Warum mancher immer noch ältere Thinkpads bevorzugt

rumbero

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Es gibt viele Thinkpad-Nutzer, die nach wie vor im täglichen Alltag auf ältere Geräte setzen, anstatt sich neuere Modelle zu kaufen. Dass das nicht unbedingt nur der Tatsache geschuldet ist, dass neue Modelle so sehr viel mehr kosten, sondern durchaus einfach nicht das bieten, was man gerne (weiterhin noch) hätte, aber immer noch nachrüsten kann, ist der Gegenstand meiner folgenden Überlegungen.

Sicherlich bin ich nicht der Einzige, der den technischen Nutzwert eines Thinkpads nicht nach den GHz der CPU/GPU oder des Vorhandenseins der aktuellsten technischen Komponenten bewertet, sondern anhand der tatsächlich vorhandenen Nutzungsabsicht die Bewertung der Leistungsfähigkeit des Gerätes eher von hinten aufzieht, und zwar ungefähr in dieser absteigenden Reihenfolge:

- Feinheit der Display-Auflösung (SXGA+/UXGA)
- Anzahl der vertikal vorhandenen Pixel
- Display-Format (4:3 statt 16:10 bzw. 16:9)
- verbliebene Display-Helligkeit
- GPU-Ausstattung (kühle GPU=weniger Lüfterlärm/mehr Akkulaufzeit)
- Lüfterlaufruhe
- Tastaturqualität (Anschlagsgefühl/-lautstärke)
- CPU-Features (Virtualisierung/64bit)
- Cardbus-Slot (immer noch ungemein nützlich)
- Akku-Restkapazität
- Aufrüstbarkeit

Erst wenn die vorgenannten Kriterien den eigenen Wünschen entsprechen, kämen erst andere Aspekte an die Reihe, weil man diese durchaus nachträglich aufrüsten kann, wenn die oben genannte Basis stimmt:

- Festplattenkapazität
- RAM-Ausstattung
- CPU-Geschwindigkeit (GHz)
- optisches Laufwerk (ja/nein, DVD-RW)

Aus einem "alten Schinken" wie einem T60 lässt sich bei entsprechend sinnvoller Basisausstattung durch Aufrüstung mit aktuelleren leistungsfähigeren Komponenten ein Gerät zusammenstellen, wie es Lenovo damals nie zu produzieren fähig gewesen wäre, weil die dafür notwendigen Komponenten (z.B. grossvolumige SATA-HDD's, SSD's, leiserer Lüfter aus dem T500) während des ehemaligen Produktionszeitraums schlicht garnicht oder einfach noch nicht zu einem bezahlbaren Preis verfügbar waren.

Stichwort Frankenpad: Im Falle eines T60 mit einem 15,1" Flexview-Display hat man sogar noch die Möglichkeit, an der Basisausstattung Verbesserungen vornehmen zu können, indem man Mainboard und CPU durch diejenigen der T61-Generation austauscht, und somit nicht nur eine flottere CPU und eine leistungsfähigere Intel-GPU, sondern vor allem auch bis zu 8GB RAM nutzen kann, ohne dafür die Wohltat eines relativ blickwinkelunabhängigen Flexview-Displays mit deutlich besserer Farbdarstellung aufgeben zu müssen.

Heutzutage kann man also aus einem "alten Schinken" unter Beibehaltung bewährter, aber heutzutage nicht mehr verbauter Komponenten (Cardbus-Slot!) einen Thinkpad-Schatz zusammenstellen, wie er vom Hersteller niemals verfügbar war, und ganz besonders bezüglich hochwertiger Displays auch heutzutage einfach nicht ist. Was nutzt mir eine LED-Hintergrundbeleuchtung, wenn es nicht mit der Darstellungsqualität eines Flexview-Displays kombiniert wurde? Warum sollte ich auf vertikale Pixel verzichten, die der Hersteller wenigstens mittels des 16:10 Display-Formats hätte beibehalten können? Was habe ich von zunehmend mehr roher Rechenkraft, wenn diese aufgrund eines nicht sonderlich fordernden Nutzungskontexts ohne grösseren Mobileinsatz bestenfalls nur schnelleres Warten bedeutet, also keinen wirklichen Mehrnutzen mehr bedeutet?

