Ja, natürlich, auf einem aktuellen Rechner läuft auch Ubuntu ordentlich schnell, aber die Rede war von einem X40.
Ich habe auf meinem Desktoprechner (Core2Duo, 2 Gig Ram, schnelle Sata-Platte mit 100mb/s usw.) Ubuntu installiert. Das läuft auch echt prima. War die erste Linuxdistribution mit der ich klar gekommen bin. Auch wenn ich nach einigem Rumschauens und Ausprobierens in der Linuxwelt nicht mehr ganz so glücklich mit Ubuntu bin werde ich aus Bequemlichkeit da auch erstmal nicht wechseln. Auch das geniale ubuntuusers.de-Wiki und das riesen Paketrepository sind ein deutlicher Pluspunkt für Ubuntu.
Auf meinem X40 war Ubuntu leider ziemlich lahm, vergleichbar mit dem vorinstallierten Windows XP. Da ich unterwegs keine Reisenauswahl an Software brauche (die es allerdings auch bei arch gibt) reicht mir unterwegs das kleine, flexible arch. Sicher hat man dort erst ein Grundsystem und muss sich erstmal nen X-Server und Gnome (oder etwas anderes, das man mag) installieren. Das mag zwar viele abschrecken, aber selbst mit meinen bescheidenen Linuxkenntnissen nach einem Jahr Ubuntunutzung ging es eigentlich problemlos von der Hand. Der Vorteil bei arch neben der Geschwindigkeit ist, dass die Software in Standardausführung von den Entwicklern kommt und man die offiziellen Anleitungen benutzen kann. Bei Ubuntu hat man oft irgendeine gepatchte Version, die so modifiziert wurde wie das der Paketmaintainer für richtig hält... und dann funktioniert das halt alles irgendwie anders.
Wenn man vorher keine Erfahrung mit Linux gesammelt hat, wird einem das nicht weiter auffallen / stören und (nicht nur) für Linuxanfänger ist Ubuntu sehr gut geeignet.
Und der Geschwindigkeitsvorteil ist wirklich immens. Mein X40 bootet mit Arch (34 sek) fast so schnell wie oben genannter Desktoprechner mit Ubuntu (32 sek). Und auch das Gnome läuft unter arch spürbar schneller durch die auf i686-Architektur optimierten Pakete.
Ich möchte damit jetzt nichts schlechtreden oder jemanden irgendetwas aufdrängen. Von mir aus soll jeder das nutzen, was ihn glücklich macht (oder auch nicht). Der Threadstarter hat die Frage allerdings ziemlich allgemein formuliert und ich habe einige Erfahrung mit meinem X40 gesammelt und möchte die mit euch teilen und vllt. kann ich ja jemanden dazu bewegen mal über den Tellerand zu blicken! Wenn man bereit ist sich mit der Materie auseinanderzusetzen, z.B. mal ein Wochenende dafür Zeit hat, lernt dabei eine Menge. Und dann findet man sicher bald heraus, dass es auch andere Wege gibt ein Betriebssystem einfach Bedienen zu können.