Windows Unix-Befehle nativ unter Windows: Microsoft veröffentlicht eigene Coreutils

Windows Betriebssystem
Hatte NT nicht schon einen Unixunterbau?
 
Nein, aber eine Posixkompabilität.
WinNT ist eher mit VMS verwandt, Dave Cutter kam von VMS
 
Ich benutze seit Jahrzehnten unter Windows ein Paket, was sich "Unix Utilities for Windows" nennt. Hab keine Ahnung, wo ich das mal her habe. Damit habe ich seit NT4 grep, more, cat, cp, mv und Konsorten in der CMD.
 
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Das wurde mal von Microsoft auf der CeBit um das Jahr 2001 herum als Goodie auf deren Messestand verteilt.
Wenn ich in 2 Wochen wieder auf Arbeit bin, seh ich mal nach, ob da ein readme oder sowas dabei ist.
Die hätten das mal lieber in ihre Serverbetriebssysteme integrieren sollen.

Guido
 
Hatte NT nicht schon einen Unixunterbau?
Der Netzwerkstack von NT (bis XP?) soll von BSD gestammt haben.


Vor 12 Jahren war mir mal ein 755c zugeflogen, das ich mit FreeDOS bestückt hatte. Laut meinen Aufzeichnungen hatte ich dort diverse Programme von [1] installiert. Unter util/unix/ gibt es auch einige Coreutils.
(Den aktuellen Zustand der Quelle kann ich nicht beurteilen.)

[1] http://www.ibiblio.org/pub/micro/pc-stuff/freedos/files/
 
Nein, aber eine Posixkompabilität.
Wobei die aber katastrophal umgesetzt wurde. Der Code wirkt, als wäre er von einem einzigen Praktikanten geschrieben worden und fällt an allen Ecken und Kanten auseinander.

Der YouTuber NCommander hat sich das mal im Detail angesehen und kam zu dem Schluss, dass das wohl nur gemacht wurde, damit Microsoft ein paar Aufträge von der Regierung bekommen konnte - und nicht als tatsächlich nutzbares Produkt.

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Korrekt ;)

Das "Mac OS ist zertifiziert UNIX" ist das gleiche Affentheater
 
Hatte NT nicht schon einen Unixunterbau?
Beim NT- und OS/2-Kernel haben IBM und MS Teams (noch) zusammen gearbeitet. Ich hatte einen Kunden, dessen Sysprog von OS/2 auf Win verdonnert wurde. Die haben OS/2 auf dem PC gelassen (insbesondere 3270Emulation) und Kernel-Daten ausgetauscht (Logon-Bild etc.). Unix war anfangs auf dem PC kein Thema - das lief primär (AIX bei IBM) auf "Klein-Rechnern" (oberhalb PC und unterhalb Mainframe) bei vielen Zuliefer-Firmen. Machte sich wegen eigener Vernetzung (TCP/IP) anfangs "etwas unbeliebt" auf den Mainframes (BSC, SNA üblich). Start-Stop war am Aussterben, aber gelegentlich immer noch. Die Unis hatten teilweise Mainframe, hatte selber nur wegen FORTRAN mal Kontakte. In der Industrie war CAD auf UNIX/AIX, aber .... außer Vernetzung hatte ich UNIX mit Derivaten nicht auf dem Schirm.

Nachtrag @hikaru
Der Netzwerkstack von NT (bis XP?) soll von BSD gestammt haben.
Bin ich etwas skeptisch. Ich bin (außer WinOS/2) erst bei XP als NT Nachfolger bei Windows eingestiegen. OS/2 und XP ließen sich im LAN hervorragend mit gleicher Logic per NETBIOS vernetzen. Der Split MS-IBM war etwa zeitgleich mit OS/2 2.1 und Win-NT (Anfang 90er). Vor OS/2 2.1 lief PC-DOS auf den eigenen PCs. Eigentlich echter Konkurrent in den Jahren war Apple mit seiner graphischen Oberfläche. Da sind auch etliche Kollegen schwach geworden. Unix war zu der Zeit ziemlich "exotisch", BSD kaum bekannt bei uns. Später wurde UNIX noch im OS/390 Mainframe "eingebaut", lief parallel zu OS/390 klassischen Anwendungen. Einer meiner Kunden arbeitete in den 90ern damit - welche Anwendungen/Programme ..... weiß ich nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie funktioniert denn das bei den Befehlen, die bei Windows z.B. in der Powershell eh schon vorhanden sind? Wenn ich das auf der Github Seite so lese, hängt das davon ab, wo im Pfad man die Befehle startet. Das klingt nach Chaos.

Wenn ansonsten ein paar Leute dank so einem Paket einfach Windows nehmen anstatt Linux zu installieren, hat sich die Entwicklung ja vermutlich schon gelohnt. ;-)
Ich nehme an, dass diejenigen, die beides brauchen, dann eigentlich doch eher wsl installieren. Solange man nur Windows nutzt, gibt es irgendwie keinen sinnvollen Grund, per coreutils "fremde" Befehle aufs System zu holen.

Beim NT- und OS/2-Kernel haben IBM und MS Teams (noch) zusammen gearbeitet.

Eigentlich nicht. Beim OS/2 Kernel ja, aber NT war ein reines Eigenprojekt von MS, was nach dem Aus der Zusammenarbeit gestartet wurde.
Die Trennung erfolgte vor OS/2 2.0 und das kam 1992 auf den Markt. NT 3.1 kam dann ein Jahr später.

Ich bin (außer WinOS/2) erst bei XP als NT Nachfolger bei Windows eingestiegen.

War hier bei mir dann doch schon mit Windows 2000 der Fall. IBM wollte ja keine Enduser mehr als Kunden und Windows 2000 war das erste für den Normalnutzer verwendbare, stabile Windows.
 
Microsoft könnte ja auch seine Energie darein setzen, einen Linux Dateibrowser wie Thunar in Windows einzuführen und als Standard- "App" anzubieten. Eigentlich ist das noch nicht einmal nötig, denn explorer.exe aus Windows 7 oder Windows 8 liegt doch bestimmt noch irgendwo bereit, und das würde schon einmal ein großes Übel beseitigen.

Da ich dienstlich zu Windows 11 gezwungen werde, habe ich mir hier den vim installiert und bin, zumindest was den Editor angeht, heimisch. Den Rest kann ich auch nicht ändern und wird auch durch rm oder cp nicht besser.
 
Microsoft könnte ja auch seine Energie darein setzen, einen Linux Dateibrowser wie Thunar in Windows einzuführen und als Standard- "App" anzubieten.

Warum sollten sie das machen? Wer sowas haben will, installiert es halt nach. Gibt doch genügend Dateimanager in allen möglichen Farben und Formen.

Eigentlich ist das noch nicht einmal nötig, denn explorer.exe aus Windows 7 oder Windows 8 liegt doch bestimmt noch irgendwo bereit, und das würde schon einmal ein großes Übel beseitigen.

Welches Übel denn? Die alte Version hat keine Tabs, das würde mir schon fehlen. Und die sonstigen Änderungen sind doch harmlose Kosmetik.
 
Der YouTuber NCommander hat sich das mal im Detail angesehen und kam zu dem Schluss, dass das wohl nur gemacht wurde, damit Microsoft ein paar Aufträge von der Regierung bekommen konnte - und nicht als tatsächlich nutzbares Produkt.
Was für ein abgrundtiefes Rabbit Hole x-D Danke für den Tipp!
 
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