Ich persönlich habe mich bis auf Weiteres dafür entschieden, mein Geld lieber in die Optimierung und somit Komponentenverjüngung meiner dadurch darnicht mehr so alten Thinkpads zu stecken, anstatt es in neuere Modelle zu investieren. Mancher mag denken, dass das nicht wirtschaftlich wäre, aber ich bin der Meinung, dass ich dadurch mehr bekomme, als mir selbst Lenovo heutzutage zu einem höheren Preis zu liefern fähig wäre. Unterm Strich betrachtet würde ich behaupten, dass sich das Preis-/Leistungsverhältnis gegenüber neuerer Thinkpads auf diese Art und Weise sogar eher verbessert. Abgesehen davon bekommt man für den Preis eines neuen Thinkpads mittlerweile mehrere dieser "alten Schinken", so dass man sich auch bei nicht mehr vorhandener Herstellergarantie durchaus gegen den Ausfall des eigenen Arbeitsgerätes durch den vorhandenen Ersatz absichern kann.
 
Ich brauche zwar ein für meinen Bedarf ideal geeignetes Arbeitsgerät, aber definitiv kein Videoabspielgerät, mit dem ich bestenfalls zwei Mal im Jahr irgendeinen Film anschaue.
Offengestanden musste ich erst überlegen, was Du mit "Hardwaredecoding" überhaupt meintest, bevor mir beim Weiterlesen erst klar wurde, dass Du damit irgendwelches Videomaterial meintest.
Das hat nichts mit Videoabspiel- oder Arbeitsgerät zu tun. 1080p im Browser ist einfach Bestandteil des Internets und in ein Gerät mit dem ich das Internet nur auf eingeschränkte Weise nutzen kann, würde ich kein Geld mehr investieren. Der Kauf eines Geräts was das nicht beherrscht kann nur den genannten Gründen geschuldet sein. Ein guter Vergleich wäre ein Smartphone ohne W-Lan oder ein Auto ohne Kraftstoffanzeige. Früher war das absolut kein Problem, heute gehört sowas einfach zur Grundausstattung.
 
Das hat nichts mit Videoabspiel- oder Arbeitsgerät zu tun. 1080p im Browser ist einfach Bestandteil des Internets und in ein Gerät mit dem ich das Internet nur auf eingeschränkte Weise nutzen kann, würde ich kein Geld mehr investieren.
Also ich fühle mich nicht eingeschränkt, nur weil mein R61 Full-HD-Flashfilmchen nicht abspielen kann.
Wenn ich *mal* ein Youtube-Filmchen sehe, reicht mir SD dabei vollkommen aus.
Meine Zeit im Internet verbringe ich nicht damit, Videos zu schauen.
 
Meine Zeit im Internet verbringe ich nicht damit, Videos zu schauen.
Die Ausrede hört man immer von Leuten deren Geräte das nicht beherrschen. ;) Aber wenn ich zu Anschauungszwecken bei Youtube oder (viel wichtiger) irgendein mit SLR gefilmtes Video mit künstlerischem Anspruch bei Vimeo anschaue, dann möchte ich die Qualität der Aufnahme genießen und keine 480 Pixel zählen. Das gleiche gilt für die Tonqualität die damit ansteigt.
 
Mein Kompliment an den Threadersteller, wirklich ein schöner Einstieg in eine angenehm sachliche Diskussion (sowas artet ja gerne mal in Grabenkämpfe aus). Natürlich kommt aber von mir auch ein unvermeidliches Aber:
Mal sollte auch nicht den Umstand außer acht lassen, dass die Leistungfähigkeit sowie der Preisrahmen von Notebooks in den letzten Jahren in Regionen angekommen sind, die den Begriff Desktopersatz der breiten Masse zugänglich gemacht haben.
Aus dieser wachsenden Gruppe kommt nunmal auch ein gewisser Teil, der das Mehr an Leistung tatsächlich braucht. Wenn ich alleine schon daran Denke, was es für ein Leistungssprung vom x200s zum x201s für meine Anwendungszwecke war, bin ich froh, dass ich zu Zeiten der "6xiger" - TP - Generation noch nicht die Anforderungen hatte.
Ich persönlich empfinde es auch angenehmer mit Bildschirmen im 16:9 - Format zu arbeiten, einfach weil ich die Breite eher brauche (und mit meinen Augen erfassen kann) als ein zusätzliches an Höhe - auch wenn mir rechnerisch Pixel beim Wechsel von 4:3 auf 16:10 zu zehntausenden "geklaut" wurden.
 
