Ungereimtes mit einer DHL Päckchensendung

TheSentinel

Active member
Themenstarter
Registriert
23 Dez. 2012
Beiträge
416
Hallo Leute

gestern hatte ich ein kleines Päckchen (17 x 12,5 x 5,2 cm; 510 gr) auf Reisen geschickt. Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass es dann irgendwann mal auch beim Empfänger ankommt. Als ich heute Abend von der Arbeit nach Hause kam, fand ich eine Benachrichtigung in meinem Briefkasten, ich solle ein Päckchen/Katalog bei Nachbarn abholen. So geschehen und ich dachte mich trifft der Schlag: es war das Päckchen vom Vortag..

Bevor ihr mir Senilität o.ä. andichtet ;) eine Beschreibung des Objektes:

Ordentlich in braunem Packpapier eingetüddelt und ordentlich verklebt. Absender Adresse oben links, deutlich in Druckbuchstaben, Empfängeranschrift (NICHT meine !!!) rechte untere Ecke auch in Druckbuchstaben. Aufgegeben hab ich das Teil bei einer großen Poststelle in Ddorf, wurde von einer Postbediensten gelabelt (Barcode) und als Päckchen deklariert.... ergo alles schön. Skurril: auf dem re-zugestellten Päckchen sind keine Hinweis über etwaige Fehler Unterfrankierung .ä. zu finden...

Ist das jemandem aus dem Forum hier sowas schon mal passiert?

Gruss
Der BU
 
So in der Art noch nicht, aber eine Rücksendung an Sky wurde erst als unzustellbar, da "unbekannt verzogen" deklariert, doch als ich nach 1 Woche erneut nachschaute, war das Paket dann doch zum eigentlichen Empfänger gelangt, halt nur 4 Tage später als eigentlich nötig.
Auch hier Name, Anschrift und Postleitzahl sowie Label korrekt.

Bei meinem Paket kann ich als einzigen Fehler meine Handschrift ins Felde führen, rein theoretisch konnte man die 0 als 6 erkennen.

Hast Du schon mal bei Deiner Postfiliale nachgefragt, wie das so passieren konnte? Und wer das erneute Paket bezahlt?

Gruß in't Huus

gatasa
 
Nabend gatasa

nein, werde morgen in der Ddorfer Hauptpostfiliale nachfragen, wie und warum es zu dieser Sache kam. Werde morgen berichten ;). Is jedenfalls saudoof :cursing:

Ciao
Gruss
B. Udo
 
Das ist mir auch schon 2 mal passiert. Immer als ich nicht einen Aukleber genommen hab sondern die Adresse so wie bei einem Brief eingetragen hab. Das Porto musste ich in beiden Fällen nochmal zahlen! Der "Schalterbeamte" wird dir dazu nichts sagen können.
 
Heya xyz

so einen Adressbapperl hätte ich ja draufgeklebt..... nur ist das Packerl ein wenig zu klein für so 'ne Klebe. Nochmal bezahlen..... nix da, die sollen erst mal den zuerst erteilten Auftrag sauber abarbeiten.... heisst an die Anschrift liefern und nicht an den Absender ;)

Ciao
B. Udo
 
Postleitzahl des Empfängers mal geprüft? - Nicht, dass sie zu einem Postfach gehört.
 
Mir ist das so ähnlich auch schon passsiert, Ich hatte aber eine gedruckte Marke verwendet. Ich habs dann zur nächsten Filiale getragen und gesagt was war. Danach wurde es einwandfrei zugestellt (ohne neues Label, Nachzahlung oder Adressänderung).
 
Hallo Morns

bin mir sicher, dass die Anschrift passt, zumal ich vor 14 Tagen an selbige schon mal einen Brief geschickt habe und der kam innerhalb von 24 Stunden an.

Lieben Gruss
B. Udo
 
Hello

ab mich mal in der Firma mit ein paar Leuten, besonders aus unserer Versandabteilung über diese Sache unterhalten. Sieht wohl so aus, dass jemand bei DHL/DP in der Sortierung nur meine Anschrift gelesen hat, rasch nen Barcode zusammengeschustert und das Packerl gelabelt hat. Ich bin mir sicher, dass das Barcode Label vorne von der Schalterbeamtin nicht erstellt und aufgeklebt wurde.

