- Registriert
- 7 Jan. 2013
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Ich studiere und schreibe gerade meine Masterarbeit in Jena. Lange habe ich schon hier und da mal darüber nachgedacht, wie es sein wird... jetzt ist es soweit.
Am Freitag hat mich der Anruf meiner Mutter erreicht, dass es unserem lieben Hund wohl in den letzten Tagen immer schlechter ging, und sie sich entschlossen haben nach wochenlangen Gedankenspielen ihn am Montag zu erlösen.
Da ich hier relativ auf mich alleine gestellt bin, lass ich hier mal etwas heiße Luft ab, vielleicht liest es ja jemand.
Körperlich hatte er schon länger Beschwerden. Leider ertaubt durch eine Medikamentennebenwirkung vor ca. 2 Jahren, jetzt kam im letzten Jahr noch schwindenes Augenlicht dazu, er sieht noch etwas, also auch meine Eltern in seiner letzten Stunde.
Essen hatte er schon längere Zeit nicht so gut vertragen, magenschonende Hundenahrung war angesagt. Nun übergibt er sich immer öfter nach dem Essen und am Freitag hat er wohl mehrere Stunden gewinselt und gejault vor Schmerzen. Das Aufstehen fällt ihm seit ca. 2 Wochen deutlich schwerer, er hat wohl schon begonnen sich von uns zu verabschieden.
Ich bin froh alles aus der Distanz ertragen zu müssen, auf der andereren Seite verachte ich mich selbst etwas dafür, dass ich nicht den Mut aufbringe in den Zug zu springen und ihm am Sonntag selbst nochmal Lebewohl zu sagen. Ich hab für ihn eine Kerze angezündet und bilde mir ein, dass ich ihm so näher bin und ihn in seinen letzten Stunden begleite. Das mit Schwerste für mich ist, dass es erst am Montag vorüber sein wird!
Seit meinem 9ten Lebensjahr kenne ich ihn nun, er hat mich viel gelehrt über Verantwortung und Einstellung zu Tieren bzw. Lebewesen im Allgemeinen. Auch wenn ich früher manchmal nur einen kurzen Bogen um die Ecke gemacht habe, um wieder an den Rechner zum Zocken zu kommen,
ich liebe ihn so sehr wie man wohl auch nur andere Menschen lieben kann. Der Verstand sagt: Es ist nur ein Hund. Das Herz sagt: Es ist ein Familienmitglied, dass von uns geht. Anfang Juni wurde er 17 Jahre alt und geboren wurde er an einem Freitag den 13., seitdem ein Glückstag für mich!
Respekt für meine Eltern, die ihn über das Wochenende noch begleiten, in dem Bewusstsein, dass am Montag Mittag die Tierärztin zu uns nach Hause kommt und den Übergang einleitet.
Wir werden ihn einäschern und dann in seinem geliebten Wald verstreuen, wenn ich, mein Bruder und meine Eltern uns mal wieder zuhause gemeinsam über den Weg laufen.
Danke fürs Lesen!
Euch allen trotzdem noch ein schönes Restwochenende
euer Hubie!
Am Freitag hat mich der Anruf meiner Mutter erreicht, dass es unserem lieben Hund wohl in den letzten Tagen immer schlechter ging, und sie sich entschlossen haben nach wochenlangen Gedankenspielen ihn am Montag zu erlösen.
Da ich hier relativ auf mich alleine gestellt bin, lass ich hier mal etwas heiße Luft ab, vielleicht liest es ja jemand.
Körperlich hatte er schon länger Beschwerden. Leider ertaubt durch eine Medikamentennebenwirkung vor ca. 2 Jahren, jetzt kam im letzten Jahr noch schwindenes Augenlicht dazu, er sieht noch etwas, also auch meine Eltern in seiner letzten Stunde.
Essen hatte er schon längere Zeit nicht so gut vertragen, magenschonende Hundenahrung war angesagt. Nun übergibt er sich immer öfter nach dem Essen und am Freitag hat er wohl mehrere Stunden gewinselt und gejault vor Schmerzen. Das Aufstehen fällt ihm seit ca. 2 Wochen deutlich schwerer, er hat wohl schon begonnen sich von uns zu verabschieden.
Ich bin froh alles aus der Distanz ertragen zu müssen, auf der andereren Seite verachte ich mich selbst etwas dafür, dass ich nicht den Mut aufbringe in den Zug zu springen und ihm am Sonntag selbst nochmal Lebewohl zu sagen. Ich hab für ihn eine Kerze angezündet und bilde mir ein, dass ich ihm so näher bin und ihn in seinen letzten Stunden begleite. Das mit Schwerste für mich ist, dass es erst am Montag vorüber sein wird!
Seit meinem 9ten Lebensjahr kenne ich ihn nun, er hat mich viel gelehrt über Verantwortung und Einstellung zu Tieren bzw. Lebewesen im Allgemeinen. Auch wenn ich früher manchmal nur einen kurzen Bogen um die Ecke gemacht habe, um wieder an den Rechner zum Zocken zu kommen,
ich liebe ihn so sehr wie man wohl auch nur andere Menschen lieben kann. Der Verstand sagt: Es ist nur ein Hund. Das Herz sagt: Es ist ein Familienmitglied, dass von uns geht. Anfang Juni wurde er 17 Jahre alt und geboren wurde er an einem Freitag den 13., seitdem ein Glückstag für mich!
Respekt für meine Eltern, die ihn über das Wochenende noch begleiten, in dem Bewusstsein, dass am Montag Mittag die Tierärztin zu uns nach Hause kommt und den Übergang einleitet.
Wir werden ihn einäschern und dann in seinem geliebten Wald verstreuen, wenn ich, mein Bruder und meine Eltern uns mal wieder zuhause gemeinsam über den Weg laufen.
Danke fürs Lesen!
Euch allen trotzdem noch ein schönes Restwochenende
euer Hubie!
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