@Mango Bango: Ich bin auch nicht eingeschränkt im Internet, trotz T6x... ich schau vielleicht einmal im Monat ein Youtube-Video und meist haben die eh eine miese Qualität, sodass auch 1080p nicht viel daran ändern würde.
Bei meinem Anwendungsszenario kann ich keine Leistungsunterschiede im direkten Vergleich meines T6x mit dem T500 meines Bruders (steht gerade hier neben mir) feststellen, auch im Internet... wie gesagt, mein Fokus liegt nicht auf irgendwelchem HD-Firlefanz, dafür habe ich einen HD-TV mit entsprechender Peripherie.

Ansonsten stimme ich dem TE vollkommen zu, je nach Anwendungsszenario sind die "alten Mühlen" vollkommen ausreichend, wie man die pauschal als veraltet abstempeln kann ist mir ein Rätsel. Unser eigenes Metal-Festival (ca. 2.000 Besucher) beispielsweise wird komplett mit einem X30 organisiert, mehr ist für den Veranstalter nicht nötig.
Genauso wie mir nunmal mein T60 reicht. Mehr wie mal ne DVD oder ein .avi schauen und täglich Musikhören brauch ich nicht an Multimedia, ansonsten surfe ich, mache meinen Officekram und freu mich dass mein T60 so schön aussieht und wohl noch eine ganze Zeit lang reichen wird.
 
wie man die pauschal als veraltet abstempeln kann ist mir ein Rätsel.

*hmpf*
Falls damit immer noch das Statement von T42 aus dem Thread gemeint ist, den Deeptrancer geschlossen hat:
T42 meinte mit "altes Schätzchen" nicht das zu verkaufende T60 sondern den Thread der schon urlat war.

Leute - ich weiß lesen und verstehen sind zwei unterschiedliche paar Schuhe, aber versucht es doch wenigstens mal...
(Damit bist jetzt nicht unbedingt du, soechelz gemeint, auch der TE der den Kommentar offensichtlich nicht umsetzen konnte)
 
Hallo,

alte Geräte haben schon ihre Flaws.

- Displays im Schnitt wesentlich dunkler, dunkle oder helle Spots und Wolken
- fehlender CPU- bzw. GPU-Support für mittlerweile Standard-Features, etwa AES, HD-Decoding und co
- die Optik eines intensiv genutzten Jahre alten Geräts ist meistens: speckige Tasten, speckiges Touchpad, vernudelter Deckel
- nicht mal für einfachste moderne Strategiespiele auf der nächsten LAN mehr schnell genug

Man möge mich nicht falsch verstehen, zum Arbeiten mit Dokumenten, im Netz u.dgl. sind die Teile so gut brauchbar wie nur nötig. Aber darüber hinaus...
 
Ich selbst habe die ganze Zeit ein T60 14" XGA gehabt und fand es bis auf den Bildschirm (typisch Thinkpad...) wirklich gut.

Davor hatte ich mal ein T42 15" SXGA+ Flexview und fand das Gerät riiieeesig, auch wenn das Bild ein Traum war.

Die Akkulaufzeit der T60 ist generell eher kurz und dann noch mit Flexview, da ist ein 9 Cell Pflicht, um überhaupt in die Nähe von 4-5 Stunden zu kommen.

Wenn ein T60 mit Flexview, dann praktisch nur als halbwegs portablen Desktop-Ersatz, und selbst dann wird man sich noch schnell ein Zweitgerät aus der X-Reihe holen für unterwegs.

Wenn ich ein T60 aber nur stationär nutze, ist ein kleiner, leistungsfähiger Desktop mit gutem Monitor die bessere Wahl, so sehr ich auch gegen Desktop-Rechner bin (habe selbst nie einen haben wollen).

Dann hieße es für mich: X2** mit gutem Display und schicken Desktop-PC.

Ein T60 aus nostalgischen Gründen bis zum geht-nicht-mehr tunen, ich weiß nicht. Zumal die Flexview-Displays schnell altern und dann wars das.

Vom fehlenden GPU-Support für alltägliche Sachen wie bereits 2 mal angesprochen wollen wir erst gar nicht reden...
 
Mein Kommentar mit dem pauschal als veraltet abstempeln bezieht sich auf folgenden Kommentar:

Mango Bango schrieb:
@ rumbero
Die T6x schwächeln in einer Hinsicht ganz gewaltig und sind daher theoretisch nicht mehr kaufenswert: Hardwaredecoding. Ich finde die Geräte kauft man auch nur noch aus Nostalgie oder wegen fehlendem Budget. Die Möglichkeit HD-Files abzuspielen ist heutzutage einfach pflicht, weil jedes Netbook es kann.

Genau diese Aussage halte ich für zweifelhaft. Sicher wird der Preis für viele eine Rolle spielen (bei mir war es zum Zeitpunkt des Kaufs aber eher nicht so), aber für mich waren es Sachen wie das Display, der Formfaktor, die Aufrüstbarkeit usw.
Ich finde die Diskussion über das Thema interessant, würde mich aber nicht unnötig da rein steigern, da jeder andere Arbeiten zu verrichten hat bzw. Anforderungen an sein Gerät hat, daher mag Mango Bango oder auch anderen ein T60 zu langsam sein, mir jedenfalls reicht es völlig.

@Ingo: Ich hoffe ich habe das jetzt ausreichend klar formuliert... den von dir angesprochenen Thread kenne ich glaub ich nicht mal (oder erinnere mich nicht), ich beziehe mich (sofern nicht anders erwähnt) nur auf diesen Thread und auf Personen die in diesem Thread gepostet haben.
 
@Ingo: Ich hoffe ich habe das jetzt ausreichend klar formuliert... den von dir angesprochenen Thread kenne ich glaub ich nicht mal (oder erinnere mich nicht), ich beziehe mich (sofern nicht anders erwähnt) nur auf diesen Thread und auf Personen die in diesem Thread gepostet haben.

Aha ok. Ich dachte es geht immer noch auf den anderen Thread zurück auf den sich der TE auch mit diesem Thread bezieht.
Dann ist ja alles super und wir können Gruppenkuscheln :D
 
Die reine CPU-Geschwindigkeit beim T60 reicht ja für alles aus, aber die heute gerne genutzte GPU-Unterstützung fehlt einfach.

Das T60 ist vom technischen Konzept her einfach veraltet für die aktuellen Möglichkeiten der Internetnutzung, für alles andere ein top Gerät.

Aber eher für was Business, weniger für Privatnutzung.

Ich möchte so einen Klotz nicht mehr privat haben, wo heute ein X220 mit i7 und IPS das gleiche und noch mehr bietet. Docking und einen guten (!) externen Monitor, Maus, Tastatur dran, hat man zwei Geräte in einem.

Finde ich sinnvoller als ein T60 nur wegen des einzigartigen Displays weiter zu nutzen, welches doch letztlich als einziger Grund für das T60 spricht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich war 4:3->16:10 aber auch eine große Verschlechterung, 16:10->16:9 war nur im Oberen und unteren Bereich schlimm, im mittleren Bereich war es sogar eine Verbeserung:
12,1" 4:3 1400x1050-> 12,1" 16:10 1440x900
14,1" 4:3 1400x1050-> 14,1" 16:10 1440x900
15,1" 4:3 (Txx und Txxp) 1600x1200-> 15,4" 16:10 1680x1050 in der T-Serie bzw. 1920x1200 in der (teureren) W-Serie

12,1" 16:10 1440x900->12,5" 16:9 1366x768
14,1" 16:10 1440x900->14" 16:9 1600x900
T-Serie: 15,4" 16:10 1680x1050->15,6" 16:9 1920x1080
W-Serie:15,4" 16:10 1920x1200->15,6" 16:9 1920x1080

bei der T-Serie gabs auch FHD Screens -daher wäre es da auch 1920x1200 (zumindest beim T61 und T510)

und von der ganzen Aufrüsterei bin ich eigentlich weg - so ein T40 ist heute einfach nicht mehr zeitgemäß. Mein T61p darf bald in Rente zugunsten eines W520 - aber mein X60 Tablet wird mich wohl noch ein Stückchen begleiten. Kommt halt immer auf das Aufgabenspektrum an...

Man kann das Ganze sogar in 16:9 immer als Vorteil hinstellen, wenn man die Höhe als Grundlage nimmt :rolleyes:

z.B. X-Serie 1024 x 768
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmm, ich finde es interessant, wie dieser durchaus ernst gemeinte Thread wieder in Kleinkriege ausartet. Die Anforderungen der user der Thinkies sind halt so unterschiedlich wie die verschiedenen Thinkie-Serien. Das ist unumstößlicher Fakt und das sollte jeder TP-user auch so akzeptieren. Moronoxyd hat es ja schön auf den Punkt gebracht:

Das ist keine Ausrede, das ist Fakt.
Es mag für dich unvorstellbar sein, aber nicht jeder Mensch nutzt seinen Rechner auf dieselbe Art wie du.


Andere sprechen von den aktuellen Möglichkeiten der Internetnutzung, die ein älteres TP nicht mehr zu unterstützen vermag. Diese Meinung kann ich nicht teilen; sowohl mein T60 als auch mein T22 (mit nur 256 MB RAM und gänzlich ohne GPU-Beschleunigung *huch!*) können alle meine Lieblingsseiten ohne Probleme darstellen - ok, das T22 ist zuweilen etwas behäbig in der Seitendarstellung, das stimmt wohl ;). Aber es stellt die Seiten dar und das ist das Wesentliche.

Es kommt halt drauf an, was man machen möchte. Ich nutze Word, Excel und Co und vor allen Dingen Browser und e-mail-Client intensiv. Daneben dudelt das Internetradio (Radio-Sure). Da reicht sogar das T22 locker für. Eine Hochleistungs-CPU mit mehr als 2 Kernen langweilt sich bei diesem Anforderungsprofil zu Tode - man vergleiche mal mit der aktuellen c't. Ich finde es halt sehr bedauerlich, daß die Industrie meint zu wissen, was der user so braucht - Vielkerner, Schminkspiegel, die ein Affront für meine Augen sind, seltsame Schnittstellen, die meine Peripherie nicht hat. Es zielt alles sehr auf Entertainment hin und weniger auf die professionelle Nutzung im klassischen Office Bereich. Aber für das Entertainment habe ich eine TV, die Anlage und auf der Terasse das I-Net-Radio. Oder halt das Kino, das Konzert etc. Aber deswegen mache ich doch nicht diejenigen user an, denen es wichtig ist, knackscarfe, ruckelfreie Filme auf ihrem Tp ansehen zu wollen.

Im Rheinland heißt es so schön:
Jeder Jeck ist anders
aber auch
Leben - und leben lassen.

Man denke mal drüber nach
 
So, dann will ich mal als ganz hartgesottener Oldie-User meinen Senf dazu geben. Aus meiner Erfahrung (derzeit acht größtenteils aufgerüstete Modelle zuhause und deshalb eine Menge Ärger mit dem Haushaltsvorstand) kann ich eigentlich fast allen hier genannten Argumenten zustimmen. Einzig allein jenes Argument, der Oldie-Fan hänge mangels finanzieller Möglichkeiten an den alten Schätzchen, stimmt definitiv nicht in jedem Fall. Was die Leistung anbetrifft, so reicht selbst ein X23 - die richtige Software vorausgesetzt - noch für die Alltagsaufgaben aus. Ich selbst arbeite am liebsten mit FlexView UXGA im A30p. Das Display arbeitet bei mir im Büro auch bei Sonneneinstrahlung auf zweitschwächster Stufe im Netzbetrieb. Den hier vielgescholtenen T60 mit Merom-CPU und der X1300 nutze ich kaum, weil mir die Tastatur schon zu schwammig ist. Dessen GPU-Leistung fällt beispielsweise gegenüber der des R500 mit HD3470 nur dann spürbar ab, wen OpenGL-Applikationen laufen, also zum Beispiel das Gerät als Media Center missbraucht wird. Das mache ich einmal alle paar Jahre, fällt also nicht ins Gewicht. Im Büro halte ich es wie moronoxyd - wer arbeitet, hat keine Zeit, Videos anzuschauen. Es sei denn, man braucht das zur Recherche, was seltenst der Fall ist. Mit Videos im VGA- und SVGA-Format, wie bei alten Dick&Doof-Filmen, wie ich sie schon mal beim Kindergeburtstag zeige, kommt selbst der X23 problemlos klar.

CardBus ist für mich ein Muss, nicht nur wegen WLAN und der SierraWireless-HSPA-Karte, sondern auch wegen SCSI-Komponenten, die ich mit einem UltraSCSI-Adapter an den Geräten betreibe.

Bei neueren Modellen fällt neben den schlechten Displays (fehlendes FlexView, 16:10 oder gar 16:9) auch noch die oft pfeifende CPU negativ ins Gewicht, die selbst in ausgetauschtem Zustand schwammige Tastatur, die grottenschlechte Audio-Konnektivität, und neuerdings bei den neuen Modellen die grauslige Unterstützung optischer Laufwerke. Lenovo hat bekanntlich die BD-Brenner aus dem Programm genommen, so dass ich selbst beim R500 ein Drittprodukt kaufen muss. Für den T60 gibt es gar keinen BD-Brenner - aber im A30 habe ich einen und selbst im X23 könnte ich den nutzen. Das war eben vernünftige Modellpflege.

Ein weiteres Argument, das noch nicht genannt wurde, ist der ökologische Aspekt. Überspringt man eine oder zwei Generationen und hört nicht auf das abstruse Marketing-Gekreische von Intel und Konsorten, so erspart man der Umwelt schon einiges an Belastung, ohne dass Funktionseinbußen entstehen.

Gruß
enrico65
 
@einposter: als ehemaliger Nachbar mag ich dir nicht widersprechen wollen...

Ich käme auch heute noch mit X30 und T23 durch´s Leben, gerade das T23 habe ich erst letztes Jahr abgegeben.

Aber dennoch: auch wenn ein T60 mit Vollausstattung ein sehr attraktives Gerät ist, ist schon bei einfachsten HD-Videobeiträgen Ende. Die neueren Geräte machen das mit links.

SPIEGEL online, meine Lieblingsseite, stellt bei den Videobeiträgen in HQ Vollbild sehr hohe Anforderungen an die Hardware, da ruckelt es immer wieder mal. Und diese Möglichkeiten nicht adäquat nutzen zu können wäre für mich ein Rückschritt, den ich nicht gehen möchte.

Und letztlich für mich persönlich auch der Grund, von den alten Geräten Abstand zu nehmen. So schön diese Geräte auch sind, speziell (für mich) das X30. :love:

-edit-

Neue Autos z.B. schalten Licht und Scheibenwischer von selbst ein, Klimaautomatik sorgt für angenehme Temperaturen... sicher komme ich auch ohne Annehmlichkeiten aus, aber warum sollte ich das tun?

Videobeiträge und andere Multimediasachen gehen dem T60 lange nicht so locker von der Hand wie modernen Geräten mit GPU-Unterstützung, warum sollte ich drauf verzichten?

Ansonsten wie gesagt: ein T60 ist für Business toll, aber im Business habe ich einen Desktop-Rechner stehen, mit dem ich mind. 8 Std. täglich arbeite...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich möchte so einen Klotz nicht mehr privat haben, wo heute ein X220 mit i7 und IPS das gleiche und noch mehr bietet. Docking und einen guten (!) externen Monitor, Maus, Tastatur dran, hat man zwei Geräte in einem.

Und ich möchte keinen X200/X220-Klotz haben. Die Dinger sind mir einfach zu groß und haben mir einen zu großen Rand um den Bildschirm.

Neulich hatte ich ein X200s neben meinem 570 auf dem Schreibtisch. Von der Breite nehmen die sich nix... Nee, da bleibe ich bei der X6-Serie, bis mir die Rechenpower irgendwann nicht mehr ausreicht, ein digitaler Ausgang unausweichlich wird oder bis es endgültig keine AFFS-SXGA+-Panels mehr gibt. Wenn Lenovo doch nur ein kleineres Modell mit ausreichend Power anbieten würde... :rolleyes:
 
Die T400-500er Reihe kratzt mittlerweile auch an mind. 3 Jahren Dienstalter. Daher zählen diese aus meiner Sicht mittlerweile auch zu den Oldies. ;).

Ich würde nichts mehr unter dieser Reihe kaufen.

LED - lange Akkulaufzeit - leister Lüfter - HD Decoding - Rollcage

Sind für mich ein muss, als reines Arbeitsgerät würde mir auch ein älteres Gerät reichen, aber dass wäre für mich nur ein fauler Kompromiss.

Ihr vergesst, dass viele das Thinkpad nicht nur als Arbeitsgerät zum Excel-Schubsen und Emails verfassen benutzen, sondern als komplettes Desktop-Replacement!

Nach der Arbeit ein paar Full HD Videos (z.B. Dokus, Filmtrailer) per externen Full HD IPS Monitor anschauen? Kein Problem einfach dasselbe Thinkpad mit dem ich eine Stunde zuvor noch Datenbanken gebaut habe in die Dock und los gehts!

Eine gepflegte Runde Civilization 4 mit meinem 500km entfernten Vater, während ich mein Feierabendbier bei den letzten Sonnenstrahlen des Tages auf dem Balkon genieße? Kein Problem.

Mein Thinkpad muss mehr als nur arbeiten können, aber dafür reicht mir auch ein T400
 
Wie gesagt, so sind die Anforderungen verschieden ;)
Für mich ist mein T60 der einzige Produktivrechner im Haushalt, aber wie gesagt schau ich auch keine Filme in 1080p, aber ich wiederhole mich. Übrigens ist die Akkulaufzeit des T60 gar nicht so schlecht, mit dem 6-Zeller komme ich auf knapp 4 Std.

PS: Übrigens läuft CIV IV auch mit meinem T60 ohne Probleme, wobei ich im Moment doch lieber CIV III spiele.
 
Ich habe mir vor einem Jahr ein R61i 15" + QXGA-Display besorgt, und das Gerät dann mit SSD, 8GB RAM und 2,6GHz-Core2Duo aufgerüstet. Ansonsten habe ich noch ein x60t und ein x61t, beide SXGA.

Die QXGA-Auflösung ist für alles was mit Text zu tun hat, eine Offenbarung. Auf FHD werde ich mit Sicherheit so schnell nicht wechseln, die 456 zusätzlichen vertikalen Pixel gebe ich freiwillig nicht mehr her. Bei den X6xt ist's ähnlich. 1050 vertikale Pixel ist eben fast 50% mehr als 768.

Ich hoffe, dass durch die bei Mobilgeräten (Smartphones, Tablets) höheren Pixeldichten und die dort recht verbreiteten IPS-Displays irgendwann auch bei den Notebooks wieder High-Density-IPS-Displays zu haben sein werden.

Außerdem hoffe ich, dass irgendein Business-Notebook-Hersteller irgendwann mal ein Einsehen hat und mal wieder ein Gerät in 4:3 oder zumindest 16:10-Format anbietet. Es ist einfach traurig, dass Kinofilme das treibende Format auch für Bereiche sind, in denen Kinofilme überhaupt nicht relevant sind.
 
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