Denke, ab 17 Uhr weiß ich mehr *bg*

Ciao
B. Udo
 
[UPDATE]

Hab der Postbeamtin von Montag sowohl Päckchen, Quittung als auch die Abholkarte vorgelegt und gefragt, wieso ich das Packerl zurückbekommen habe, obwohl ich der Absender sei. Leute, ihr hättet das Gesicht der Postbeamtin sehen müssen, was zwischen Unverständnis, "Was will der?" und Abwehrhaltung in kurzen Abständen schwankte, war zu cool.

Kurzum, die Frau hat die Sache aus meiner Sicht sehr souverän und mit einem Schmunzeln behandelt. Nach einer kurzen Nachfrage bei ihrem Cheffe gab es eine neue Sendungsnummer und eine Entschuldigung dafür, dass ihre Kollegen wohl nicht so ganz das Anschriftsfeld gelesen haben..... det war es. Auf Frage, ob das was kosten würde meinte sie, dass der ursprüngliche Auftrag nicht erfüllt wurde und somit die Post / DHL den Deckel zahlen würde..

Ende gut, alles gut? Warten wir mal die nächsten beide Tage ab

Gruss
Der BU
 
In meiner Zeit in Ddorf hab ich eine kleine Filiale in einem nördlichen Stadteil lieben gelernt. Pakete lagen da tagelang rum, bis sie weiter gingen oder wurden am gleichen Tag an den Absender geschickt, wenn der Fahrer einen nicht angetroffen hat. Lagern in der Filiale für 7 Tage war denen wohl zuviel. Und falsch frankieren konnten sie auch noch... Hier jetzt in cgn klingeln die Fahrer garnicht mehr, sondern schmeißen direkt die Karte ein und liefern es dann an eine Pakstation am nächsten Tag. Merke: schwere Sachen nur noch per Hermes bestellen :cursing:
 
Hallo Mathias_cgn

meine Erfahrung deckt sich mit den Deinen, ist also ortsunabhängig. Kann Deine Liste beliebig erweitern:

* Paketkarte auf Briefkastenanlage direkt über dem Empfängerkasten gestellt anstatt direkt einzuwerfen,
* Empfänger öffnete den Zugang zum Treppenhaus und hat sich zu erkennen gegeben. Trotzdem wurde direkt die Paketkarte in den Briefkasten eingeworfen,
* bei mehrteilige Sendungen wurden die leichteren Sendungen (~500 gr.) bei Nachbarn abgegeben, etwas schwerere (~1 kg) durften in einem XYZ Paketshop abgeholt werden,
* ein Einschreiben sollte in Solingen Wald abgeholt werden (Benachrichtigungskarte im Briefkasten), obwohl der Empfänger in Wuppertal wohnt und an dem Zustellungstag zugegen war. 3 Treppen waren dann doch zu hoch für den Postler,
* ein Paket mit Notebooksendung wurde anstatt in einem XYZ Paketshop in einer Garage des XYZ Paketshop Inhabers "zwischengelagert", weil der Platz in dem Store lt. Besitzer "nicht ausreicht" und konnte da nach Terminabsprache abgeholt werden,
* mehrfache Versuche der Zustellung eines Briefes (in Wuppertal) an einen Empfänger (lt. Anschrift: wohnhaft in Mettmann). Selbst schriftliche Hinweise auf dem Brief, sowie direkte Information an den Zusteller wurden geflissentlich ignoriert.

Diese Schludrigkeit treffen auf alle Postdienste ("Herpes", DHL, GLS, DPD etc.) zu... ohne wenn und aber

