. eine speichersparenderere Art und Weise gefunden haben, KI zu betreiben.
Das hatte kurzzeitig auch die Kurse von SanDisk, Micron, Seagate, WD und SK Hynix stark beeinträchtigt.

 
Aus der der Nachrichten:
Samsung rechnet im ersten Quartal mit einem Gewinn von rund 32,3 Milliarden Euro – so viel wie noch nie zuvor. Grund ist die hohe Nachfrage nach KI-getriebenen Chips.
Samsung und SK Hynix egalisieren März-Verluste an einem Handelstag.

Also es scheint, wie schon mehrfach hingewiesen wurde, dass Produkte, wie DDR-RAMs fürs den Normalverbraucher Schritt für Schritt ins Hintergrund rücken.
 
Dagegen spricht, daß man mit einen reboot alle Startzeiten der streams verliert welche man bereits angefangen hatte. Ist sehr mühselig die Stelle wo man war wiederzufinden. Deswegen gehe ich immer nur in den suspend-Modus solange es geht.
Seit diesem Beitrag von Dez 2025 wurde diesem Problem mit einem der zwischenzeitlichen Firefox-Updates abgeholfen. Die Streams fangen jetzt automatisch wieder dort an wo ich aufgehört hatte.
 
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