Treiber-Probleme und BSOD bei meinem ersten Eigenbau PC.

seagate

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Hallo,

Da mir meine alten Thinkpads zu langsam wurden, habe ich mich vor zwei Monaten dazu
entschieden einen Rechner aus Einzelteilen selbst zu bauen. Hatte bis jetzt nur mit
Laptop's zu tun und das sollte mein erster PC werden.

Nach vielen Tagen Recherche habe ich folgende Komponenten bestellt
und dann zusammen gebaut:
-Intel i7-12700k (ohne zu übertakten)
-Kingston RAM Fury Beast 64GB DDR4 3200Mhz (4 Module von 16GB)
-Asus Prime Z690-P Wi-Fi D4 Mainboard
- Nvidia GeForce GT1030 (Passiv)
-USB 3.0 PCIe Karte mit VLI Chipsatz (erster Fehler?)
-1TB Samsung 2,5" SSD (Windows Installation)

Dazu hatte ich hier noch einige 2,5" SSD/HDD & NVMe SSD's liegen die ich
weiterverwenden wollte und zum Teil eingebaut habe.

Nach der Installation der Hardware, erst ein Bios Update auf die neuste Version
durchgeführt. Danach Windows 10 Installiert, alle Treiber vom Mainboard und
Grafikkarte Installiert. Dann einige Tage Später die USB 3.0 Karte eingebaut, die
lief dann auch ohne Probleme (obwohl ich nicht mehr weiß welche Treiber ich verwendet
habe, die von der CD oder die von Windows)

Einen Monat Später funktionierte die USB PCIe Karte nicht mehr und es kam gelegentlich
zum Bluescreen. Unter Linux lief die Karte ohne Probleme, konnte sogar davon Linux Starten.
Habe es dann nach langer Suche nach einer Lösung aufgegeben und die Karte nur noch zur
Spannungsversorgung genutzt (Handy laden)

Da das Mainboard nur 4 Sata Anschlüsse hat (zweiter Fehler) habe ich mir eine PCIe Karte
mit 4 SATA Anschlüsse besorgt um daran die weiteren Laufwerke anzuschließen. Nach dem
Einbau lief das auch, der PC startete normal, Laufwerke wurden erkannt und ich machte
einen Geschwindigkeitstest.

10 Minuten Später ging der PC mit Bluescreen aus und lies sich nicht mehr Reparieren.
Ich machte dann eine neue Installation von Windows. Glücklicherweise
habe ich meine Wichtigsten Daten extern gesichert, denn es war alles weg...

Bis jetzt ist es mir nicht gelungen die Treiber von der PCIe Karte richtig zu
installieren, weder die von der CD noch mit welchen von Windows oder aus dem Internet.
Habe mehrere Stunden damit verbracht, ohne Erfolg.
Die Karte hat einen Marvell 88SE9215 Chipsatz.

Es bleiben immer gelbe Zeichen im Geräte Manager bei der USB und Sata Karte.
(Screenshot vom Gerätemanager ist unten Angehängt)

Die Angeschlossenen Laufwerke werden als Wechseldatenträger erkannt und zur schnellen
Entfernung in der Taskleiste. Edit: Dieses Problem habe ich eben über die Registry gelöst.

Sollte ich Windows nochmals neu Installieren, wegen den Vielen Versuchen mit allen möglichen Treibern?
Was habe ich falsch gemacht und sollte ich jetzt anders machen?

Ich wäre sehr Dankbar wenn mir hier jemand dabei helfen könnte das ganze wieder sauber ans laufen zu bringen!
Am liebsten würde ich Windows nochmals neu Installieren, habe nämlich viel mit Treibern probiert....

Edit: Gelöscht

Link zu den PCIe Karten:


Gruß, Tom
 

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    Geräte Manager.JPG
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Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Ich habe mich jetzt noch weiter mit der Karte beschäftigt, aber ins BIOS der Karte komme ich immer noch nicht.
Vermute dass es daran liegt das mein Rechner mir nicht die Gelegenheit gibt die nötige Taste zu drücken.

Es kommt beim Start das Asus Logo & Press F2 to enter Bios, danach Startet Windows. Was ich bei meinem
PC vermisse und meiner Meinung nach das Problem ist, ist der fehlende Abschnitt wo weiße Schrift auf
schwarzem Hintergrund angezeigt wird, inklusive der Meldung: Press CTRL + C to enter LSI Configuration Utility.

Fast-Boot habe ich deaktiviert, das brachte aber auch nichts.

Falls hier jemand noch einen Tipp hat wie ich ins BIOS der LSI Karte komme, dann wäre ich dafür sehr dankbar!
 
Kannst das Logo mit ESC wegdrücken? Gibt's im BIOS die Funktion "Option ROM" und steht die auf disabled?
 
Bei manchen Rechnern kann man auch per Tab-Taste von dem Fullscreen Bild in den Post-Mode wechseln, bei dem einem die Infos angezeigt werden, die ein Bios früher so angezeigt hat. Zumindest damals konnte man den Post-Prozess auch mittels Pause Taste unterbrechen, um Mal einen Überblick zu bekommen, was dort eigentlich alles steht. Aber ob das mit modernen UEFIs noch so klappt weiß ich nicht.
 
Versuche auch mal bitte den UEFI Mode des BIOS auszuschalten und auf Legacy oder wie auch immer das im BIOS bei Dir heisst umzuschalten.