Gruss
B. Udo
 
DHL meide ich mittlerweile. Wir bestellen hier halt regelmäßig Katzenstreu und Futter. Das sind dann zwei Pakete a 30kg und da Zahl ich kein Porto dafür, dass ich sie irgendwo abholen muss. Hermes hat hier immer den gleichen Fahrer und der ist recht zuverlässig. Alle anderen Dienste kommen irgendwann am Tag, immer zu anderen Uhrzeiten. Bei DHL kleb ich gleich einen Zettel hin, dass er es wenigstens in eine Packstation werfen soll.
Auch Einschreiben brauchen hier manchmal eine Woche weil der Zusteller "krank" war. Super, wenn man bestimmte Rezepte vom Arzt bestellt und das Rezept dann schon nicht mehr gültig ist. Aber bei DHL ist hier auch jede Woche ein anderer Fahrer. Alternativ häng einen Zettel hin "DHL: Ich bin da und warte!".
Sehr beliebt bei uns (Mehrfamilienhaus) ist auch, dass die einfach irgendeinen Namen hinschreiben, wo sie das Paket abgegeben haben und man sich dann durchklingeln muss.
Aktuell hab ich den Fall, dass ich ein Paket aus der Filiale abgeholt habe und 5 Tage später eine Email kam, dass ich es doch abholen solle, ansonsten geht es zurück. Naja, wenn da was dran ist, dann gab eine SSD für Lau :rolleyes:
Hast du du dir schonmal überlegt direkt in eine Pakstation liefern zu lassen?
 
Ich hoffe das ihr die Probleme auch bei DHL etc. reklamiert damit die das dann abstellen oder es an die Subunternehmer weiter geben!
Wenn sich keiner beschwert und alle nur schimpfen wird sich ja nie was ändern und ihr ärgert euch immer weiter schwarz.

:)
 
Ich denk mir immer: bei dem Verdienst des Paketfahrers kann ich verstehen, dass es schwierig ist jemanden zu finden, der diesen Job freundlich und zuverlässig erledigt.
 
Es ist halt überall sehr unterschiedlich, ähnlich wie die Erfahrungen mit den Telekomunternehmen zeigen, so ist das auch wohl bei den Paket-Diensten.
Wir haben hier seit Jahren die gleiche Zustellerin bei der DHL, der DPD-Fahrer ist auch schon länger dabei, lediglich bei UPS wechseln häufig die Fahrer. Hermes kann ich zur Zeit gar nicht sagen, aber selbst da wäre es nicht schlimm, weil die Paket-Station eine Tankstelle mit Öffnungszeiten von 06:00 Uhr bis 23:00 Uhr und keine 1000 m entfernt ist.
Aber irgendwie spricht sich unter den Fahrern halt rum, dass in unserem Haushalt meistens jemand zu Hause ist und wir bekommen häufig Pakete der unmittelbaren Nachbarn (Einfamilienhaussiedlung) vorbeigebracht.

Gruß in't Huus

gatasa
 
Nabend in die Runde ;)

klar, die Fahrer und Laufbedienstete werden ziemlich bescheidenen bezahlt und behandelt. Ich habe in den meisten Fällen ein Maß an Verständnis, wenn's mal nicht klappt. Was mir allerdings die Hutkrempe explodieren lässt, wenn diese Servicemitarbeiter/innen nicht in der Lage sind Anschriften, Strassennamen usw. zu lesen und mit der gegenwärtigen Örtlichkeit auf Korrektheit zu vergleichen. Besonders peinlich wird es, wenn ein Postbote sich krampfhaft via Smartphone und GPS bei Fussgängern erkundigen muss, ob dass denn auch die XYZ Strasse ist und zudem direktemang unterm Strassenschild steht, so just meiner Lebensgefährtin passiert.
Oder wenn die Serviceler sich zu schade sind, den Dienst am Kunden zu erfüllen. Was habe ich davon, wenn ich nach Dienstschluss nochmal raus muss, nur weil eine Postsendung aus Bequemlichkeitsgründe des Postlers nicht zugestellt wurde, obwohl von uns einer daheim war?!

Meine Beschwerden haben bislang nur dazu geführt, dass der kleine DHL Laden mit Brötchen und Zeitungsanhang auf Grund der Lagerung und Verteilung von DHL Paketen in privaten Garagen (s.o) geschlossen wurde. Alle anderen Beschwerden wurden mit " ... wir bedauern, dass es ihnen Unannehmlichkeiten entstanden sind bla bläh blubb.." abgetan. Wirklich abgestellt wurde nichts noch wurde was messbares für den Kunden getan.

