Ich fühle mich u.a. durch wikipedia bestätigt:
"Zur Zeit gilt die Faustregel, dass ein Li-Ionen-Akku nach ca. drei Jahren mehr als 50% seiner Kapazität eingebüßt hat."
dass deine Akkus von anfangs fast 5Std noch 4Std. bringen erstaunt mich sehr, da man davon ausgeht, dass LiIon-Akkus selbst ohne jegliche Nutzung pro Jahr ca. 15-20% Kapazität verlieren.
Das ist mir bekannt und für viele Benutzer kommt das ja auch hin. Aber sie schreiben ja auch "Faustregel" also kann es durchaus Ausnahmen geben.
Bei mir ist es jedenfalls anders und ich habe mir schon so meine Gedanken gemacht warum.
Meine Akkupacks sind mit 14,8V und 4300mAh angegeben. Also 8 Zellen, vier mal in Reihe und zwei parallel.
Die einzelne Zelle sollte also 3,7V und 2150mAh haben. Da haben wir schon den ersten Punkt warum ich glaube das die Packs sich als so haltbar erwiesen haben. Die Zellen werden "nur" bis 3,7Volt geladen, es gibt auch Packs, in denen die Zellen bis 3,8Volt geladen werden, das bringt ~10% mehr Kapazität, nutzt die Zellen aber schneller ab, da sie "steileren" Zyklen ausgesetzt ist.
Ich habe mal von Sanyo die Datenblätter für 18650 Zellen gewälzt (weil ich mir selbst einen Akku bauen wollte). Die boten damals Zellen mit 2000, 2200, 2400 und 2600 mAh an. In der Beschreibung stand drin das die Zellen mit der niedrigsten Kapazität mit Abstand die meisten Zyklen vertragen. Die 2600er bringen zwar viel Strom, bauen aber schon nach relativ wenig Zyklen ab.
Meine 2150er sollten also zu der Gattung der haltbareren Zellen gehören.
Dann habe ich auf der immer wieder gern verlinkten Seite
http://www.batteryuniversity.com/ glesen, das man Li-Ion Zellen möglichst nicht mit mehr als 0,2C entladen soll, da man sie dann außerhalb ihrer Spezifikationen betreibt - was wiederum zu einem schnelleren Alterungsprozeß führt. Mit meinen 4-5h Laufzeit bin ich da ja auch fast noch im Rahmen.
Wenn diese Angaben stimmen, würde das aber heißen, das die ganzen Akkupacks die von Haus aus nur ~3h halten mehr oder weniger eine Fehlkonstruktion sind, da sie deutlich schneller verschleißen sollten als entsprechend größere Packs.
Des weiteren steht auf der Seite, das hohe Temperaturen den Akkus schaden, dem habe ich begegnet indem ich bei langem Schreibtisch Betrieb die Akkus aus dem Laptop genommen habe.
Um den Punkt, das man Akkus nicht voll geladen lagern soll, habe ich mich nie gekümmert, da ich auf voll geladene Akkus angewiesen bin.
Dann schreiben die, das es besser wäre die Akkus langsam aufzuladen. Da hat man als Benutzer wenig Einfluß drauf und muss auf die Ladeelektronik seines Laptops angewiesen. Meiner lädt einen wirklich total entladenen Akku in 2h15min (ausgeschaltet) und 3h 30min (Volllast).
Das scheint in Hinblick auf ein langes Akku-Leben nicht optimal zu sein - aber ein Laptop das eine ganze Nacht braucht um einen Akku zu laden ist auch nicht praktisch.
Bei Dell habe ich z.B. schon Webung gesehen, das deren Laptops in einer Stunde zu 90% aufgeladen sind. Das dürfte auf Dauer auch nicht so toll für die Akkus sein.
Naja, meine Akkus sind wie gesagt nach 3,5 Jahren und vielen Zyklen noch bei Schätzungsweise gut 80% ihrer ursprünglichen Kapazität. Werde die Sache weiter beobachten, bin gespannt wie lange ich noch Freude an den Dingern habe.
Gruß
oooops