Falls der Fast Boot doch noch irgendwie an sein sollte: Beim herunterfahren im Windows <SHIFT> Taste halten und auf "Neustart" klicken. Es dauert eine Weile und ein spezieller Modus mit blauem Hintergrund meldet sich. Dort dann bei den erweiterten Funktionen (oder so ähnlich) die Option wählen, dass Du ins BIOS möchtest
 
Oder einfach mal die Boot Platte ausbauen dann startet wenigstens Windows nicht und du hast Zeit.
 
Versuche auch mal bitte den UEFI Mode des BIOS auszuschalten und auf Legacy oder wie auch immer das im BIOS bei Dir heisst umzuschalten.
Achso, das Mainboard ist mit UEFI? Dann muß sehr wahrscheinlich auf dem Controller auch das UEFI(-BIOS) geflasht sein, damit er während dem POST Vorgang etwas anzeigen kann, oder irre ich mich damit?
 
Im UEFI-Modus landet viel von den Einstellungen auch im Mainboard-UEFI. Ich meine, meine Intel X550-T2 und (ich habe es schon ewig nicht mehr probiert, aber ich meine es ist bei der auch so) auch die Lenovo DCG ThinkSystem 430-16i (LSI/Avago/Broadcom SAS3416 Chip) wird im UEFI-Modus aus dem Mainboard-UEFI heraus administriert.
 
Das weiss ich nicht, deshalb frage ich ja danach....
Also wenn noch dieses "Asus Prime Z690-P Wi-Fi D4 Mainboard" verwendet wird, das hat definitiv UEFI, ob es auch einen Legacy/Compatibility Modus integriert hat und/oder der momentan deaktiviert ist, weiß ich nicht. Merksatz dazu: "Wenn ein BIOS grafische Elemente enthält, die über ASCII Rahmen hinaus gehen, dann ist es UEFI." Und dieses Asus hat Lüfteranimationen, usw.
Was ich aber nicht genau weiß ist, ob ein HBA Controller, der nur ein klassisches BIOS geflasht hat in einer UEFI Umgebung überhaupt etwas anzeigen kann. Mit den LSI Flashtools kann man aber abfragen, ob und welche BIOS/UEFI Unterstützungen beim Controller derzeit im Flash enthalten sind. Kann man mit Linux erledigen oder auch in einer puren DOS Umgebung (sofern man DOS bei dem Asus Board booten kann).
EDIT: Und falls keine UEFI Unterstützung vorhanden ist, kann man die dann auch gleich in den Controller flashen, braucht man nur die passende Datei dafür.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jedes Board der letzten ~10 Jahre hat so oder so ein UEFI, ganz kuriosen embedded Kram ausgenommen.

Ob die LSI Karte UEFI Treiber mitbringt ist hier die spannende Frage. Wenn nicht hilft wohl nur das Board in den Compatibility Modus zu setzen (wenn es das überhaupt noch anbietet), das OS neu zu installieren, und Windows 11 aufzugeben (falls das je geplant war).

Warum überhaupt die Grafikkarte? Ist jetzt nicht auffallend schneller, dafür deutlich älter in unterstützten Codecs und Displaystandards als die Intel UHD 770, und dazu kommen die grauenhaften Nvidia Treiber unter Linux.
 
Hab ein bisschen zu den 88SE9215 recherchiert und dabei diesen Beitrag gefunden, nachdem eine alte SATA-Karte mit besagtem Chip mir mehrfach Probleme bei "intensiver" (max. 3 Geräte) Nutzung gemacht hat. Unter Linux äußerte sich das so, dass plötzlich alle verbundenen Blockdevices verschwanden, was je nach Datenträger-Struktur und Dateisystem durchaus schlecht enden kann.

Bislang sind meine Erfahrungen mit diesen sehr günstigen Marvell Chips eher schlecht. In der Tat habe ich aber einen gleichermaßen billigen ASMedia ASM1064 mit 8 Ports, welcher einwandfrei funktioniert und auch zusätzlich gekühlt ist. Ob das jedoch der signifikante Faktor ist, sei mal dahingestellt. Damals, 2017-2018 rum, hatte ich von diesen 4-Port Karten 2 bestellt, eine war damals schon ab Werk defekt und ging direkt zurück.

Für mich waren die Daten nur Backups, welche ich wiederherstellen kann. Vom ernsthaften Einsatz in einem Produktivsystem würde ich bei diesen sehr billigen SATA-Controllern wirklich abraten.
 
Kann ich bestätigen, die billigen Karten mit Marvell-Controller machen gar keinen Spaß. Die mit ASMedia-Controller sind etwas besser und funktionieren verhältnismäßig gut, aber perfekt auch nicht. Für wirklich stabilen Betrieb lohnt es sich, das Geld für "richtige" Controller auszugeben. Und damit meine ich SAS-HBAs oder SAS-RAID-Controller die sich auf eine HBA-Firmware ("IT-Firmware" bei Broadcom/Avago/LSI) flashen lassen. Denn SAS-Controller sind für "echten" Servereinsatz und dementsprechende Zuverlässigkeit gedacht und können eben auch SATA-Laufwerke ansprechen. Zumindest Festplatten. Bei SATA-DVD-/Bluray-Laufwerken kann es dagegen Probleme geben, aber die kann man ja noch an dem Onboard-SATA-Controller anschließen.
Neu kosten die SAS-Controller viel Kohle, aber man bekommt gebrauchte für recht wenig, gerne auch unter Namen anderer Hersteller. IBM M1015 ist so ein Gerät zum Beispiel, aber es gibt noch viele weitere.
 
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