@Mathias_cgn

Jo, ich nutze eine Packstation. Da aber die letzten 3 Male (in ~5 Monaten) mit

a.) Systemstörung, bitte holen Sie ihr Paket da und dort ab,
b.) Packstation voll, bitte warten Sie auf die nächste SMS mit neuer TAN Nummer,
c.) Ihre Paketsendung wurde an XYZ-Paketshop übergeben

aufwartete, hab ich erst mal mehr keine Pakete u.ä. schicken lassen.

Sodele.... Euch allen nochn schönen Sonntag abend

B.Udo
 
Moin,

von Versandproblemen/-Ärger kann wohl jeder berichten, gibt ja auch einen eigenen Beitrag dafür. Natürlich war auch ich schon betroffen.

Ich muss aber (für mich) sagen, dass das Argument "Fahrer und Laufbedienstete werden ziemlich bescheidenen bezahlt und behandelt" gar nicht zieht, das ist irgendwie sozialdemokratsiche Sozialromantik. Entweder ich oder mein Verkäufer hat eine Dienstleistung wie angeboten gekauft und regulär bezahlt und da kann man erwarten, dass die bezahlte Arbeitsleistung auch ordnungsgemäß erbracht wird. Ich möchte mal denjenigen hören, der mit zerstörter Frisur beim entsprechenden Dienstleister sitzt und sagt "habe schon Verständnis für das Unglück/Missgeschick, denn die Angestellten sind ja so mager bezahlt" - will sagen es gibt da keinen Unterscheid, um welche Art Dienstleitung es sich handelt.
Die Preise einer Dienstleistung macht der Anbieter und der handelt nach den Gesetzen das Marktes. Wir hören fast täglich aus der EU (und wir wollen es letztlich auch so!) , dass es funktionierende Märkte geben muss/soll, damit Preise erschwinglich bleiben, siehe Telekommunikations-Tarife, Strompreise usw. Bei den Logistikern funktioniert genau diese Marktregulierung und die Konkurrenzsituation führt eben zu Preisen, bei denen für die Bediensteten nur ein geringer Lohn drin ist. Das hat natürlich zur Konsequenz, dass kein höherqualifiziertes oder leistungsbereites Personal zu finden ist oder umgekehrt ausgedrückt hier meistens Leute zu finden sind, bei denen es für Anspruchsvolleres leider nicht reicht. Der genannte Postbote unter dem Straßenschild macht das sicher nicht aus purer Willkür, weil er so schlecht bezahlt und behandelt wird. So leid es mir für ihn tut, aber er ist eben am Ende seiner Fahnenstange angekommen. Oder glaubt jemand von Euch, das genau dieser Mann bei einer besseren Bezahlung bei Regen mit einen 15kg-Paket unter dem Arm in den 5 Stock ohne Fahrstuhl sprintet und das gleiche am nächsten Tag nochmal tut, wenn keiner zuhause war?


Grüße Thomas
 
Moin moin an die Waterkant ;) was habt's ihr fürn Wetter

Thomas, Du hast recht mit der Aussage, "ich kaufe eine Dienstleistung und erwarte, das dafür der adäquate Gegenwert erbracht wird", und bin da voll mit bei. Was bei Deiner Betrachtungsweise ein wenig "kaschiert" wurde, aber den Kern der Zeit trifft: die Geiz ist geil Mentalität. Wir wollen alle immerzu möglichst wenig bezahlen, ohne dass sich die zu erbringende Dienstleistung qualitativ nicht verschlechtert; und das trifft nun auf jede Dienstleistungsbranche zu.

Was die Entlohnung von besagten Postbediensteten betrifft, werden die in der Regel über eine Verkettung von x Subunternehmern letztlich im Entgelt schlechter bezahlt. Die meiste Kohle streichen sich andere ein, die nicht bei Wind und Wetter Pakete die Treppen raufkeulen. Ob deren geistige Horizonte heller leuchten, sei dahingestellt, jedenfalls wissen die, wie man andere Leute ausbeutet. Meiner Meinung nach hätte (sollte?) hier die Politik eher mal was ändern, denn versuchen mit irgendwelche Mindestlohnforderungen vor Wahlen zu punkten.

Gruss in eine meiner Lieblingsstädte
B. Udo
 
Moin moin an die Waterkant ;) was habt's ihr fürn Wetter

+1, hier sind wir zur Zeit wirklich gut dran. Wetter ist eben keine Dienstleistung :)

Was die Entlohnung von besagten Postbediensteten betrifft, werden die in der Regel über eine Verkettung von x Subunternehmern letztlich im Entgelt schlechter bezahlt. Die meiste Kohle streichen sich andere ein...

Das ist zunächst mal eine spekulative Behauptung. Sicher sind Subunternehmer auch mit im Rennen, das ist aber nur eine Folge des konkurrierenden Marktes. Und wenn dem so wäre, dass hier X Unternehmen "ganz viel Kohle" einstreichen, frage ich mich, wer das sein soll und wo das schöne Geld bleibt. Im Fall DHL ist es die Deutsche Post AG, die ihren Gewinn ja als Dividende schön an die Aktionäre ausschüttet. Man kann sich leicht davon überzeugen, dass die DPAG eher zu den mäßig Dividende zahlenden AGs gehört. Wenn wir mal unterstellen, dass bei der Post keine mit Milliarden gefüllten schwarzen Kassen existieren, schient die Gewinnmarge (zumindest bei DHL) in der Logistikbranche nicht so toll zu sein. Bei Hermes, UPS & Co sieht das sicher nicht anders aus, zumindest habe ich aus den USA noch nie von den "Börsenstars" UPS und Fedex gehört.
Kurzum: Dass die "Oberen" ganz viel Geld abgreifen und nichts am unteren Ende der Kette ankommt, halte ich für ein Gerücht, dass eher in die Kategorie Verschwörungstheorie gehört. Für Stammtischpolemik, die Schlagzeilen der B-Zeitung und im politischen Lager eher Links angeordnete, ist das aber eine sehr willkommenes Argument (dass aber kaum zu beweisen ist).


Ob deren geistige Horizonte heller leuchten, sei dahingestellt, jedenfalls wissen die, wie man andere Leute ausbeutet. Meiner Meinung nach hätte (sollte?) hier die Politik eher mal was ändern, denn versuchen mit irgendwelche Mindestlohnforderungen vor Wahlen zu punkten.

Gruss in eine meiner Lieblingsstädte
B. Udo

Ja und Nein.
Nein: Es ist keine Ausbeute, es sind zunächst mal die Marktgesetze, die hier Anwendung finden. Der Markt bestimmt den Preis einer Dienstleistung und damit im weitesten auch den gezahlten Arbeitslohn. Anders ausgedrückt ist es noch einsichtiger: Solange ein Anbieter Arbeitskräfte findet, die für einen Lohn X arbeiten, kann er sei seine Dienstleistung am Markt für Y anbieten. Findet er keine Arbeitnehmer für X, wird er längerfristig seine Dienstleistung nicht anbieten können bzw. er muss X plus etwas dazu an sein Personal zahlen und hoffen, dass ihm die Dienstleistung dann auch für Y plus etwas dazu abgenommen wird.
Der Markt funktioniert letztlich also auch umgekehrt, denn der Arbeitnehmer bietet seine Arbeitskraft auf einem freien Markt an. Es steht ihm frei, sich nicht ausbeuten zu lassen, sprich er kann sich eine Arbeitsstelle suchen, bei der er gerecht für die Arbeitsleistung entlohnt wird, die er dem Arbeitgeber bieten kann. Wenn ihm das aber nicht gelingt und er nur jemanden findet, der ihm für Lohn X Arbeit gibt, ist er für seine Leistungsfähigkeit gerecht bezahlt. Er wird nicht ausgebeutet, wie es allerdings gern so dargestellt wird.
Letztlich ist ein eine unumstößliche Tatsache wie "die Titanic wird untergehen". In einer Gesellschaft gibt es Leistungsträger (neudeutsch high-potentials) und eben auch Kandidaten am unteren Ende der Skala.
Daher auch Jein: Es ist zunächst eher eine gesellschaftliche Aufgabe zu definieren, wie wir damit umgehen wollen, genau wie "Geiz ist Geil" eine gesellschaftliches Phänomen ist. Aber eindeutig JA, es ist Aufgabe der Politik sich diesem gesellschaftlichen Thema anzunehmen und ggf. regulierend einzugreifen, wie zB. mit dem Mindestlohn von Fr. Nahles. Ob damit die Servicequalität allerdings steigt wage ich zu bezweifeln....

Grüße Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben