Toten Akku erfolgreich wiederbelebt!

gerli09

Well-known member
Themenstarter
Registriert
21 Mai 2009
Beiträge
5.654
Ich habe hier ein ziemlich verhunztes X61s mit Vista Business, das ich sehr selten brauche (eigentlich nur, wenn mal Vista Support geleistet werden soll). Dafür habe ich vor einem halben Jahr einen neuen Nachbau-Akku für kleines Geld gekauft.

Als ich das Teil die Tage mal wieder anwerfen wollte, war der Akku völlig platt. Am Netzteil erst langsames und dann schnelles gelbes Blinken der LED. Der Energiemanager sagt: Akkufehler. Da das Teil keine 20 Ladezyklen hat, war mir das noch zu schade zum Entsorgen, der ebay Händler hat mir auf meine Reklamation den halben Kaufpreis als Erstattung angeboten, da er den Akku nicht mehr im Programm hat.

Ich habe mir den Akku dann mal zur Brust genommen, keine Spannung messbar, also wahrscheinlich eine Tiefentladung durch zu langes Nichtbenutzen. Mit einem Labornetzgerät habe ich etwa 30 Sekunden lang 14 Volt bei einer Strombegrenzung auf 1 A auf die + und - Kontake gegeben. Danach war wieder eine Spannung am Akku meßbar. Ins Laptop eingebaut und siehe da, der Akku wurde wieder geladen. Bisherige Tests zeigen normales Verhalten des Akkus.

Bitte als Warnung beachten, dass falsche Spannungen, Ströme, Verpolung usw. zum Defekt des Akkus oder sogar zur Explosion führen können. Also bitte nur mit entsprechender Vorsicht vorgehen. Dass es bei meinem Akku geklappt hat, heißt nicht dass es immer so klappt. Wenn der Akku nach 500 Zyklen platt ist, hilft natürlich nichts mehr.
 
Die Anordnung der Kontakte müsste ja bei den 60er Akkus gleich sein, da sie ja alle mit einem externen Ladegerät geladen werden können.

Kannst du vielleicht kurz ein Bild machen und die Kontakte benennen, was du wo angelegt hast? Wäre vielleicht hilfreich.



Gruß aus Trier
 
Das wichtigste Hilfsmittel bei so einer Methode wurde vergessen zu erwähnen, der Eimer mit Sand, in dem der Akku liegen sollte bei einer solchen "Behandlung". ;)
 
Hier ist noch ein Bild, wo die + und - Kontakte am Akku sind.
Akku.jpg
Das mit dem Sandeimer halte ich für übertrieben, durch die Strombegrenzung des Netzgerätes kann sich der Akku in der kurzen Zeit wohl kaum erhitzen. Ich warne davor, das mit ungeeigneten Spannungsquellen ohne Strombegrenzung (z.B. anderer Akku) zu machen, es können sehr hohe Ströme fließen, die den Akku platzen lassen.

Diese Wiederbelebung funktioniert sowieso nur nach einer Tiefentladung. Die Zellen sind dann soweit entladen, dass sie keine Polung mehr haben bzw. sich sogar umpolen. Durch das kurzzeitige Anlegen der externen Spannung bekommen sie nur etwas "Nachhilfe", so dass dann das normale Aufladen wieder funktioniert.
 
...ob ich gerli09 mal R.M.B's Thinkpad 600 - Akkusammlung (ca. 8 Stück) zur Reanimation schicken soll?
 
Vielleicht sind die Bausteinchen in den Nachbau-Akkus toleranter.......
 
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben